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4/12

Wow. 3/12 komplett verpasst. Also. 4/12. Ich hab ein Drittel des Shoppingboykotts rübergebracht. In dieser Zeit:

  • habe ich mir ganz schön viele Bücher gekauft… 🙂
  • habe ich kleidungstechnisch selten, schuhtechnisch permanent Verführungen widerstanden.
  • wurde ich nach und nach froh drüber, Schuhe in den Boykott miteinbezogen zu haben, weil ich
  • mein Konto saniert habe. Nicht famos, aber immerhin bleibts jetzt grün.
  • Grün im übertragenen Sinne endgültig zu meiner Lieblingsfarbe erklärt.
  • immer noch keine Antwort vom bunten Spanier bekommen.
  • Blieb dunkles türkis aber immer noch effektiv die Farbe, bei der bei mir die Sicherungen durchbrennen.
  • Habe ich unglaublich tolle Medienresonanz erfahren, von ORF und Biorama über News.at und Schaufenster bis hin zu Heute.
  • Habe ich tolle Frauen „kennengelernt“, die mich per Emails und Kommentare super motivieren.
  • Habe ich Severin „erschaffen“.
  • Habe ich abgesehen von einem etwas verwoardacklelten Schlauchschal noch kein Kleidungsstück genäht. Noch nicht.
  • Und auch noch keines gestrickt. Noch nicht.
  • Habe ich eine Strumpfhose und zwei Paar Leggings geschenkt bekommen und ein paar Kleidungsstücke ertauscht.
  • Habe ich festgestellt, dass ich meinen persönlichen roten Faden gefunden habe.
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Shopping Queen?

Ich bin ja grad nicht so ganz gesund. Und war vorgestern zuhause. Pfuh, hat man da viel Zeit. Und man vermisst den Katzinger ganz heftig. Und man lenkt sich ab. Und schaut fern. Und stolpert über Shopping Queen. Ich hab das erstmal kapieren müssen. Da bekommt jede Frau 500 Eier in die Hand gedrückt und muss sich einem Motto entsprechend einkleiden? In „nur“ vier Stunden?

Das ist mal wieder eine Sendung wie ein Autounfall: Grauslich, aber man kann nicht wegschauen. Die Frauen hauen Geld raus für Kleidung, die sie wahrscheinlich genau nie wieder tragen (oder was macht eine Endvierzigerin mit einer Vorliebe für Lila mit einem Femme Fatale – Kleid mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel nochmal?). Natürlich, tief in mir drin: Boah. Neid. Mag auch shoppen…

voxnow.de

voxnow.de (Klick aufs Bild = direkt zur Sendung!)

Ich glaub aber, ich würde das eiskalt ausnutzen, mir nur Zeug kaufen, das mir gefällt, zB. Sockenpulli und graue Bikerboots 🙂 , und dann in Kauf nehmen, das ich am Thema vorbei bin. Ätsch. Bin ich halt eine Femme Fatale im Fetzenlook…

Lustig auf alle Fälle, eine Sendung, die sich nur mit Shopping auseinandersetzt, ohne auch nur irgendwie im Entferntesten zu reflektieren. Fällt mir, die grad hauptsächlich mit Reflektieren über Shopping beschäftigt ist, grad besonders auf… und zwar nicht gerade positiv. Nicht Shopping als Belohnung, sondern Belohnung für „das beste“ Shopping obendrein. Fast schon ein bissl pervers.

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Was Böses

Ich hab was Böses getan. Was auch meinen Öko/Fairtrade-Plan widerspricht. Aber: Ich habe ein paar Stiefel, die ich un-fass-bar liebe. Die tonnenweise CO2 an den Sohlen haben. Weil: Die gabs nur in den USA zu bestellen. Einer meiner liebsten Freunde lebt in den USA. Und den war ich vor einem Jahr etwa besuchen. Ich hatte ihn gebeten, mir diese Babies zu bestellen.

(c) SteveMadden.com

(c) SteveMadden.com

Ich meine, gebt euch mal DIESE Rückansicht! Es war Liebe auf den ersten Blick, und es ist Liebe auf ewig. Stolz (und gequält, weil sie beim ersten Tragen noch sehr eng waren) flog ich wieder nach Wien mit ihnen. Um in Wien den Einnäher in den Stiefeln zu sehen: „Made in Romania“. Die sind auch quasi einmal um die Welt gereist. Meinetwegen. Mein schlechtes Gewissen kompensiere ich damit, dass ich sie wirklich andauernd trage, ich habe im vergangenen Winter quasi meine ganze Garderobe auf diese Stiefel abgestimmt (ok, hauptsächlich. Ist ja nicht so, dass ich nicht noch viele andere Paare hätte). Mein Gewissen wurde durch ein einfaches „Die haben sich aber sooowas von ausgezahlt!“ beruhigt. Und abgesehen von den nicht wiedergutmachbaren Schiffs- und Flugmeilen denke ich wirklich so: Diese Stiefel haben sich durch mein häufiges Tragen ein kleines bißchen mehr in Richtung „sinnvoll“ (eine Einbahnstraße, auf der man am Weg in Richtung „nachhaltig“ zwangsweise durchmuss) bewegt.

Aber Achtung, jetzt wirds gleich wieder weniger sinnvoll. Ich wünsch mir noch so ein Paar. Von all meinen viiielen Paar Stiefeln ist dieses Paar einfach nur perfekt! Einfach. nur. perfekt. Und noch gibt es sie. Im Ausverkauf noch dazu. Es gibt sie sogar in hellgrau (seltsamerweise „olive“ genannt. Aber meine schwarzen laufen auch unter „grey“). In meiner Größe. Ich könnt heulen – doppeltes Verbot grad. Sowohl Shoppingboykott als auch knappe 70 Dollar Versandkosten nach Österreich minimum.

Lustig – ich bin komplett überzeugt, dass ichs schaffe, und ich weiß, dass ich dieses Jahr nix kaufen werde. Daran ändern auch diese Stiefel nichts. Was mich nervt, ist das Gefühl, 2013 wirds die nicht mehr zu bestellen geben. Weil dann die neue Kollektion da ist und dieses Design auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein wird.

Und drum hab ich was Böses getan. Von dem ich noch gar nicht weiß, ob es funktionieren wird. Ich hab ebenjenen Freund in den USA gefragt, ob er nicht die Schuhe bestellen will und sie mir 2013 „verkaufen“ will. Ich hab überhaupt kein Problem, sie erst in einem Jahr zu haben – aber ich weiß einfach, dass es dieses Paar sein muss. Nicht die Levis-Boots von letztens, nicht die von Februar, nein. Die hier.

Ich weiß nicht, ob ers machen wird.

 

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Das Schuh-Dilemma

Draußen wird grad wunderschön warm (meinem kratzenden Hals sollte das auch mal jemand sagen…) und ich freu mich. Sonne, warm, gut! Frühlingsbeginn hat modisch gesehen jedoch auch immer ein bisschen ein trauriges Smiley dabei: Ich kann meine geliebten Stiefel nicht mehr tragen. Habt einen schönen Sommer in der Kiste, geliebte dunkelblaue Rauhlederstiefel, und seid lieb zu euren roten Schwestern, und auch ihr, meine innigst verehrten schwarzen Boots mit dem roten Zipp hinten drauf, macht es gut..

Ich habe leider recht breite Füße, brauche Senkfußeinlagen, und eine optische Wohltat sind diese zwei Dinger da unten bei aller Liebe und mit oder ohne Nagellack auch nicht. Es ist nicht so, dass ich nicht sonst auch noch genug Schuhe hätte – aber wenns wirklich heiß wird, dann haben meine Füße auch noch die charmante Angewohnheit, größer zu sein als sonst. Größer, als sie in Schuhgeschäften beim Sommerschuhkauf sind. Sommer und Schuhe ist einfach bäh. Werd wohl auch diesen Sommer wieder in diversen Flipflos und meinen acht Jahre alten, aus genau zwei Lederriemen und einer Schnur bestehenden weißen Sandalen wohnen. Und mir einen Schuster suchen, der mir beibringt, wie ich selbst solche Sandalen herstelle.

 

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Überforderung

Und wiedermal schlägt die Wahrheit der Verdrängung einen rechten Haken ins Gesicht. Bin gestern über diesen Bericht gestolpert. Ja, es ist keine Überraschung, dass es auf Lederfarmen so zugeht. Wir alle haben Lederschuhe (ok, Hella, fast alle…) – es sind Bekleidungsgegenstände, die aus den Kleiderkästen der Menschen kaum wegzudenken sind. Ich kann mich natürlich für den Gedanken erwärmen, darauf zu verzichten – ich mag Lederschuhe und -jacken, zugegeben. Wenn ich nicht darüber nachdenke, aus was sie gemacht sind.

Ich trage oft auch Alternativen zu Lederschuhen. Dazu gehören bei mir sechs Paar Chucks, von superverlatscht über bissl zu klein bis hin zu selbstdesignt. Doch auch von den Produktionsstätten von Converse liest man nichts gutes. Außerdem glaube ich, dass bei dieser massiven Plastik/Gummi-Produktion sich die die Fabriken umgebende Umwelt auch nicht wirklich freut. Oder die optische Seuche namens Crocs – die meisten der Billigkopien haben sehr hohe Schadstoffrückstände im Material..und Crocs-artige Schuhe trägt man bekanntlicherweise ja meist barfuß….

Es gibt Alternativen. Es gibt vegane Schuhe, die gar nicht mal so sehr nach Öko ausschauen wie gedacht. Es gibt Waldviertler – die mir persönlich aber dann doch wieder zu Öko ausschauen. Außerdem bin ich schlicht überfordert. Genauso, wie im Biogemüse der EHEC-Keim nachgewiesen wurde, im Biohendl die antibiotikaresistenten Keime, oder man auf dem Gemüse und Obst Spritzmittelrückstände hat, dass es einer Sau graust, oder Hühner in der Freilandhaltung kaum mehr Platz haben als solche in normaler Bodenhaltung, kann ich nicht wissen, was eigentlich bei der Produktion meiner Schuhe oder Kleider abgeht. Ich bin dem Produzenten im Grunde ausgeliefert.

Leute, ich bin überfordert. Was kann ich eigentlich noch anziehen, essen, trinken und ganz schlicht kaufen? Selbst wenn ich mich noch so bemühe, es wird immer etwas geben, das ich in sozialer oder ökologischer Hinsicht falsch mache. Ist es dann eine Lösung, auf gar keinen dieser Aspekte mehr zu achten, drauf zu pfeifen und einfach zu kaufen, was ich will? Schade ich damit nicht mir selbst am meisten (siehe „Schmutzige Wäsche“ von Greenpeace)? Oder soll ich aufs Land ziehen, in einem Hochbeet meine eigenen Karotten und Zucchini anbauen, fünf Hendln herumlaufen haben, meine Schuhe selbst herstellen, meine Kleidung aus selbst gewobenem Stoff selbst nähen, unbedingt noch ein paar Schafe haben – wegen des Käses und wegen der Wolle? Wo ist der Mittelweg, den ich gehen kann, ohne – vorsicht, ums Eck gedacht – mir dabei bewusst sein zu müssen, dass ich gerade verdränge?

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Selbsttest – fast bestanden…

Gestern abend Partyhopping betrieben. Nachdems beim ersten Fest gutes Essen gab, beschloss ich, den Weg zum zweiten Fest zu Fuß zurückzulegen – zwecks Verdauung. Der Weg führte über die bekannteste Einkaufsstraße von Wien, die Mariahilfer Straße. Ich dachte mir gleich: Cool, Selbsttest – aber auf der sicheren Seite, da alles zu hatte. Mal schauen, ob mich irgendetwas so anspringen würde, dass ich mir einbilden würde, es sofort am Montag kaufen zu müssen. Das klingt jetzt vielleicht für manche seltsam, aber ich kenne dieses Verhalten an mir….

Kurz: Die ganzen Kleidungsläden ließen mich kalt – zum Glück ist die Mode des kommenden Frühlings in meinen Augen einfach nur brutal hässlich. Ich finde weder glänzende und glitzernde Fetzen im Golden Girls Style, nur signifikant kürzer, schön, noch haben es mir Karottenjeans in bunten Farben angetan. Diesen Trend gabs schon mal, als ich 12 war, und damals machte ich munter mit. Einmal reicht.

Aber ich habe meine eigene Sucht nach Stiefeln unterschätzt. Von diesen Stiefeln hat mich in dem Moment wirklich nur das Problem der Öffnungszeiten getrennt (glücklicherweise). Ich liebe den Schnitt, ich liebe die Farbe, ich will hellbraune Stiefel haben, und runtergesetzt sind sie auch! Und mein Geburtstag ist noch so weit 😦

die in der mitte. sie sind perfekt.

Falls jemand mich beglücken will: Es gibt sie in dem Schuhgeschäft neben dem großen H&M (Attersee), und ich hab Schuhgröße 41, freu mich bei Stiefeln aus Einlagen- und dicken Socken – Gründen aber auch immer sehr über 42, wenn es das gibt.

Das hab ich offiziell natürlich grad nicht geschrieben. Ich bleibe stark.

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Sonntags, immer wieder sonntags…

Früher mal, als Kind, da war sonntags einfach Sendepause. Keine Geschäfte offen, man musste so arge Dinge tun wie Ausflüge machen, Bücher lesen, Zeit haben! Zugegeben, früher wars für mich auch um einiges schlimmer, dass das Zuckerlgeschäft ums Eck zu hatte, die Fetzenläden waren mir piepegal.

Heute gibts Onlineshops aller großen Ketten, zalando, dawanda und wie sie alle heißen. Sehr gefährlich, und von mir schon sehr oft gerade sonntags genutzt. Da hat man dann ja Zeit….

Böser Härtefall grad.

Ich bin für Öffnungszeiten für Onlineshops.

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