Schlagwort-Archive: Rana Plaza

Sewing Fashion Revolution

Heute in einem Monat ist der Zusammenbruch von Rana Plaza ein Jahr her. Die internationale Kampagne des Fashion Revolution Day schwappt auch grad durch die DIY-Bloggerszene. Schön zusammengefasst hat es Laura von Behind the Hedgerow:

Fashion Revolution – a global campaign to increase standards and awareness within the fashion industry – is hosting the first Fashion Revolution Day to mark this anniversary on 24th April 2014. In order to help re-establish the relationships and transparency within the fashion industry people are encouraged to wear an item of clothing inside out and ask brands/retailers, ‘Who Made Your Clothes?’ The voicing of these questions, on a global scale, will raise awareness and encourage the fashion industry to continue the process of change. In short – be curious, find out, do something about it.

Using Fashion Revolution’s theme of “Who Made Your Clothes?” as a starting point, Abby (Things for Boys), Celina (Petit a Petit and Family) and I want to get the online sewing community involved with this initiative by creating the first

Virtual FLASH MOB

of sewists wearing something handmade inside out. The goal is for all of us to stand together for a united cause and help to show sewing (in all its forms) as an ethical and sustainable alternative to fast fashion and mass consumerism. It’s one piece in a very large puzzle but by showcasing home sewn items we will help spread the word that in some cases the answer to ‘Who Made Your Clothes?’ can proudly be answered, “ME!”

How to get involved

  • Photograph yourself wearing something handmade inside out on 24th April 2014. If you’re camera-shy feel free to photograph something on a hanger – or even get the kids involved…the message is still the same.
  • Share! If you have a blog, blog about it! If not, no problem – share on Facebook, Instagram, or Twitter with hashtags #insideout and #handmadeinsideout.

 

Weitere Infos, wie man sich bei dem Mob anmelden kann, auf ihrem Blog.

 

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Die Revolution nach Rana Plaza

Meine Tage sind gerade viel zu voll. Zwar nicht massiv stressig, aber einfach voll. Was mich voll müde macht – und was zu solchen Blogbeiträgen führt. Fotos posten und pfoah sagen. War keine meiner Meisterleistungen, tschulligung. Aber weil ich heut genauso müd bin wie gestern, lass ich heut einfach den Lars von der Grünen Mode bei mir plaudern. Er hat nämlich gestern gepostet:

Fashion Revolution Day: Mitmachen am 24.04.2014

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Am 24.4. ist der Jahrestag des Fabrikeinsturzes am Rana Plaza (Bangladesh), bei dem 1127 Menschen getötet und 2438 schwer verletzt wurden. Es ist der wohl schwerste Fabrikunfall in der Geschichte der Textilindustrie.

Anlässlich dieser Katastrophe hat FairTrade-Fashion-Pionierin Carry Sommers den Fashion Revolution Day ins Leben gerufen. Auf der ganzen Welt soll an diesem Tag für faire Arbeitsbedingungen demonstriert werden, in Gendenken an die Opfer dieser und unzähliger anderer Katastrophen in der Textilindustrie. Fashion Brands, Händler_innen, Designer, Aktivisiten, Bildungszentren und Privatpersonen sind aufgerufen, an diesem Tag ihre Unterstützung für einen globalen Wandel zu zeigen. Inzwischen sind bereits Aktionen in mehr als 40 Ländern geplant.

Der Fashion Revolution Day wurde von einer internationalen Gruppe bestehend aus UnternehmerInnen, AktivistInnen, PressevertreterInnen und AkademikerInnen sowohl aus dem Modebusiness als auch darüber hinaus initiiert, welche die Tragödie des Rana Plaza in Bangladesch als Anstoß verstehen, endlich etwas zu unternehmen. Er soll ein jährliches Ereignis werden, das Mode als positiven Einfluß auf unsere Gesellschaft und jene, die das möglich machen, feiert.

Das Thema für den ersten Fashion Revolution Day lautet, “Wer stellt deine Kleidung her?”  Mit einer simplen Geste, das Kleidungsstück mit der Innenseite nach aussen zu tragen (Hashtag #insideout), sollen die Menschen dazu angeregt werden, sich die Frage zu stellen, wer ihre Kleidung herstellt.
Jede(r) kann mitmachen und je mehr Menschen an diesem Tag InsideOut tragen, je stärker wird die Wahrnehmen sein. Auf Instgramm, Facebook und Twitter werden an diesem Tag Selfies mit dem Hashtag #insideout gesammelt, sodass die Aktion auch in den sozialen Netzwerken präsent sein wird.

Die internationalen Organisatoren hoffen, dass diese Initiative helfen wird, die öffentliche Aufmerksamkeit ein Jahr nach dem Fabrikeinsturz erneut auf die textilen Arbeitsbediungen zu lenken.

HändlerInnen, Brands und DesignerInnen weltweit werden Aktionen organisieren, indem sie ihre Ladenflächen, Schaufenster und Ausstellungsräume nutzen, um mit ihrer Kundschaft in Austausch zu treten. Mögliche Ideen sind:

• Schaufenster mit dem Thema “Triff die MacherInnen” dekorieren. Das können Bilder sein, oder tatsächlich Menschen, die etwas ‘live’ produzieren. Oder alle Kleidungsstücke könnten mit der Innenseite nach aussen ausgestellt sein. Online könnte es auch ein spezielles PopUp #insideout für den Fashion Revolution Day geben.

• Alle MitarbeiterInnen tragen ihre Kleidung an diesem Tag verkehrt herum und verbreiten Fotos davon über soziale Netzwerke.

Für Deutschland hat Magdalena Schaffrin (Green Showroom, Ethical Fashion Show) die Koordination der Aktionen übernommen und bittet alle, die etwas machen wollen, sie per Mail darüber zu informieren, damit sie die Aktionen auch auf der Kampagnen-Website eintragen kann. Ihr erreicht Magdalena unter fashionrevolution@magdalenaschaffrin.com
Zudem gibt es bereits eine Facebook-Gruppe für den gegenseitigen Austausch.

Ich bin ja total begeistert von der Idee, werd euch an dem Tag jedoch wahrscheinlich ein Inside-Out-Foto aus irgendeinem Nationalpark in Utah oder Arizona schicken. Aber ich würd mich total freuen, wenn ein paar österreichische Modefans ein Zeichen setzen wollen!

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Rana Plaza mitten in Manhattan

Der Zusammenbruch von Rana Plaza ist jetzt zehn Monate her. Seither hat sich viel und gleichzeitig nix entwickelt. Viele Unternehmen haben das Brandschutzabkommen unterzeichnet, einige Firmen haben den Überlebenden und Hinterbliebenen Zahlungen versprochen. Bisher bezahlt hat nur Primark. Und das auch nicht vollständig – denn bezahlt werden nur jene Hinterbliebenen, die einen Totenschein vorweisen können. Immer noch sind Hunderte unter der Ruine verschüttet, und auch viele der geborgenen Leichen waren nicht mehr identifizierbar. In der 7- Millionenstadt Dhaka gibt es EIN Labor, das DNA-Tests durchführen kann – und die sind für den Durchschnittstextilarbeiterangehörigen sowieso nicht bezahlbar. Aber ohne Totenschein keine Kohle. Das muss immer wieder wiederholt: Es ist nichts wiedergutgemacht worden, nichts gerecht abgegolten worden. Der Mindestlohn in Bangladesch ist angehoben worden – aber längst nicht auf eine menschenwürdige Höhe. Das Ergebnis: Massive Unruhen, weitere Tote. Nichts wird besser.

Die Clean Clothes Campaign hat bei der New York Fashion Week in den letzten Tagen daran erinnert (alle Fotos (c) Clean Clothes Campaign):

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Blusen aus Bangladesch

Gefunden bei Isabel, will ich euch das nicht vorenthalten. Mir ists gerade wirklich kalt den Rücken runter geronnen. Denn diese Blusen, um die es geht: Die hatte ich auch schon mal in der Hand. Wenn diese Bilder plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes angreifbar werden, das gibt den sowieso schon erschreckenden Bildern weitere Schärfe. Doch es geht auch ohne, auch der Beitrag alleine „wirkt“.

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Die Weihnachtsgeschichte aus Dhaka

Na, auch schon alle ganz harmoniebesoffen und vollgefressen mit Keksen? Mir gings gestern so, Weihnachten mit der ganzen Familie, alle Nichten (unterm Badezimmerwaschbecken versteckt leise über einem Weihnachtsgeschenk vertieft) und Neffen (ohrenbetäubend laut die großelterliche Wohnungseinrichtung demolierend). Und die Kekse standen uns bei den Ohren raus.

Heute hab ich mich durch Nachrichten lesen wieder in die Realität geholt. Dankenswerterweise – und da freu ich mich wirklich drüber! – berichtet ORF.at heute riesengroß über Bangladesch. Es ist nämlich so: Von den über 1300 Toten sind bei weitem nicht alle identifiziert worden (und die, die es wurden, oft falsch, also der falschen Familie übergeben). Hunderte sind anonym begraben, einige liegen immer noch unter den Trümmern von Rana Plaza. Und während andernorts über Entschädigungszahlungen diskutiert wird und einige Firmen sagen: „Wir zahlen ja eh!“, stellt sich die Frage: „Aber an wen?“. Es bekommen nur die Familien Entschädigungen, die einen Totenschein vorweisen können. Was soviel heißt wie: Ziemlich viele schaun durch die Finger. Und posthum DNA-Proben ziehen usw…. vergiss es. In diesem Millionen-Moloch namens Dhaka gibts genau ein kleines Labor, das das kann.

Hier gehts zur ganzen Geschichte, die nicht viel Hoffnung macht.

Frohe Weihnachten.

Tschulligung fürs Laune versauen. Nachher gibts eh wieder Oh Tannenbaum-die Oma sitzt im Kofferraum-Stimmung…

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1000e km und 6 Monate weit weg – ganz nah

Der heutige Tag war – und das ist keine Anspielung auf meine Magenprobleme  – ein Schlag in ebenjenen. Zumindest ein Moment.

Der Moment kam, als ich bei Kollegin Christina von Südwind saß und wir etwas WearFair-Nachbearbeitung betrieben. Am Boden vor mir lag ein Plastiksack. Ich hob ihn auf, um nicht mit dem Bürosessel drüber zu rollen, und legte es auf den Tisch. Erkannte es. Und mir wurde schlecht. Rana Plaza. Tausende Kilometer und sechs Monate weit weg, plötzlich direkt vor mir auf dem Tisch.

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Die Shirts, die in dem Plastiksack waren, hat Christina bei einem Lokalaugenschein auf dem Gelände von Rana Plaza gefunden. Die Kärtchen (KiK, Verona Pooth) waren schon dran – staubüberzogen und zerknickt. Ich kann nur sagen: Das geht rein. Gänsehaut und tief ins Herz. Die Menschen, die diese Shirts genäht haben, sind entweder tot oder schwer traumatisiert, weil über ihnen ein achtstöckiges Gebäude zusammengebrochen ist. Es gibt Filmmaterial, das Christina beim Einsammeln der Shirts zeigt – bis kommenden Montag online.

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Bei dieser Gelegenheit: DANKE für die tolle Zusammenarbeit in den letzten Monaten, liebe Christina! Du machst einen tollen Job!

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Sie verdienen es nicht

Heute ist MEIN Tag. Seit gestern darf ich mich akademisch zertifizierte CSR-Managerin schimpfen, das Buch befindet sich bereits im Druck, die WearFair, das größte berufliche Projekt dieses Jahres, war megaerfolgreich, und ich bin exakt so fertig und müde, wie man es sich nach so einem Höllenritt von einem Jahr vorstellen kann. Ich zahle gerade eine Rechnung nach der anderen für das, was ich meinem Körper angetan habe an Stress. Doch jetzt kann mal – zumindest für ein Monat – Ruhe einkehren. Das zelebriere ich heute. Ich werde alles tun, was so ein wirklich WIRKLICH freier Tag mir bieten kann. Heute habe ich nur eine Verpflichtung: Der Spaziergang der etwas anderen Art.

Doch darauf freue ich mich. Denn egal, wie müde, fertig und arbeitsfrei ich bin und sein will – eines habe ich in den letzten zehn Monaten gleich nochmal festgestellt: Diese Sache mit der Textilproduktion, die ist sowas von beschissen und unfair und unmenschlich, dass ich nie aufhören werde, dagegen zu mobilisieren und meine Meinung dazu preiszugeben – ob man es hören will oder nicht.

Nehmt die Katastrophe von Rana Plaza – sie nimmt kein Ende. Nicht nur, dass über 1100 Menschen gestorben sind, nein, die Überlebenden kämpfen derzeit ebenfalls einen Kampf, den sie nicht gewinnen können. Oder stellt ihr es euch einfach vor, einfach mal schnell wieder einen Job in einer Näherei zu finden, nur halt ohne Arm oder Bein? Und ob man so einfach in solchen Gebäuden weiter arbeiten kann, wenn man schon einmal im Schutt gelegen ist, begraben von Beton, Nähmaschinen und Menschen?

Im Kurier rechnet Südwind den finanziellen Bedarf in Bangladesch vor. Der Lohn reicht sowieso nicht zum Leben – und die Überlebenden, Geschädigten haben weder von staatlicher Seite noch von Textilunternehmens-Seite auch nur einen Cent an Entschädigung erhalten. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass der Mindestlohn auf mindestens das Doppelte erhöht werden muss, damit diejenigen, die für Geld arbeiten, von diesem Geld auch überleben können. Nichtmal das ist gesichert! Die Clean Clothes Kampagne hat dagegen eine Petition ins Leben gerufen. Ich hab schon unterschrieben. Auf dass so viel zusammenkommt, dass wir ein Zeichen gegen die Unmenschlichkeit der Fast Fashion setzen können.

Mir ist schon klar, dass effektive Hilfe vielleicht anders aussieht – hinfliegen und anpacken wäre vielleicht die Devise. Nur bin ich mir sicher, dass das leichter gesagt als getan ist, ich glaube, ich wäre in Dhaka komplett hilflos, und dann wäre genau niemandem geholfen. Aber ich möchte wenigstens meinen sehr kleinen Teil dazu beitragen, dass ein Zeichen gesetzt wird. Sie verdienen es nämlich einfach nicht, im doppelten Wortsinn.

Eines ist mir noch ein großes Anliegen: Liebe Leute, es ist nicht nur Bangladesch. Es ist genauso Pakistan, Vietnam, Indien, Kambodscha und sogar die Türkei. Ein Label „made in Turkey“ kann ebenfalls für menschenverachtende Arbeitssituationen stehen. Aber eines ist wahr: Es scheint nirgendwo schlimmer zu sein als in Bangladesch.

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Jauch war nicht nur schlecht

Und wieder was gelernt. Ich habe mir gestern die Diskussion bei Jauch zum Thema Bangladesch gegeben. Sowohl von Teilnehmerinnen (Sina Trinkwalder) als auch von Zuschauerinnen (Kirsten Brodde) aus unterschiedlichen Gründen gewaltig kritisiert, fand ich die Diskussion nicht nur schlecht. Ich beschäftige mich jetzt seit eineinhalb Jahren auf täglicher Basis mit dem Thema Fast Fashion vs. Faire Produktion.

Und zugegeben, über sehr weite Strecken habe ich gestern nichts Neues erfahren.

Gut, man kann auch wirklich einiges kritisieren: Weiterlesen

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Bildboykott

Melde mich gehorsamst aus dem Kurzurlaub samt Funkloch zurück!

Nicht, dass die Bildzeitung ein Blatt für die Intelligenzia des Landes ist, aber wenn sogar die das Boykottthema aufnehmen, dann hat wirklich bald niemand mehr die Ausrede der Unwissenheit, oder?

Und was ich noch viel spannender finde: So wirklich eine Antwort auf die Frage „Boykott oder nicht“ haben sie auch nicht, oder? Ich tu mir immer noch schwer damit: Ich weiß, dass es in Bangladesch selbst heißt, dass ein Boykott kontraproduktiv ist. Aber nach all den Dingen, die ich in den letzten eineinhalb Jahren mitbekommen habe, vom Brand über Massenohnmachten bis hin zum Gebäudeeinsturz mit über 1100 (!!!!!) Toten – sorry, aber ich KANN einfach nicht mehr zu Zara, Mango und Co. gehen! Geht einfach nicht! Ich habe mich da eh schon ein paarmal wiederholt: Das Argument, nicht zu boykottieren, ist brandgefährlich im wahrsten Sinne des Wortes – weil so viele es einfach als Ausrede nutzen könnten, um genauso weiterzumachen wie bisher.

Ich bin WIRKLICH schon gespannt auf für die ArbeiterInnen merkbare Auswirkungen des nun von so vielen großen Unternehmen unterzeichneten Brandschutzabkommens….

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Freuen! Jetzt! 31mal!

Ich hock mal wieder mit Halsentzündung zuhause, und bin derartig müde, dass Gedanken, die sich in ganze Sätze formen, grad eher schwer möglich sind – also deren Umsetzung ins Schriftliche. Aber es gibt etwas zu feiern – ich übergebe hiermit der Clean Clothes Kampagne das Wort:

Wir haben es geschafft! 31 Unternehmen unterzeichnen das Sicherheitsabkommen für Bangladesch

Wien, 16.05.2013 – Vor Ablauf der Frist, gestern Mitternacht haben 31 Firmen das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz unterzeichnet. Mehr als 1.000 Fabriken in Bangladesch sind damit Teil des Verbesserungsprogramms.

Wir möchten uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken! Nur durch den großen öffentlichen Druck war dieser Erfolg möglich!

Das Abkommen ist ein Meilenstein für die bangladeschische Bekleidungsindustrie. Die Firmen unterzeichnen damit ein transparentes, rechtlich bindendes Abkommen, das die lokalen Gewerkschaften einbindet und die Unternehmen finanziell an den Sanierungen der Fabriken beteiligt.

Mit Ende des gestrigen Tages haben 31 Unternehmen unterschrieben: H&M, Inditex, C&A, PVH (Calvin Klein, Tommy Hilfiger), Tchibo, Tesco, Marks & Spencer, Primark, El Corte Inglés, Hess Natur, jbc, Mango, Carrefour, KiK, Helly Hansen, G-Star, Hofer, New Look, Next, Mothercare, Loblaws, Sainsbury’s, Benetton, N Brown Group, Stockmann,  WE Group, Esprit, Rewe, Lidl, Switcher und Abercrombie&Fitch.

Der Generalsekretär von IndustriALL Global Union, Jyrki Raina begrüßt ebenso die Entscheidung der unterzeichnenden Unternehmen und ergänzt: “Wir werden die Tür auch nach dem Ablauf der Frist einen Spalt weit für weitere Unternehmen offen halten. Wir beginnen aber jetzt mit der Umsetzung. Nachzügler haben keinen Einfluss auf die bereits getroffenen Entscheidungen. Es geht nun um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, die mit einem Mindestlohn von rund 30 Euro im Monat ihr Leben riskieren, wenn sie zur Arbeit gehen.”

Das Abkommen umfasst unabhängige Sicherheitsinspektionen, verpflichtende Reparaturen und Renovierungen, Möglichkeiten Geschäftsbeziehungen mit den Fabriken zu beenden, wenn diese notwendige Sicherheitsmaßnahmen ablehnen, sowie die Involvierung der betroffenen ArbeiterInnen und ihrer Vertretungen, der Gewerkschaften. Ein Kernstück des Abkommens ist die Kostenbeteiligung. Die unterzeichnenden Markenunternehmen verpflichten sich dazu für Instandhaltungskosten in ihren Zulieferbetrieben aufzukommen und damit die Arbeitsplätze sicherer zu machen. Das Abkommen garantiert den ArbeiterInnen das Recht gefährliche Arbeit zu verweigern, wie es die ILO Konvention 155 vorsieht.

Und wer sich wirklich dafür interessiert: HIER gehts zu dem Abkommen, das die Firmen unterzeichnet haben. Ich hoffe wirklich, dass es jetzt schrittweise in Bangladesch zu massiven und schon lange gebrauchten Verbesserungen kommt – und danach sind dann Pakistan, Indien und all die anderen weiteren Billiglohnländer dran….? Bangladesch ist sicher das Land mit den schlimmsten Zuständen, dem geringsten Mindestlohn und und und, aber es ist nicht das einzige Land, in dem unfair produziert wird…

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