Archiv des Autors: nunette

Aber Biomode ist teuer, nee, is klar!

Ich reg mich ja immer wieder gern auf über diese Läden, die das Partygefühl und die Clubatmosphäre über die Qualität ihrer Kleidung stellen. In Hamburg gibts gleich zwei Läden, in die ich dann doch hineinstolperte – einfach nur, weil ichs mal mit eigenen Augen gesehen haben wollte, anstatt mich immer nur drüber aufzuregen.

Laden 1: H.

Erwartungen erfüllt: Stockdunkel, nur einzelne Spots auf ein paar Kleidungsstücke gerichtet, ohrenbetäubende Lautstärke, und Preise, bei denen ich mir einfach nur dachte: Aber Biomode ist teuer, nee, ist klar.

Kurz: Alle (Negativ-)Erwartungen voll erfüllt. Und schockiert von der riesigen Zahl an Menschen, die  da rein drängten und mit Einkäufen den Shop wieder verließen. Der Shop ist ein lebendes Beispiel dafür, wie man rund um eine Marke einen Kult aufbauen kann, der die Leute blind werden lässt für Qualität und Produktionsweise. Geil, Shopping in Clubatmosphäre, man fühlt sich ja so cool.

Laden 2 war die große Schwester von H., A. Gleich am Anfang wurde meine Erwartung jedoch nicht erfüllt: Wo waren die halbnackten Männermodels? Weit und breit keine zu sehen. Na geeeeh. Doch dann, im Laden: Da waren sie alle. An den Wänden. Ehrlich, ich glaube, diese Wandmalereien wären in einem Gay Club wunderbar aufgehoben (auch wenn ich nie in einem war und niemandem auf die Zehen treten möchte): Vom Boden bis zur Decke halbnackte Männer beim Sport.

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Der Rest des Ladens hatte etwas Sakrales. Weiterlesen

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Wohnzimmerlesung mit RTL

Lesung im Wohnzimmer von Isabel Bogdan. Dort zwei Verlagsfrauen kennenlernen, die gleich mal einen auf „waas? du kennst die Ulla???!“ machen und ein Beweis-MMS an meine liebste Buchkontor-Ulla schicken. Bier aus Hamburg, Rotwein aus Österreich, Gin Tonic aus Genicksbrecherland (wie immer. Die sind alle von dort. Echt. Da liegen persönliche Langzeitstudien dahinter.).

Ein Wohnzimmer voller Leute, und RTL dabei. Ja, Exklusiv-Explosiv-Dschungelcamp-Joey-aber-auch-Sina-Trinkwalder-Manomama-RTL.

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Lesung auf kariertem Tischtuch im Esszimmer, vor dem tollsten Bücherregal seit langem (echt, bei jedem zweiten Buch denk ich mir: Boah, will ich lesen.), und unter einer Ingo-Maurer-Lampe, wenn mich nicht alles täuscht. Sicher nicht täuscht mich, dass die gleiche Lampe bei Ulla im Buchkontor hängt. Und so schließt sich der Kreis. Flash halt.

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Dankedankedanke, Axel und Isabel.

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Es wird wieder gelesen!

Juhu! Ich lese wieder! Und zwar erstens in Hamburg, heute und wohnzimmerig (und voll mit Freunden und Bekannten der Wohnzimmerbesitzerin – wer grad in Hamburg ist, kann mir bei Interesse bis 16.30h an ichkaufnixx ät gmail punkt com schreiben) und am 21. Februar in Linz! Ja, es zieht mich schon wieder nach Linz, dieser Stadt kommt man in Sachen fairer Mode in Österreich einfach nicht aus. Nach Wien mit seinen vielen kleinen Designern sicherlich das zweite modische Zentrum Österreichs. Und in einem der Zentren für faire Mode in diesem Zentrum für faire Mode darf ich lesen: Im Xiling.

Am 21. Februar.

Ab 19 Uhr.

Umgeben von fairer Mode.

Veranstaltet von den FairHandeln-Händlern.

Ick froi mir!

Hier gehts zur Anmeldung bzw. zu genaueren Infos! Liebe LinzerInnen, es wäre mir eine Ehre!

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Lauter Blitze!

Ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe, prahlerisch klingen kann. Es ist aber absolut nicht so gemeint, im Gegenteil. Ich schreibe es, weil es mich einfach nur noch flasht, in einer Tour, seit 24 Stunden. Die schauten nämlich folgendermaßen aus:

Ich hatte dank meiner lieben Vea die Ehre, in der Jury des Protestsongcontests zu sitzen und Punkte zu vergeben – so richtig auf „and twelve points go toooo“ (außer, dass die Wertung nur bis neun Punkte ging, aber ihr versteht, was ich meine).

Flash.

Ich saß so nebenbei zwischen einem Drittel von Maschek, die ich sehr verehre, und ….. Peter Paul Skrepek, seines Zeichens Gitarrist. Von Falco. Wer mich kennt, weiß, dass innerlich flatterte. Falcos Gitarrist. Faaaalco!!!

Flash. Weiterlesen

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Wollige Entkrempel-Laune

Es ist soweit. Ich habe wieder ausgemistet – und zwar…. Wolle! Ich habe so wahnsinnig viel Wolle zuhause, weil ich zweimal Wolle geschenkt bekam – in riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesigen Mengen. Einiges davon ist verstrickt, einiges schon weitergegeben, und immer noch war da unglaublich viel da. Und ich habe mir eingestanden: So sehr ich mich über die Geschenke freute, ich werds in diesem Leben nicht mehr verstricken. Zuviel Polyester, zuwenig Knäuel für einen gscheiten Pullover, zu falsche Farben – aber wegschmeißen? Geht nicht. Das einzige, was mir für diese Wolle eingefallen ist: Ich spende sie. An Hans im Glück.

Herrlich, diese Entkrempel-Laune.

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Bundeseigentum? Mein Eigentum!

Vor eineinhalb Jahren hab ich ihn das erste Mal gepostet, den Mantel. Aber irgendwie wollt oder konnt ich ihn mir dann doch nie leisten. Bewundert hab ich mich drin. In Versuchung im shoppingfreien Jahr war ich. Das Atelier der beiden DesignerInnen besucht hab ich. Dem Liebsten eine Jacke von denen geschenkt hab ich. Und gestern war es so weit: Ich habe ihn abgeholt, meinen ganzganz eigenen km/a-Mantel.

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Endlich zuhause. Verpackt in eine wunderbare Einkaufstasche, ich vermute, aus italienischer Fallschirmbaumwolle…

Processed with Rookie

… von Michael selbst gefärbt und mir mit den Worten „Der weiße Fleck, das ist der Korken vom Silvestersekt“ übergeben.

Processed with Rookie

Da hängt er, in seiner vollen Pracht. Grünlichbraun, hinten ganz schön lange (halbes Wadl! Saucool!), vorne knielang, und wenden kann ich ihn auch. Hach…

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Die Rückansicht in ihrer vollen Pracht. Ich trage ab jetzt Bundeseigentum.

Processed with Rookie

🙂

Wahnsinn. DAS ist ein Neu-Gefühl, ein unglaubliches. Eineinhalb Jahre „soooooooooooooooooo schön“ und jetzt in meinem Schrank. Zwei Haken:

1) Den Rest der Woche hats zweistellige Plusgrade, der Mantel ist warm genug, um bei zweistelligen Minusgrade gemütlich durch die Stadt zu schlendern…

2) Er ist ein bissl zu groß geworden, aber: Ich mag ihn grad nicht wieder hergeben. Diese Saison wird er eben in zu groß ausgeführt, danach kommt er wieder ins Atelier und wird etwas verschmälert. Und: besser zu groß als zu klein, puh!

Wahnsinn. Ich hab einen km/a-Mantel. Tollstes Weihnachtsgeschenk…. nein, nicht ever. Die Weihnachtsgeschenke vom Liebsten sind nämlich immer toll.

Ich hab einen km/a-Mantel. Noch dazu einen ganz für mich gemachten. Danke!

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Nunu, die größte Idiotin von Wien

Aiaiaiai, ich hab gestern ein Musterstück an Habenwollen-Impuls hingelegt, dass es ärger nicht geht. Eigentlich ist es so peinlich, dass ich zuerst nicht drüber schreiben wollte, aber irgendwie …. ans Hirn klatschen, lachen, weitermachen.

Also. Weiterlesen

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Schlanke, große Frau gesucht!

Verdammt. Ich hab mich näherisch wieder über etwas drübergetraut. Ich wollte diesen schrägen Pulli aus der Handmade Kultur machen.

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Wobei, die größte Arbeit war eigentlich die kleberische:

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Und die Schneiderische, eh extra ein bissl mehr zugeschnitten, weil ich wusste, erstens hab ichs gern bequem, zweitens sitz ich an einer Overlock, was da weg ist, ist weggeschnitten.

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Jaa, der besteht wirklich nur aus einem Teil. Wobei, nein, aus zwei, im Kragen wird noch so ein Streifen eingenäht. Aber der Pulli selbst: Ein Teil – und verdammt viel Denkarbeit, wie! zur! Hölle! das! jetzt! zusammen! gehört! Wobei, nach zehn Minuten hat mans dann auch überrissen – und näht.

Hab ich alles brav gemacht. Das Ergebnis ist auch wirklich recht schön geworden. Ein schon ewig herumliegender Müller-Stoff, außen leicht glänzend, innen flauschig, ein bisschen wie eine Sportjacke aus den Siebzigern, in einem grünlichen Grau. Das einzige, was noch fehlte, was das Säumen von Ärmeln und untenrum. Was ich mit meiner alten normalen Nähmaschine aber nicht machen wollt, weil ja keine Stretchstiche und so.

Stattdessen: Anprobiert. Und? Das ist ein Schnittbogen für Flachbrüstige! Und am Oberarm auch zu eng. Wahrscheinlich, weil ichs aus einem Material gemacht hab, das zwar stretchig, aber nicht stretchig genug ist. Einer schlanken Frau passt der sicher. Mir….nicht.

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Vorne….

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,…und hinten, samt der kessen Schulternaht.

Der Schnitt ist fantastisch, ich bin total enttäuscht, dass er mir nicht passt! Aber es hilft nix – meine beiden Attribute und mein rechter Oberarm sind zu voluminös (dachte eigentlich immer, meine Arme seien nicht so dick….). Ich schätze ihn auf Größe 38, und hoffe, dass er einer großen, schlanken Frau passt…  Und darum – tausche ich ihn. Gegen ebendiesen Pulli: Ich mag auch so einen.  In passend.

Wunschbedingungen:

  • Aus Sweatshirtmaterial und mit viiiiiiel Nahtzugabe (Ich hab selbst schon 1-2 dazugegeben, es müssten also mindestens 4 an den Oberarmen sein).
  • Und optimalerweise aus einem Stoff, den ihr schon ewig zuhause herumliegen habt und nichts damit anfangen wisst. Nicht neu kaufen bitte.

Blöde Idee? Ich find sie gut (danke, Bianca, übrigens!)! Brauchen tu ich den Pullover nicht, aber ich find den Tauschgedanken in dem Fall lustig! Es müssen übrigens keine Profinäherinnen ans Werk, sonst ist mir mein Anfängerwerk wirklich unangenehm 🙂

Den Schnitt gibts gratis hier: Handmade Kultur , die Anleitung dann per Email von mir!

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Primark – giftfrei!!

Ogott ist dieser Job aufregend! Während ich letzte Woche an was ganz anderem gehockt bin, schneite plötzlich eine aufgeregte Mail in meinen Posteingang. Und was ich da las, war im wahrsten Sinne des Wortes fetzengeil. Ich lass jetzt einfach mal ein Bild sprechen:

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Na? Na? Naaaaa? Ist DAS cool, bitte? Vor allem: Während Burberry da fest öffentlich angeprangert wurde und in einer Wahnsinnsaktion auf Twitter, Facebook und Instagram zum Detoxen aufgefordert wurde, brauchte es das bei Primark einfach nicht. Einfach so, plötzlich, wurden wir informiert, das die Iren einsteigen. Gut, da lagen sicher intensive Verhandlungen dahinter, schon klar. Primark wird nicht einfach angerufen haben und gesagt haben: „Wir sind bedingungslos dabei!“. Aber ich bin begeistert! So wenig es mich freut: Primark expandiert gerade enorm. Dass die sich zum Verzicht auf giftige Chemikalien in ihrer Produktionskette vepflichten, find ich echt stark.

Doch damit ist es nicht getan. Die Primarks müssen jetzt dranbleiben und wirklich bis 2020 diverse Chemikalien ausgelistet haben. Und für kritische KonsumentInnen darf das jetzt nicht heißen: „Hey super, jetzt kann ich mir auch Shirts um drei Euro kaufen, ohne schlechtes Gewissen.“ Absolut nicht! Ich erinnere an mein Posting von vergangenem Freitag…. und mich freut es wahnsinnig, das die Umweltschutzorganisation Greenpeace international in allen nationalen Presseaussendungen mehr oder weniger diesen Satz drin stehen hat:

„Aufbauend auf dieser schrittweisen Entwicklung, die Bedingungen und die Transparenz innerhalb der Lieferkette zu verbessern, fordert Greenpeace Primark außerdem auf, die offenkundigen Probleme des Unternehmens im sozialen Bereich ebenfalls zu lösen und die Bedingungen für die Menschen, die für Primark nähen, zu verbessern. Greenpeace fordert mit der Detox-Kampagne von großen Bekleidungsmarken, giftfreie Mode zu schaffen – allerdings sind wir überzeugt, dass gute Arbeitsbedingungen und Umweltschutz Hand in Hand gehen.“

Dennoch: So fängt eine gute Woche an, oder?

Und damit noch ganz viele andere Firmen kapieren, dass die KonsumentInnen es ernst meinen mit ihren Ansprüchen an giftfreie, nicht die Umwelt zerstörende Mode meinen, müssen die Unterschriftenlisten für das Mode-Manifest weiter steigen. Bitte unterschreiben, wer noch nicht hat, und wer schon hat: Weitersagen an andere bitte. Den Unternehmen nämlich einen Berg von 40.000 Unterschriften auf den Tisch zu klatschen, macht in Verhandlungen nämlich sicherlich nett Eindruck 🙂

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Fafafafa….Orfafa!

Na, wer checkt den Titel? Erster Hinweis: Ein Song der besten Band der Welt. Zweiter Hinweis: Ein neues Internetportal zu biofairer Mode. Beide stehen in keinem Kausalzusammenhang. Im Gegenteil.

ORganic FAir FAshion (naaa? klingelts?) soll sich ganz und gar nicht fafafapissen. Orfafa ist nämlich seeehr super: Eine Mode-Community für Fair Fashion. Und die haben echt an alles gedacht, Respekt. Es gibt ein Magazin, in dem auf aktuelle Themen eingegangen wird- vom „Problemkind Jeans“ bis zu grünem Shopping in New York. Dann gibt es das Herzstück der Website, den Fashion Finder. Die Mode der diversen ökofairen Labels wird gezeigt – und an diesem Herzstück erfreut auch etwas mein Herzelein ganz besonders: Die Zahl 7883. Das ist nämlich die aktuelle Gesamtzahl aller dargestellten Modelle. Fast achttausend! verschiedene! Teile, die ökofair produziert wurden. Leute, echt jetzt, die Nischen-Randgruppen-Ökoschlapfen-Jutesackoptik-Vorurteilen kann man jetzt echt bald endgültig begraben.

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Damit man auch fein herumspielen kann, können grüne Fashionistas sich einloggen, Wunschlisten und Merkzettel anlegen, sich direkt in die jeweiligen Webshops klicken, einfach eine lustige, grüne Modewiese. Schön! Mich machen solche Entwicklungen einfach so glücklich – ein so feines Gegengewicht zu Textilschwede, irischer Superbilligmarke und den bunten Spanier… es geht auch anders! Und das auch noch in stylish!

Getaggt mit