Archiv des Autors: nunette

„Kleidung, Bücher, Lampen, Stiefel.“ oder: Der Stehlampenknall

Ich sollte grad wirklich richtig brav sparen, um mir die Fachhochschule länger als nur ein Jahr leisten zu können. Drum fahr ich nicht mit nach München aufs Tenacious D-Konzert (sorry Katrin, aber wir sehen uns eh Ende September 😉 ), drum gehe ich auch nicht auf das Konzert in zwei Wochen, wo die Vorband grandioser ist als der Hauptact, drum bestelle ich Rezensionsexemplare und verbinde meinen Lesewahn gleich mal mit Arbeit. Drum war der Urlaub dieses Jahr ein recht günstiger, damit das Urlaubsgeld schnurstraks aufs Sparkonto wandert.

Doch dann schwächle ich wieder, so wie gestern. Nicht nur, dass es mich nach dem bunten Kauf nochmal in den Laden gezogen hat, um weitere Bügel- und Nähgadgets zu kaufen (28 Euronen), bin ich kurz danach auch beim Komolka eingefallen, obwohl ich weiß, dass der sehr teuer ist, und hab für einen Kreidenstift und einen halben Meter Stoff 13 Euro dortlassen. Beides jetzt nicht soooo tragisch. Doch dann sah ich SIE.

(c) solebich.de

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Sie starrte mich in einem Online-Store an. Weiterlesen

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Die Lieblingsshow

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Ich hab sie immer schon mögen, die Show. Lange, bevor ich selbst auch nur im Entferntesten dran dachte, selbst etwas zu nähen. Project Runway. 10 Designer treten im Contest gegeneinander an, jede Woche gibt es noch absurdere Challenges. Und trotzdem kommen regelmäßig richtig coole Kleidungsstücke raus. Ich hab wirklich nicht viel mit High Fashion am Hut, aber den Designern beim Entwerfen, Nähen und Herumzicken zuzuschauen, ist für mich ein wirklich gelungener TV-Abend… Der einzige Nachteil: Die Moderatorin, eine gewisse Heidi K. – deren Job es ist, natürlich zu wirken. Und die es regelmäßig schafft, künstlicher als ihr Alter Ego im Wachsfigurenkabinett zu wirken. Leider. Die nervt.

Die aktuelle, 10. Staffel hat vor kurzem begonnen – und ich hab da so meine Quellen, sie mir anzusehen. Tirili! Ich freu mich jetzt schon auf die Folgen, die ich mir anschauen werde, wenn es draußen zu herbsteln beginnt und nimmer so schön ist.

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Selektive Wahrnehmung – yes I can!

Da fahr ich täglich durch die Stadt, fahr öfter mal am Museumsquartier vorbei, sehe immer wieder diese besonnenbrandeten Plakate, und halte es für eine Theaterstückankündigung. Dabei gings da um den Summer of Fashion – und ich nicht dabei. Soviel zu selektiver Wahrnehmung – yes I can!

Dass ich den Flohmarkt der Modebloggerinnen verpasst habe, macht mich jetzt nicht sooo unfroh – einerseits wär das sicherlich verführerisch gewesen, andererseits hätt mir sicher kaum was gepasst. Aber dass ich diese Diskussion versäumt habe, nervt mich dann doch etwas. Es scheint da aber einen zweiten Teil zu geben – den ich auf keinen Fall verpassen werde. Anyone in?

Für ganz Spontane (ich bin anderweitig verplant): Das da beginnt in ein paar Stunden….

Hier gibt es den Gesamtüberblick

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Massentrend?

Ich mein, ich weiß eh – den Trend hat jetzt keine von uns erfunden. Aber: Bist du narrisch, nähen ist ja echt wieder im Trend! Zuerst habe ich gedacht, dass ich das nur so seh, weil ich mich mehr mit dem Thema beschäftige – so quasi selbst in die Szene eintauche. Nur derzeit wirkt das eher genau andersrum auf mich: Da bewegt sich grad gewaltig was in Richtung Massenöffentlichkeit. Gut, dass der Tchibo grad übergeht vor Näh-Zubehörartikeln (und ich auch nicht widerstehen konnte, alles so schön bunt….), das spielts zwei, dreimal im Jahr. Aber dass beim Merkur eine Singernähmaschine im Angebot um unter 200 Euro ist, das hat mich dann doch überrascht. War das immer so und ich habs einfach nicht gesehen, weil grandios selektive Wahrnehmung? Oder tut sich da echt grad was in Sachen Massentrend Nähen?

(c) nunette colour

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Absurde Realität im Textilhandel

Bevor ich mich Richtung Risottokocherei bei 30 Grad Außentemperatur verabschiede (für Gusto auf Zitronenrisotto schwitze ich gern), muss ich euch hier den neuesten Beitrag von Nukimama reinkopieren. Die Frau ist „Insiderin“, arbeitet in der Modebranche, und bringt den Sale-Wahnsin wunderschön auf den Punkt (sie hat übrigens auch eine geniale schriftliche Ausdrucksweise und könnte ruhig öfter bloggen, wobei, in letzter Zeit ist sie eh ganz brav 😉 ).

Ich wundere mich, dass ich mich wundere. Schließlich sitz ich ja berufsbedingt direkt mittendrin und kriege die Diskussionen unmittelbar mit. Aber trotzdem tu’ ich mir immer wieder auch nach 20 Jahren in der Branche schwer, das zu begreifen:

Im Textilhandel werden alle Entscheidungsträger spätestens Ende Mai (wo der normale Konsument gerade mal die ersten Sonnenstrahlen auf die winterbleichen Haxen hat scheinen lassen) ganz nervös, wenn die Abverkaufsquoten der Sommer(!)ware nicht stimmen, rutschen nervös auf ihren Sesseln herum und planen jedes Jahr aufs Neue die gleiche teure Rabattschlacht, die allerspätestens Mitte Juni den geschätzten Kunden überrennt. Der – nicht blöd – Weiterlesen

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Upcycling – die perfekte Kombination

Aus Kinderbüchern ein Märchenkleid zaubern – das ist dem „grünen“ Designer Ryan Novelline gelungen. Wie er das rein technisch hinbekommen hat, steht hier.

Also ich find das genial – Kleidung aus Büchern, das ist für mich sowas wie zwei Fliegen mit einer Klappe 🙂

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200 Tage

Also gut, jetzt hab ich auch den 200er. Seit 200 Tagen habe ich mir keine neue Kleidung gekauft. Kollegen sind ganz verzückt, dass ich immer noch nicht zerlumpt im Büro sitze, mein Konto ist seit Monaten nicht mehr in der Gefahr, auf die rote Seite der Null zu fallen, und das Projekt hat – wie schon vor kurzem mal geschrieben – mein Leben verändert.

Inzwischen scheint es wirklich fast allen Leuten, die ich seltener treffe, ein Bedürfnis zu sein, mir ihre Begeisterung und ihr Lob über diesen Blog mitzuteilen. Und ich? Ich freu mir jedes einzelne Mal einen Haxen aus – vor allem, wenn es von so überraschenden Seiten kommt wie von meinem Bruder (der sich normalerweise der sozialen Seite des Internets eher verschließt und zu meinem großen Entsetzen seit kurzem auf Xing zu finden ist – ich glaub, in zehn Jahren hat er es dann auch auf Facebook geschafft 😉 ), von entfernten Bekannten, die ich ewig nicht höre, und das erste, was sie sagen ist, dass der Blog so super sei, von Barbara, der Stalkerin (die ich übrigens sehr vermisse), oder von von mir angehimmelten Kleidungsproduzenten wie ihr.

Ich liebe den Sommer, und finde es super, dass es dieses Wochenende wieder heiß sein wird. Aber… Weiterlesen

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Zuviel Chaos

Heute ist grad gestern. Gestern abend, also jetzt grad, sitz ich am Sofa wie eine erschlagene Fliege und bin einfach nur müde. Holla die Waldfee, die letzten zwei Tage haben es in sich gehabt. Es war kein negativer Stress, den ich hatte, aber es war definitiv Stress. Viel, viel troubleshooten, viel Chaos – aber in dem Wissen, ich tu grad das Richtige, um einer lieben Freundin zu helfen.

Was aber jetzt grad, also gestern, auf der Strecke geblieben ist, ist meine Kreativität, was den Blog betrifft. Man könnte glauben, ich hätt soooooooooooo eine Liste mit möglichen Blogthemen im Urlaub gesammelt. Hab ich nicht. Und heut, also wirklich heut, hab ich grad gar keine Zeit zum Bloggen, weil ich arbeiten muss. Möp. Ich vertröste euch hiermit auf den Abend – vielleicht fällt mir ja heut nachmittag noch was blogbares ein.

Für die, die neugierig mitfiebern: Keine Sorge, fürs Shoppen hab ich eh auch grad keine Zeit….

Chemischer Regen

Nur so nebenbei, falls das miese Wetter wiederkommt – und ich will da nix verschreien, das Gewitter letzten Samstag im Salzkammergut hat mir echt gereicht…. Gift in Regenmänteln – auch so eine Sache, über die ich noch nie wirklich nachgedacht habe, dabei liegt es sowas von auf der Hand, dass das Zeug echt nicht gut sein kann….
Vorsicht vor giftigen Chemikalien!

Mit dem Herbst beginnt für Kinder die Saison der Regenjacken, Gummistiefel
und Matschhosen. Denn warme und trockene Kleider sind bei nasskaltem
Wetter die beste Vorsorge gegen Krankheiten.
Regenbekleidung kann jedoch der Gesundheit und der Umwelt schaden, wenn
sie giftige Stoffe enthält. Bei Tests enthielten einige Regenjacken so
viele giftige Chemikalien, dass sie eigentlich als Sondermüll
gekennzeichnet werden müssten. Sehr verbreitet sind zum Beispiel
zinnorganische Verbindungen, die die feuchten Jacken vor Schimmel schützen
sollen. Diese Schadstoffe haben eine hormonelle Wirkung.

Auch Weichmacher und polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) verstecken
sich häufig in Regensachen. Diese Chemikalien können durch Schwitzen und
Reibung freigesetzt werden. PAK sind krebserregend, Weichmacher können das
empfindliche Hormonsystem des Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Für
die Umwelt stellen sie ein großes Problem dar.

Regenbekleidung besteht häufig aus giftigem PVC. Der BUND empfiehlt
Produkte aus gewachster Baumwolle oder aus unschädlicheren Materialien wie
Polyethylen oder Polyester. Bei Gummistiefeln ist man mit Produkten aus
Naturkautschuk auf der sicheren Seite. Übrigens: Kinder sollten die
Stiefel nie barfuß anziehen. Socken aus reiner Wolle vermindern die
Schadstoffaufnahme und halten die Füße trocken. Ökologisch unbedenkliche
Kleidung gibt es im gut sortierten Fachhandel sowie in Öko-Versandhäusern.

Weitere Informationen unter www.oekotest.de, Stichwort: „Regenjacke“.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss
als Quelle erkennbar sein.

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Fanpost in zwei Richtungen

Beim Lesen meiner Mails gestern wurde ich rot bis unter die Zehennägel, so sehr hat mich eine Mail gefreut – sie kam nämlich von einer Mitarbeiterin von Cora Kemperman. Ich hatte denen ein Mail geschrieben, um herauszufinden, wann die Sale-Termine sind. Jetzt, wo ich den Sockenpulli schon habe, wird die Belohnung dann wohl doch ein Wochenende in Amsterdam. Nach kurzem Hin- und Hermailen stand da dann plötzlich das hier:

Hi Nunu, we read your Blog with pleasure. We admire you that you manage not to shop, but we really hope that mid January 2013 there will be still enough in our shops for you to make up the lost from this year! Good luck and hope to see you next year.grts

Ich fühl mich grad wie ein Teenager, der draufkommt, dass das Antwortschreiben auf den Fanbrief an den angehimmelten Boybandstar nicht nur eine ausgedruckte Autogrammkarte ist, sondern echt von dem einen jenen welchen persönlich geschrieben und ein Herzel hat er auch dazugemalt. Oder so.

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