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Härtetest ab heute Abend

Heute Abend beginnt der erste wirkliche Härtetest dieses Jahres. Ich fliege nach Brüssel. Im Kopf habe ich mich – nach sehr strengen Urteilen von FreundInnen – bereits gegen Shopping bei Cora Kemperman entschieden, aber ob ich es schaffe, gar nicht hinzuschauen? Ich weiß es selbst noch nicht -. ihr dürft also gespannt sein….ich bin es auch. So gut mein Shoppingboykott hier zuhause funktioniert, so schwierig wirds wohl beim Städtetrip. Auf solchen Trips hat Shopping einfach magische Anziehung auf mich…

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Geldsparen oder: Geldausgeben, das keinen Spaß macht

Jenni ist eine sehr liebe, sehr kleidershopping-fanatische Freundin von mir. Sie sagt sogar, sobald sie sich etwas gekauft hat, denkt sie schon beim Verlassen des Geschäfts an dieses weitere Teil, das sie da drin gesehen hat, sich aber nicht leisten konnte, weil ja das andere Teil und so und überhaupt. Kürzlich hatte Jenni überraschend eine hohe Steuerrückzahlung. Und ihre erste Reaktion: „Super, was kauf ich mir dafür?“

Mich erwarten bis Ende April ebenfalls über 800 Euro Steuer- und Versicherungsrückzahlung. Ich bin momentan sehr darauf aus, mir einen ordentlichen Polster anzusparen. Das bedeutet, die 800 Euro werden schnurstracks am Sparkonto landen und dann hoffentlich nicht mehr angerührt werden.

Ich weiß aber auch: Diese Entscheidung würde mir schwerer fallen, würde ich grad shoppen dürfen (Stichwort: Als Gott die Konsequenz verteilte, hab ich grad geschwänzt). Folgende Dinge wären definitiv auf der Liste:

Die hier. Sie gehen mir nicht aus dem Kopf, auch wenn sie nicht mehr in der Auslage liegen.

Den hier:

Den will ich, seit ihn meine liebe und unendlich coole ehemalige Arbeitskollegin an hatte. Der kostet eh schon gut die Hälfte des oben angegebenen Budgets. Und ja, das sind einzelne Socken, aus denen der genäht ist…

Dann wären da noch die hier und diese Sachen…. oder eben gespartes Geld für die neuen Bremsblöcke im Auto, das neue Parkpickerl nächstes Jahr, die Thermenwartung, und und und …. Geld, das beim Ausgeben halt wehtut und nicht Spaß macht. möööp.

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Mütterliche Liebe

Die Mama. Die ist ja eine ganz, ganz liebe. Nur manchmal ein bißchen eine Vergessliche. Folgendes Telefonat heute vormittag:

Mama: „Du, ich bin grad bei Falke, da gibts Leggings im Angebot um fünf Euro.“

ich: „Ja, also schenken darfst du mir solche – ich darf sie mir ja nicht selbst kaufen.“

Mama: „Ah ja genau, hab ich vergessen. Na dann, Pech!“

ich: „Aber… aber …. vielleicht magst mir ja welche schenken? Möglichst groß, die schneiden immer so klein.“

Mama: „Ich schau mal, aber ich glaub… nein… du…. da liegt nix Passendes, tschüss!“

Ok, ich bin grad streng zu mir, aber müssen das andere auch sein? Meine Mama?!?  Ist so ein bißchen mütterliche Liebe und Fürsorglichkeit zuviel verlangt?! Gemein, sowas!

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Keine Dauerlösung, aber…

… auch eine Möglichkeit, nicht einzukaufen: Um acht in der Früh ins Büro, um acht am Abend wieder raus – da bleibt keine Zeit. Und weil am Abend von zuhause aus weitergearbeitet werden muss, auch keine Zeit, sich in Onlinestores umzuschauen. Kein Hirn und keine Muße fürs Shoppen zu haben, ist sicherlich auch eine Methode – wenn auch nicht die gesündeste, so allgemein.

 

 

 

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Ganz viel wenig

Ich habe eineinhalb Meter Pax Kleiderschrank in richtig hoch, zwei Laden in einer Kommode, einen halben alten Eichenkasten und – mein ganzer Stolz – einen Flugzeugtrolley für Unterwäsche und Strumpfhosen (ein Wort, das inzwischen nur noch mit einem Seufzer ausgesprochen werden kann). Und hab immer wieder Zeug, das in die Kästen nicht reinpasst. Ah ja, ein großes Schuhregal hab ich auch noch.

Vor einigen Tagen hat meine liebste Freundin und Nachbarin, die seit kurzem allein wohnt, mir ihren Kleiderbesitz gezeigt: Sie hat ihren ein Meter breiten Pax aufgemacht. Und der war halb leer. Einige Jacken und Schuhe befinden sich noch in einem weiteren Kasten im Vorzimmer. Fertig. Ich hab wahrscheinlich dreingeschaut wie eine Katze vorm Aquarium. Boah.

Fazit: Ich hab ein schlechtes Gewissen. Mit vollen Hosen ist leicht stinken, mit vollen Kleiderkästen ist leicht nicht zu shoppen.

Fazit 2: Ich kann nichts wegschmeissen. Eine andere Freundin ist da beinhart, alles, was sie seit einem Jahr nicht angehabt hat, fliegt. Das könnte ich nie und nimmer. Eine Winterjacke, bekommen mit 14 (damals so groß wie zwei Zelte, gefühlt, jetzt grad passend), sicher 10 Jahre lang nicht angehabt – seit zwei Wintern wieder eins meiner Lieblingsstücke. Einmal hab ich zwei dicke Pullis weggegeben – denen heule ich heute noch nach.

Fazit 3: Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man mit so wenig Gewand immer so gut angezogen sein kann wie sie.

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Gewissensbisse

In weniger als zwei Wochen bin ich bei Cora Kemperman. Sorry, ich meine natürlich, in zwei Wochen bin ich auf einer Konferenz in Brüssel und dort gibt es eine Filiale von Cora Kemperman. Und wie bereits schon früher mal beschrieben: In einer der wenigen Städte in Belgien oder den Niederlanden zu sein und NICHT zu Cora Kemperman zu gehen – das übersteigt meine Kräfte und meine Kraft zur Konsequenz. Um das Shoppingverbot nicht komplett zu brechen, habe ich mit meiner werten Frau Mama, die meine Kempermanschen Käufe immer wieder lobt, folgenden Deal vereinbart: Ich habe 100 Euro Budget, kaufe ein, gebe ihr unmittelbar nach meiner Rückkehr die Sachen, und bekomme sie erst zu meinem Geburtstag Ende Juni wieder überreicht. Damit spiele ich etwa in der Liga von Kerstin Weng und ihrem Seidenkleid (Auflösung: sie bekams zu Weihnachten von ihrem Freund geschenkt).

Mein Freund, der da anscheinend ganz anders gestrickt ist als der von Kerstin Weng, bekam davon Wind und schon ging die Diskussion los. Dass ich damit doch eigentlich den Boykott breche, dass er doch so stolz auf mich ist, weil ich so toll durchhalte, dass ich mir doch meine Sucht nach dem Shoppingerlebnis selbst abgewöhnen will und nicht die Produkte selbst (Point taken, da hat er absolut recht), und dass er angesichts der Mount McWäscheberge und den vollen Kästen zuhause nicht ganz versteht, wieso ich un-be-dingt bei Cora Kemperman shoppen muss. Meine Argumente von wegen, bei Kemperman bestehe kein schlechtes Gewissen wegen Bio und Fairtrade, und der Tatsache, dass ichs einfach nicht packe, endlich mal in einer der Städte mit Filialen von ihr zu sein und NICHT hinzugehen, hätte ich mir auch in ein Sackerl reden können. Wobei ich sein Argument von wegen: „Wennst das Jahr dann geschafft hast, kannst ja ein Wochenende zum Shoppen hinfahren oder -fliegen“, das lass ich nicht gelten. NUR zu Shoppen in genau EINEM Shop extra nach Amsterdam oder Brüssel zu fliegen halte ich bei aller Shoppingliebe für die Krönung der Absurdität.

Nun brauch ich euch – macht mich ruhig moralisch fertig, aber bitte bedenkt: Ich müsst nicht extra streng sein, schließlich dürft ihr ja jederzeit shoppen. Keine Moralkeule auspacken, die einen selbst auch erschlagen würde, und mir bitte Feedback geben. Soll ich? Darf ich? Wie schlimm ist es? Ich bin wirklich hin- und hergerissen.

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Brigitte, die dumme Kuh

Es ist doch wirklich eine Sauerei. Einmal im Jahr kauf ich mir eine Brigitte, weil mich die angegebenen Artikel auf der Titelseite ansprechen. Und dann DAS:

 

 

Ich hätt sie am liebsten in beiden Farben. Obwohl in mir gleich eine ganze Latte an Moralbedenken losgeht, von Leder über Produktionsbedingungen bis zum Gift beim Färben. Manchmal ist das Habenwollen stärker. Aber: 319 Tage bleib ich noch stark. Länger. Hab mit einem Arbeitskollegen gewettet, allerdings hat er gemeint, bis 24. Februar („Heut in einem Jahr“). Uff. Lass ich mir für 50 Euro einen ganzen Winterausverkauf entgehen?

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Konsequenz

Mein Freund letztens wörtlich zu mir: „Du bist viel, du bist super, aber du bist nicht konsequent. Viele Dinge hältst du nicht durch, weil sie dir einfach egal sind im Endeffekt.“

Ja, er hat recht. Absolut. Seit Jahren sollten nochmal 10 kg runter, aber: Ich bin rund, aber nicht unförmig, ich pass in meine Sachen, kann mich schön fühlen dabei, und verdammtnochmal, mir schmeckts halt einfach. Oder: Meine private Buchhaltung, die diesen Namen nicht verdient. Ja, ich weiß, ich sollte Versicherungs-, Behörden- und sonstige wichtige Schreiben oder Rechnungen sortiert ablegen. Und nein, ich tue es nicht. Viele Dinge verschmeisse ich, bevor sie auch nur den Funken einer Chance haben, abgelegt zu werden.

Seine Aussage ging weiter: „Umso mehr wundert es mich, dass du schon so lange das mit dem nicht Einkaufen durchhältst.“

Lustig. Mir kommts überhaupt nicht lang vor, ich warte regelrecht erst auf die wirklich harten Entzugserscheinungen. Meine Einstellung zum Shoppen hat sich bereits jetzt massiv verändert und wird wohl auch nach 2012 anders bleiben, als sie zuvor war. Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass die Zeit zu langsam vergeht. Ich erwische mich öfter mal beim Wunsch nach Shopping, aber es ist nie wirklich ernsthaft knapp vorm Brechen des Boykotts.

Immerhin: „Ich bin wahnsinnig stolz auf dich und find das super, dass du das durchhältst!“

Na bitte, geht doch! 🙂

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Erleichterung

Hin und wieder landen Bestellkataloge in meinem Postkasten. Oft ist es H&M, manchmal La Redoute, hin und wieder andere Anbieter. Diese Kataloge blättere ich gern durch, lande dann aber meistens in den Onlineshops und schau mir dort nochmal alles an. Insofern kann man sagen, ich bin relativ katalogimmun. Dennoch: Heute im Postkasten ein ziemlich dicker Katalog. Und ziemlich große Erleichterung meinerseits, dass er an meinen Freund adressiert war und voll von Sportprodukten ist, die mich weniger interessieren.

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Hey, ich könnte!

Es wird bedenklich. Dieses Gefühl, das ich im Elektronikladen zum ersten Mal hatte – ich brauch nix wirklich, es ist auch nichts wirklich Verführerisches in den Regalen, aber toll ist es trotzdem, alles hier kaufen zu dürfen – verfolgt mich inzwischen bereits bis in den Supermarkt. Ich sehe die vielen verschiedenen Butterpäckchen und denke mir zwar, wie pervers, wozu braucht man elf verschiedene Buttersorten im Angebot, aber einen Gang weiter beginne ich beim Anblick der verschiedenen Kekspackungen zu strahlen. Aus so vielen Dingen kann ich auswählen! Gekauft hab ich keine einzige Packung, aber hey, ich könnte!

 

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