Schlagwort-Archive: DIY

Outfit in biofairupcyclingdiysecondhandalt

Verschlafen. Gestern Abendtermin, heute Abendtermin. Im Halbschlaf angezogen. Unterwegs bemerkt: Hey, ist gut! Hab eine gute Mischung erwischt: Schuhe Kleiderkreisel (die einzigen 7cm Hacken in denen ich gehen kann), Socken uralt, Strumpfhose Geschenk, Rock und Top bio und fair, Pulli steinalt und Lieblingsteil, Mantel Upcycling von km/a, Tasche selbst upgecyclet. Alles dabei 🙂

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Nur am Gesicht muss ich noch üben. Das geht sonst bald nicht mal mehr als Vintage durch 🙂

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Oh Baby….

In meinem engsten Freundeskreis gibt es derzeit ein paar Schwangere, auf deren Nachwuchs ich mich sehr freue. Ich frag mich nur grad, ob sie diese Mützen fürs Baby lustig finden würden … ich glaub, ich sprech hier mal eine kleine Drohung aus und sag: so, ich üb die jetzt. Irgendeine wird den kleinen Zwucks dann schon passen 🙂

(c) jezebel.com

(c) jezebel.com

PS: Lachanfall!!! Die erste „over my dead cold body #babymütze“ Reaktion per SMS kam etwa zwanzig Sekunden nach Veröffentlichung dieses Beitrags. 😀 😀 😀 😀

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Neues aus Altem – seit 100 Jahren

Upcycling? Alte Sachen umnähen? Neues aus Altem entstehen lassen? Nein, das ist nicht der neueste heiße Scheiß und jetzt erst modern geworden, seit wir so ein Überangebot an Kleidung haben. Das gabs schon vor genau 100 Jahren. Zu sehen im Wien Museum, wo der Alltag im ersten Weltkrieg gezeigt wird.

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Es hat sich ausgemustert, liebe Bettwäsche!

Es kann sich nur noch um Wochen handeln, bis ich meine Nähmaschine wieder in Betrieb nehme, aber dann, aaaaaaaaaaaaaber dann …. dann rück ich meiner uralten und gestern endgültig ausgemusterten Bettwäsche zu Leibe. Ausgemustert im wahrsten Sinne des Wortes: Ich kann dieses typische Möbelschweden rot-orange-Riesenkaro bzw. grün-blau-Riesenkaro (und ihr habt jetzt ALLE das richtige Muster im Kopf, da bin ich mir sicher!) nicht mehr sehen. Eine andere Bettwäschekombi wird gespendet (Flüchtlinge freuen sich sicher auch über Bettwäsche, nur so nebenbei), aber die rote, die wird verarbeitet. Für das Shirt spar ich mir dann nämlich in paar Nähte, hehe:

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Schnittmuster oder gleich ganze Weste gesucht!

Nach all den Katastrophenmeldungen und umstrittenen Themen wie Nazi-Mode, Mini-one-Size, Bio-Elite und Gift in der Supermarktkleidung heut mal wieder was Entspannendes. Wobei, mich entspannts nicht so. Seit JAHREN kenne ich dieses Foto, und ich bilde mir ein, eine Freundin von mir hatte mal eine ganz ähnliche Jacke. Und seit Jahren denk ich mir: Boah, hätt ich gern. Seit gut einem Jahr denk ich mir: Hm! Würd ich gern nachnähen! Aber ich hab keinen blassen Schimmer, wie, ich kenne nur dieses Foto. Liebe nähbegeisterte Leserinnen oder Fashionistas, die wissen, was das für eine Marke ist oder wie ich an das Schnittmuster rankommen kann: Please help! Wäre ein schönes Winter-Nähprojekt für mich!

(c) Pinterest.com (Verlinkung vom Bild geht nicht mehr, ich hab also wirklich NUR dieses Bild als Grundlage)

(c) Pinterest.com (Verlinkung vom Bild geht nicht mehr, ich hab also wirklich NUR dieses Bild als Grundlage)

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Warum meine Buchhändlerin daran schuld ist, dass ich buntes Tixo gekauft habe

(…und keine Ahnung habe, wo ich es hingegeben hab. So sollte der vollständige Titel heißen)

Nähbücher, das ist ja so eine Sache. Einerseits find ich unglaublich viel Inspiration im Internet, und auch Nähzeitschriften mit gefühlten 30 Schnitten pro Ausgabe um rund 5 Euro lassen mich selten im Stich. Aber Nähbücher sind einfach so schön! Wenn da alles Schritt für Schritt in Fotos erklärt ist, dann hat man schon das Gefühl, man näht, auch wenn man nur am Sofa sitzt und Bücher durchblättert.

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Ein besonders schönes und vor allem praktisches Exemplar ist kürzlich erschienen: Eine meiner favorisierten Näh-Bloggerinnen, Dolores Wally (an derem Rock ich mich Anfang August versucht hab… Der Rock ist super, nur mein Hintern schaut ein bissl traurig drin aus) hat gemeinsam mit meiner allerliebsten Buchhändlerin und Verlagsbesitzerin Ulla Harms ein Buch herausgebracht: „Meine Nähmaschine und ich“.

Das Buch: Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man mit diesem Ding da vor einem am Tisch umgehen sollte, damit erstens das Ding überlebt, zweitens die eigenen Finger ebenso und drittens das, was man damit macht, auch nach was ausschaut. Die ersten paar Seiten hab ich überblättert, die sind eher für wirklich Anfänger (wobei die Freude, dass alle Fotos eine Nähmaschine zeigen, die baugleich mit meinem lieben Baby sind, recht groß war). Für absolute Anfängerinnen, zu denen ich mich an manchen Tagen dann doch nicht mehr zähle, sind diese ersten Seiten jedoch absolut empfehlenswert. Doch im hinteren Bereich blieb ich hängen: Moment. Tixo? Buntes Tixo? Das ist ja eine geniale Idee!

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Das erhöht die Chance auf halbwegs gerade Säume ja ungemein! Praktischerweise war letztens beim gemeinsam mitm Bruderherz besuchten Möbelschweden (ja, manchmal gehts nicht ohne) so ein weihnachtlich gemustertes Tixo im Angebot um einen heißen Euro. Und praktischererweise hab ichs bereits verschmissen, noch bevor ich überhaupt die Nähmaschine mal wieder aktiviert hab. Bis das passiert, wirds aufgrund  von zu viel anderweitigen Aufgaben im Haushalt (pfuiwähgrauslich geputzt gehört) noch ein paar Tage dauern, aber dann…. such ich erstmal das Tixo!

Das Buch gibts übrigens beim Buchkontor (und auch sonst an vielerlei Orten, eigentlich könnts ihr jede/n BuchhändlerIn bitten, dass er/sie euch das bestellt), ist im praktischen Handtaschenformat und immer wieder super zum Nachschauen. Groooooße Empfehlung für ein kleines Büchlein!

 

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Ablenkungsstricken

Man könnts auch an der Stimmung der Beiträge der letzten Wochen merken: Ich bin grad wirklich nicht gut drauf. Die Gründe werde ich hier nicht veröffentlichen, aber es ist gerade eine wirklich schirche Zeit. Das Einzige, was funktioniert, ist Ablenkung (und die auch nicht immer). So schaute ich kürzlich mal wieder im Strickwerk vorbei, ich musste mir ein neues Projekt suchen, meine aktuellen Projekte waren alle nicht reizvoll genug. Bei Sonja lag dann diese Mütze herum:

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Hübsch hübsch, dachte ich, und aus Bio-Garn. Schlauerweise hab ich die Wollbeschreibung irgendwo verräumt, aber auf alle Fälle: Gutes Garn. Anleitung? Keine. Ablenkung: Gut. Stricken ist einfach therapeutisch (und nach einem Marathon von Sex and the City dazu kann ich nur sagen: Bitte wie verdient man Geld für 600-Dollar-Schuhe mit EINER KOLUMNE???).

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Das Ergebnis: Ich hab mich nur einmal in der Reihe verzählt, wer findets? 🙂

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Mein Second-Hand-Bio-Tausch-DIY-Outfit

Am Weg ins Büro in der Früh ist es mir heut aufgefallen: ich hab ein #shbtdootd an, ein Second-Hand-Bio-Tausch-DIY-Outfit-of-the-Day. Und ich fühl mich grad auch echt stylish – also genauer gesagt: Ich fühle meinen eigenen Stil erfüllt, fühl mich daher wohl und bin happy. Und die zweite Feststellung: Es gibt sehr viele Dinge, die Menschen, die nur diesen Blog hier lesen, nicht wissen. Ich schreib nicht über meinen Seelenzustand unterhalb der Oberfläche, ich schreib nicht drüber, wenn mir jemand am Nerv geht und ich ihm/ihr das öffentlich ausrichten möchte (ok, einmal wars nah dran, zugegeben, aber selbst da…. nö), ich schreib nicht über Erlebnisse, Partys usw, die nix (oder gut, wenig) mit KleidungModeTextilFairfashionKonsumwahnsinn zu tun haben. Mit wenigen Ausnahmen – und dann nur, wenn ich wirklich Sinn drin seh oder Spaß dran hab, drüber zu bloggen. Aber meinen Kleiderschrank, den kennt die Welt bald echt gut 🙂

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Von oben nach unten:

Jacke: Second Hand vom Flohmarkt Anfang letzten Jahres, einer Modebloggerin abgekauft.

Shirt: Selbstgenäht

Unter dem Shirt noch ein Shirt: Getauscht.

Kette: Von der Piratin.

Gürtel: Ein gefundenes Stück vom Liebsten, nachdem meiner kaputt war.

Rock: Selbst upgecyclet.

nicht am Bild: Leggings, geschenkt von Mama, weil ihr zu klein.

Neben mir, auch nicht am Bild: Selbstgenähte Tasche.

Und außerdem nicht am Bild, aber schön das Ganze ergänzend: Ein Schal von Maronski, bio und fair.

Aber damits auch ein bissl böse zugeht: Schuhe: Converse.

Uh.

Verdammt.

Ich bin doch nicht heilig.

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Maritime Accessoires – selbstgemacht

Ich hab mir was unnötiges genäht. Unnötig im Sinne von: Eigentlich brauch ichs nicht. Aber ich wollts ausprobieren, ob ichs zusammenbring. So ganz ohne Nähkursnachhilfe. Nur mit Video. Auf dem Video schauts sooo einfach aus, und außerdem dauert das ganze Video nur eine halbe Stunde – ich dachte, na, an einem Abend schaff ich das easy.

Fehlanzeige. Zwei Abende, einiges Fluchen, zweimal Zippverschluss säumen, weil beim ersten der Zipp mitten im Nähen selbiger meier gegangen ist, und das eine oder andere Mal hab ich mich doch etwas vertan – was man auch am fertigen Tascherl merkt. Es ist ein bissl…. schief. Aber irgendwie auch nett. Und ich wie immer stolz, wenn ich was fertig gekriegt hab. Auch wenns schief und verwoardacklt ist: Tom Hanks-artiger Stolz.

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Die ganzen Fäden muss ich noch wegschneiden, und dann ists ab Samstag mein maritimes Necessaire. Ja genau, ein Tag noch, und dann:

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Ab ans Meer!

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Die fünf Wahrheiten, die uns die Modeindustrie nicht wissen lassen will

Bei der Jasmin bin ich heut über einen Beitrag in der Huffington Post gestolpert, den ich gekürzt und übersetzt hier wiedergeben will. Einfach, weils so wahr ist. Nichts davon ist mir und LeserInnen dieses Blogs neu, dennoch, gehen wirs mal an, was die Huffington Post da so schreibt. Achtung: Das ist keine wörtliche Übersetzung dieses Beitrags, sondern auch von mir ein bissl in freien Worten kommentiert.

Also.

Die fünf Wahrheiten, die die Fast Fashion – Industrie uns nicht wissen lassen will

  • Die Modeindustrie hat das Ziel, dass du dich nach einer Woche bereits „out“ fühlst. Früher gabs mal zwei Saisonen, Frühling/Sommer und Herbst/Winter. Jetzt gibt’s einmal die Woche eine neue „Mikro-Saison“ – mit dem Ziel dahinter, dass die KundInnen so viele Kleidungsstücke so oft wie möglich kaufen. Ich hab da grad so eine kleine Beobachtung auf der Website des Textilschweden laufen. Echt fast täglich neue Stücke drauf.
  • „Sonderangebote“ sind selten wirklich welche. Das gilt besonders für die USA, wo es Läden gibt, die Fetzen mit Designerlabels drin um quasi kein Geld verkaufen. Doch haha, das Zeug ist noch nie vorher in einem Laden gehangen und einfach nicht gegangen, sondern sind oft gaaaanz wo anders produziert als die restlichen Stücke der jeweiligen Designer. Der Kniff: Sogenannte Outlet Broker (Halsabschneider nach dem Vorbild der Börsen) BEZAHLEN Designer dafür, dass sie deren Labels in sturzbillig produziertes Zeugs nähen können. Da wundert mich das potthässliche Michael-Kors-Kleid, das ich mal in Phoenix gesehen hab, echt gar nimmer.
  • Es sind immer noch Blei (!) und gefährliche Chemikalien WEIT über der Nachweisgrenze in Kleidung vorhanden. Jo eh, das ist jetzt wirklich nix neues – und mein Job, sowas aufzudecken.
  • Kleidung ist entworfen, um auseinanderzufallen. Eh klar, wenn das einzige Ziel der Fast Fashion Unternehmen die Maximierung der Verkaufszahlen ist. Dann produziert man halt so, dass die Teile nach ein, zweimal Tragen auseinanderfallen, und schon muss der/die KundIn was Neues kaufen. Und das Ergebnis sind irre Müllberge und noch irrerer Verbrauch von endlichen Ressourcen. In dem Artikel steht mal wieder eine neue Zahl: Der Durchschnittsamerikaner wirft pro Jahr durchschnittlich 68 Pfund (fast 31 Kilo) an Textilien weg. Und da sind jetzt Stücke, die an Kleidersammlungen oder Charity o.ä. gehen, nicht mit einberechnet, sondern nur das, was wirklich auf den dortigen Deponien landet.
  • Aufgenähte Perlen- oder Paillettenmuster sind ein Zeichen von Kinderarbeit. Ist so. Je mehr blingbling hier in Mode ist, desto beschissener für die kindlichen ArbeiterInnen in den Billiglohnländern. Es gibt zwar Maschinen, die das leisten können, die sind aber meist so teuer, dass sie die diversen Arbeitskräfte nicht aufwiegen.

Ja, so ist das alles. Nicht mehr neu, aber immer wieder aufs neue schockierend. Ich hab beschlossen, mir viiiiiiel mehr selbst zu nähen. Erstens, weil Übung den Meister macht, und zweitens, weil dann wenigstens nur ich leide. Gestern hab ichs, blöder Zippverschluss am Tascherl.

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