Schlagwort-Archive: Fast Fashion

Am wundesten Punkt erwischt: Schuhproduktion. Nicht leiwand.

Verdammt. Gut, die neuen Sandalen sind zwar pflanzlich gegerbt und auch sonst supadupa – was man von den Stiefeln und den Boots nicht behaupten kann. Auf dem – immer wieder sehr lesenswerten – Blog von „Bewusst kaufen“ wurde mir nun das von mir weit in den Hinterkopf geschobene, mir aber sehr wohl bewusst seiende Problem der Leder- und Lederschuhproduktion (abgesehen davon, dass meine Sympathiepunkte bei Veganern darunter leiden) wieder sehr drastisch vor Augen geführt:

Chrom ist giftig. Und wird bei der Lederproduktion massiv angewandt.

Ich zitiere aus dem neuen Blogbeitrag: Weiterlesen

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Jauch war nicht nur schlecht

Und wieder was gelernt. Ich habe mir gestern die Diskussion bei Jauch zum Thema Bangladesch gegeben. Sowohl von Teilnehmerinnen (Sina Trinkwalder) als auch von Zuschauerinnen (Kirsten Brodde) aus unterschiedlichen Gründen gewaltig kritisiert, fand ich die Diskussion nicht nur schlecht. Ich beschäftige mich jetzt seit eineinhalb Jahren auf täglicher Basis mit dem Thema Fast Fashion vs. Faire Produktion.

Und zugegeben, über sehr weite Strecken habe ich gestern nichts Neues erfahren.

Gut, man kann auch wirklich einiges kritisieren: Weiterlesen

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The Story of Stuff

Wer kennt die Geschichte noch nicht? Muss man gesehen haben, ist wirklich gut zusammengefasst! Anschauen und dann trotz unpassender Temperaturen den Sonntag genießen!

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Bildboykott

Melde mich gehorsamst aus dem Kurzurlaub samt Funkloch zurück!

Nicht, dass die Bildzeitung ein Blatt für die Intelligenzia des Landes ist, aber wenn sogar die das Boykottthema aufnehmen, dann hat wirklich bald niemand mehr die Ausrede der Unwissenheit, oder?

Und was ich noch viel spannender finde: So wirklich eine Antwort auf die Frage „Boykott oder nicht“ haben sie auch nicht, oder? Ich tu mir immer noch schwer damit: Ich weiß, dass es in Bangladesch selbst heißt, dass ein Boykott kontraproduktiv ist. Aber nach all den Dingen, die ich in den letzten eineinhalb Jahren mitbekommen habe, vom Brand über Massenohnmachten bis hin zum Gebäudeeinsturz mit über 1100 (!!!!!) Toten – sorry, aber ich KANN einfach nicht mehr zu Zara, Mango und Co. gehen! Geht einfach nicht! Ich habe mich da eh schon ein paarmal wiederholt: Das Argument, nicht zu boykottieren, ist brandgefährlich im wahrsten Sinne des Wortes – weil so viele es einfach als Ausrede nutzen könnten, um genauso weiterzumachen wie bisher.

Ich bin WIRKLICH schon gespannt auf für die ArbeiterInnen merkbare Auswirkungen des nun von so vielen großen Unternehmen unterzeichneten Brandschutzabkommens….

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Freuen! Jetzt! 31mal!

Ich hock mal wieder mit Halsentzündung zuhause, und bin derartig müde, dass Gedanken, die sich in ganze Sätze formen, grad eher schwer möglich sind – also deren Umsetzung ins Schriftliche. Aber es gibt etwas zu feiern – ich übergebe hiermit der Clean Clothes Kampagne das Wort:

Wir haben es geschafft! 31 Unternehmen unterzeichnen das Sicherheitsabkommen für Bangladesch

Wien, 16.05.2013 – Vor Ablauf der Frist, gestern Mitternacht haben 31 Firmen das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz unterzeichnet. Mehr als 1.000 Fabriken in Bangladesch sind damit Teil des Verbesserungsprogramms.

Wir möchten uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken! Nur durch den großen öffentlichen Druck war dieser Erfolg möglich!

Das Abkommen ist ein Meilenstein für die bangladeschische Bekleidungsindustrie. Die Firmen unterzeichnen damit ein transparentes, rechtlich bindendes Abkommen, das die lokalen Gewerkschaften einbindet und die Unternehmen finanziell an den Sanierungen der Fabriken beteiligt.

Mit Ende des gestrigen Tages haben 31 Unternehmen unterschrieben: H&M, Inditex, C&A, PVH (Calvin Klein, Tommy Hilfiger), Tchibo, Tesco, Marks & Spencer, Primark, El Corte Inglés, Hess Natur, jbc, Mango, Carrefour, KiK, Helly Hansen, G-Star, Hofer, New Look, Next, Mothercare, Loblaws, Sainsbury’s, Benetton, N Brown Group, Stockmann,  WE Group, Esprit, Rewe, Lidl, Switcher und Abercrombie&Fitch.

Der Generalsekretär von IndustriALL Global Union, Jyrki Raina begrüßt ebenso die Entscheidung der unterzeichnenden Unternehmen und ergänzt: “Wir werden die Tür auch nach dem Ablauf der Frist einen Spalt weit für weitere Unternehmen offen halten. Wir beginnen aber jetzt mit der Umsetzung. Nachzügler haben keinen Einfluss auf die bereits getroffenen Entscheidungen. Es geht nun um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, die mit einem Mindestlohn von rund 30 Euro im Monat ihr Leben riskieren, wenn sie zur Arbeit gehen.”

Das Abkommen umfasst unabhängige Sicherheitsinspektionen, verpflichtende Reparaturen und Renovierungen, Möglichkeiten Geschäftsbeziehungen mit den Fabriken zu beenden, wenn diese notwendige Sicherheitsmaßnahmen ablehnen, sowie die Involvierung der betroffenen ArbeiterInnen und ihrer Vertretungen, der Gewerkschaften. Ein Kernstück des Abkommens ist die Kostenbeteiligung. Die unterzeichnenden Markenunternehmen verpflichten sich dazu für Instandhaltungskosten in ihren Zulieferbetrieben aufzukommen und damit die Arbeitsplätze sicherer zu machen. Das Abkommen garantiert den ArbeiterInnen das Recht gefährliche Arbeit zu verweigern, wie es die ILO Konvention 155 vorsieht.

Und wer sich wirklich dafür interessiert: HIER gehts zu dem Abkommen, das die Firmen unterzeichnet haben. Ich hoffe wirklich, dass es jetzt schrittweise in Bangladesch zu massiven und schon lange gebrauchten Verbesserungen kommt – und danach sind dann Pakistan, Indien und all die anderen weiteren Billiglohnländer dran….? Bangladesch ist sicher das Land mit den schlimmsten Zuständen, dem geringsten Mindestlohn und und und, aber es ist nicht das einzige Land, in dem unfair produziert wird…

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Eine Idee für Arsch und Friedrich!

Auf Facebook teile ich signifikant oft Geschichten von Get Changed – die präsentieren dort einfach immer die besten Stories aus der Welt der nachhaltigen Mode.

Über folgendes Video bin ich auch durch einen Link von Get Changed gestolpert – und ich bin einfach nur begeistert. DAS ist tausendmal besser als ein Shitstorm, der irgendwelche Server lahmlegt!!!! Ein bissl überzogen gefilmt, aber ich musste echt ein paarmal auflachen…

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Gespannt wie ein Pfitschipfeil

Und nochmal gute Neuigkeiten, die auf dem bitteren Unglück mit über 1100 Toten basieren: Der Textilschwede, C&A und Inditext haben endlich die schon so lange geforderte Unterschrift unter das Brandschutzabkommen gesetzt. Wenn ich das richtig verstanden habe, verpflichten sie sich damit unter anderem, die Fabriken, in denen sie produzieren, finanziell dabei zu unterstützen, dass Brandschutzmaßnahmen und weitere Sicherheitsvorkehrungen eingebaut werden.

Auch das klingt gut, auch das lese ich mit etwas verhaltener Freude. Kann es wirklich sein, dass sich aus Sicht der Kritiker in mittelgroßen (aber schönen!!), für die Konzerne riesigen Schritten was ändert?

The factory safety agreement calls for independent, rigorous factory safety inspections with public reports and mandatory repairs and renovations underwritten by Western retailers. It also calls for retailers to stop doing business with any factory that refuses to make necessary safety improvements, and for workers and their unions to have a substantial voice in factory safety.

Und:

“H&M’s decision to sign the accord is crucial,” said Scott Nova, executive director of the Worker Rights Consortium, a Washington-based factory monitoring group backed by 175 American colleges and universities. “They are the single largest producer of apparel in Bangladesh, ahead even of Wal-Mart. This accord now has tremendous momentum.”

Ich bin gespannt wie ein Pfitschipfeil, wie sich das alles entwickelt!

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Höhere Löhne…

Eine der schon lange formulierten Forderungen scheint einzutreten: Die Regierung von Bangladesch will die Mindestlöhne erhöhen. Schade, das dafür erst so unfassbar viele Menschen sterben mussten.

Die Entwicklung hin zu höheren Löhnen ist zwar positiv, aber ich warte erstmal ab, was die wirklich beschließen. NGOS sprechen von einer Verdopplung der Löhne, damit die ArbeiterInnen menschenwürdig in Bangladesch leben können. Sollte das stattfinden – welches Billiglohnland bleibt den Textilriesen dann, wo sie hinsiedeln können? Und: Soll ich die Zynismuskeule wieder einstecken?

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Primark – akut richtig, latent falsch

Die beiden Fotos in diesem Beitrag sind Screenshots von der Website von Primark. Ich war noch nie bei Primark, und ich habe nicht vor, dorthin zu gehen – zu billig erscheinen mir die Preise, zu unsozial die Strukturen – trotz einer sehr ausführlichen Ethical-Trading-Seite von Primark. Ich habe diese Seite durchgeklickt – und beispielsweise beim Thema „Audits“ kein einziges Mal gefunden, welche ISOs, SAs und sonstige Richtlinien überprüft werden, oder beim Thema „Baumwolle“ zwar dauernd das Wort „nachhaltig“, aber nie das Wort Biobaumwolle. Hmpf. Ich bin mehr als nur misstrauisch, ich glaub denen nicht. Die scheinen ein bißchen zu tun, das sehr ausführlich zu kommunizieren, und wirklich viel ist nicht dahinter.

Screenshot Primark.at

Screenshot Primark.at

Wie man auch jetzt wieder gemerkt hat. Beim Fabrikseinsturz in Bangladesch – mit inzwischen über 400 Toten und immer noch 100 Vermissten – hat man gesehen, wie einzelne Firmen auf die Tatsache, dass Produkte von ihnen in den Trümmern gefunden wurden, reagieren.

Diese Agenturmeldung hat mich wütend gemacht:

„Nach dem Gebäudeeinsturz in Bangladesch hat die Kleidermarke Primark Hilfe für die Opfer zugesagt. Mango und Benetton haben sich dagegen von der früheren Zusammenarbeit mit der illegal geführten Fabrik distanziert.“ (Quelle)

Liebe Mangos, liebe Benettons: Das ist mies, niederträchtig und verachtenswert. In dem Moment, in dem es mehr als nur ein Verdacht ist, dass man dort produziert hat, muss man reagieren, nicht sich gleich mal wehleidig distanzieren. Schon klar, wenn da wirklich keine Aufträge mehr waren, muss man das auch sagen. Ich finde leider die offizielle Stellungnahme von Mango nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass die wirklich null Konsequenzen ziehen werden. Dumm. Sorry. Die KiKs haben sich auch zuerst distanziert, und jetzt? Hoppala! Produkte gefunden! Ui, Blöd. Bin neugierig, ob das den Mangos auch noch passiert.

Primark – und ich bleibe bei meinem zweifelnden, ablehnenden Zugang zu denen – hat folgendermaßen reagiert: Am 26.4. veröffentlichten sie folgende Pressemeldung:

Das Unternehmen ist erschüttert und tief betrübt über den entsetzlichen Zwischenfall in Sabhar bei Dhaka und spricht allen Betroffenen sein Beileid aus.

Primark bestätigt, dass einer seiner Lieferanten im zweiten Stock des achtstöckigen Gebäudes untergebracht war, in dem mehrere Lieferanten der Textilindustrie Kleidung für verschiedene Marken herstellten.

Primark engagiert sich seit einigen Jahren mit NGOs und anderen Anbietern in der Überprüfung des Umgangs lokaler Produzenten mit Fabrikstandards in Bangladesch. Primark wird darauf drängen, die Integrität der Gebäude in diese Überprüfung mit einzubeziehen.

In der Zwischenzeit arbeitet das Ethical Trade Team von Primark daran, Informationen zusammenzutragen, die Herkunftsgemeinden der Arbeiter zu ermitteln und Unterstützung zu leisten wo möglich.

Da sind mal viele Versprechen und Verpflichtungen drinnen. Und drei Tage später gab es schnell noch einen Seitenhieb an die anderen:

Das Primark Team in Bangladesch hat Sofortmaßnahmen und langfristige Hilfe für Opfer dieser Katastrophe initiiert.

In Partnerschaft mit einer lokalen Nichtregierungsorganisation kümmern wir uns um die dringenden Bedürfnisse der Opfer, darunter auch Notfallrationen von Lebensmitteln für die betroffenen Familien. Diese Arbeit hat begonnen, sowie das Ausmaß der Katastrophe klar wurde.

Primark wird auch Entschädigungen für die Opfer der Katastrophe zahlen, die für seinen Lieferanten gearbeitet haben. Das schließt langfristige Hilfen für Kinder ein, die ihre Eltern verloren haben, sowie finanzielle Hilfen für Verletzte und Zahlungen an Familien von Verstorbenen.

Wir werden unser Engagement laufend überprüfen, um sicher zu stellen, dass wir dem Bedarf der Opfer über den gesamten Verlauf der Tragödie gerecht werden.

Primark stellt fest, dass sein Lieferant das Gebäude gemeinsam mit den Lieferanten anderer Anbieter teilte. Wir sind uns unserer Verantwortung absolut bewusst. Wir fordern die anderen Anbieter auf, auch ihrerseits Verantwortung zu übernehmen.

Komplett abgesehen von der Tatsache, dass sie per se von Produktionsweisen in Bangladesch profitieren, keine ökologischen Standards einhalten und auch ansonsten sehr sehr blaaah sind und sich damit null von anderen Textilkonzernen abheben, die verbal und aus Imagegründen einen auf nachhaltig machen – SO reagiert man auf eine solche Katastrophe. Man distanziert sich nicht. Man sagt Hilfe zu.

Was sie nur leider nicht machen werden: Sich überlegen, wie man ökologische und sozial faire Produktion in der gesamten Lieferkette durchsetzen kann. Das interessiert die nämlich genau gar nicht. Dabei sind die so groß, die haben zumindest das Potential dazu. Aber nicht, wenn man sich zum Ziel setzt, Kindershirts um zwei Euro und Bikinis um vier Euro zu verhökern. Damit erreicht man genau das Gegenteil. Verdammte Geiz-ist-Geil-Mentalität.

Screenshot Primark.at

Screenshot Primark.at

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Der gordische Knoten

Auf Facebook hat sich gerade eine spannende Diskussion entwickelt, die ich gerne auch am Blog spiegeln würde. Ich habe den hervorragenden ORF.at-Artikel gepostet. User M.D. postete:

Wenn wir Konsumenten mit Kauf-Boykott von Kleidung aus Bangladesh reagieren, nehmen wir den Textil-ArbeiterInnen dort ihre einzige Verdienstmöglichkeit. Die Textilindustrie in Bangladesh erzielt nahezu 80% der Export-Einnahmen des Staates und bietet 4 Millionen ArbeiterInnen eine Arbeitsstelle mit geregeltem Einkommen am Ende des Monats. 80% dieser ArbeitnehmerInnen sind Frauen – Menschen, die in ihren Dörfern überhaupt keine Perspektiven vorfinden. Im Gegenteil: ohne die Möglichkeit, eigenes Geld in der Stadt zu verdienen, sehen sich Frauen mit früher Heirat (oft schon mit 12J) konfrontiert, was eine solide Ausbildung verhindert und den Wohlstand verhindert. Ausserdem unterstützen gerade diese jungen Frauen, die in der patriarchalen Gesellschaft Bangladeshs noch immer als ‚Bürde‘ betrachtet werden, ihre Familien finanziell, wodurch ihre Brüder und Schwestern die Schule besuchen können… Wir Konsumenten sollten Druck auf die Textil-Multis ausüben und sie zur Einhaltung ihrer Versprechungen zwingen, die arbeitsbedingungen ihrer Zulieferer verbessern zu wollen !!

Das Thema ist so ziemlich das Schwierigste in dem gesamten Bereich: Einerseits denke ich – ja, ich als Konsumentin kann jeden Tag frei wählen, und mir jeder Konsumtätigkeit von mir ein (politisches?) Statement setzen. Dieser Gedankenweg führt einen direkt in Richtung Boykott der konventionellen Massenmodeanbieter. Logisch. Aber andererseits ist da die Argumentation von M.D., die dem irgendwo entgegensteht. Ja, es ist besser für die Frauen, irgendeinen Job zu haben als gar keinen. Aber wir als KonsumentInnen haben die Verpflichtung, uns für mehr Sicherheit und bessere Bezahlung für die Näherinnen einzsuetzen. Nur scheitert zweitere Überlegung von mir immer wieder an der Realität: Wie viele von uns gehen wirklich zur Verkäuferin in der Filiale und sagen „Ich möchte bitte bessere Zustände für die Näherinnen, kaufe aber gleichzeitig jetzt mal den Unterhosensonderpack um 10 Euro“. Oder noch unrealistischer: Wie viele kontaktieren die relevanten Player im Konzern mit den Worten :“Ich bin euere Kundin, will aber, dass sich was ändert!“? Das ist leider bereits eine Hürde, und außerdem ein Widerspruch. So lange es den Konzernen finanziell einfach nicht weh tut, werden die auch nix an der Situation ändern, im Gegenteil (ich finde es ja immer noch sowas von einem unmoralischen PR-Zug vom Textilschweden, den CEO brav zur Ministerpräsidentin von Bangladesch zu schicken, damit er ihr sagt, sie soll bitte höhere Mindestlöhne und mehr SIcherheit und was weiß ich einführen, und gleichzeitig munter zum Mindestlohn in hunderten Fabriken vor Ort weiterzuproduzieren. Die Aktion hat nix gebracht außer ein Foto, das um die Welt gegangen ist, und gezeigt hat, „wie engagiert“ die schwedischen Habschis nicht sind. KOTZ.) Außerdem denk ich mir oft: Konzerne wie der Textilschwede, die verstehen nur Zahlen. Also: Gewinnrückgang, Umsatzrückgang. Hoffentlich verstehen sie auch Zahlen wie 390 (Tote des letzten Unglücks). Es ist einfach eine Krux – mein Ansatz einer Lösung: Die, die es sich leisten können, wirklich mehr in ihre Kleidung zu investieren, die sollen bitte Textilschwede und Co. boykottieren – es gibt so viele, die sich auch hier schlicht nix Teureres als Kik oder so leisten können. Aber jenen Menschen muss man klar machen, dass sie zwar weiter kaufen können, aber bitte Verantwortung übernehmen sollen. So, und wie kommuniziert man das jetzt öffentlich? Das teilt dann die KonsumentInnen hier in zwei Klassen, was ich schwachsinnig finde. Und sorry, die breite Masse ist nun mal nicht politisch und schon gar nicht engagiert. Die schreien nur auf, wennst ihnen ihr Schnitzel und ihr Billigshirt wegnimmst.

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