Ulrike verkauft – Mode und Möbel. Wir lieben Ulrike.

ulrike1

Heute gibts gleich zwei Ankünder. Meine Lieblingsulrike macht mal wieder Pop-Ups. Der erste gehört zu meinen absoluten Favoriten bei ihr: Das Guerilla Home Shopping:

GUERILLA home SHOPPING

Dein Zuhause braucht ein neues Outfit? Wir haben von Ur-Opa Willy den Schreibtisch und das Fauteuil aus den 60-ern, aus dem Schreibergarten von Frau Hillebrand das Waschtisch-Kasterl, den Küchenschemel und den Wäschekorb und von Tante Susanne das stylische Küchenequipment in quietsch-orange aus den 1970ern.

Sesseln & Fauteuils, Hocker, Schemel, Sofakissen, Kästchen & Kommoden, Beistelltisch und Fernsehwagen, Geschirr und jede Menge Blumenvasen.

Freut Euch auf lässige Wohnaccessoires aus 1950 bis 1980, wie immer zu gewohnt niedrigen GUERILLA home SHOPPING Preisen von € 2,– bis max. € 25,–.
First Style. Second Hand.
First come. First serve.

Donnerstag, 4. August 2016 18 – 21 Uhr
blechturm25
1050 Wien, Blechturmgasse 23-27/Geschäftslokal

Wir freuen uns auf Euch.

Ich hab dort bereits einen Drehsessel und eine wahnsinnsleiwande Anrichte (die am Weg zu mir Zwischenstopp auf meinem großen Zeh gemacht hat, aua aua) erstanden, und es gibt nix Besseres: Second Hand, alt, und gerade bei Möbeln gilt das gleiche wie bei Kleidung: Wenns früher gemacht wurde, hat es einfach bessere Qualität, ist langlebiger.

Tags darauf ist dann die Mode dran (und am Sonntag). Unter anderem räumen meine Lieblingslaura und meine Lieblingskathrin  ihre Lager und lassen Ulrike die Ware abverkaufen. Günstig.

ulrike2

 

Eco-Fashion, Bio-Fashion, Fair-Fashion, Slow-Fashion.
Coole Teile, heiße Preise. Minus 30%, 40%, 50, 60%, 70%,…
ladies & gentlemen // damer och herrar // signore e signori // dame i gospodo // …

Freitag, 5. August 2016 15.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 6. August 2016 11.00 – 18.00 Uhr

Barzahlung, Bankomat, Kreditkarten.
Blechturm25
1050 Wien, Blechturmgasse 23-27/Geschäft
Eintritt frei.

Am Wochenende wird man mich dort eher nicht sehen, ich bin modisch gerade wieder dank diverser Tauschereien und einer fabelhaften, göttlichen Jacke überversorgt, aber schauen, was Ulrike so an Mobiliar anbietet, werde ich heute definitiv 🙂

Warum es wichtig ist, dass wir uns schön fühlen.

In den letzten Wochen habe ich mich sehr viel mit dem Thema „Body Positivity“ beschäftigt. Seit ich denken kann, fühl ich mich zu dick, wurde in der Schule deswegen gemobbt (Ja, Matthias, Georg und Gregor, ich mein euch drei Würschtl…), und auch in Phasen, wo ich eigentlich eine stinknormale 40/42 war (was bei meiner Größe echt ok ist, zumindest hätt ich das jeder Freundin gesagt, nur selbst…ihr kennt das), bin ich in meiner eigenen Weiblichkeit nicht angekommen. Gleichzeitig hab ich stapelweise Frauenzeitschriften gelesen, Mädchen mit Jeansgröße 26 bewundert und Frauen mit kleinen Brüsten beneidet, weil sie so entspannt und unaufgeregt wirkten, sie konnten einfach alles anziehen. Irgendwann hab ich dann begonnen, Scherze zu machen über die Umwege, die meine Kurven an den Hüften und den Oberschenkeln machen, dass meine Oberschenkel bei falscher Belichtung und in Großaufnahme ziemlich gut mit einer Buckelpiste verwechselt werden können, haha, lustig.

Der Ex stieg auf diese Schmähs manchmal ein. Meistens sagte er nix, manchmal sagte er, dass er jedes Kilo gut findet (10 Kilo später sagte er das dann nicht mehr, seltsam), und als ich dann doch mal geschafft hatte, drei, vier Kilo abzunehmen, und trotzdem mit einem „ich bin so fett“ vorm Spiegel raunzte, umarmte er mich und meinte: „Ich komm doch eh wieder rund herum!“ Das war als Scherz gemeint, und ich nehms ihm auch nicht übel, aber es hat in mir echt was ausgelöst. Der Scherz tat mir monatelang weh. Ein alter Freund, dem ich vorraunzte, mein Arsch sei quadratisch, meinte nach Begutachtung grinsend: „Rechteckig.“ Er meinte es nicht böse. Er wusste, ich vertrag solche Schmähs. Und ich fands lustig. Nach außen hin. Innendrin stach das ein bisschen. (Der selbe Mann sagte mir am selben Tag, dass er sich bereits vor 15 Jahren in mich verliebt hatte – das wiederum „hörte“ ich nicht mal. Nur das „rechteckig“.)

Immer haderte ich mit meinem Gewicht. Immer dachte ich, ich bin „zu viel“. Zu groß, zu laut, zu goschert, zu direkt, zu fett, zu plump, zu blind (was hasste ich es, auf die Brille angewiesen zu sein). Ich fühlte mich in manchen Situationen, beim Baden gehen mit Freunden, auf Parties, bei sportlichen Aktivitäten (die ich eh eher selten anging damals) massivst unwohl. Und wenn ich mich unwohl fühle, werd ich zickig. Dann werd ich zum Igel, blaff die Leute unlustig an, und mag einfach nur noch nachhause. Was habe ich mir und anderen schon Momente zusammengehaut, weil ich mich so unwohl in meiner eigenen Haut gefühlt habe. Außerdem war es so ein Teufelskreis: Weiterlesen

Geschützt: This is my happy face

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Der Plastikstrand oder: Wie wir uns selbst vergiften.

Was ich heute gesehen habe, wird mich wohl noch lange verfolgen. Überschattet davon, was derzeit auf der Welt so passiert und von ziemlichem Schlafmangel war meine Laune sowieso schon eher mau, als wir zur sogenannten Freedom Insel am Rand von Manila fuhren. Diese Freedom Insel war mal ein Naherholungsgebiet, schöne Strände, wunderbare und fürs Ökosystem lebenswichtige Mangrovenwälder. In Manila gibt es das Sprichwort, dass die Stadt zwei Flughäfen hat, einen für die Menschen, den anderen – Freedom Island – für die vielen Zugvögel, die auf ihrer Reise in den Süden hier Station machen. Doch die Strömungen, kommend von der Manila Bay, hatten da was dagegen. Was ich dort sah, brachte mich zum Heulen.

Unglaublich viel Mist, und so gut wie ALLES aus Plastik. Unzählige Verpackungen, Strohhalme, Plastiksackerl in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Neben mir sagte dann plötzlich der Kampagnendirektor von Story of Stuff: „Ach, ich bin jetzt das dritte Jahr hier, und es ist schon viel besser geworden, damals stand man bis zur Brust in Plastiksackerln.“

Ich habe lange überlegt, welche Bilder ich posten soll. Und hab mich dann für ALLE entschieden. Vielleicht erregt die Masse der Bilder bei euch den gleichen Impact, den die Livebilder auf mich hatten. Es war wirklich, wirklich hart.

WhatsApp-Image-20160716WhatsApp-Image-20160716 (3)WhatsApp-Image-20160716 (2)WhatsApp-Image-20160716 (1)IMG-20160716-WA0009.jpgIMG-20160716-WA0008.jpgIMG-20160716-WA0007.jpgIMG-20160716-WA0006.jpgIMG-20160716-WA0005.jpgIMG_20160716_081758IMG_20160716_081655 (1)IMG_20160716_081849

Viel besser? Das Problem ist ein endloses: Weiterlesen

In Manila ist der Textilschwede öko….not

Ha! Beobachtung! Ich hab was für den Blog! Und zwar, dass es unglaublich traurig ist, wie schnell sich Leute damit zufrieden geben, wenn große Konzerne minikleine Schritte in Richtung Umweltschutz machen, und die noch dazu eigentlich die falschen Schritte sind.

Vorausschickend: Papiertüten sind aus ökologischer Sicht nicht besser als Plastiksackerl, da sie in der Produktion unvergleichbar mehr Energie verbrauchen und noch weniger wiederverwendbar sind.

Ich war heute mit den Kollegen in einer riesigen Mall, einem Einkaufszentrum in Manila. Dort habe ich mit einigen Filipinos über ihr Einkaufsverhalten gesprochen (die Blicke könnts ihr euch vorstellen, wenn mitten in Manila eine 1,80-Blondine einfach so Leute anspricht…). So ziemlich alle, mit denen ich redete, nannten als Haupt-Kleidungs-Einkaufsquelle den Textilschweden. Und ALLE erklärten, der ist ja öko, bei dem gibts nur Papiertüten und keine Plastiksackerl.

Pointe: Die Ausgabe von Plastiksackerln für nicht-nasse Waren (also kein frischer Fisch o.ä.) ist in Manila verboten…. und trotzdem finden die KonsumentInnen den Textilschweden öko, weil es dort nur Papiersackerln gibt.

Gnarf.

Es gibt noch verdammt viel zu tun. Weltweit.

manilarain Regenzeit hier. Binnen weniger Minuten wirds schwarz und dann schüttets und blitzts und wehts. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei. Nein, Papiersackerln können nicht die Lösung sein….

Tauchstation

Nunu –> Tauchstation. Ich bin jetzt mal auf einem einwöchigen Meeting, bei dem ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wohl das Hotel nicht verlassen werde. Schade eigentlich, bin nämlich am anderen Ende der Welt in Manila… Bin gespannt, was mir hier in weiterer Folge so Textiles begegnen wird, ich werde berichten!

manila

Wenn bewusster Konsum teuer wird…

Manchmal kostet bewusster Kleiderkonsum dann halt doch Geld. Während ich in letzter Zeit nur noch getauscht habe bzw. hin und wieder mal was im Ausverkauf bei Laura im Ebenberg was gekauft hab, hatte ich in Berlin ein Problem. Ich war stundenlang unterwegs, zu Fuß, hab mich einfach nur herumgetrieben. Und irgendwann konnte ich trotz Ethletics und Einlagen einfach keinen Schritt mehr gehen, es war heiß, ich hab Mamas schlechte Venen, die die Füße im Sommer gern mal anschwellen lassen. Ich konnte aber weder heimfahren, da Mella, bei der ich übernachtete, am anderen Ende der Stadt wohnte, noch einfach Pause machen, da ich eine Stunde später mit einem alten Freund verabredet war. Da stand ich also da, bei den Hackeschen Höfen. Links von mir ein Textilschwede, rechts von mir ein Schuhgeschäft mit Unmengen an Birkenstocks. Kurz dachte ich: Ok, werde ich meinen Prinzipien untreu, schau ich kurz zum Textilschweden rein, kauf mir das günstigste Paar Flipflops, das ich find, und red nie wieder drüber, oder schau ich beim Schuhladen rein und geb das Zehnfache für gscheite Birkenstocks aus, die ich de facto zuhause auch nicht rasend brauch, weil ich schon welche habe.

Das Ergebnis, und ja, ich bin ein bissl stolz auf mich, dass ich nicht schwach geworden bin – aber oft darf ich mir solche Späße nicht leisten, echt nicht. Ist eigentlich sogar ziemlicher Schwachsinn…:

IMG_20160707_093721

45 Euro statt 4,90, aber produziert in Deutschland, gutes Fußbett, kein Plastik und halten lang. Und der Abend wurde noch sehr lang.

Der neue Detox Catwalk ist da!

So. Der Stress der letzten Wochen darf nun endlich veröffentlicht werden. Tatatatataaaaa: Unser neuer Catwalk ist draußen. Wasn ein Catwalk, fragt ihr? Wir nennen den Vergleich der Detox-Unternehmen so: Wo stehen die Brands, die sich zu der freiwilligen Selbstverpflichtung der Detox-Kampagne bekennen? Wie ernst meinen sie es, bis 2020 ihre Lieferkette zu entgiften?

Instagram_v2

Hier ist das Ergebnis: Auf dieser Website haben wir alle 19 Modemarken bewertet (nicht inkludiert sind die Diskonter und Zulieferer, mit diesen Firmen kommen wir auf über 70 Unternehmen, die detox-committed sind). Kurz zusammengefasst:

20160630_Infographic_1200x1200_ENG

So, und jetzt kommt ihr: Ihr könnt auf der Website mit nur ganz wenigen Klicks Tweets oder Postings an die jeweiligen Firmen abschicken. Oder mit dem Hashtag #detoxcatwalk auf Instagram oder Facebook oder bei euch am Blog oder wasweißichwo die hier geposteten Fotos nochmal posten, Hauptsache, ganzganzganz viele Menschen werden darauf aufmerksam, dass es nicht ausreicht, als Unternehmen einfach nur zu sagen, man ist jetzt bei Greenpeace Detox dabei. Man muss auch was dafür tun. Und vor allem dafür sorgen, dass bis 2020 die Lieferkette entgiftet ist. Mich fuxt ja Nike am allermeisten, schließlich hab ich mir 2014 mal Nikes gekauft, weil „die ja detox-committed sind“. Hmpf. (Limited Brands ist übrigens die Marke hinter Victoria´s Secret)

Instagram_v3

Ich bin gespannt, wieviele Unternehmen es wirklich schaffen. Ja, den Textilschweden muss ich in diesem Fall loben, die sind in Sachen Chemikalienmanagement echt ganz brav. Der Grund, wieso so viele Unternehmen im Mittelfeld sind: Sie tun zwar was, aber sie halten sich größtenteils an ZDHC. ZDHC ist ein Industrieverband, der als Antwort auf Greenpeace Detox entstanden ist. Und wie es immer ist, wenn sich Unternehmen ihre Standards, Regeln und Listen selbst schreiben (siehe BSCI), kommt was Schwaches raus. So auch in diesem Fall – die Liste der Chemikalien, die ZDHC vorgibt, ist nicht ausreichend, um die Detox-Ziele bis 2020 zu erreichen. Man darf also gespannt sein, wie es in den nächsten vier Jahren noch weitergeht.

Berliner Entdeckung

img_20160629_142252.jpg

Berlin nochmal, diese leiwande, leiwande Stadt. Am Mittwoch hab ich mich nach zwei Messebesuchen nur noch treiben lassen, mich absichtlich in der Stadt verlaufen und bin von 14-20h durch die Gegend geschlendert (danach haben meine Füße – trotz meiner heißgeliebten Ethletics – zwei Tage zum Abschwellen gebraucht, aber es wars wert, ich liebe diese Stadt einfach in ihrer Rotzigkeit). Dabei bin ich auch über „Made in Berlin“ gestolpert (und reingestolpert, und ohne was zu kaufen wieder rausgestolpert – aber bei einer Tasche, die ich halt wirklich WIRKLICH nicht gebraucht hab, wars zugegebenermaßen knapp).

img_20160629_185945.jpg

img_20160629_185724.jpg

DAS nenn ich mal Second Hand Laden – riesig, auf zwei Stockwerken, und stilistisch gut sortiert. Nur halt leider doch auch mit dem von mir so wenig gemochten Second Hand Geruch. Auch wenns mich teuer zu stehen kommen wird, ich schwöre, sollte ich mal meinen Traum-Secondhand-Laden aufmachen, ich bau mir hinten eine Waschmaschine ein und wasch das alles durch, der staubige Mottenkugelgeruch ist einfach ein Abtörner, leider. Aber das ist auch das Einzige, was ich gegen diesen Laden sagen kann. Ansonsten: geilgeilgeilgeil.

Für BerlinerInnen, die es noch nicht kennen: Neue Schönhauser Straße 19, Dienstag von 12-15h gibts Happy Hours mit minus 20 Prozent auf alles.

Und sogar dort, im Laden, diese herrliche Berliner Rotzigkeit:

img_20160630_070459.jpg

Ja Berlin, ick liebe dir. Und man siehts mir auch an – das Foto hab ich nach drei Tagen und ingesamt gefühlten acht Stunden Schlaf in drei Nächten gemacht. Happy Nunu, komplett fertig, aber glücklich! (btw. Shirt aus Biobaumwolle, von Tchibo, geschenkt von einer Freundin. Super Basic! Überhaupt, die Tchibos behalt ich im Auge, in Sachen Bekleidung tun die grad echt ordentlich weiter in Richtung bio und fair – es gibt noch viele, viele Schritte zu gehen für die, aber die Richtung ist zumindest mal für diesen Bedürftniserschaffer Tchibo schon mal recht spannend….)

img_20160630_103004.jpg

 

Da stolpert aber wer!

So. Heute erster Arbeitstag (wann ist mir das eingefallen, dass ich ausgerechnet an einem Freitag wieder hackeln geh?!), und eigentlich wollt ich euch den Grund meines Stresses der letzten Wochen mal zumindest ankündigen. Und jetzt das. Das Blöde ist: Ich bin so unglaublich müde, am liebsten hätt ich, wenn jetzt beide Kandidaten sagen: Wissts was, gehts sch… – wir tun uns das nicht nochmal an. 😀 (Scherzerl natürlich, bevor jetzt die Wogen hochgehen).

So. Aber: Es gibt auch eine Welt neben der österreichischen Bundespräsidentenwahl. Und zwar eine riesengroße. Und in dieser Welt arbeiten Firmen global, also überall auf dieser Welt. Und sie verschmutzen selbige in den Ländern, in denen die Produktion billig ist, mit grauslichen Chemikalien. Über 70 Firmen haben inzwischen bei Greenpeace eine freiwillige Selbstverpflichtung abgegeben, dass sie bis 2020 ihre Lieferkette entgiften wollen.

Aber wer schafft das eigentlich realistischerweise wirklich? Schließlich sinds nur noch vier Jahre bis dahin…. Demnächst alle Infos bei Greenpeace (und sicher auch hier 😉 )