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Ein Fasten-Artikel!

Die liebe Laila hat mich letztens interviewt, und herausgekommen ist eine tolle Geschichte über Konsumwahn im Kurier heute. Find ich ja witzig, dass ausgerechnet jetzt die neuesten Beiträge am Blog von neuen Jacken und neuen Kleidern handeln…Naja, Timing ist alles – und genaugenommen ist meine persönliche, einjährige Fastenzeit ja vorbei. Aber dieses schlechte Gewissen, das ich bei Neuanschaffungen derzeit habe, das bestätigt mir immer noch, dass ich von einem Rückfall in den Konsumwahn noch weeeeit entfernt bin…

Klick auf den Screenshot = ab zum Artikel! Mir gefällt der Artikel aufgrund des ausführlichen Hintergrunds wirklich gut, und auch die Webtipps sind sehr fein ausgewählt.

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Im ethischen Dilemma

Es ist so weit, ich muss dringend nochmal ausmisten. Nicht nur, dass ich immer noch Sachen herumliegen hab, die ich einfach NICHT anziehe, und deren Chance, von mir mal umgenäht zu werden, innerhalb des kommenden halben Jahres leider aus Zeitgründen leider gegen null tendiert.

Uuuuund: Ich hab ein neues Kleid, einen neuen Pulli und ein neues Shirt neben ein paar anderen Sachen von der Tauschparty. Und ich hab die neuen Schuhe. Vielvielviel. und ich habs auch noch getoppt – am Flohmarkt nämlich.

Jetzt wird sich sicher jede denken: Die kippt ja doch wieder rein. Das kann ich nur mit Jein beantworten. Tauschen, SecondHand und Benötigtes (zB Strumpfhosen vorm Termin): Ja, da könnte ich grad so eine Art Freude am Konsum entwickeln, zugegeben. In Konventionelle Läden gehen, online die Kreditkarte glühen lassen: Nein. Das geht einfach nicht.

Ich war am Modebloggerinnenflohmarkt. Und habe dort von einer Frau, die ich einmal zwischen den Zeilen gleichzeitig kritisiert und ihren Blog doch bewundert habe, eine Lederjacke gekauft. Eine graue Lederjacke. Zweimal im vergangenen Jahr war da der Wunsch nach einer solchen Jacke da – am Anfang und gegen Ende. Impulskauf. Den ich in einem Geschäft nie getätigt hätte. Am Flohmarkt jedoch …Außerdem habe ich den Markt dazu genutzt, mich bei Swarina zu entschuldigen – es war nicht meine Intention, sie persönlich so zu schockieren, ich wollte meine Bauchweh dem klassischen Modebloggen gegenüber zum Ausdruck bringen.

Mein Bekanntenkreis umfasst einige vegane Menschen, Tierschützerinnen. Und der Gedanke an ihre Argumente hat mich stark zögern lassen, die Jacke zu kaufen – bis ich festgestellt habe, dass ich mir diesbezüglich doch nur selbst etwas vorlüge. Über meine neuen Stiefel freu ich mir ja auch einen Haxen aus.

Ich habe gerade drei sehr apologetische Absätze mit all den klassischen Argumenten, die Veganern wohl schon zum Hals heraushängen, wieder gelöscht. Ich trage Leder. Ich weiß, dass das einem Teil meines Weltbildes ziemlich krass widerspricht. Und was noch schräger ist, ist, dass die Entscheidung gegen ein anderes tierisches Produkt so wahnsinnig einfach ist: Vor dem Markt sah ich ein Mädchen in einer Jacke, deren Kragen mir gar nicht gefiel, die Zipps dafür umso mehr. Auf den ersten Blick hielt ich den Kragen auch für fake fur. Weit gefehlt. Waschbär. Sowas ist einfach No-Go, so cool die Zipps auch sind und zu meinen Lieblingsstiefeln passen würden – die wiederum aus Leder sind. Aaaah!

 

Im ethischen Dilemma….

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Viel Neues statt viel weg

Lustige Geschichte – Hübsche blonde Frau „liked“ meine Gruppe auf Facebook, und ich denk mir im ersten Moment: Die kommt mir aber bekannt vor. Wir haben eine sehr interessante Überschneidung an Freunden, ich kann sie aber nirgends einsortieren. Paar Wochen später hängen der Liebste und ich vor der Glotze, und aus einem mir unerfindlichen Grund (für Svindalinterviews wars noch zu früh 😉 ) rennt nach den Nachrichten der Sport, und ebenjene Blondine erzählt mir was von Fußballergebnissen. Okaaay, daher kenn ich die Dame also!

Und genau diese, übrigens höchst sympathische Dame hat gestern eine Tauschparty veranstaltet, zu der ich überraschender- und erfreulicherweise auch eingeladen war. Und ich muss sagen: Das war mit großem Abstand die bisher erfolgreichste Tauschparty, auf der ich jemals war – oder der größte Misserfolg, wie mans nimmt. Viel losgeworden bin ich nicht. Abgesehen von der Tatsache, dass ich von meinen fünf mitgebrachten Stücken drei wieder mit nach Hause nehmen musste (das meiste Wegtauschbare habe ich in den letzten Wochen ja hergeschenkt) – hab ich auch noch verdammt viel weiteres Zeug mitgenommen.

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Einen Halbstock weiter oben lagen dann noch unglaublich viele Schuhe und Taschen. Was soll ich sagen – Happy Nunu. Auf diesen Tauschparties kann man dann auch zu den Stücken greifen, die man nicht hundertprozentig, sondern vielleicht nur neunzigprozentig toll findet – man verlängert ja doch deren Leben, es ist so ein bissl eine „one woman’s waste is another woman’s treasure“. Man trägts dann vielleicht sogar gerne, weil eine Geschichte dran hängt, weils gratis war und doch nicht umsonst und weil es einfach überraschende Teile sind. Man geht nicht auf Tauschparties und denkt sich: Eine schwarzes Kleid bitte.
Aber wie schon gesagt, auf Tauschparties kann man so ein bissl diesen Habenwollenrausch, der mich früher regelmäßig in den Textilschweden geführt hat, befriedigen. Auch wenn das Wort übertrieben ist – mir fällt grad kein besseres ein. Es ist schwer zu erklären….irgendwie Kaufrausch ohne Kaufen und ohne schlechtes Gewissen. Ich habe wirklich nur die Sachen mitgenommen, bei denen ich weiß: Die nutze ich. Die werd ich mögen. Und natürlich sinds keine biofairen Sachen, sondern Sachen vom Textilschweden oder ähnlichen. Aber keine Neukäufe. Tirili!

Ich möchte nur zart anmerken: Fake Uggs in gestrickt, die hatte ich schon mal auf der Wunschliste. Und ein glattes schwarzes Kleid. Beides bekommen. Und dann auch noch unglaublich lässige Taschen, Paul-Frank-Kopfhörer (wenn der Liebste mal wieder drei Stunden lang den gleichen Song vor sich hin klampft, kann ich mich im Nebenzimmer aussstöpseln, halleluja!), ein Tuch, ein Shirt zum umnähen, bin noch total glücklich!

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Liebe Dani, vielen Dank, es war wirklich wirklich fein, hat viel Spaß gemacht!! Und die hier werde ich besonders in Ehren halten 😉

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

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Ein Monat danach

Erstes Kaufmonat um. Ja, ich hab ein paar neue Sachen.

  • DIIIIIIIIEEE Stiefel. Es ist Liebe. Pur und rein.
  • Gummistiefel. Hatte ich keine, hat mich einige Male letztes Jahr geärgert.
  • Strumpfhosen. Eine ist just im Büro wenige Tage nach Ablauf des Jahres gestorben, zwei wurden nachgekauft. Herrliche Teile. Endlich mal in ein bißchen Qualität investiert, ich hoffe, es zahlt sich aus.
  • Ich wollts eigentlich erst bei Finalisierung gestehen, aber: Ich hab die Teile von Anita schon. Mein Erstpulli war aber nicht ganz passend, passte aber glücklicherweise der Lady Grey. Am Zweitpulli wird gerade final gearbeitet. Aber die sind ja nicht wirklich gekauft, die sind getauscht.

Aber abgesehen von den Strumpfhosen kein einziges Mal in einem Geschäft gewesen. Herrlich, es reizt mich auch überhaupt nicht. Und online? Nur die Gummitöffler. Was hat mich diese Onlinebestellerei genervt diesmal. Aber auch offline: Es zieht mich nichtmal wirklich in die Läden, auf die ich mich so sehr gefreut habe – ich hab keine Zeit, ich hab grad keine Muße, und ich brauch einfach nix! Ich fühle mich wohl mit den Sachen, die ich habe.

Nächstes Shopping? Doch, das steht schon fest.

DORT! Aber sowas von! In zwei Wochen gehts für ein paar Tage nach Amsterdam, der Liebste wird zuhause gelassen, dafür die Beste mitgenommen.

 

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Die Kauf-(nix)-Regeln

Obwohl ich eigentlich ganz was anderes tun sollte, bin ich bei einer Recherche grad über etwas gestolpert, das ich unbedingt bloggen möchte: Eine mir unbekannte Sally gibt auf der Website der Great American Apparel Diet ihre Shoppingregeln zum Besten. Ich find die wirklich gut, und weil ich grad gut drauf bin und das andere, was ich tun sollt, vor mir herschiebe (Prokrastinieren oleole), übersetz ich sie mal schnell:

  1. Kauf nix, nur weils im Ausverkauf ist. Kaufe es vor allem nicht, wenn du es nicht auch zum vollen Preis gekauft hättest.
  2. Kauf nix, was du nicht vorher anprobierst (jaaa, das hätt ich mir bei einem meiner letzten Käufe auch einreden sollen. Damals im Vorbeigehen eine Hose um 15 Euro im Sale – siehe Regel 1, also alles falsch gemacht – ohne Anprobieren mitgenommen. Im Dezember 2011. Seither genau einmal angehabt.)
  3. Kauf nix, was dir nicht in genau dem Moment, in dem du es kaufst, passt. Nix mit „eine Hose zum Hineinschrumpfen“.
  4. Der Regel stimme ich nicht hundertpro zu: Keine Impulskäufe. Ja, im Grunde schon. Aber mir haben Impulskäufe schon ein paar richtig richtig leiwande Teile beschert. Nur sollte man die Impulse halt quantitativ im Griff haben.
  5. Kauf nix, wenn du nicht mindestens zwei Teile zuhause hast, die dazu passen. Find ich gut.
  6. Kauf nix, in dem du dich nicht sofort wohl fühlst.
  7. Kauf nix, was grad in ist, nur weils grad in ist. Kaufs, weils – und das lasse ich jetzt unübersetzt – „magical“ ist.
  8. Wenns geht: Kauf regional.

Das warat ja im Grunde alles net so schwer, und wenn ich mir das heute so durchlese, denke ich mir: Jaaahaaa, eh klar, Hausverstand, hallo! Aber ich weiß auch: Vor über einem Jahr wäre ich sehr schnell an den Regeln 1,2,3,4,6, 7 und 8 gescheitert. Regel 5 war echt easy, bei meinen Bergen an Kleidung war immer was dabei. Arg.

Keine Ahnung, um meine LeserInnen was damit anfangen können – ich werd beim nächsten Shoppen genau drei Fragen stellen: „Brauch ich das wirklich?“, „Gefällt mir das wirklich?“ und „Passt mir das wirklich?“ Hat weniger Verbote und „nicht“ und „nix“ drin….

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Haarige Wahrheit

Wie Yvonne treffend festgestellt hat: „haariges kurzzeitgedächtnis: wie man es halt gerade braucht… schade!“

Traurig, wenn man feststellen muss, dass es auch beim grauslichsten, weil wirklich sinnlosesten aller Tierqualthemen denen, die Opinion Leader sein könnten, nicht um die Überzeugung, sondern um die Kohle geht:

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Die kleine Prinzessin und das Wetter

Langsam ist das erste Monat um – und so sehr ich am Anfang gezweifelt habe, ob mir der Schal am Ende auch wirklich gefallen würde, so schön finde ich ihn inzwischen. Bin nur gespannt, wie er dann im Sommer ausschaut, so ganz ohne weiß (Was mich rein wettertechnisch nicht stören würde, Schnee in der Stadt = wäh). Genaueres zum Schal gibt es hier nachzulesen.

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Insgesamt passiert grad so viel in der Welt, so viele gute Sachen. Bei Manomama zu Beispiel, oder – bissl weiter weg – in Bhutan.  Und auch das hier hört sich irgendwie spannend an. Aber gestern ist auch etwas wirklich Furchtbares passiert. Ohne genau darauf eingehen zu wollen, möchte ich der Frau, die mir einst, als es mir wirklich beschissen ging, wortlos den kleinen Prinzen in die Hand gedrückt hat, ein Zitat aus diesem Buch widmen (wobei, wenn ich es so durchlese, habe ich eher das Gefühl, sie widmet es uns):

Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können! Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein! Du wirst Lust haben mit mir zu lachen und Du wirst manchmal Dein Fenster öffnen…
Leute, Shopping ist ganz gewaltig grandios nebensächlich. Weiß auch der kleine Prinz:
Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr.
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Stricken statt Sex und schöne Fotos….

Hihihihi, manchmal ist es halt doch ein Glück, dass der Liebste lesefaul meinen Blog nicht „konsumiert“ – oder nur dann, wenn ich ihn dazu zwinge. Denn damit ist sichergestellt, dass er diesen Artikel nicht lesen wird 🙂

Übrigens – heut vormittag hab ichs eh schon auf Facebook gepostet – Der Gesunde Blog ist ein neues Projekt einer ganz einer netten und engagierten ehemaligen Redakteurin, die auch mich interviewt hat. Und wunderschöne Fotos von mir gemacht hat. Die ich mir endlich aus der Dropbox runterladen sollte…

Aber, um zurück zum Sex zu kommen (ein Beitrag für die Quote, könnte man meinen…), hier mein sexy Fuß in meinem ersten fast fertig selbstgestrickten Socken. Der meine Wohnung wohl nie verlassen wird, ganz fürchterliches Teil mit vielen Fehlern. Und dann muss man auch noch einen zweiten machen….

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

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Mein allerallerallerliebster Lieblingsshop, öko und fair

Happy Nunu! Die neue Kollektion von Cora Kemperman ist gestern online gegangen – und macht die Vorfreude auf mein Wochenende in Amsterdam mit Aniger gleich nochmal größer:

Bis dahin ist mir alles wurscht, aber auf das Durchstöbern dieser Kollektion freu ich mich wie ein kleines Kind. Meine zwei Tage in Brüssel, als ich in einer Stadt mit einer Cora Kemperman – Filiale war, und dort NICHT shoppen gehen durfte, das war sicherlich eine der gröberen Herausforderungen des shoppingfreien Jahres. Jetzt hin zu dürfen und die Möglichkeit zu haben, dort auch wirklich was kaufen zu dürfen, das macht es zu was ganz Besonderem. Hach, freu ich mich auf diese drei freien Tage.

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Ihr wollt shoppen? Bitteschön!

Für diejenigen, die immer nach Einkaufsmöglichkeiten fragen – bitteschön, die von mir hochverehrte Kirsten Brodde und ihr Team haben auf ihrer Website Topseller-Listen veröffentlicht.

Ich werd mich da in einer freien Minute mal durchsurfen…freufreufreu!

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