Archiv des Autors: nunette

GOTS-Bettwäsche bei Hofer!

Hofer hat ab Donnerstag Bio-Bettwäsche. GOTS-Zertifiziert! Nicht mal teuer! Bin beeindruckt – und würd grad gern welche brauchen, aber irgendwie gibt es kaum ein Produkt, das langlebiger ist als gscheite Bettwäsche, und derer hab ich genug 🙂

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(c) Screenshot Hofer.at

 

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American Apparel boykottieren!

American Apparel hats wieder mal geschafft, einen Skandal zu produzieren. Same procedure as everytime: Frau = Sexobjekt. Hatten wir schon mal, mehrmals.  Doch jetzt, neu: Frau ist aus Bangladesch! Pfwuh, sind wir gleich doppel geschockt! Ich persönlich finds – wie so viel von American Apparel – einfach saublöd. Im Bildtext steht, sie trägt eine Jeans, die von US-Amerikanern ebendort fair gefertigt wurde. Warum sie obenrum nix anhat, wird nicht erklärt. Wahrscheinlich hat die Produktionskapazität der US-Firma nicht für ein Leiberl ausgereicht.

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Das ist sexistisches Schockieren um des Schockierens willen, eigentlich find ichs nicht nur saublöd, sondern auch langweilig. Ja, wui, nackte Haut. Simma eh schon gewohnt von American Apparel. Und ich finds auch ziemlich beleidigend für diejenigen, die sich auf der ganzen Welt für bessere Arbeitsbedingungen in Bangladesch einsetzen. Das tut American Apparel nämlich nicht – die konzentrieren sich nämlich darauf, in den USA zu produzieren, um genau an dem Thema nicht anzukommen.  Bei den dortigen Werbern muss der Weg zur Kampagne zirka so abgelaufen sein (ich stells mir grad vor, lauter hippe Bart- und Hornbrillenträger in Skinny Jeans, zerfetzt gekauften (!) Vans und Flanellkarohemden sitzen zusammen, einige lutschen an ihren Zigaretten, andere zapfen sich gerade einen Nespresso): Weiterlesen

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Wie Firmen die Kunden austricksen

Heute überlasse ich das geschriebene Wort ORF.at: „Wie Firmen die Kunden austricksen – Geplante Obszoleszenz

Sorry für die eigene Wortkargheit, mein Zeitkontingent reicht grad nicht fürn Blog aus….

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Ich bin ein Weichei

Wahnsinn, bin ich ein Weichei. Diese Woche war arbeitstechnisch extrem anstrengend, aber auch wahnsinnig spannend. Ich bin in diversen Workshops gesessen, in denen es um meine neuen Arbeitsfelder ging. An sich super, aber: Samstag von neun bis 22 Uhr, Sonntag von zehn bis sechs. Gefühlt war ich aufgrund der Fülle an neuen Informationen und dem dichten Programm bereits Freitagfrüh braindead.

Heute am Heimweg dann die Erkenntnis: Weiterlesen

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Helft der Wissenschaft bitte!

Get Changed hilft einer Diplomandin!

Helft ihr auch!

Bitte!

Klick! 🙂

Danke!

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The manly art of knitting

Es gibt sie doch! Ich hab bisher ein einziges dieser Exemplare getroffen, der an einem unfassbar …. rosafarbenen Westerl für seine Freundin arbeitete (und der als Person zwar sehr nett war, sein Geschmack war in meinen Augen jedoch bedenklich). Doch es gibt auch männliche Stricker, die sogar bloggen! Bin über diesen Artikel drübergestolpert, und hab mir den Mann mal genauer angeschaut. Besser gesagt, seinen Blog – und ich bin begeistert! Endlich ein Mann, der Stricken als stinknormales Hobby betrachtet, und geschlechtsunabhängig einfach mal was für seine kleine Nichte produziert. Sehr sympathisch!

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Ich bin ja schon lang der Meinung, dass Stricken und Nähen diesen Frauenhobby-Ruf endlich loswerden sollte. Ein paar der tollsten Designer sind Männer, und ein Mann ist auch eine Hälfte hinter we are knitters. Jeder zweite ist im vergangenen Winter mit coolen Strickschals oder -hauben herumgelaufen.. und es ist einfach möglich:

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Wenn es je ein Buchcover gab, das mich zum Instant-Kauf sogar ohne Buchklappen-Inhaltsangabenlesen verführt, dann dieses. Und ich habe Glück, es wird anscheinend wieder aufgelegt! Oder ist ganz neu? Keine Ahnung, aber .. hach. Habenwollen. Ganz arg. Ich weiß, nixkaufen und so. Aber dieses Cover, DIESES COVER!!

 

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Himmel, es sind nur Haare!

Meine Güte, damit hätte ich nicht gerechnet. Mir hats nämlich gereicht. Was? Meine Haare. Die waren elendslang (arschlang triffts in dem Fall wirklich fast) und so schön es war, mir offenen gewaschenen Haaren durch die Gegend zu rennen, so nervig war es. Dauernd irgendwo eingezwickt (besonders grauslich: Beim Radfahren im Sommer in den eigenen Achseln, buääh), hängengeblieben, Unmengen an Haaröl verwenden müssen nachm Waschen, um überhaupt durchzukommen beim Frisieren, zwanzig Minuten Minimum (und damit für meinen Geschmack 15 Minuten zu lange) gefönt, und einfach… nö. Lang ist schön und gut, aber zwischendurch muss auch mal ein Wechsel her. Wachsen eh wie der Spargel.

Wie praktisch, dass ich letztens beim Nähmaschineabholen gesehen hab: Direkt daneben ist ein Aveda-Friseur. Naturkosmetik mitten in Fünfhaus. „Nunu, du musst die lokalen Geschäfte unterstützen“, dachte ich. Muss man schon, gell? Nicht nur groß reden über „Think global, act local“ 🙂 Termin ausgemacht, und dann so ungeduldig gewesen, dass ich sogar nochmal ein paar Tage früher hin bin und gefragt hab, ob ich nicht doch gleich drankommen könne, die nächste Woche sei so stressig. Konnte ich. Tirili!

Doch dann kams: Kurz vorher postete ich mein letztes Mähnenfoto auf Facebook.

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Und danach (ok, das erste gepostete war nicht so gut, aber das zweite):

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Und die Reaktionen? „Das wird dir noch leid tun!“ und „Wieso hast du das gemacht?“ (neben zwei, drei netten Kommentaren, immerhin). Leeeute, es sind HAARE. Die wachsen! Und ich hab mir keine Glatze rasiert! In spätestens zwei Jahren ist wieder die gewohnte Mähne, also soooo what! Ich finds grad herrlich!

Übrigens, Aveda: Ja, sauteuer. Und es gibt günstigere Bioprodukte in den Drogeriemärkten. Aber sooooooo leiwand. Ein Friseur, bei dems nicht nach Chemie riecht. Hin und wieder darf man sich halt doch was gönnen, oder? So von wegen Selbstbelohnung 😉

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50.000 Eier. Bistdudeppert.

Ich hab mich mal wieder in einem spannenden Buch festgelesen – und das kommt aus der komplett entgegengesetzten Ecke der Textilproduktion herangeschwemmt. Da gehts nicht um böse Fast Fashion, um Ausbeuterei und um Massenproduktion, sondern um den perfekten, maßgeschneiderten Mantel aus Stoffen, die bis zu 7000 Dollar (Pfund? Grad vergessen) pro Meter kosten: „Der perfekte Mantel. Handwerk, Luxus, Leidenschaft – Die Geschichte eines 50.000-Dollar-Mantels.

Es liest sich echt, als würde es fünf bis zwanzig Parallelwelten auf dieser Erde geben. Da kommen Dinge vor, die erträum ich echt nicht im Wildesten, und dennoch gehts um Textilproduktion. Ich bin zwar immer noch glühender Fan von Kelsey Timmerman, seine Mischung aus Personalisierung, Erklärung der ernsthaften Hintergründe und einem Humor, dass ich alle paar Seiten schallend auflachen muss, ist einfach gewaltig. Aber Schwärmerei-Ende, es geht um den Perfekten Mantel. Dieses Buch liest sich auf eine sehr andere Art und Weise ebenfalls sehr spannend. Ergo: Lesetipp.

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Foto (c) Eden Books

Was ich allerdings alle paar Seiten denke: „50.000 Eier. Bistdudeppert.“

Mein perfekter Mantel ist übrigens – oh Überraschung – ein anderer. Der hier. 🙂

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Hirnabschalten durch Modemagazine

Ist nur halb blogrelevant, aber ich tipp jetzt halt trotzdem drauflos. Ach. Mir war einfach danach: Ich habe mir gestern am Heimweg ganze drei Magazine gekauft, einfach nur, weil ich erstens Badewannenmaterial haben wollte zum Hirnausschalten, andererseits, weil ich einfach mal Blattkritik üben wollte – irgendwelche „WHAT THE….WHAT?“-Momente gibts da immer wieder.

Bei der Cosmo wars gleich das Titelblatt. Nein, es geht nicht darum, dass ich ein glücklicherer Mensch bin, wenn ich mehr Sex mit mehr Menschen habe und wie ich dabei am besten WIRKLICH zum Orgasmus komme. Sondern:

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Der Artikel ist dann nicht ganz so arg wie erwartet, sondern regt einfach dazu an, seiner Leidenschaft zu folgen, aber aufzupassen, dass das nicht zur Sucht wird. Dass im selben Beitrag eine Frau mit 600 Paar Sneakers vorkommt, ist halt dann doch wieder eine andere Geschichte (oder auch nicht).

Sehr hübsch auch die Myself, die ich – zugegeben – wirklich manchmal ganz gern lese. Ok: Durchblättere. Eine spannende Geschichte: Über die Zukunft des Shoppens. Seltsam: Mit der Google-Brille soll man zukünftig durch Augenblinzeln (!) einkaufen können. Klingt superfuturistisch und absurd – aber das waren Handys auch mal. Insofern nicht unwahrscheinlich, aber unglaublich creepy. Und:

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Also ich weiß nicht so recht … ich war immer am liebsten alleine shoppen, damit mir keine/r reinredet. Ihr nicht so? Das ist jetzt ganz und gar nicht kritisch gemeint, mich interessierts nur wirklich! Ich schreck vor diesen „Passt mir das?“-Fotos, die dann gleich mal im Internet veröffentlicht werden, noch etwas zurück.

Im Myself aber auch – offtopic mein Lacher des Abends: Man macht einen Test, ob man haartechnisch (!) der Vata, Pitta oder Kapha-Typ ist. Lebensenergien, Esoterik und so. Und dann bekommt man Tipps, welcher Haartyp wie mit seinen Haaren umgehen soll:

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Tja, wie oft sollt man Haarewaschen? 😀

Und auch die Joy – die kauf ich mir wirklich vielleicht einmal im Jahr – enttäuschte nicht. In einem Shopping-Extra die dümmste Geschichte seit langem gelesen.

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Und gerade, als ich dachte: Herrlich, hirnleer – starrte ich plötzlich mich selbst an. Ich schwöre, ich habs vergessen, dass da ja noch ein Interview offen war. In drei Tagen hätt ichs versäumt, da wär die neue Joy schon draußen gewesen. Komplett verschwitzt. Naja, Vergesslichkeit sorgt für lustige Momente! Nur das Kritisieren dieser auf Shopping und vor allem Hirnleere ausgerichteten Magazine (wobei ich die Hirnleere dabei sehr mag) ist im Nachhinein irgendwie dann doch so ein bissl schal…. 🙂

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Modeprotest!!

Ach, es gibt wieder eine feine, neue Modeaktion zum Mitmachen! So wie schon beim Uniform Project oder bei den Six items or less hat es wieder mit Reduktion zu tun – und damit mit einer Herausforderung der eigenen Kreativitätsmuskeln. Nur, dass die Zahl diesmal ein etwas größerer Spielraum ist:

Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen auf 50 Kleidungsstücke zu reduzieren? www.modeprotest.de

Ganz im Sinn von Slow-Fashion, bewusstem Konsum und Selbstreflexion stellen wir unser Selbstbewusstsein auf die Probe. Wir wollen testen, wie wir damit klarkommen, wenn wir uns dem Mode-Diktat nach Styling und kreativen Outfits widersetzen. Für mehr Freiheit und Selbstbestimmung! Und für weniger Zeit vor dem Kleiderschrank und verführerischen Einkaufsbummeln!

Die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bietet sich für diese Aktion an. Am Mittwoch, den 5. März geht es los! Trau dich, mach mit!

Find ich eine witzige Idee – die ich aber nur bedingt mitmachen werde. Im März kann ichs gern versuchen (und ehrlich gesagt erscheints mir nicht wie die größte Herausforderung. Bei sechs Teilen, da muss ich schon schlucken, aber fünfzig…. naja, wer weiß, vielleicht red ich ja jetzt groß), im April bin ich dann mit noch viel weniger Teilen unterwegs – derzeit hat meine Packliste 13 Teile drauf (exkl. Unterwäsche und zwei Schals). Ganz grundsätzlich ist das aber eine richtig, richtig gute Idee, nicht falsch verstehen! Mal rausfinden, wieviel man eigentlich wirklich braucht, durch diverse Stylingtricks draufkommen – he, da geht noch mehr, und ein Zeichen setzen, dass man den ganzen Fast Fashion- Wahnsinn nicht mehr mitmachen will. Daumen hoch!

klamottenkur klamottenkur2

Edit: Also ich hab das anscheinend anders verstanden als ihr: Da geht es ja nicht darum, den ganzen Rest wegzuschmeißen, sondern sich mal für einige Wochen auf einige, wenige Teile aus dem Kleiderschrank zu reduzieren! :) Bitte nix weghauen!

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