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Lauter Blitze!

Ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe, prahlerisch klingen kann. Es ist aber absolut nicht so gemeint, im Gegenteil. Ich schreibe es, weil es mich einfach nur noch flasht, in einer Tour, seit 24 Stunden. Die schauten nämlich folgendermaßen aus:

Ich hatte dank meiner lieben Vea die Ehre, in der Jury des Protestsongcontests zu sitzen und Punkte zu vergeben – so richtig auf „and twelve points go toooo“ (außer, dass die Wertung nur bis neun Punkte ging, aber ihr versteht, was ich meine).

Flash.

Ich saß so nebenbei zwischen einem Drittel von Maschek, die ich sehr verehre, und ….. Peter Paul Skrepek, seines Zeichens Gitarrist. Von Falco. Wer mich kennt, weiß, dass innerlich flatterte. Falcos Gitarrist. Faaaalco!!!

Flash. Weiterlesen

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Ich nerv mich – und Tchibo ist schuld

Ich muss ja immer wieder drüber lachen. Einerseits werd ich grad als die Gutmenschin schlecht hin, nur noch bio und fair kaufend, und das wenig, durch die Gegend gereicht, andererseits steh ich seit einer Woche jeden dritten Tag sabbernd vorm ….. Tchibo- Regal im Supermarkt! Bitte wie peinlich ist das denn?!

Nein, auch nachm dritten Mal davor stehen habe ich es mir nicht gekauft. Aber es ist trotzdem wie verhext, ich kann mich noch so gut über die ganzen Kniffs beim Konsum, die die Supermärkte und Textilketten und was weiß ich noch wer mit uns drehen, beschäftigen – die Situationen bleiben gefährlich.

Worums geht? Also.

Angefangen hat alles damit, dass mein heißgeliebter Billa bei der Ubahnstation zugemacht hat. Weiterlesen

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Die Hose made in Bangladesh in meinem Schrank

Spät, aber doch: Mein heutiger Beitrag. Ich habe den heutigen Tag nämlich damit verbracht, mich von Dingen zu trennen. Meine Wohnung ist dankenswerterweise recht groß, und wir bewohnen sie lediglich zu zweit (was eine Katastrophe für den ökologischen Fußabdruck ist, aber ein großes Glück für die Beziehung – man hat einfach Raum). Und heute war es so weit: Ich bin meinen Besitz durchgegangen. Während der Liebste in der Küche alles wegschmiss, was abgelaufen war, und aus dem gerade noch verkochbaren Zeug eine herrliche Suppe kochte, wanderten bei mir Bücher, Zeitschriften und sonstiges Zeug kistenweise raus. Es ist unglaublich, bei einer so großen Wohnung merkt man einfach nicht, wieviel Krempel und Klumpert man ansammelt. Wohnzimmer, Küche und Bad fühlen sich definitiv schon „leichter“ an, nun ist das Schlafzimmer dran. Und dort steht der Kleiderschrank. Also der halbe, aber das tut jetzt nichts zur Sache.

Als ich im Oktober 2012 dachte, ich hätte mich bereits von so viel Zeug getrennt, jetzt passts – lag ich voll daneben. Es ist schon wieder ein Ikea-Sack voller Kleidung startklar für Tauschparties und die Caritas. Und ich habe das starke Gefühl: Da folgen noch weitere. Denn alles, von dem ich nicht wirklich sagen kann: „Das zieh ich gern an!“, fliegt.

Doch ein Teil, das heb ich mir auf, obwohl ich es nie anziehe.

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Gekauft habe ich diese Hose am 28. Dezember 2011. Ich war beim Textilschweden, um mir wie von einer Freundin angetragen für den anstehenden Jahreswechsel auf Teneriffa der spanischen Tradition entsprechend rote Unterwäsche zu kaufen (immer diese Traditionen übrigens, an den Weintrauben, die man ebenfalls traditionell dort ist, bin ich halb erstickt…). Ich kann mich noch genau an diesen Besuch beim Textilschweden erinnern: Es war überall Ausverkauf. Ich MUSSTE einfach einmal durchschauen, ob mich was anspringt. Diese Hose tat es. Heruntergesetzt auf 15 Euro. In Größe „Ja, wird schon passen“. Bei den Umkleidekabinen eine ewig lange Schlange – dafür hatte ich keine Zeit. Ich musste ja noch packen, am nächsten Tag gings Richtung Teneriffa. Zuhause dann die Hose (und die Bluse und das Top, das ich auch noch mitgenommen hatte, das Top um unpackbare 2,50) anprobiert. Sie schaute einfach seltsam aus, passte mir überhaupt nicht ordentlich. Weggeben konnte ich sie nicht. Sie war ja neu und vielleicht würde ich noch was draus machen und überhaupt, vielleicht würde ich sie ja doch mal anziehen. Rückgabe gibts beim Textilschweden auf Heruntergesetztes nicht, zumindest war das damals an der Kassa die Info.

Heute ist sie mir wieder in die Hand gefallen, versteckt im hintersten, untersten Eck meines Kleiderschranks. Ich schaute mir das Label mal genauer an (wobei mir eh klar war, dass auch wenn da jetzt Turkey oder Cambodia steht, es nicht besser ist):

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Diese Hose werde ich aufbewahren. Sie ist für mich und meinen Kleiderschrank (also was den Inhalt dessen anbelangt, ob der selbst eine Meinung hat, kann ich nicht sagen, wobei: Lustig wär das schon! „Hearst, was gibst ma denn da scho wieder eini, a so a Schaas, des ziagst sicher nia an, und dann hab ichs hängen. Super.“) fast schon ein Mahnmal: Sie ist der Inbegriff meines früheren Kaufverhaltens. Sie steht für das „zuviel“, in dem ich so leidenschaftlich geschwelgt habe, und für das so viele Menschen leiden mussten. Für das nicht-darüber-nachdenken, wo meine Kleidung herkommt. Für diese Anspruchshaltung, dass ich mir nebenbei schnell mal was zum Anziehen kaufen kann, ohne groß drüber nachzudenken. Wie gerne würde ich heute wissen, wer aller diese Hose (oder Teile davon) in der Hand hatte, bevor sie bei „meinem“ Textilschweden zum Verkauf da lag. Damals war mir das wurscht. Wenn diese Menschen wüssten, dass ich diese Hose erst einmal an hatte…

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…und danach

So! Es wurde echt Zeit – nur die Änderung des Untertitels auf „Vom Shopaholic zur kritischen Konsumentin“ hat nicht gereicht, immer noch dachten viele, ich würde mich gerade mitten in meinem shoppingfreien Jahr befinden. Daher heißt der Blog jetzt höchst sinnig: „Ein Jahr ohne Kleiderkauf … und danach“. Warum? Weil ich den Titel eigentlich noch nicht komplett ändern will (was die Übersetzung für „mir ist noch nix Schmissiges eingefallen, das aussagt, dass ich ein Jahr Selbstversuch hinter mir habe und nun weiterhin mich selbst und die alternative Modewelt beobachte und kommentiere, das sich in zwei Zeilen in dem Layout ausgeht“ ist), aber klarstellen möchte: It´s over. Aus und vorbei. Und doch ist jetzt alles ganz anders. Kritischer, überlegter, aber auch viel, viel schöner. 🙂

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Eine Neue in der Runde!

Ich darf vorstellen, eine neue Mitstreiterin (und bei der Gelegenheit muss ich mal wieder feststellen: Sorry, dass ich keine Blogroll habe, muss ich mal nachholen): Mathilda(tanzt) bloggt über ihr Shopping Sabbatical. Besonders Online-Shopping bereitet ihr noch Probleme…Ich finde ihren Blog sehr spannend, weil sie wiederum eine ganz andere Perspektive auf das Ganze hat wie ich: Ihr geht es rein ums Geld sparen. Komplett legitim. Ich halte ihr die Daumen! Und wünsche ihr einen schönen Urlaub!

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Die WearFair und die Nunu

Also ich freu mich ja immer noch, das ist schon ein ziemlich cooles Clipping! Und nachdem im Artikel die WearFair & mehr leider nur so wenig hervorkommt, mach ich halt hier am Blog umso mehr Werbung dafür 🙂

Es erwarten euch über 130 AusstellerInnen, davon 77 (!!) im Modebereich, von ökofairer Kinderkleidung bis hin zu avantgardistischem Upcycling. Klingt jetzt beides ein bissl naja, wenn man das so liest, aber ich versichere euch – da sind schwer tragbare Teile dabei, ich freu mich schon auf ein paar ganz bestimmte AusstellerInnen ganz besonders! Letztes Jahr durfte ich ja noch nicht, aber dieses Jahr….huiuiui!

Aber an all jene, die über den tollen Wienerinnenartikel auf diesem Blog landen, mal die Erklärung, wieso ich eigentlich so Werbung mach für eine Messe für nachhaltige Mode – lustige Geschichte. Knappe drei Monate nach Beginn meines Shoppingboykottjahres redet mich die Mama einer Freundin drauf an, dass ich da doch bitte was draus machen soll. Und ich denk mir auch: Ja, ich möcht da eigentlich beruflich was draus machen.

Und dann war mir das Schicksal mehr als gewogen. EINEN Tag später vertrete ich einen Kollegen bei einem Meeting, in dem es um eine neue Kooperation geht. Was ich nicht wusste: Um welche Kooperation es geht. Und im Meeting dann, dann lag mir die Kinnlade bei den Füßen: Es ging darum, ob GLOBAL 2000 bei der WearFair einsteigt. Das war kein Wink mit dem Zaunpfahl, da hat der ganze Garten gewackelt!

Meine Aufgabe ist Presse (viel) und Organisation (ein bisschen), und ich liebe es. Ich freue mich schon unglaublich auf die Messe und hoffe, ganz viele von euch dort zu treffen!

WearFair & mehr

Tabakfabrik Linz

27.-29. September

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Übrigens: Will uns wer helfen? Entgeltlich suchen wir

– Models (siehe hier, und auf die Diskussion gehe ich später einmal ein, nur soviel: Größe 38 ist nicht Size Zero)

– Freiwillige Helfer (die sich hier melden können)

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Neuer Kaufnix-Beschluss

…und wieder gehts nicht um was politisches, soziales oder ökologisches. Nein. Viel oberflächlicher.

Ich habe zwei Paar Jeans, beide stammen aus meinen Studentinnentagen, die eine zehn Jahre, die andere sieben Jahre alt. Die eine weit von oben bis unten und dabei wahnsinnig lässig, die andere hat einfach den perfekten Bootcut. Beide ohne Elasthan-Anteil (ok, die Blitzgneisser unter euch checken jetzt schon, in welche Richtung das geht, oder?). Weiterlesen

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Offiziell angrannt

Ich bin hochoffiziell komplett deppert. Habe heute mal reflektiert und mir durchüberlegt, welche Gedankengänge bezüglich Shopping mich im letzten Monat durchströmt haben. Gut, vorausgeschickt: Ich gehe logischerweise mit dem Thema übermäßig bewusst um. Also, in chronologischer Reihenfolge:

  • Ich hab soooo schönes neues Zeug.
  • Neues Zeug fühlt sich gut an.
  • Ich brauch nix, ich will nix, ich hab eh so viel.
  • Neues Zeug fühlt sich aber ziemlich schnell nicht mehr soooo gut an.
  • Ich hätt so gern.
  • Das ist aber schön, aber ich mag nicht shoppen.
  • Ich mag unbedingt shoppen.
  • Ich weiß, dass das eine Ersatzhandlung ist, aber ich mag trotzdem.
  • Verdammt, ich habe gerade ersatzgehandelt und mir Wolle für einen Ringelpulli gekauft.
  • Yess, Stricken!!!!!!
  • Ich brauche unbedingt noch Zweieinhalber, Dreieinhalber und Viereinhalbernadeln, die Dreier und Vierernadeln reichen noch nicht.
  • WHAT THE F…? Ich brauch die nicht!
  • Und schon gar nicht werde ich jetzt bei Amazon (!) auf „kaufen“ klicken. Wie gehts mir denn bitte?!?!
  • Dieses Tuch von Yvonne ist sooo schön, das hat sie ausm x-ray. Ein Laden, der verboten ist, weil konventionell.
  • Scheissverbote, die haben so viel schönes Zeug.
  • Nein.
  • Nein!
  • Alles scheisse produziert. Will ich eh nicht.
  • Himmelnochmal ich hab eh so viel anzuziehen.
  • Ich brauch nix.

Offiziell angrannt, würd ich sagen.

Aber immerhin, das effektive Ergebnis dieses Monats: Ein neues Armband, von einer Freundin designt, und einiges an Wolle. Ansonsten: Widerstanden. Sogar den Zwischengrößennadeln.

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Der Frustimpuls

Es ist doch unglaulich mit diesen Impulsen. Es gibt derzeit einen kleinen Teil meines Lebens, der mich streckenweise gewaltig frustriert. Das Problem ist ein sehr eingeschränkter bis kaum existenter Handlungsspielraum. Sowas vertrag ich gar nicht. Und nach halbstündigen mich-aufregen-und-nur-noch-alle-anknurren kommt in mir der Wunsch hoch: Ich mag jetzt Geld ausgeben und mir etwas kaufen, mit dem ich mich belohne und ablenke. Gegen diesen Impuls kommt anscheinend selbst ein Jahr Shoppingabstinenz nicht an. Oidaaaaa.

Aber ich habe dem Impuls nicht nachgegeben. Stattdessen bin ich schnell nachhause – und habe grad das Gefühl, die ganzen bösen Einkaufsverführungen in der weiten Welt da draußen (also auf der Mariahilfer und Umgebung, genauer gesagt), die sind jetzt weit weg. Und ich bin „in Sicherheit“.

Ich hoff nur, dass der Frust bald aufhört. Blöde Impulse.

PS: Und wehe, es fängt jetzt jemand an, mich aufs Onlineshopping hinzuweisen.

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Ein Monat danach

Erstes Kaufmonat um. Ja, ich hab ein paar neue Sachen.

  • DIIIIIIIIEEE Stiefel. Es ist Liebe. Pur und rein.
  • Gummistiefel. Hatte ich keine, hat mich einige Male letztes Jahr geärgert.
  • Strumpfhosen. Eine ist just im Büro wenige Tage nach Ablauf des Jahres gestorben, zwei wurden nachgekauft. Herrliche Teile. Endlich mal in ein bißchen Qualität investiert, ich hoffe, es zahlt sich aus.
  • Ich wollts eigentlich erst bei Finalisierung gestehen, aber: Ich hab die Teile von Anita schon. Mein Erstpulli war aber nicht ganz passend, passte aber glücklicherweise der Lady Grey. Am Zweitpulli wird gerade final gearbeitet. Aber die sind ja nicht wirklich gekauft, die sind getauscht.

Aber abgesehen von den Strumpfhosen kein einziges Mal in einem Geschäft gewesen. Herrlich, es reizt mich auch überhaupt nicht. Und online? Nur die Gummitöffler. Was hat mich diese Onlinebestellerei genervt diesmal. Aber auch offline: Es zieht mich nichtmal wirklich in die Läden, auf die ich mich so sehr gefreut habe – ich hab keine Zeit, ich hab grad keine Muße, und ich brauch einfach nix! Ich fühle mich wohl mit den Sachen, die ich habe.

Nächstes Shopping? Doch, das steht schon fest.

DORT! Aber sowas von! In zwei Wochen gehts für ein paar Tage nach Amsterdam, der Liebste wird zuhause gelassen, dafür die Beste mitgenommen.

 

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