Mavienna: Die erste Kollektion. Fertig. Endlich.

Es ist ein großer Moment gewesen: Nach langer, langer Planungszeit, Vorbereitungen, Rückschlägen, Crowdfunding, Umzügen, war es endlich geschafft: Die erste Kollektion von Mavienna hängt im Laden. Und der  im Laden stehende Andi war am Eröffnungstag charmant wie immer, aber komplett durch den Wind. Schön zu sehen, wie viele Emotionen durch den Laden waberten. Es herrschte für mich ein Gefühl vor: Es ist verdammtnochmal möglich, in Wien und streng ökologisch und fair zu produzieren. Es geht. Hier der Beweis:

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Alles produziert in Wien, alles pipifein öko, alles Daumen rauf. So wie es sich gehört. Ich freu mich wahnsinnig für Andi und Cri. Die Sachen kann man in der Webgasse 3 kaufen, oder online.

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Die Lieblingsdaniela (von der auch die Fotos stammen) war mit mir bei der Eröffnungsfeier. Schnell stand fest: Das bloggen wir beide. Und sie hat sogar für die Mamis unter euch noch ein feines Angebot: Schnell rüber zur kleinen Botin, dort gibts einen Gutschein im Wert von 40 Euro für Mavienna zu gewinnen!

Armed Angels: Warum es gut ist, nachzufragen

Letztens komm ich bei der lieben Laura ins Ebenberg reinspaziert, und sie war grad richtig wütend. Armed Angels hatte ihr eine Jacke geliefert, auf der kein Zertifikat drauf war, und dann auch noch „made in China“ drin stand. Gut, da schaute ich auch erstmal blöd. Made in China? Armed Angels? Echt? Sie bewegen sich produktionstechnisch schon immer weiter weg, aber China? Ohne Gütesiegel? Puh! Weiterlesen

Restlküche

Kurze Kochfrage: Wenn ihr an Restlkochen denkt, woran denkt ihr? Was bleibt euch am häufigsten übrig an Lebensmitteln? Sinds zwei der sechs Eier im Karton? Ists zu viel gekaufter Käse? Oder Kartoffeln, die ihr nicht gscheit lagern könnt?

Was bleibt bei euch am häufigsten „übrig“, das noch verkocht werden sollte?

Bittebitte danke, ich tu mir grad beim Recherchieren schwer, nämlich….

Zwei Schlüsselmomente

Gestern Abend auf einer wunderbaren Wohnungsfeier bei einer Freundin gewesen. Wunderbar, weil auch Leute da waren, mit denen ich bereits mit 18 auf Wohnungsfeiern herumgesessen bin und gelacht hab. Schön war das! An dieser Stelle: Alles Liebe zum Geburtstag, liebe Vicky!

Eine Freundin von Vicky sprach mich gestern dann an, ob ich denn DIE Nunu sei (ich find das immer noch gewöhnungsbedürftig), und verwickelte mich sofort in ein Gespräch rund um ihren Textilkonsum. Sowas passiert mir sehr oft in letzter Zeit, aber keine Sorge, ich finds immer sehr nett, weil ich meistens auf neue Aspekte draufkomm. So auch gestern. Sie erzählte mir, dass sie vor einem Jahr Mama geworden war, und mit der Kleinen sehr viel draußen ist, weil alleine zuhause mit Baby halt langweilig und so. Und dann meinte sie: „Und weißt, was mir da echt an mir aufgefallen ist? In der Stadt rausgehen mit dem Kinderwagen, mir ist oft nix anderes eingefallen als shoppen gehen!“ Sie sah das sehr selbstkritisch.

Und jetzt nehmen wir uns mal alle an der Nase, die wir in der Stadt wohnen: Wenn wir Freizeit haben und einfach nur rausgehen wollen, was machen wir? Ich hab kurz für mich überlegt: Wenn ich spontan einfach nur RAUS will, weil mir zuhaus die Decke am Schädel fällt, gehe ich entweder in die eine Richtung in den Schönbrunner Schlosspark, wo man aber de facto eh nur Touristenslalom geht und dabei aufpassen muss, dass man auf keines der überzutraulichen Eichkatzerl steigt, oder in die andere Richtung den Siebten hinunter, Auslagen schauen, quasi die Vorstufe zum Shoppen gehen. Zusatzprogramm Ausstellung, Kaffee trinken usw. fällt mir auch oft erst in zweiter Linie ein bzw. braucht eine/n spontane/n FreundIn. Egal, darauf will ich ja gar nicht raus, sondern auf: Ich finds bedenklich, dass wir bereits konditioniert sind auf Shoppen gehen als Freizeitbeschäftigung. Aber eh klar: Es gibt total viel Abwechslung, es gibt immer was Neues zu entdecken, es gibt Glücksgefühle.

Aber es macht langfristig doch nicht glücklich! Es befriedigt nur kurze Habenwollenanfälle, die aber nichts damit zu tun haben, was einen wirklich ausgeglichen macht. Ich hab gestern beschlossen, dass ich mehr raus muss. So richtig raus. Raus aus der Stadt, ab in den Wienerwald, ab in die Natur.

Heute früh schickte mir ein Freund dann noch einen Link zum Gewinnersong des diesjährigen Protestsongcontests. Ich hatte Gänsehaut. Und ihr so? Hier gehts zum Song.

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Gina Tricot – oder: Nunu zerlegt mal wieder einen CSR-Report.

Ich hab mir gestern mal wieder den Spaß angetan und einen Nachhaltigkeitsreport einer Textilfirma gelesen. Bringt mich unter Garantie immer so herrlich an die Decke. Diesmal: Gina Tricot. Die sind inzwischen stolz darauf, dass über elf Prozent (a.k.a. bissl über ein Zehntel, da klingts dann gleich nimmer soooo viel) ihres Angebots aus „nachhaltigen Materialien“ besteht. Und sagen gleichzeitig, dass recycletes Polyester (ich sags gern immer wieder: wenn man Plastik recyclet, kommt trotzdem wieder Plastik raus – und bleibts nachm Wegwerfen der Kleidung) und BCI-Baumwolle (ich kann mich auch da gar nicht oft genug wiederholen: Die Better Cotton Initiative unterstützt konventionelle, gentechnisch veränderte Baumwolle! Nix mit Bio!) für sie zu nachhaltigen Materialien gehören.

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Vorausschickend: Sie machen nicht alles falsch. Sie unterstützen wichtige Initiativen, sie haben besonders im ökologischen Bereich anscheinend festgestellt, dass es eine Umorientierung braucht. Aber:Im gesamten Report habe ich kein einziges Mal auch nur irgendwas über Existenzlöhne für die ArbeiterInnen gelesen, aber x-mal, dass Gina Tricot die Anzahl seiner Lieferanten verkleinert und diese oft besucht, um gute Beziehungen aufzubauen. Sie halten sich an den BSCI-Code of Conduct. In dem stehen zwar Sachen wie „keine Kinderarbeit“, dennoch wurde eine „Zero Tolerance“-Politik gegenüber Kinderarbeit anscheinend erst 2015 eingeführt. Bedenklich, dass es die Neueinführung dieser Politik jetzt erst/noch brauchte.

Neben ein paar zugegebenermaßen nicht unteressanten Details steht un-glaub-lich viel Blabla, der komplett am Kerngeschäft vorbeigeht, drin:  Weiterlesen

Prato entgiftet. Richtig, richtig leiwand.

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Jaaa, ich weiß, der Blogcontent ist im Moment etwas einseitig. Aber: Es überschlägt sich gerade. Es ist soooo leiwand. Heute gibts auch nochmal richtig geile breaking news von Detox – aus Zeitgründen in Form der Presseaussendung 😉 Prato ist übrigens diese Gegend. 

Erfolg für Greenpeace: Europas größte Textilregion produziert künftig giftfrei

21 Unternehmen in der toskanischen Region Prato schließen sich der Detox-Kampagne an

Wien/Mailand – Nach monatelangen Verhandlungen mit Greenpeace verpflichtet sich erstmals eine ganze Region giftfreie Textilien zu produzieren. 20 Unternehmen der toskanischen Textilregion Prato schließen sich gemeinsam der Detox-Kampagne von Greenpeace an. Prato ist mit einem jährlichen Auftragsvolumen von 2,5 Milliarden Euro der größte Textilstandort Europas. Die italienischen Textilhersteller produzieren hier für Luxusmarken wie Burberry, Prada, Valentino, Armani und Gucci.

Pratos Textilverband Confindustria Toscana Nord überprüft, ob alle gefährlichen Chemikalien, beispielsweise Nonylphenolethoxylate, Phthalate oder Schwermetalle, bis 2020 aus der kompletten Produktion der Hersteller entfernt sind. Mit dem Greenpeace-Abkommen übernimmt der Standort den weltweit höchsten Standard für giftfreie Textilproduktion. Das Übereinkommen betrifft über 13.000 Tonnen Garn und Rohstoffe sowie mehr als 13 Millionen Meter Stoffe pro Jahr. Dies entspricht einer Strecke von Wien bis Perth in Australien.

„Pratos Entscheidung wird die globale Textilindustrie aufrütteln”, sagt Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei Greenpeace Österreich. „Für große Luxusmarken wie Gucci oder Dolce & Gabbana, die Prato beliefert, gibt es nun keine Entschuldigung mehr sich nicht vollständig der Detox-Kampagne anzuschließen und ihre Lieferkette zu entgiften.” Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Greenpeace und der Confindustria Toscana Nord erklärte deren Präsident Andrea Cavicchi heute: „Wir wollen der Welt zeigen, dass wir mit vollem Einsatz die Detox-Anforderungen in die Praxis umsetzen.“

Als nächstes Etappenziel beabsichtigen Pratos Unternehmen, darunter Chemie- und Rohstofflieferanten, Stofffabrikanten, Färber und Konfektionäre, bis Sommer 2016 auf alle per- und polyflorierte Chemikalien (PFC) zu verzichten. PFC sind wasser- und schmutzabweisende Chemikalien, die hauptsächlich für die Produktion von Outdoor-Kleidung verwendet werden. Im Tierversuch wirken einige PFC krebserregend.

Die Selbstverpflichtung der Region Prato reiht sich ein in eine wachsende Liste von 35 internationalen Mode- und Textilmarken, die sich auf Druck von Greenpeace dazu entschieden haben, den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien bis zum Jahr 2020 auf Null zu fahren. Zusammen erwirtschaften sie mehr als 15 Prozent der globalen Textilproduktion. Unter diesen Marken finden sich sowohl Unternehmen wie Inditex und H&M als auch Sporthersteller wie Adidas und Puma sowie Luxusmarken wie Burberry.

Lieber nackt als mit PFCs!

Was für eine Woche! Es war die weltweite Aktionswoche zu Detox Outdoor, und es kamen ein paar geniale Fotos dabei raus.

Unsere erklärten Gegner sind The North Face und Mammut, zwei Firmen, die immer noch massiv PFCs in ihren Produkten einsetzen.

Wer uns unterstützen will: Hier entlang bitte 🙂

In Österreich waren wir in Wien, in Linz und den Vorarlberger Bergen:

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Getaggt mit ,

Mirnomore 2015 – der Film

Ich heul grad fast vor lauter Nostalgie, Freude, mah war das schön!!!! Ist offtopic, aber einen Film über die schönste Woche des vergangenen Jahres will ich euch nicht vorenthalten, im Gegenteil, das sollen bitte ganz viele Leute sehen und unterstützen, dass es so ein tolles Projekt für benachteiligte Kinder gibt!

 

Zu Besuch bei manomama

Heute ist ja anscheinend der Dienstag der schlechten Nachrichten. Erst die Meldung von Mango, dass sie jetzt überhaupt keine Kataloge mehr machen, sondern einfach alle zwei Wochen neue Klamotten in die Läden hängen (eh logisch, völlig sinnlos, da noch Kataloge machen zu wollen…. grmpf), dann die Nachricht, dass syrische Flüchtlingskinder in türkischen Fabriken für Textilschwede und Co. arbeiten. Es ist einfach nur noch frustrierend.

Dabei war das Wochenende so fein, einfach herrlich. Ich war in Augsburg, erstens, weil Sina Trinkwalder mich zum Geburtstag eingeladen hatte, und zweitens, weil ich endlich endlich endlich mal die Produktionshallen von Manomama sehen wollte.

Beides war super. Wir gingen in der Stadt spazieren, schauten auch beim Laden vorbei. Immer mit dabei: Weiterlesen

180 Tage das gleiche Kleid

Ach schön, es gibt wieder einen Blog für mich zum täglich anschauen – zwar nur ein müder Ersatz für die wunderbare und -schöne Hindi von Daily Rewind, aber dennoch: Es gibt wieder ein Uniform Project. Das heißt, eine Frau will 180 Tage das gleiche Kleid tragen, nur mit nachhaltiger Mode kombiniert, und zeigen, wie vielseitig das sein kann. Mich hat sie schon überzeugt. 🙂 Sowas hab ich mir auch mal überlegt, aber ich geb offen zu: Ich liebe die Vielseitigkeit meines Kleiderschranks viel zu sehr. Seit gestern befindet sich da auch mein erstes Ulliko-Kleid drin, designt von der unglaublich sympathischen und netten Ulli Kogelmüller in Wien, produziert auch hier. Den Laden von ihr kann ich euch nur empfehlen – sofern ihr auf die Farben schwarz – grau – weiß -rot steht. Was anders gibts dort nämlich so gut wie nicht….

Aber zurück zu der Style Challenge: Ich liebe solche Blogs. Ab jetzt wird wieder täglich geklickt 🙂

Alle Fotos (c) http://www.180stylechallenge.com/

 

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