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Ich mach konsumnachdenkfrei

Ich habe gerade mehrere Ideen für einen Beitrag, aber keine davon macht mich gerade so wirklich an. Zwei Unternehmen hab ich mir angeschaut,  an denen sich einiges an deren Nachhaltigkeitsstrategie kritisieren lässt, ich könnte von Vintageshops in Paris schwärmen, oder ein tolles neues Onlineportal vorstellen. Alles werde ich auch sicher in den kommenden Tagen noch machen. Aber jetzt gerade mag ich nicht.

Warum?

Weil ich auch mal Tage haben will, an denen es genau gar nicht um Konsum geht. In gar keiner Form. Auch nicht um Nichtkonsum. Sogar als Konsumentensprecherin 🙂

Heute ist nicht Nichtkonsumtag, sondern ein Tag, an dem ich mir erlaube, einfach gar nicht über Konsum nachzudenken (abgesehen von Terminen im Büro natürlich). Muss auch mal sein nach über drei Jahren. Denn egal, ob ich gebloggt habe oder nicht, an dieses Projekt und meinen Blog hab ich in irgendeiner Form täglich gedacht. Heute nicht. 🙂

Einfach mal nicht drüber nachzudenken (aber dabei auch nicht konsumistischen Mist bauen), mach ich mir heute mal zum Entspannungsversuch. Ob das geht? Grundsätzlich geht das für viele Menschen sicher komplett problemlos, aber ob ich das schaffe? Oder wird das so ein ,,Denk nicht an rosa Elefanten“ Ding? Ich werde berichten…

Nicht so schlecht wie das ganz Schlechte? ?

Ich warte gerade auf meine Heimreise nach Wien und habe etwas Zeit tot zu schlagen.  Erster Gedanke: im Internet Nachrichten lesen,  was sonst,  ich Junkie. 🙂 Nochmal über die orf.help-Geschichte über Altkleidung gestolpert. Ich war sehr überrascht, dass der dem Namen nach afrikanische Ethnologe Olumide Abimbola meint, die massiven Altkleiderimporte aus Europa wären eh nicht so schlimm. Er argumentiert,  dass chinesische Importe viel billiger seien, und dass mir den Importen ein eigener Wirtschaftszweig entstanden sei,  den man jetzt auch nicht untergehen lassen darf.  Spannend, dachte ich mir beim ersten Lesen. Man soll halt nie von fixen Meinungen ausgehen, und muss immer flexibel für neue Perspektiven sein, dachte ich.  Ist also doch nicht so schlimm,  dachte ich.  Wieder was gelernt, dachte ich. 

Viele andere? Die diesen Artikel lasen, dachten sich das wohl auch. 

Und dann dachte ich noch einmal drüber nach.  Und fand die Argumentation plötzlich seltsam.  Nur weil etwas noch schlechter ist,  sind die europäischen Importe plötzlich eh nicht so mies?  Sehe ich anders -und ärgere mich über dieses Zwischenspiel von Abimbola und dem ORF. Warum?  Weil sich jetzt ganz viele Leute denken,  diese Situation mit den Altkleidern in Westafrika ist ja eh nicht so schlimm.  Das wird jetzt so abgespeichert im Hirn und die Sachen vom Frühjahrsausmisten landen und der Humanabox. Dabei ist das nicht gut, sondern nur ein bissl weniger schlecht als das ganz Schlechte. Grmpf.

Altkleider sollten hier in Europa so lange wie möglich verwendet werden, das ist meine Meinung. Und in Westafrika sollte zumindest die Chance bestehen,  durch einen Stopp der Überschwemmung durch Altkleider der lokalen Industrie wieder auf die Beine zu helfen. Da gibt es dann auch wieder Jobs…

Apropos Altkleider: Paris ist ein Second Hand Paradies! 

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Konsumtempel

Ich glaube, in den Galeries Lafayette wurde der Begriff „Konsumtempel“ erfunden….

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Second Hand in Paris

Ich bin gerade in Paris. Beiträge aus London (a.k.a. warum Plan A von Marks und Spencer gleich Plan A…h ist) hole ich nach,  wenn ich eine ordentliche Tastatur habe, aber ich habe heute zufällig den coolsten Second Hand Laden von ganz Paris entdeckt.  Rund um Centre Pompdou und um den Kanal bei Republique gibt es einige (ist auch ziemlich Hipster Central dort), aber aus so ziemlich allen hat es mich rückwärts wieder hinaus getrieben,  weil der Geruch einfach gewaltig grauslich ist..

Darum war ich auch etwas zweifelnd, als ich Guerrisol entdeckte. Umsonst.  Wahnsinnsladen. Hat extrem viel, es riecht halbwegs gewaschen,  und am den Stangen reihen sich Migranten an Hipster (von denen es unglaublich viele in Paris gibt…).

So geht Econd Hand: viel Auswahl,  für die man viel Zeit mitbringen sollte,  nicht glänzend sauber,  aber auch nicht siffig, und günstig. Ich hab mir ein Oberteil aus afrikanischem Stoff mitgenommen,  das demnächst zum Polster wird. 

Hindi, du wärst hier im Paradies!!!

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Was London kann und Wien nicht

London. Mit Traumwetter. Gute Sache. Ich bin ja eine Freundin besuchen. Und die hat letztens erzählt: die Charity Shops hier werden lokal bestückt. Das heißt, Leute aus der Umgebung bringen ihre Sachen in den Laden am Eck und genau dort werden sie wieder billigst verkauft.

Worauf wir mal in den Westen der Stadt gestartet sind. Dorthin, wo besser betuchte (noch nie hat dieses Wort besser gepasst) Leute wohnen.
Uns es ist irre, in London gibt es sooooo viele Charityshops! Cancer Research, Children Fund, aber auch Oxfam oder traid, alle haben die ihre eigenen Läden!
Ich wünsch mir das für Wien! Die Auswahl war echt beeindruckend. Nur beim Fotografieren war der eine Laden, in dem mir eingefallen ist, Fotos zu machen, bissl seltsam. Bei Selfies haben sie aber nix gesagt (?!?).

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Und jaaa, zwei Schals und eine Sommerweste….grmpf. Zum Glück platzt mein Koffer sowieso schon fast. Weitere Käufe unmöglich 🙂

b.dressed – ein feiner Fair Fashion Sale

Ich war ja die Oberschlaubergerin. Eigentlich arbeite ich ab März Freitags nimmer (yeey!), aber beim Buchen des Fluges nach London – jaaa, ich weiß, aber bei nur bissl über einer Woche Urlaub ist mir das echt ein zu braaader Weg, da hab ich das irgendwie nicht so wirklich bedacht. Deshalb geht mein Flug erst um acht am Abend. „Da kann ich vorher noch ins Büro und dann gemütlich zum Flughafen“, dachte die Nunu. Weiterlesen

Lieblingsbrand.at – wohl recht bald meine Lieblingspage.at

So, bevor ich mich verzupfe, schnell noch ein, zwei spannende Sachen.

Die erste ist mal wieder typisch. Vor ein paar Wochen war der Kapitän bissl sauer auf mich, weil ich versucht hab, ihn textil zu missionieren. Stimmt gar nicht, ich hab ihm nur die eine oder andere Homepage als Hinweis geschickt, wo er Babygwand fürs Patenkind in fair und bio bekommt. Am nächsten Tag ruft er mich an und sagt: „Des muass ein Shop werden, ein einzelner mit einem Bezahlsystem, in dem man das alles auf einmal kriegt. Da wirst ja deppert mit den vielen unterschiedlichen Seiten, und überall kannst extra deine Daten angeben. Na, das muss besser werden. Unsere Idee! Des mochma!“

Die Cloed war schneller. Die macht so einen Webshop nämlich jetzt für österreichische DesignerInnen, die auf Nachhaltigkeit Wert legen. Das ganze nennt sich dann Lieblingsbrand und wird wahrscheinlich der Untergang jeglicher weiterer Shoppingdiät meinerseits. Aber sowas von Jojo-Effekt droht da 🙂

HIER gibt es genauere Infos, was es mit Lieblingsbrand auf sich hat – und was es dazu noch braucht.

Mit der Katze hats irgendwie auch was zu tun. Das Foto ist aber nur von mir von der Seite gestohlen, weil ichs so lieb find.

Mit der Katze hats irgendwie auch was zu tun. Das Foto ist aber nur von mir von der Seite gestohlen, weil ichs so lieb find.

Die Sache ist: Das Ding ist noch nicht ausfinanziert. Also wäre es super, wenn die, die so einen Shop haben wollen, ein bissl was beitragen, damit der auch wirklich finanziert werden kann. Crowdfunding halt. Funktioniert fantastisch, und wird auch in diesem Fall hinhauen, da bin ich überzeugt davon 🙂 Hier erklärt die Cloed noch mal selbst, was das wird und wie das werden soll und warum überhaupt und was die Katze damit zu tun hat:

Zeit. Zweit. Kleid.

Wenn ich mal keine Zeit zu bloggen hab, dann hab ich einfach so viel zu tun, dass ich am Abend einfach nur noch umfall. So isses derzeit grad. Wahnsinn, durchgetaktet wie nur. Eigentlich auch jetzt gerade – es ist schon sehr spät, und ich bin definitiv zu faul, jetzt noch Fotos rauszusuchen und mir einen längeren Beitrag zu überlegen. Aber, aber, aaaber eins ist mir grad ganz wichtig: Liebe WienerInnen, stattet doch bitte mal dem Zweitkleid7 einen Besuch ab. Dieser Laden ist nämlich wirklich richtig fantastisch – ein Second-Hand-Laden der alten Art. Wo man nicht nur Sachen kaufen kann, sondern auch welche hinbringen. Ich weiß zumindest definitiv bereits, wo ich meine neue Second-Hand-narrische Freundin aus Deutschland, die mich demnächst besuchen kommt (na, erraten?), hinführen werde.

Kleiner Tipp:

JeansHeels

 

„Vertretbare“ Stiefel gefunden…schon wieder!

Eines wird sich wohl nie ändern: Ich bin ab-so-lut stiefeldeppert. Boots, hoch, halbhoch, flach, mit Absätzen, im Bikerstyle oder anders…. ich steh einfach so unglaublich auf Stiefel, dass ich nicht nur jedes Paar, das ich seit fünf Jahren besitze, hege und pflege und liebe, sondern seit mittlerweile sieben Jahren einem Paar nachheule, das ich damals weggegeben habe. Flach, spitz, aber nicht ganz spitz, Rauhleder. Ich glaub ich brauch jetzt nicht sagen, wie gut die zu meinen geliebten Glockenjeans ausgeschaut haben. Sollte also jemand zwölf Jahre alte flache, spitze Rauhlederstiefel in Größe 41 herumliegen haben: Ich nehm sie 🙂

Seit einigen Jahren versuche ich, auch bei Schuhen auf Fair und Öko usw zu schauen. Das ist nicht immer einfach. Gegen Ökoschuhe gibt es ja einige Vorurteile, die sich leider immer wieder bewahrheiten: Man sieht ihnen an, dass sie öko sind. Ich persönlich mag aus reiner Eitelkeit trotz einer ziemlichen Katastrophe an meinen Beinen, die sich Plattsenkspreizknickflossenwasweißichnochallesfuß nennt, einfach keine Schuhe, denen man den „gesunden“ und „fairen“ Leisten auf einen Kilometer Entfernung ansieht – im Nebel. Weiterlesen

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Es ist neu! Und es ist türkis!

Die neue Kollektion der Göttin des Glücks ist da! Mein Lieblingsteil, zumindest auf den ersten Blick (hab noch nicht alle Teile gesehen) find ich den Schitt von diesem Kleid ziemlich fantastisch:

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Türkiiiiis!!! Jene die das Buch gelesen haben, dürften jetzt wahrscheinlich grinsen.

Hier gehts zur Göttin des Glücks, eins der österreichischen Vorzeigelabels in Sachen fairer Mode.

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