Archiv des Autors: nunette

How to …. ihn vergessen.

Heute ist der Tag der Gastbeiträge. Und eine große Premiere: Ich gehe unter die Literatinnen. Oder eher: Geschichtenerzählerinnen. Ich hab mich mit meiner goscherten Art nämlich in was Lustiges reingequatscht. Die Nana (ja, Nana und Nunu, u may smile now) ist die Chefredakteurin von woman.at, und ich hab sie mal beim Fashion Camp kennengelernt. Auf Facebook postet Nana immer die lustigsten/schrägsten Suchanfragen, über die User auf woman.at landen. Bei einigen dachte ich schon: Bitte was ist da passiert, dass man diesen Suchbegriff eingibt? Letztens wars dann „how to ihn vergessen“. Und meine Idee: Eine Geschichte rund um diesen Suchbegriff bauen. Und Nana so: Superidee, fang gleich mal an! Ok! Puh. Hmm….äääh, nachdenken.

howtoihnvergessen

 

Was ich auch tat. Hier gehts zu meinem literarischen Erstlingswerk, wenn mans so nennen kann. Ist noch nicht das Gelbe vom Ei, aber es hat Spaß gemacht!

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Krankheitsblogger für Gesund.at

Heut nur kurz: Mein neuer Blogbeitrag bei Gesund.at ist soeben erschienen! Ich schreibe über andere Bloggerinnen, jene, die an einer Krankheit leiden und darüber schreiben. Das Schreiben ist hierbei Filter, Ventil und die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen. Eigentlich ist es doch echt ein Wunder, wie das Web 2.0 unser Leben verändert hat…

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3sat: Edelmarken zum Hungerlohn

So, fertig mit der Aufregerei 🙂 Ich häng immer noch in den Seilen, und verbring den Tag glotzend. Unter anderem das da (Klick aufs Bild –> Ab zur Doku!):

edelmarken

 

Die Doku weist nach, dass nicht nur die Billighersteller für die katastrophalen Zustände in Bangladesh und Co. verantwortlich sind, sondern auch teure Marken Mitschuld tragen. Oh Überraschung: Tun sie. Sorry, falls ich da jetzt was verraten hab 🙂 Die Doku ist trotzdem sehenswert!

 

 

Ich habe andere Probleme

Einmal noch offtopic, weil ich da jetzt was rauslassen muss: Na wusch, da hab ich mich auf fischundfleisch ja ordentlich in die Nesseln gesetzt mit meiner zugegebenermaßen sehr plakativen (oder wie ich im Text selbst schreibe: schwarzweißen) Kritik an dem Frauenbild, das Österreichs Volksrock’n’Roller (tolles Wort, gell, Matl?) vermittelt.

Mir wurde vorgeworfen, ich solle frei nach Kreisky Geschichte lernen, mir wurde ein mangelndes Selbstbewusstsein unterstellt, und ich wurde als „frustrierte Pseudo-Emanze“ hingestellt. Auch wenn mir klar war, dass es bei einem solchen Artikel Kritik geben wird, und ich bin eine große Freundin von Diskussionen, in denen man ein Problem aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, aber dass die Kritik so tief ist, hätte ich mir nicht gedacht. Maddie, ich versteh dich jetzt gleich nochmal viel besser. Ich fürcht, das kommt jetzt beleidigter rüber, als es gemeint ist: Ich bin überhaupt nicht eingeschnappt, ich bin nur höchst verwundert ob des Niveaus, das mir begegnet ist.

Das Argument „gegen“ mich, das am häufigsten fiel: Hast du keine anderen Probleme?

Oh wie ich diesen Spruch hasse. Das ist der Einserschmäh für diejenigen, denen die inhaltlichen Argumente ausgehen. Das Rauchverbot in Lokalen wird nach dem schrecklichen Tod von Kurt Kuch in der Regierung diskutiert – „Wir haben doch wirklich andere Probleme!“. Frauen sind in der offiziellen Sprache der Republik quasi nicht vorhanden, was sich (leider!!!) an einer immer wieder aufkeimenden Diskussion rund um unsere in meinen Augen so oder so überflüssige Bundeshymne spießt: „Haben wir echt keine anderen Probleme?“ Diese ganze unfassbar unnötige Diskussion rund um die Mariahilfer Straße (gell, man merkt schon, ich bin eine kleine linke Zecke, hihi!): „Hams kane anderen Probleme, die Politiker?“

Ganz ehrlich: Es nervt. Sind wir echt schon so weit, dass man nur noch über jene Dinge diskutieren darf, die Otto Normalverbraucher gerade zu Gesicht stehen, weil sichs so gut drüber diskutieren lässt, wenn nur andere was dran ändern können? Natürlich haben wir andere Probleme, ganz viele sogar! Wir haben ein mich wirklich schon erschreckendes, massives Problem namens Ausländerfeindlichkeit, unsere weiteren Probleme heißen Pegida, Steuerreform, Vermögenssteuer (im Sinne von: kommt nicht), Syrien, Ukraine, Konsumismus (!!!!), Globalisierungsverlierer, ein Finanzmarkt, der aber sowas von auf einen Crash zusteuert, Klimawandel, Ressourcenausbeutung menschlicher und materieller Natur und und und und. Selbst bei dieser Auflistung kann ich mir vorstellen, dass jetzt irgendein/e schlaue/r LeserIn (ja, ich gendere konsequent seit Jahren hier, hab ich denn kein anderes Problem?!) sich denkt: Die hat doch keine Ahnung, was unsere eigentlichen Probleme sind! Ich selbst hab dann auch noch ganz andere Probleme, die wohl jeder von uns im Privaten hat, die ich hier am Blog aber sicher nicht mitteile. Irgendwie würd ich grad gern einen Button für meinen Mantel basteln, auf dem „Danke der Nachfrage. Ja, ich habe andere Probleme“ steht.

Aber Himmel. Arsch. und Zwirn.

Nur weil es „andere“ Probleme gibt, muss es trotzdem in Zeiten eines derartigen Meinungspluralismus, wie er durch die Sozialen Medien entstanden ist, Raum dafür geben, ein einzelnes Thema, das einer einzelnen Person gerade als Problem erscheint, zu erörtern! Und mir hat der Gabalier halt mit seinem Madl-Dirndl-I-sing-a-Liad-für-deine-Schenkelinnenseiten einfach die Zehennägel hochgerollt.

Ernsthaft jetzt. „Hast keine anderen Probleme“ ist eine Unphrase wie die Worte „situationselastisch“ und „Kollateralschaden“ Unworte sind.

Und ab morgen gehts hier wieder um textile Probleme. Nur dass das klar ist. Andere Probleme – yes, I can! 😀

Von Andreas Gabalier und meinen Zehennägeln

Offtopic, aber mir wichtig:

Ich hab mich mal einem akustischen Problem gewidmet, dem Herrn Gabalier, drüben auf FischundFleisch. Und was da mit den Frauen, die ihn gerne hören, eigentlich vorgeht. Ganz abgesehen davon gibt es noch Unmengen andere Gründe, den Typen entweder für komplett bescheuert oder für gefährlich zu halten. Ich finds nicht lustig, wie er mit einer Heimatromantik spielt, wie sie vor ein paar Jahrzehnten schon in war. Und auch dieser Text von wegen dass Maipfeiferl schnitzen ehrliche und echte Werte fürs ganze Leben sind, und lieber Herrgott und so…. eigentlich machts mich sprachlos, löst ein dumpfes Gefühl von Bedrohung in mir aus, dass der ein Weltbild der rechten Volksseele vermittelt und unterstützt – seine halbherzigen Distanzierungen von der FPÖ kann er sich da echt mitsamt dem Gel in die Haarwurzeln massieren.

Aber zurück zu meiner eigentlichen Intention: Frauen fliegen reihenweise auf diesen Blender und sein höchst verzopftes Frauenbild rein. Ich hab mir dazu meine Gedanken gemacht,zu lesen auf FischundFleisch und nun auch hier:

Warum Andreas Gabalier schlecht für meine Zehennägel ist.  Weiterlesen

Der Kapitän, der Fratt, der Frosch und die faire Mode

Immer noch bei Salbeitee und Soletti im Bett, kein Fieber mehr, und ich voll von schreiberischer Energie. Drum kriegts ihr einen dritten Beitrag ab heute. Wobei, eigentlich wollt ich gerade an einem unglaublich coolen Projekt, das ich grad erfunden hab, zu schreiben beginnen, aber neeeein, der Kapitän hat mir grad mal wieder dazwischengefunkt. Das macht er in letzter Zeit ganz gern, aber hey, es ist wirklich lustig. Was wir uns in den letzten drei Monaten an Insidern angeschaufelt haben, ist echt gewaltig. Ich sag nur Triest…

Der Kapitän ist ein alter Freund, mit dem ich nach jahrelanger Freundschafts-Pause derzeit wieder sehr viel lache. Und der, also zumindest, wenn ich daneben sitz, Wildfremden erklärt, dass eine Freundin von ihm ein Buch geschrieben hat. Ob er drin vorkommt oder nicht, das diskutieren wir jetzt auch schon seit längerem, er ist ja wegen einer bestimmten Stelle total überzeugt, dass er damit gemeint ist, ich …. sag da nix dazu. Das Foto ist auch von ihm. Und das da, das er mir mal kommentarlos schickte:

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Meinen Fotografen-gesucht-Beitrag hat er auch gelesen, und mich gleich mit der A., einer fotografierenden Freundin von ihm, verkuppelt. Die sich gleich im Erstkontakt ebenfalls sehr lustig angehört hat. In einem Punkt waren wir schnell einer Meinung: In unserem Fall fotografieren wir nicht mich, sondern den Kapitän, den ich davor fair einkleide. Das wollt er nämlich eh schon mal, um mir ein paar Wochen später zu gestehen, dass er sich jetzt doch die Hemden vom C&A gekauft hat. Baby-Schritte, denk ich mir (ui, noch so ein Insider…). Und lieber Kapitän, für den Frosch näh ich dafür eigenhändig was!

Apropos Fotografen: Ich krieg immer noch (!!) Zuschriften, vielen vielen vielen Dank! Ich hoff, dass es Mitte/Ende März das erste Shooting geben wird… momentan gärt eben die Idee, ob da immer ich auf den Fotos drauf sein soll. Faire Männermode hat ja leider immer noch Seltenheitswert, das wäre das Experiment schon wert, oder?

„Wenn in deinem nächsten Blogbeitrag Fratt vorkommt, kriegst eine Flasche Wein von mir am Wochenende“, sagte der Kapitän vor ein paar Minuten.

Der Kapitän, das ist der Fratt. Und Fratt, weißt eh: Gelber Muskatella.

Inklusion am Catwalk

So. Jetzt bin ich endgültig wach und im Blog-Modus.

Wahnsinn, ich finde diese Geschichte einfach wun-der-schön. Echt genial. Es freut mich ja schon, dass in der Modewelt „Plus size“ immer öfter thematisiert wird, aber die Designerin Carrie Hammer hat es echt nochmal getoppt: Sie ließ die Schauspielerin Jamie Brewer über den Catwalk spazieren, und die sah fantastisch aus. Das besondere an Brewer: Sie hat Trisomie 21. Und ich hab Angst vor ihr. Nicht, weil sie Trisomie 21 hat (was ihr schon wieder glaubst, also zesses…), sondern weil sie in American Horror Story mitspielt – besonders die erste Staffel der Serie hat mich echt fertig gemacht, die ging nichtmal beim zweiten Mal schauen. Sauspannend, aber boah, hatte ich Bammel. Wahnsinn. Wer kann sich noch an die allererste Szene der erste Staffel erinnern? GRUUUUSELIG!! (das ist zwar nicht sie selbst, aber ihre Rolle. Und …. egal, selbst schauen).

Mein erster Netflix-Screenshot :)

Mein erster Netflix-Screenshot 🙂

Was so toll an der Geschichte von Brewer als Laufstegmodel ist: So etwas ist eigentlich hochriskant. Im ersten Moment dachte ich, puh, schwierig, da wird dann die „Quotenbehinderte“ (Mistwort) regelrecht vorgeführt, alle findens toll, aber irgendwie halt schon so bissl …. naja, ich kanns grad nicht so recht in Worte fassen, aber ihr wisst, was ich meine, oder? So eine Vorzeigerei, bei denen mir die Vorgeführten dann einfach total leid tun.

Wobei man sagen muss: Trisomie 21 ist nicht gleich Trisomie 21, das kommt in den unterschiedlichsten Ausformungen, und sehr viele sind im Grunde kaum eingeschränkt (außer von unserer Gesellschaft, aber das ist eine andere, traurige Geschichte). Pablo Pineda ist ein Beispiel dafür, toller Film, toller Mensch.

Und Jamie Brewer, die hat das Ding einfach sowas von gerockt.

Sah fantastisch aus in einem extrem schön geschnittenen Hemdkleid und rockte den Catwalk von hinten bis vorne und wieder zurück, wie man hier in einem Video von einer Probe sehen kann. DAS ist Inklusion, vor allem in einer Welt, wo es schon Boooaaah, Aaaah und OOooh durch die Front Row tönt, wenn mal ein Model mit einer Körpergröße jenseits der 38 auftritt (und nein, es liegt mir fern, Plus Size mit Trisomie 21 zu vergleichen). Genial gemacht…. aber Bammel hab ich trotzdem vor ihr als Schauspielerin. Mir ist grad mehr nach Mad Men als nach American Horror Story…

Lebensmittel und Mode: Is doch wurscht, oder?

Es ist unfassbar. Den ganzen Jänner verkühlt, den Magen durch Antibiotika ruiniert, dann war alles wieder gut, drei Wochen lang, und seit gestern wieder komplett und sowas von platt. Ich hab Lunge. Kopf. Ohren. Hals. Huste auf eine Art, die der Ex mal mit der Frage: „Ist es eigentlich entspannend zu wissen, woran du mal stirbst?“ kommentierte. Und: Ich hab verdammt schlechte Laune deshalb. So dermaßen viele gute Parties das Wochenende und ich …. egal, lassen wir das, fertiggeraunzt. Die Chefin hat mir bereits Zwangsurlaub angedroht. Nicht wegen dem Raunzen (hoff ich zumindest).

Aber ich kanns natürlich nicht lassen, dann doch in meine Mails reinzuschauen. Und da war eine Interviewanfrage (das Interview geht anscheinend heut noch online, ich verlinke dann hier). Eine der Fragen: „Gibt es ein schwächeres Bewusstsein bei für nachhaltige Mode als bei Nahrungsmitteln?“

Diese Frage hab ich schon oft gehört, mir auch selbst oft gestellt.  Bisher war meine Antwort immer: Ich glaube, dass nachhaltige Mode gerade dort ist, wo Bio-Obst und -Gemüse vor 25 Jahren war. Damals gab es wenig Bewusstsein dafür, und die Leute in der Stadt mussten ins Reformhaus für ökologische Lebensmittel, im Supermarkt gabs die gespritzten Sachen (ich schreib bewusst „in der Stadt“, weil ichs beispielsweise im Sommer, wenn die Eltern im Dorf sind, heut noch kenn, dass man sich vom Nachbarn die Paradeiser oder die Eier holt, und wenns keiner merkt, ihm die Himbeeren wegfrisst *dummdidumm*). Heute können wir wie selbstverständlich davon ausgehen, dass es nicht nur in teureren Supermärkten, sondern auch bei Diskontern wie Hofer oder Lidl Bio-Ware gibt.

Logisch auch, dass da zuerst das Bewusstsein entstand: Essen geht rein in den Körper und kann da ganz viel anstellen, während Kleidung außen am Körper ist und vielleicht mal die eine oder andere Unverträglichkeit auslöst, aber ansonsten …. Gut, weiß man nicht. Greenpeace klärt auf – über den Umweg der Nahrungskette wiederum gibts dann doch wieder Belastungen. Sieht man aber halt nicht gleich. Darum: Logisch, dass bei den Lebensmitteln zuerst was passierte.

Allerdings hab ich mir einen Knopf ins Hirn gedacht heute: Zuerst war da der bahnbrechende Gedanke: Na Moment mal, während es in den letzten Jahren bei den Lebensmitteln so super weitergegangen ist in Sachen bewusst und bio, wurde durch die Globalisierung der Wirtschaft das Problem der Textilherstellung erst so wirklich eines. So ein richtiges.

Wollt ich schon fast total brav auch beim Interview schreiben, und dann fing es an in mein Hirn zu hämmern: Monsanto. Nestle. Erdbeeren aus Spanien im Jänner. Mangos zu jeder Zeit im Supermarkt. Fertigprodukte mit mehr E’s als sonstigen Inhaltsstoffen.

Und was dann kam, schieb ich auf meinen vor sich hin siechenden Körper: Weltschmerz. Ach was solls, ist doch alles scheiße, geht doch alles vor die Hunde, nix wird besser, wir werden ja doch nur verarscht, sind doch alles Marketingschmähs von den großen Konzernen, während kleine Läden kämpfen wie die Irren. Grmpf und gnarf und meeeh.

Aber aufgeben tuat man an Brief… Daher muss das Fazit einfach sein: Nicht nur bei der Kleidung, bei allem, was wir konsumieren, setzen wir ein Zeichen. Geben ein Signal. Ja, auch ich kauf mir immer noch meine Dosen mit dem roten Bullen, und momentan knabber ich grad an Soletti (und hab den Mitbewohner sogar aufgetragen, mir auch ja die echten mitzubringen, weil ich nachgemachte Soletti nicht mag, die schmecken irgendwie anders). Wo ich mir meine Kleidung, meine großen Anschaffungen wie Möbel, Nähmaschine und Co. kaufe, darauf achte ich in den allermeisten Fällen. Aber eigentlich sollt ich wirklich IMMER drauf achten. Immerimmerimmer. Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren, sondern schrittweise. Aber das Ziel sollte gleich bleiben. Damit was weiter geht, bei Mode, Lebensmitteln und sowieso und überhaupt.

So, Monolog beendet, ich geh wieder schlafen. Gnarf und Grumpf und meeh.

Und: Ich habe heute leider kein Bild für euch.

Interview mit den norwegischen Kambodscha-Bloggern

Ecouterre hat die drei BloggerInnen aus Norwegen, die Kambodscha besuchten, interviewt. Es kam ein sehr langes, interessantes Interview raus, bei dem ich meine anfängliche Kritik etwas runterkorrigieren muss: Die drei haben sehr wohl nachgedacht. Ich finds nur immer noch schade, dass sich das auf dem erfolgreichsten norwegischen Fashionblog nicht äußert. So oder so: Es ist fantastisch, dass diese Mini-Serie die Runde gemacht hat! Ein großer Schritt, um noch mehr Leuten klar zu machen: Das kann so nicht weitergehen.

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Benetton, sowas von nicht up-to-date

Ach wie lieb. Benetton ist ja echt totaaaal am Puls der Zeit. Dieses Foto habe ich gestern auf der Mahü gemacht.

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Ja, GESTERN. Am 11. Februar. Aber für Benetton ist das eh gar nix. Die habens anscheinend wirklich nicht so mit der Pünktlichkeit. Aufs Einzahlen in den Entschädigungsfonds von Rana Plaza vergessens nämlich schon seit Jahren. Da macht eine so eine riesige Leuchtreklame, die bereits eineinhalb Monate zu lange hängt, echt nicht viel aus.

Hier kann man Benetton übrigens direkt auffordern, dass sie endlich zahlen. Diese Konzerne, die in Rana Plaza produzieren ließen, haben durch diese billige Produktionsweise und den teuren Verkauf der Kleidung ziemlichen Gewinn gemacht – durch ihre KundInnen. Benetton machte im Jahr 2013, also dem Jahr, als Rana Plaza einstürzte, 245 Millionen US-Dollar Gewinn. Ein Teil dieses Geldes muss jetzt aber schleunigst und dringendst jenen zugute kommen, die diese Kleidung produziert haben (und das Glück haben, noch am Leben zu sein. Bzw. sollten ihre Hinterbliebenen was kriegen).

 

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