Wow, nach meinen zahllosen Versuchen bei Desigual und Co. wurde ich heute wirklich positiv überrascht: Ich habe bei meiner Kurzrecherche zu Ernstings Family denen auch direkt mal geschrieben. Gestern Abend. Heute früh hatte ich bereits Antwort. Und zwar folgende (ich bin sehr gespannt auf deren Nachhaltigkeitsbericht, finde einige Ansätze gut, viele gehen mir jedoch nicht weit genug, aber das dürfte eh bekannt sein, wie ich beispielsweise zu SA 8000 stehe). In sozialer Hinsicht scheinen sie – übrigens auch wie der Textilschwede, irgendwohin müssen die ihr Millionenbudget im CSR-Breich ja hintun – auf einem Weg zu sein, der zumindest mal nicht komplett in die falsche Richtung geht (und sie sollten diesen Weg dringend intensiv weitergehen). Was die ökologische Komponente angeht, werd ich wohl nochmal nachfragen, aber – Fairness muss sein – danach habe ich in meiner Nachricht an sie auch nicht gefragt. Die fetten Markierungen sind von mir, das sind die Teile, die mir besonders aufgefallen sind – manche, weil ich finde, dass es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, andere, weil sie das scheinbar wirklich abhebt. Lest selbst:
Hallo liebe Nunu,
wir haben Deine facebook-Nachricht an Ernsting’s family erhalten.
Zunächst einmal vielen Dank für Dein Interesse, über das wir uns sehr freuen.
Noch in diesem Jahr werden wir eine ausführliche Nachhaltigkeitsbroschüre veröffentlichen, die u.a. unsere Produktionsbedingungen erklärt und reflektiert. Diese wird auf unserer Website zum Download zur Verfügung stehen.
Zunächst hoffen wir, Dir mit folgenden Informationen weiterzuhelfen:
Das Unternehmen Ernsting´s family bezieht, wie der Großteil der Textilbranche, seine Waren aus China, Indien, Vietnam, der Türkei, Bangladesch, aber auch aus Ost- und Südeuropa. Die Beschaffungsentscheidungen werden sorgfältig überdacht und nach folgenden Kriterien getroffen: lange Textiltradition (wie z.B. Indien), Qualitätsniveau, Zuverlässigkeit, ethische und ökologische Unbedenklichkeit, Arbeitskosten, Rohstoffpreise, Flexibilität, Know-how der Mitarbeiter, Innovationsfähigkeit, Spezialisierung des Marktes, Kosteneffizienz, CO2-Bilanz usw.
Weil die Überwachung weltweiter Produktionsstätten nicht einfach ist und gleichzeitig eine nur durch das Unternehmen betriebene Überprüfung häufig bei den Menschen nicht auf das nötige Vertrauen stößt, gehen wir noch einen Schritt weiter und haben ein engmaschiges Kontrollsystem entwickelt, das auf mehreren Säulen basiert. Zum einen werden Budgets bereitgestellt, damit unsere Einkäufer und Geschäftsleitung mehrmals im Jahr spontan und unangemeldet bei den Zulieferfirmen vor Ort sein können.
Gleichzeitig sind wir aber auch dem BSCI (business social compliance initiative) beigetreten, denn Ernsting´s family will sich der Verantwortung stellen und sieht lieber hin als weg, um mögliche Missstände abzubauen.
Mit der Teilnahme in der BSCI verpflichtet sich jedes Mitglied binnen 3 Jahren 2/3 seines Einkaufsvolumens oder seiner Lieferanten aus Risikoländern von unabhängigen und akkreditierten Prüfinstituten überprüfen zu lassen. Nach 5 Jahren müssen dann 2/3 des Weiterlesen
