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Negativwerbung

Erstmal, liebe männliche Leser (derer ich einige sehr Überraschende habe, hallo Boot! 🙂 ), ich kann mir vorstellen, dass ich euch mit meinen ewigen Strickbeiträgen langsam langweile, drei in Folge sind schon zaaach anstrengend, alles klar. Aber das muss jetzt sein.

Das ist jetzt echt nicht nett, aber ich hab mich mittlerweile zum ichweißnichtwievielten Mal geärgert und nache hiermit Negativwerbung. Kennt ihr das Wollgeschäft in der Gasse im Siebenten mit dem berühmten Flohmarkt zweimal im Jahr? War die Dame da drin jemals freundlich zu euch? Ich schaffs irgendwie immer nur, ein, zwei freundliche Worte mit ihr zu wechseln, wenn ich wirklich mit der a…freundlichen Schleimspur loslege. Die kann schon nett sein, aber whoa, anscheinend echt nur, wenn sie will. Ich kann mich täuschen, aber meiner Meinung nach gehören solche Menschen nicht in den Verkauf (Ausnahme: Wiener Kaffees. Es ist kein echtes Wiener Kaffee, wenn man nicht unfreundlich und von oben herab vom Kellner behandelt wird. Ich trau ihm ja richtig nach, dem Kellner im Hawelka, der vor ein paar Jahren in Pension gegangen ist..).

Vorgeschichte: Ich hab mich gestern auf der Suche nach der Wolle für die beiden Pullis für Anita und Lady Grey durch halb Wien telefoniert. Sie war die Einzige, die sie noch lagernd hatte. Ich bat sie darum, mir fünf Knäuel für zwei Stunden wegzulegen. Pfuh! „Na oba ganz sicher mach ich das nicht, ich hab an Stress und vor Weihnachten leg ich doch nix weg und wenn ichs verkauf, habens halt Pech. Ich weiß nicht, wieviele ich davon noch hab, und ich werd jetzt sicher nicht nachschauen – ein paar halt, aber wenige.“ Eigentlich ärger ich mich grad darüber, dass ich ihr noch mehr Umsatz verschafft habe.

Und weil mich so viele Freundinnen fragen in letzter Zeit – folgende Wollgeschäfte wurden getestet und für gut befunden:

Und diverse weitere werden noch getestet….

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Apropos Auftragsstrickerei

Das mit der „Ich nehme mir vor, Kleidung selbst zu produzieren“-Regel, das funktioniert langsam echt gut – auch für andere. In den letzten Tagen ist ein Pulli entstanden, in den ich vor über 28 Jahren wahrscheinlich das letzte Mal hineingepasst hätte – für die Kleine einer Freundin.

Und obwohl meine biologische Uhr verdammt leise tickt – beim Stricken dachte ich mir permanent, wie süß das nicht ist, so klein! Ich hoffe echt sehr, dass die kleine Maus reinpasst….ist nämlich mal wieder so ein Freestyle-Teil geworden. Meine Fresse, tun mir die Kinder in meiner Umgebung jetzt schon leid, die werden unter der Stricktante Nunu noch leiden müssen….

(c) nunette colour

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Die Designerin in meinem (schrägen) Design

Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Beitrag jetzt anfangen soll. Es ist so schräg, was passiert ist. Also. Ich war ja gestern beim Flohmarkt im Glanz und Gloria. Erstens mal, weil ich unbedingt Lady Grey wiedersehen wollte, zweitens, weil ich – ehrlich! – schauen wollte, ob ich für den Liebsten ein paar LPs abstauben kann, und drittens – zugegeben – weil der Gedanke an Steinwidder-Teile zu Flohmarktpreisen schon verdammt verführerisch war. Anita ist ja auch die Designerin meines heißgeliebten Sockenpullis. Und überhaupt hat sie so derartig coole Sachen, so ein unfassbarer lässiger Style, das Ganze aus alten Socken, Shirts oder ähnlichem.

Und dann geschah eben was ganzganzganz Schräges: Ich komm dort rein, probiere ein paar Sachen an (ich wollte halt mal die Gelegenheit haben, diese feinen Sachen anzuhaben – war eh eine blöde Idee, als ob ichs nicht voher gewusst hätte), und hatte fast schon den Deal mit Anita, dass sie mir zwei Stücke bis Jänner zurücklegt.

Das war noch nicht das Schräge. Ich zog mich wieder an – und ich hatte meinen selbstgestrickten Pulli an. Plötzlich waren alle um mich schwerstens begeistert, auch Anita Steinwidder.  Es war so unglaublich seltsam – mitten in einem Geschäft, in dem kaum ein Teil zu einem zweistelligen Preis zu kaufen ist, reißen sich alle um ein Teil, das ich gemacht habe. Lady Grey wollte einen haben, zwei andere Ladies im Raum waren ebenfalls hin und weg, auf der Straße vor dem Geschäft wurde der Pulli von einer mir Unbekannten abfotografiert, da sie ihn ihre Mami nachstricken lassen will, und Anita selbst probierte ihn auch an.

(c) nunette colour

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Jetzt steht der Deal: Ich stricke Anita genau so einen Pulli (was relativ spannend wird, da ich mich mehr so Pi mal Daumen an der Anleitung orientiert hab, aber versuchen kann ichs ja), und dafür bekomme ich die zwei Teile, die ich mir ausgesucht hatte…

Ich find das unfassbar, nochmal: Da steh ich da, umgeben von unglaublich tollen Oberteilen und Röcken, die um hunderte Euro verkauft werden, und alle reißen sich um meinen Pulli. Noch besser kann man mich echt nicht bauchpinseln….

Und wenn ich dann den Kinderpulli fürs Freundinnenzwergerl, die Haube für den Arbeitskollegen und den Pulli für Anita fertiggestrickt habe, widme ich vielleicht doch wieder einem eigenen Pulli, für den ich die Wolle schon zuhause liegen habe. Oder … vielleicht kriegt doch die graue Kirsche auch so einen? 😉

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Tilt.

Nach einer ex-beruflichen Weihnachtsfeier, einer anigerschen Geburtstagfeier, einer großmütterlichen Geburtstagsvöllerei und einer ena-schen Geburtstagsfeier (und der unglaublichen Freude, sie beim Mäxchenspielen zu beobachten, so eine unglaublich charmante schlechte Lügnerin!) und einem Geburtstagsbrunch noch vor mir heut Nachmittag bin ich komplett erledigt und blogtechnisch inspirationslos und wünsch euch einen erholsamen Sonntag… Ich werd mich in meinen warmen Pullover und in meinen warmen Mantel, beide selbstgemacht, reinkuscheln und stricken, so schauts aus. Blöde Minusgrade.

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Zwischenstand

Wenn das Ding mal groß ist, wirds wieder klein, weil gefilzt. Und was es danach wird, weiß das Christkind (und zwar wirklich nur das, ich kanns mir nämlich noch nicht so ganz vorstellen, dass das hinhaut…)

(c) nunette colour

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Und zu meiner Verteidigung: Ja, ich kann auch kompliziertere Muster stricken – aber sie gefallen mir nicht. Und außerdem: Wenn ich beim Zopfstricken dauernd die Reihen mitzählen muss, machts keinen Spaß.  Einfach drauflos, Hirn ausschalten, dann ist gut.

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Plan W(ollgeschäft)

Ich sags euch, wenn mir das mal alles zuviel wird mit der Pressesprecherei, der Messemitarbeiterei, der Fachhochschule und dem allgemeinen Weltverbessern – dann mach ich ein Wollgeschäft auf. Trotz der methanrülpsenden Schafe. Und dann biete ich ganz viel Bio-Wolle an. Und Strickrunden. Und diese feinen bunten Stricknadeln. Und die Wolle sortiere ich dann wie mein Bücherregal – nach Farbe.

Ich glaub ich brauch Urlaub 😉 Umso mehr freue ich mich schon auf Silvester, das ich bei einer meiner liebsten Mitbloggerinnen, Mitstreiterinnen und Leserinnen verbringen werde!

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Neunzig Prozent

Das Ding mit der Wolle als das klimaschädlichste Produkt beschäftigt und nervt mich massiv. Jetzt kann ich wieder anfangen, Ausreden zu suchen, warum Stricken mit Wolle doch besser ist als mit Kunstfaser (Ist es. Glaubt mir.) und warum es im Vergleich zu anderen Hobbies noch echt ein ökologisches eines ist. Raunz. „Gegenargument“, das eigentlich überhaupt keines ist: Konventionelle Baumwolle ist bekanntermaßen auch richtig gack (wobei, viel Wasser verbraucht Biobaumwolle auch). Wahnsinn, das war grad wohl mein schlechtester Übergang ever…

Doch jetzt ist es doch wirklich soweit gekommen – mir ist in den letzten Tagen die Energie fürs Bloggen ausgegangen. Beruflich ist grad so viel Verschiedenes zu tun, dass mir keine Zeit bleibt, drüber nachzudenken, worüber ich denn morgen so bloggen will. Am Abend zuhause bin ich so k.o. im Kopf, dass ich eigentlich den Laptop gar nimmer aufklappen mag.

Drum mach ichs mir heute einfach – und gelobe baldige Besserung: Googlet bitte „ARALSEE UND BAUMWOLLE“. Das war mein „Spaß“ in der Mittagspause gestern. In der Schule noch gelernt, dass der Aralsee „wohl in einigen Jahrzehnten nur noch halb so groß sein wird“, und jetzt weiß man: Es sind grade mal maximal eineinhalb Jahrzehnte vergangen (ich hab natürlich in der Unterstufe davon gehört, hüstelhüstel), und es sind bereits neunzig Prozent der Fläche versandet. Und warum? Es warat wegen der Baumwolle…

 

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Perfect Day

Perfektes Ende eines perfekten Wochenendes: Sehr überhastet (und zwar so überhastet, dass wir gleich mal eine Stunde verloren, weil ich uns beim Auto einräumen aus der Wohnung gesperrt hatte – und innen steckte der Schlüssel) waren wir am Freitagabend Richtung Quasi-Schwiegerpapa-Haus gestartet. Schon im Auto, rief mich am späten Nachmittag eine Kollegin an, sie hätte gerade ein Paket für mich entgegen genommen im Büro.

So entspannend und herrlich das Wochenende auch war, der Liebste wurde bei der Rückfahrt dazu überredet,  mit Umweg übers Büro nachhause zu fahren. Sonntagabend, Schneeregen, alle Autofahrer deppert. Er tat es trotzdem, der Liebste (der mir übrigens gestern auch völlig verlobungsfrei einen Ring schenkte, ich war schwerst überrascht). Er ist wirklich ein Liebster.

Dort wartete nämlich der perfekte Abschluss eines beinahe perfekten Wochenendes:

(c) nunette colour

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Hoooked, das sind die mit den herrlich coolen Baumwollgarnen und der herrlich falschen deutschen Homepage. Da habe ich ihnen einige Korrekturen geschickt, und sie mir zum Dank ein Goodie Bag.

(c) nunette colour

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Yiha, vorgezogene Weihnachten! 🙂 Danke, liebes Hoooked-Team!

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Natürliche Wolle?

Und schon wieder alles falsch gemacht… ich darf mal wieder aus Eco Fashion zitieren:

Ein Schaf produziert täglich 25 Liter Methan, das um ein Vielfaches schädlicher als Kohlendioxid its. In Neuseeland verursachen die Grasfresser die Hälfte der gesamten nationalen Treibgas-Emissionen. (…) Zur Schädlingsbekämpfung, wie zB, der Schaflausfliege, führt man die Schafe durch Pestizidbäder, Arzneimittel gegen Endoparasiten werden über die Nahrung verabreicht. Der mit Medikamentenreststoffen belastete Kot sowie das ungeklärte Ablassen der Pestizidbäder belasten Boden und Grundwasser.

Der Ausweg daraus ist nur Bio-Wolle. Derer ich gerne mehr im Angebot hätte in den Wollgeschäften meiner Wahl…

Määääh…

(c) nunette colour

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Und damit verzupfe ich mich ins Wochenende, das ich im Funkloch zu verbringen gedenke – eine zweitägige Auszeit ist grad ziemlich nötig…

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Das Dilemma

Ich brauch zwei Paar Hände, ganz klar. Die Entscheidung, ob stricken oder bloggen, die taugt mir grad gar nicht. Heute wars stricken. Noch ein Knäuel bis zum ersten fertiggestrickten Weihnachtsgeschenk. Ja, ich bin jetzt so eine. Ich verschenke Selbstgestricktes.

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