Archiv des Autors: nunette

Anschläge aufs/ins Postkastl

Es lässt sich derzeit nicht anders ausdrücken: Ich ersaufe in Arbeit. Job, FH, Privates – alles ein bissl viel grad. Aber ich versuche, mein Zeitmanagement so gut wie möglich vorausschauend zu planen. Zum Beispiel habe ich gestern vorausgeschaut, dass es wohl keinen Weg mehr um die Thermenreparatur gibt (womit rein kostentechnisch weiteres Shopping, das eh nicht geplant ist, sowieso flach fällt). Und damit ich dem Techniker auch die Tür aufmachen kann, bin ich soeben nachhause gefahren. Vorausschauend, oder?

Im Postkastl hat lag dann etwas lange Ersehntes: Die neue Ausgabe der an.schläge. Warum die lange ersehnt ist? Weil ich selbst mitgearbeitet hab. Zunächst mal ist da von mir eingefädelt ein Interview mit mehreren Gewerkschaftsmitarbeiterinnen in Bangladesch (unglaublich herzlichen Dank anbei an Thomas Haunschmid von Care Österreich, der so spontan meine Fragen an die Damen weitergeleitet hat, und ebenso herzlichen Dank an Lucas Ditl und das Team der an.schläge für Transkription und Übersetzung – ich war echt nur einfädelnd damit befasst). Tadaaa:

Und dann hab ich auch noch einen kurzen Beitrag über mein eigenes Projekt und die Alternativen zum konventionellen Kleiderkauf schreiben dürfen:

Ich hoff, ich kann der Ulla  (dieser Ulla nämlich) damit eine kleine Freude machen? Schaugenau!

 

Tut leid, ihr müsst euch mit den Fotos abfinden, die Artikel sind online nicht erschienen – und die ganzen drei Seiten abtippen, sorry Leute, das zaaaht mich grad nicht, bitte nicht noch mehr Arbeit als eh schon und so. 😦 Wens interessiert (da sind nämlich andere tolle Artikel auch noch drin): Heft bestellen! 🙂

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Kreativistentum

Na da ist man einmal ein verlängertes Wochenende nicht da und die Herren und Frauen Brötchengeber starten eine lässige Aktion: Es gibt wieder einen Fotobewerb, aber diesmal nicht nur mit Mode. Sondern es geht allgemein um Upcycling, auch bei Möbeln.

Wie blöd, dass ich Mitarbeiterin bin und Rechtsweg und so, sonst würd ich maßlos angeben mit dem Tisch, den wir aus einer Kabeltrommel gemacht haben (abschleifen, einlassen, lackieren, Räder dran), oder mit der Lampe, die der Liebste aus einer Waschmaschinentrommel gebaut hat. Und für die er im Winter stundenlang auf der Terrasse im Burgenland an einer vierzig Jahre alten Waschmaschine mit zentnerschweren Betonblöcken drin gerüttelt hat. Meine Strickerei drinnen am Sofa war von wunderbaren Flüchen von draußen untermalt 🙂

Und wie doppelt blöd, dass ihr mir das jetzt einfach glauben müssts, weils noch keine Fotos von den Teilen gibt.

Aber wenn ihr selbst Fotos von Upgecycletem habt: Immer her damit! Denn – wie schön finde ich den Spruch – „Müll von gestern ist Design von morgen“! 🙂

 

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„Ist das neu?!“

Montag nicht im Büro gewesen, weil noch in Amsterdam. Heute früh reinspaziert und die ersten zwei Menschen, die mir einen guten Morgen wünschten, sprachen mich gleich auf mein neues Oberteil an. Ja, neu.

Ist das Teil so auffällig an sich oder fällt einfach auf, dass ich mal endlich mal was Neues anhab? 🙂

Vorstellung der Teile erfolgt demnächst!

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Happy End

Und so schaut ein Koffer einer Frau aus, die ein Jahr lang nicht shoppen war, und dann wieder bei ihrer allerliebsten Marke überhaupt einkaufen darf. Biobaumwolle, recyclete Kunstfaser (wobei, bei der Kunstlederhose bin ich mir nicht ganz sicher, muss ich noch recherchieren), transparente und faire Produktion in Indien – und obendrein geniale Schnitte.

Happy End einer langen Love Story: Nachzulesen hier und hier und hier und hier und hier und hier und hierund hier und hier

Ok. Das war echte, langfristige Vorfreude. Und seit heute auch Abschiedsschmerz. Einkaufen bei Cora Kemperman ist nämlich immer mit einem weder im Zug noch im Flieger (samt Atmosfair, Leut!) billigen Ticket nach Amsterdam oder Brüssel verbunden.

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Neues am Wasser

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Es könnten unter Umständen zu meinen Einkäufen doch noch ein Paar Schuhe dazugekommen sein. In grau. Andere waren auch noch sehr schon, aber die waren ungewuenscht. Graue Boots hingegen, sehr gewünscht, das ganze Jahr über, und ich hatte sie mir auch vom Amsterdamwochenende speziell erwartet, irgendwie. Und darum habe ich sie mir auch erlaubt. Hier seht ihr die Schuhe beim Sightseeing. Es gefällt ihnen hier. Hoffentlich mögen sie es auch in Wien 🙂

Morgen wird noch geflohmarktet und für die Aniger gestoffmarktet, und dann wird heimgeflogen. So fein es hier ist, ich freu mich schon wieder aufs Zuhause, den Liebsten, den Dellagobesuch, und die vielen Möglichkeiten, meine neuen Schätze zu genießen.

Das Jahr ist vorbei, der Shoppingtrip war die Belohnung – und ich habe mir exakt die Wünsche erfüllt, die ich während und tw. schon vor dem Jahr hatte. Natürlich ist das unglaublich befriedigend. Andererseits: Wir waren in keinem einzigen Modegeschäft, das keine faire und/oder Biomode im Angebot hatte. Überhaupt waren wir eigentlich nur in zwei oder drei Modegeschäften, gekauft wurde nur bei Kemperman. Die Tasche ist zwar aus Leder, aber aus regionaler Produktion (und, juppeidi, Einzelstück, weil türkisfarbenes (!!!) Farbmuster, noch dazu ummen halben Preis, was bin ich verliebt in das Teil, Foto folgt).

Das Interessante: Alle anderen Modegeschäfte waren trotz klarer Ausrichtung des Wochenendes auf „zwei Ladies am Shoppingtrip“ unfassbar unspannend. Die Auslagen nicht reizvoll, die herausschallende laute Musik, die teilweise dunklen Eingangsbereiche, alles einfach abstoßend. Eine schöne Bestätigung, dass ich nicht in alte Muster zurückfalle, obwohl ich Verführungen ohne Ende ausgesetzt bin.

Und noch eine Beobachtung: Es ist mir heute echt zuviel geworden. Obwohl gemütliches Schlendern, Aniger-Unterstützung bei der Suche nach nicht gar so hohen High Heels, und einfach kein Stress – Shopping war schon mal mehr Hobby als heute. Das gibt jetzt wieder ein paar Wochen Abstinenz, um sowohl das Bank-, als auch das Wunschkonto aufzufüllen. Außerdem freue ich mich schon darauf, wieder ein paar Teile auszumisten. Schräg: Ich liebe jedes einzelne neue Teil, aber ich freue mich auch extrem drauf, mich jetzt wieder für ein paar Wochen aus dem Spiel zu nehmen.

Ps: Und was mich auch noch beschäftigt: Das ist mein zweites neues Paar Schuhe. Schuhe haben mir wirklich am allermeisten gefehlt. Und das ist mein zweites Paar Schuhe, das nicht aus ökologischer oder transparenter, fairer Produktion ist. Aber bei Schuhen muss ich leider wirklich eine Ausnahme von meinem ökofairen Vorhaben machen – ich habe bisher keine einzige Schuhmarke gefunden, die öko und fair ist, und deren Modelle mir gefallen. Ich mag diesen klassischen Ökoschuhe-Look einfach überhaupt nicht. El Naturalistas gefallen mir an anderen, an mir selbst find ich sie furchtbar. Ebenso mit Terra Plana (die, die mir dort gefallen, in denen kann ich nicht gehen, weil so hoch) und Waldviertlern. Dilemma.

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Neues!

Nachdem im Apartment nun doch das W-Lan funktioniert, ein schnelles Hallo aus Amsterdam. Ich habe mich durch einen Besuch bei Cora Kemperman zwar in etwas ähnliches wie einen Kaufrausch gestürzt und einige wunderschöne Teile erstanden, und mir wo anders um die Hälfte des Wiener Preises die Tasche gekauft, die ich mir bereits lange vor der Shoppingauszeit gewünscht hatte. Aber direkt danach war auch schon wieder Schluss mit der Shoppinglust. Auf diese beiden Shops hatte ich mich vorbereitet. In einem weiteren Shop, als es darum ging, mir ein trockenes Oberteil zu kaufen, weil ich meines wohl noch durch die Restverkühlung durchgeschwitzt hatte, wurde es mir zuviel. Wozu was Neues kaufen, wenn ich in 20 Minuten zuhause sein kann und dort trockene Sachen habe?  Ebenso im Wollshop: Feine Sachen, aber nix, was mich schnell ansprang – ich hab eh noch zwei Projekte zuhause liegen. Nach halbtäglicher Auszeit ist mein Einkaufsgewissen also wieder angesprungen 🙂

Ansonsten: Amsterdam ist wunderschön wie immer, leider auch grau und wolkenverhangen wie immer. Trotzdem fein!

 

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Man interviewt mich

Eigentlich wollte ich schon längst im Wochenende sein und weg vom Computer, aber jetzt ist mir glatt noch eine Bauchpinselei reingeschneit – vienna.at hat mich interviewt, und mein Senf wurde soeben publiziert! Ick froi mir!

Früher war es mein Job, Interviews zu führen, jetzt geb ich sie….

Sogar mit Fotoshow! (Klick auf „Selbstgemachtes von Nunu“)

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Müde Vorfreude

Müder als derzeit geht kaum, langsam hab ich so ein klitzekleines bißchen das Gefühl, dass ich mich mit meinen Jahresplänen und -projekten 2013 etwas übernommen habe. Aber mei, aufgeben tuat ma an Brief, sagt der Opa immer.

Aber morgen, da gehts ab nach Amsterdam, gemeinsam mit der liebsten Aniger. Deren vorsichtige Frage, ob wir dann eh am Wochenende nicht vor neun aufstehen würden, ich mit schallendem Lachen beantwortete. Um neun, da werd ich noch von den Stücken träumen, die ich tags darauf bei Cora Kemperman anprobieren werde 🙂

Also: Auszeit. Schüüühüüüss!

PS: Nicht vergessen – ins Dellago gehen, Gurkengesöff und so 😉

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Kopf gegen Bauch

Grumpf, wieder so ein Fall von wegen: Schöööön! Und bio! Und leistbar! Und traumhaft kombinierbar! Und selbst herstellbar, aber die Farben, also genau die, hab ich in Biojersey letztens im Stoffsalon nicht gesehen!

Die würden traumhaft zu dem neuen schwarzen Kleid von der Tauschparty aussehen… Soll ich? Ich hab irgendwie Schiss, in mein Wochenendvormittag-Onlineshopping-Habit zurückzufallen…ich will einfach nicht zu Altgewohntem zurückkehren. Aber ich will auch diesen Schal. Dilemma, Dilemma. Ich werd ihn mir wohl noch ein paar Tage im Haben?-Ordner behalten, vielleicht denk ich dann in ein paar Tagen anders.

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Kostenreduktionen

Beruflich habe ich einen Nachrichtenagentur-Zugang, aber darf weder hier noch sonstwo deren Meldungen posten. Praktischerweise dürfen aber Onlinezeitungen das sehr wohl – wobei „dürfen“ da meinen Informationen auch ein dehnbarer Begriff ist. Auf alle Fälle möchte ich eine Meldung zitieren, und das darf ich nur über Umwege. Erschienen ist sie wortwörtlich auf oe24.at (Wow, drei Sätze als Entschuldigung, warum ich es wage, mich auf oe24 herumzutreiben, ned schlecht).

Esprit schreibt rote Zahlen. Ok. Is blöd. Und ist vor allem pervers viel! In einem halben Jahr 46 Millionen Verlust schreiben – meine Brötchengeber würden sich von diesem Betrag wahrscheinlich knappe zehn Jahre vollfinanzieren können.  Aber was mich daran wirklich nervt, ist der letzte Absatz:

Der neue Esprit-Chef José Manuel Martinez will den Umbau des Modekonzerns fortsetzen. Die Kosten sollen deutlich reduziert werden.

Wie genau wird diese Kostenreduktion wohl ausschauen? Noch billigere Produktion? Die Baumwollproduzenten noch weiter runterhandeln für den Rohstoff? Irgendwas von sozialer oder ökologischer Verantwortung ist auf deren Seite nicht zu finden. Außer, dass sie der DETOX-Resolution von Greenpeace beigetreten sind.

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