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Kundenservice in Österreich: Sich anschnauzen lassen und trotzdem dort kaufen wollen

Huiuiui, ich hatte heut ein Erlebnis der anderen Art. Nach einem Termin, der praktischerweise im siebten Bezirk war, bin ich noch zu Kastl und Reiter, einem Nähmaschinengeschäft auf der Lerchenfelderstraße. Ich kam eine halbe Stunde vor Ladenschluss rein, der Seniorchef begrüßte mich, und folgendes Gespräch (gekürzt hier niedergeschrieben) ergab sich:

„Ich suche eine neue Nähmaschine, weil meine alte jetzt einfach schon zu viele Spinner hat. Will die alte nicht weggeben, aber hätte gerne eine, die verlässlich und leise ist  und die mir bei der Fadenspannung nicht solche Probleme macht. Habe jetzt im Internet die W6-Maschinen gesehen und wollte mich hier erkundigen, ob das eine gute Maschine ist oder ob – wie mir empfohlen wurde – nicht die brother besser ist.“

„Was spricht in ihren Augen für die W6?“

„Die automatische Fadenspannung, Spielereien wie der Einfädler, die große Jerseystichauswahl, dass sie leise ist.“

„Schauns, das mit der automatischen Fadenspannung, das ist ein Gschichtl. Die Maschinen bleiben auf der Spannung 4 und danach könnens erst recht händisch nachstellen. Das W6, das ist ja nur ein Name, da steht ja keine Firma dahinter.“

„Aber die W6 hat zehn Jahre Garantie.“

„Na wo hats denn die Garantie? Was machens dann mit der Maschine?“

„Ich muss sie einschicken, anscheinend werden die in Deutschland repariert. Oder kann ich die zu Ihnen bringen auch?“

„Wissens was, ich hab ab morgen Urlaub und muss nicht mit ihnen reden. Kaufens sich das Klumpert, W6, was ist das schon! Na, auf Wiedersehen!“

Das letzte von ihm sehr scharf und laut artikuliert. Ich mit Kinnlade bei Fuß mitten im Geschäft. Er schimpft weiter. Aber nicht mit mir, oooh nein. Habe ihn gefragt, was ich ihm denn jetzt bitte getan hätte, ich bin doch nur auf der Suche nach Informationen und will mich eben nicht nur auf Bewertungen aus dem Internet verlassen. Es hat einige Anläufe gebraucht, er hat nur herumgeschimpft und „Nein, mit jemandem wie Ihnen muss ich meine Zeit nicht verbringen“, ich bin hartnäckig geblieben. Weil rausgehen und draußen drüber schimpfen, dass man so nicht behandelt werden will, kann jeder. Ich wollte die Informationen über die brother-Maschinen haben (es fiel übrigens auch der Klassiker „ich brauch mich nicht von Ihnen anschnauzen lassen, ich habe ihnen eine Frage gestellt und weder ihre Kompetenz in Zweifel gestellt noch sonst was“ – „ICH HAB SIE NICHT ANGESCHNAUZT!!“….). Gut, irgendwann gab er nach, holte immer noch recht unwirsch eine Nähmaschine in meiner Preislage aus der Auslage und zeigte sie mir. Und zwar von An. fang. an. Wie man einfädelt usw. Uff, Geduld war gefragt. Fünf Minuten vorher hatte er noch so viel zu tun und keine Zeit für mich, jetzt holte er zu einer 45-Minuten-Präsentation aus. Ich warf immer wieder ein paar schlaue Fragen ein, um die Präsentation auch etwas abzukürzen. Mit jeder meiner Fragen wurde er freundlicher, weil er kapierte: Hey, die interessiert das wirklich. Die will wirklich die Unterschiede kennenlernen. Am Ende wurde es sogar noch ein recht angenehmes Gespräch – auch wenn er sich nicht entschuldigte. Aber bitte.

Und jetzt bin ich wieder im Dilemma. Eigentlich hab ich grad gar kein Geld dafür. Ich hab ein paar Hunderter, die von der Reise noch beim Liebsten offen sind, dann hat der Gute auch noch bald Geburtstag, und abzüglich der Fixkosten bleibt mir im August jetzt schon recht wenig.  Mein Erspartes wollt ich eigentlich nicht angreifen.

Aber: Obwohl er mich so angeschnauzt hat und ich eigentlich kurz davor war, einen Brandartikel gegen das Geschäft zu schreiben, denke ich mir jetzt, dass ich eigentlich gerne eine Maschine bei ihm kaufen würde. Warum? Weil ich mit eigenen Augen gesehen habe, wie er die Maschinen bei sich im Laden repariert, genauso wie sein Schwiegersohn und sein Enkel. Und ich nicht für mehr Regionalität und „Kauf im Grätzel“ sein kann, aber gleichzeitig meine Maschinen online bestellen will. Da wär ja noch die Sache mit Amazon und den Lieferdiensten. Nönö. Er hat gleich gemeint, wenn ich sie bei ihm kaufe, dann muss ich mir aber eine Stunde mindestens Zeit nehmen, weil dann zeigt er mir wirklich ALLES, was die Maschine kann, dann kann ich täglich bei ihm anrufen und nachfragen oder ins Geschäft kommen und mir weitere Sachen erklären lassen, dann repariert er sie mir umgehend und direkt vor Ort, nix mit einschicken, und was heißt drei Jahre Garantie, ich kann auch noch in 13 Jahren kommen und wenn ich gute Kundin bin, dann …. usw. Ehrlich gesagt: Ich find das fair! Und ich will ja sowas! Ich will auch nicht herummotzen, dass kein Schuster mehr in der Gegend ist, zu dem einen, dens noch gibt, aber nie hingehen, zum Beispiel. Leider hat er mir auch bestätigt, dass die Fehler, die ich ihm von meiner Maschine geschildert habe, häufige sind, die man zwar in den Griff bekommen kann, aber bei Maschinen der Generation sich irgendwann manifestieren (ob das jetzt ein Verkaufsschmäh von ihm war, kann ich nicht einordnen. Einerseits glaub ich ihm, dass er eine Maschine verkaufen wollt. Andererseits… nachdem er mich so angschnauzt hat?! Wenn ich danach geh, hätts ihm wurscht sein können auch).

Und jetzt kommt der Haken: Er hat nur noch morgen offen und dann erst wieder Ende August. Und bis morgen gibts noch minus 10 Prozent auf die Maschine (was sie immer noch ein paar Euro teuer macht als bei Amazon, aber das ist keine Option für mich), danach nicht mehr.

An sich hätte ich sie gerne, es ist die gleiche, mit der man auch im Stoffsalon näht, aber … bis morgen entscheiden??! Hmpf! Und bis morgen mal verdauen, dass ich mich so derartig hab anschnauzen lassen? Und dann auch noch dieses „nur morgen noch im Angebot“ (auch wenns in dem Fall wahr ist, weil sie wirklich den ganzen Laden zusperren)…. Uff. So schnell wollt ich das doch gar nicht. Oder doch? Oder kipp ich grad auf ein Habenwollen-Angebot-nurjetzt-Ding rein, voll auf nullachtfünfzehn? Einerseits würde ich ein Zeichen setzen, dem Herren klar zu sagen, wer mich so anschnauzt und über zehn Minuten nicht locker lässt und weiter herumblafft und -schimpft, der hat mich einmal und nie wieder in seinem Laden gesehen. Andererseits: Der kann die Dinger reparieren. Der kennt sich aus. Familienbetrieb. Argh!! Verdammt! Hilfe!

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Kauf ich mich glücklich?

Mit Erlebnissen und Erfahrungen kauf ich mich glücklich – das beweisen sogar Studien. Also besser ein Konzertticket als die CD, besser ein Urlaubswochenende als ein Ipad oder so. Ich bin heute über die Geschichte gestolpert, als ich „kauf dich glücklich“ googlete, der Laden, der ja am Freitag neu in Wien eröffnet hat. Doch auf den geh ich ein anderes Mal ein. Was mich nämlich grad beschäftigt: Meine tolle Omaschine ist zwar toll, aber leider ist sie ein bissl wie meine Oma selbst: Sie wird grad etwas gebrechlich und dement (im Sinne von „Himmelarschundzwirn du blöde Maschine, wieso versteckst dauernd den Unterfaden vor mir? Und wieso kannst dir nicht selbst merken, was die beste Fadenspannung für Jersey ist? Von mir willst ja nix annehmen, egal, was ich dir einstell, der Faden reißt, dann MACHS DOCH SELBST!“ Nicht, dass ich meine Oma jemals so anbrüllen würd….). Und wo sie gaaanz anders ist als meine liebe Oma: Sie ist unfassbar laut. So, dass ich mir gestern dachte, gut, jetzt hab ich grad den Nachbarn im zweiten Stock aufgeweckt (ich wohne im Hochparterre…).

Daher musste ich gestern wieder herumsurfen. Und ich wünsch mir jetzt was. Die hier.

Die kann nämlich alles, was meine kann, und noch ganz schön viel mehr. Und sie ist leise. Und sie ist innen voll aus Metall, was soviel heißt wie: Keine Verschleißteile aus Plastik. Sie ist quasi ein Enkerl von meiner Omaschine, weil gleiche Firma, heißt jetzt nur anders. Ich heiß ja auch anders als meine Oma, also: Perfekt für mich. Zehn (!) Jahre Garantie, wo kriegt man das heut schon noch.

Nur kann ich sie mir grad nicht leisten, muss ein bissl sparen in den kommenden Monaten, damit ich sie mir mal gönnen kann. 300 Öcken sind nicht wenig.

Und was ich mich grad frag: Kauf ich mir da ein PRODUKT? Oder kauf ich mir ERFAHRUNGEN? Die mich dann wiederum glücklich machen (oder nicht so, wenn ich mal wieder Schnittteile falsch zusammennähe und frustriert doch wieder zum Sockenstricken wechsle)?

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Ich bin ein Plearmpl im Wachkoma

Eigentlich hätt ich heute echt viel zu berichten – ein paar coole neue Dinge haben sich ergeben. Aber weil ich Plearmpl gestern in zwei Fällen komplett drauf vergessen hab, dass ich ja eigentlich eine Handykamera hab, mit der ich ja eigentlich Handyfotos schießen könnte, die ich ja eigentlich auf den Blog stellen könnte und so…. ach, einigen wir uns einfach drauf: Ich habs versaut. Soo schöne Beiträge wären das heute, aber nein, ihr müsst euch noch gedulden. In einem Fall, weil ich selbst erst die Fotos machen muss, im anderen Fall, weil ich noch auf die Fotos warten muss, die dann doch wer anderer geschossen hat.

Und falls sich jetzt wer wundert: So wie der obige Absatz gings gestern in meinem Kopf zu, in Dauerschleife. Das passiert immer, wenn ich komplett übermüdet bin. Naja, selbst schuld, wenn man an einem Montag bis um halb zwei mit der Belletristikautorin meines Herzens (und ihrem un. fass. bar. herzigen Hund) bei zwei Flaschen Wein versumpert.

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Und weil ich grad in diesem seltsamen Zustand zwischen Wachkoma und gedanklichem Selbstüberholmanöver bin und das sicher nix mehr wird mit dem Beitrag jetzt, lass ich andere schreiben.

Zum Beispiel meine liebe Kirsten, die ihre persönlichen Eindrücke von der Fashion Week schildert. Ihr Lob für Marco Polo überrascht mich etwas aus sozialer Sicht, aus ökologischer Sicht kann ichs verstehen.

Die mir bisher unbekannt gewesene Kathrin Hilger berichtet ebenfalls von der Fashion Week in Berlin, mit anderen Label-Favoriten.

Oder meine Näh-Inspiratorin Daniela, die in Korneuburg und Umgebung ein Tauschnetzwerk aufbaut (jaa, damits mal nicht nur um Wien geht, meine Ladies…. 😉 )

Dann gäbe es da die Krumme Naht, ein DIY-Blog, bei dem ich mir die Inspiration für ein neues Nähprojekt geholt hab. Übrigens danke für eure vielen Hinweise wegen meiner klackernden Nähmaschine, ich hab jetzt mal die Originalspulen hervorgekramt und werd mal schauen, obs mit denen und einem anderen Garn besser geht!

Oder was haltet ihr von Second-Hand-Buchläden? Ich ja recht viel. Drum find ichs auch super, dass es so einen in Wien gibt (auch wenn ich noch nicht dort war, mein Noch-nicht-gelesen-Bücherstapel neben dem Bett ist fast einen halben Meter hoch). Und damit es ihn weiterhin gibt, haben die jetzt ein Crowdfundingprojekt gestartet. Falls also jemand vom Urlaubsgehalt noch ein paar Zerquetschte übrig hat und nicht unbedingt im textilen Bereich Geld lockermachen möcht – das ist ein interessantes  Projekt.

Hab ich euch eigentlich schon mal Maria vorgestellt? Sie ist eine sehr engagierte Dame aus den südösterreichischen Gefilden, und ihr Blog hat den wunderschönen Namen „Widerstand ist zweckmäßig„.

Ich könnt jetzt noch eine Weile so weitermachen, aber …. mir ist zu heiß. 🙂 Schönen Tag wünsche ich, und ich hoff, ihr müssts bei dem Wetter nicht allzu lange bei der Arbeit aushalten. Ich hupf heut definitiv noch wo ins Wasser.

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Die von Deutschland aufgehaltene Hose

Mein Sonntag? Der bestand aus der finalen Einweihung meines Nähzimmers. Der Plan: Eine Haremshose. Der Stoff: Quietschbunt und nicht bio, aber die Verführung, bei der Stoffbestellung einer Bekannten zwei Meter mitzubestellen, war groß gewesen. Immerhin selbstgenäht und so keine miesen Arbeitsbedingungen. Im Gegenteil, mein Nähzimmer ist Luxus pur. Nur meine Nähmaschinen haben mir gestern den Rest gegeben. Erstmal mit der Overlock begonnen, nach ein paar Testnähten und Herumfudeln an den Spannungseinstellungen wars vorbei, nix mehr ist gegangen. Muss mal wieder alle vier Fäden neu einfädeln. Ächz. Gut, ab zur Omaschine. Was soll ich sagen: Es ist eine Hose rausgekommen, aber der Weg dorthin war hart und steinig. Mir ist alle paar Zentimeter der Faden gerissen, der Unterfaden hat sich permanent verhudelt, und auf den letzten Nähten gabs ein seltsames Klacken alle paar Sekunden. Ein gar nicht gut klingendes Klackern. Gaar nicht gut.

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Und warum ich mit dem Hosensaum eigentlich erst heute um exakt 7:30 fertig wurde: Mann war das spannend gestern! Die Verlängerung hat dann meine Pläne, mein Hosending gestern noch fertig zu machen, etwas verhagelt (wobei, eine Naht hab ich mir noch gegeben, nur fünfmal neu einfädeln *grumpf*), aber die Säume hab ich echt nicht mehr geschafft. Daher hat heute der Wecker etwas früher geläutet. Jetzt bin ich mir zwar noch nicht sicher, ob das wirklich eine Hose zum Rausgehen ist, aber sie ist definitiv besser als mein Erstversuch, den man im Buch nachlesen kann, und hat sogar Hosentaschen! Taschen! Yey!

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Bitte um Urteil, ob ich da eine Pyjamahose fabriziert hab oder nicht – ich trau mich auf alle Fälle raus damit heute, aber nehm eine Ersatzhose mit, da ich mir nicht sicher bin, ob die ganzen gerissenen Nähte so gut halten 😦 Ich glaub ich weiß doch, was ich mir vom Christkind wünsch, so toll die Omaschine auch ist, emotional und so 😦

Ach, und eins noch: Unglaublich, wie sehr ich es verlernt habe, mich dauerhaft zu konzentrieren. Um das wieder zu lernen, dafür ist die Näherei wirklich gut, denn wenn man da alle fünf Minuten aufs Handy schaut oder ähnliches, wird man nie fertig…

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Ein Zombie zum Selbermachen!

Die werte Frau Alltagsschön  (das war die, die mit mir und für mich das graue Kleid genäht hat) hat mir kürzlich einen Link geschickt, der mich (schändlicherweise im Büro *hüstelhüstel*) vor Entzückung kurz hat aufquietschen lassen. Eine Nähanleitung für einen Zombiebär. Ist er nicht entzückend?

Der würde doch fantastisch zu meinem selbstgestrickten Zombie passen, oder?

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Hab dann kurz mal überlegt, wieviele Plüschtiere ich eigentlich zuhause habe – und musste sehr grinsen. Mein großer alter Teddybär hat eine mexikanische Wrestlermaske auf, dann hab ich noch vom Liebsten, als ich bissl übler krank war, ein weißes Blutkörperchen bekommen, dann gibts noch eine Grumpy Cat, die ich mal zu Weihnachten bekommen habe (und auf die lustigerweise der Liebste extrem steht – also nicht dezidiert die Plüschkatze, sondern die echte Grumpy Cat), und den Zombie. Was sagt das jetzt über mich aus? Schon ein wengerl schräg. Hach, ich mag das 🙂

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Ein sinnfreier Sonntagabendspost – aber schwer motiviert!

Ist jetzt wahrscheinlich komplett irrelevant und ein typischer Sonntagabend-Post, bevor ich den Laptop wieder zuklappe: Ich hab neue Projekte, und es macht mich soooo happy! Könnte gerade den ganzen Tag stricken, nähen, mir neue Sachen überlegen, herumräumen, einfach kreativ sein.

Projekt 1, das ich nach langer Planung und solltichendlichmalangehen und wolltichdochschonsolangmachen und Scheu vorm mitzählen beim Zopfstricken aber immer wieder vor mir hergeschoben habe, und jetzt endlich begonnen habe:

2014-07-06 21.10.36

 

Fortschritt aktuell:

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und Projekt 2, das mich schon ganz hibbelig macht vor lauter Vorfreude (muss aber noch schauen, ob ich genug Jersey nach dem Kleid übrig hab, bzw. nachkaufen)

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Wie gern hätte ich diesen Selbermachdrive beim Nähen schon während meines Projektjahres gehabt! Hab heut meine ganzen gesammelten Schnittmuster mal wieder durchgeschaut, jetzt wünsch ich mir nur noch Zeit 🙂 Warum nochmal kann der Tag nicht 48h haben? Schönen Sonntagabend noch!

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Die Wollprinzessin

Es gibt ja viel zu berichten im Moment, von neuen Messen, Flohmärkten und von tollen Entwicklungen am Sektor der fairen Mode. Eine ganze Liste hab ich schon. Aber heute gibts mal einen No-Brainer (gut, gibts bei mir öfters, ist aber eine andere Geschichte). Ich schreib ja immer wieder vom Strickwerk. Dass ich die Idee so toll finde, und die ökologischen Garne einfach so wunderbar vielfältig sind. Aber irgendwie hat das Strickwerk hier am Blog kein Gesicht, dabei schreib ich immer wieder Sonja hier, Sonja da.

Also. DAS ist Sonja. Und jetzt zeigt mir wen, der/die sich noch mehr mit seinem/ihrem Job identifiziert 😉

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Ich selbst hab mich stricktechnisch selbst wiedermal komplett ins Eck gestellt. Ich hab ein schon lange geplantes Projekt (mit den Unmengen an geschenkter Wolle von Oma) begonnen, das zwar kompliziert ist (drei verschiedene Zopfmuster auf einem Strickstück), mich aber komplett gefangen nimmt. Ich könnt schon wieder den ganzen Tag nur stricken. Bin mal gespannt, wie das morgen am Badesee so ankommt 😀

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Das Japanische Kleid: Die Fotos!

 

Here we go, DAS Kleid. Bis aufs Endeln vom Kragen selbstgenäht. Und man ignoriere bitte meinen etwas unvorteilhaft erwischten Oberarm am letzten Bild (ja super, jetzt schauts alle, gell?) – ich weeeeiß. Waren ein paar Schlemmereien zuviel in letzter Zeit. Aber hey: Das Kleid ist super für weitere Schlemmereien, eigentlich 🙂

 

Alle Fotos (c) Stoffsalon. Vielen Dank dafür!

 

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Im japanischen Nährausch

Ach, gestern wars toll. Also eigentlich hab ich bisher noch nicht die Ruhe gefunden, mein Nähzimmer einzuweihen. Die Strickerei war halt doch einladender. Aber gestern, da haben wir das Geburtstagsgeschenk für die Gina (der ausm Buch, und das Geschenk von vor eineinhalb Jahren *hüstel*) eingelöst. Ein Kleidernähkurs im Stoffsalon, nämlich. Und hach, es ist so toll gewesen. Erstens mal mit der wunderbaren Eva Lackner als Lehrerin, zweitens mit einer Overlockmaschine, die mit dreimal Blinzeln eingefädelt war (erfahrende Näherinnen werden jetzt aufseufzen), und die geschnurrt hat wie Biff zu seinen besten Zeiten.

Genäht wurde ein Japanisches Kleid. Das Kleid sieht irgendwie so aus und irgendwie doch ganz anders. Bilder davon poste ich demnächst, wenn die liebe Alex oder die liebe Eva sie mir schicken, wir waren gestern so spät zuhause, dass ich dann zu müde zum Fotografieren war (und der Liebste vom  DeutschlandAlgerien-Spiel nicht abzulenken). Jedenfalls hat es unglaublich viel Spaß gemacht, vor allem dieses Wissen: Ich hab da etwas genäht, das richtig professionös ausschaut. Von dem ich weiß, dass ichs gern anziehen werden, weils saugemütlich ist und gleichzeitig super ausschaut. Und Eva hat tolle Tipps gegeben. Kurz: Ich kann solche Kurse wirklich nur empfehlen. Ob mit selbst mitgebrachtem Stoff oder gleich dort gekauftem, man bekommt tolle Inputs und darf sich die Schnitte, die einem dann wirklich passen, auch gleich mitnehmen.

Ehrlich, ich bin grad restlos begeistert – und das, obwohl ich gestern nach der Arbeit eigentlich am liebsten zuhause am Sofa eingeschlafen wäre. Und die allgemeingültige Feststellung, damit das jetzt kein reiner „was ich gestern getan hab“-Tagebucheintrag-Blogbeitrag-Blah wird: Ja, fürs Nähen muss man sich überwinden. Es dauert länger, ist komplizierter als einfach mal ein paar Maschen anzuschlagen, und besteht aus unglaublich vielen unterschiedlichen Arbeitsschritten. So von vorneherein denkt man sich schnell mal: Pfft. Nöh. Nicht heut Abend. Aber wenn mans dann macht, machts eeeeeeeecht Spaß.

Es ist halt einfach auch schön, sowas mit guten Freundinnen teilen zu können. Die einem dann nachträglich auch noch tolle Geburtstagsgeschenke machen. Besonders amüsant fand ich ja das hier, das bekommt definitiv einen Sonderplatz im Nähzimmerregal:

2014-07-01 00.12.00

Danke, liebe Gina, danke liebe Judith, danke liebe Eva, für einen superfeinen Mädelsabend – umgeben von lauter leiwanden Nähmaschinen und Stoffen. Hach!

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Popcorn, kalorienfrei

Was haben diese beiden Bilder gemeinsam?

2014-06-29 18.13.00_blog popcorn_183384

Auf beiden ist Mais zu sehen. Die gute Sonja, Herrin, Chefin und Wollprinzessin im Strickwerk, ist ja echt eine unglaublich hartnäckige Dame, wenns darum geht, neue Garne zu finden, die ökologisch und fair hergestellt werden (was mich übrigens zu ihrem größten Fan macht). Und ich durfte mal wieder teststricken, diesmal eben den grünen Kukuruz.

Ich fang mal an mit dem einzigen Nachteil, der eigentlich keiner ist, sondern nur ein Vergleich: Bambus find ich toller. Tut jetzt aber eigentlich gar nix zur Sache, denn die Maisfaser ist auch eine sehr weiche und angenehme. Beim Stricken empfehlen sich etwas stumpfere Nadeln, damits nicht fasert, mit stumpfen Nadeln strickt man wie die Weltmeisterin. Ich find mein neues Haubi ja total hübsch, und bin schwer motiviert, dieses Projekt (also das tolle Bändchengarn) neu zu starten, weils genau dazupasst, farblich.

Der Beweis. Eindeutig Kukuruz.

Der Beweis. Eindeutig Kukuruz.

Ich darf ja gar nicht zu oft ins Strickwerk schauen, weil es da einfach so viel zu schauen gibt, es ist soooo toll. Maisfaser, Jeansfaser, Biobaumwolle, Biobambus, Milchfaser, recyclete Saris aus Indien, es gibt so viele tolle Angebote an Sommergarnen – die übrigens gerade im Abverkauf sind, weil Sonja im Juli zusperren wird. Sommerfrische für Wollhändlerinnen, ich verstehs. Im Sommer wird einfach weniger gestrickt (ich musste auch gestern erst durch einen Stricktreff wieder auf den Geschmack gebracht werden), und es zahlt sich nicht aus, offen zu haben. Ende August gibts dann wieder neue Winterware – und ich bin schon wieder fetzengespannt, was für kreative Wollkreationen Sonja diesmal recherchieren wird. 🙂

Und liebe deutsche LeserInnen: Ich hab ja mal den Onlineshop vom Strickwerk angekündigt. Der wird in absehbarer Zeit Wirklichkeit – und ich find das toll, weil ich nicht wüsste, ob es sonst noch wo ein Wollgeschäft mit dem Konzept von Sonja – alles gnadenlos öko und tierqualfrei – gibt.

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