Schlagwort-Archive: Textilschwede

Biologische Werbung

Arg, ich find den Textilschweden mit seiner verlogenen Conscious-Collection grade so schlimm, dass sogar die C&A-Werbung sympathisch wirkt. Weil: C&A hat gerade eine Plakatwerbung draußen, in der ein weißes Kleid in Bio-Baumwolle (mit Zertifikat?) beworben wird, während der Textilschwede weiterhin seine Conscious Collection ohne irgendwelche Nachweise bewirbt, und zwar Länge mal Breite.

Grumpf. Ärger schon am Morgen.

Edit, nur zur Erklärung: Ich lehne diese „Bio“/“Nachhaltigkeits“-Aktionen von C&A genauso ab wie die vom Textilschweden, der Inditex-Gruppenmitgleider usw. Solange da nicht klare Aussagen kommen von wegen Living Wages, Fairer Produktion und 100% Bio anstelle des Better-Cotton-Mists, sind sie aus ökologischer und sozialer Sicht einfach nicht ernstzunehmen. Aber im Vergleich wirkt die C&A-Bio-Werbung momentan echt sympathischer, diese depperte Textilschwedenkampagne spielt ihnen voll in die Karten. Das ärgert mich so.

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Gewinnrückgang beim Textilschweden

Im Büro wurde soeben diskutiert, ob ich das war 😀 😀

H&M startet mit Gewinnrückgang ins neues Jahr

Der schwedische Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) ist mit weniger Gewinn in sein neues Geschäftsjahr gestartet. Die Ausgaben für die Neueröffnung von Geschäften, die Einführung einer neuen Marke und der Aufbau von Onlineshops ließen den Gewinn in dem von Dezember bis Februar reichenden ersten Geschäftsquartal um rund zehn Prozent auf 2,46 Mrd. schwedische Kronen (295 Mio. Euro) sinken.

Auch die Krise in Europa und das zum Teil ungünstige Wetter beeinträchtigten das Geschäft, teilte der schwedische Konzern in Stockholm mit. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 28,39 Mrd. Kronen zu.

Textilindustrie in schwieriger Situation

Das erste Quartal sei von der nach wie vor schwierigen Situation in der Textilindustrie gekennzeichnet gewesen, sagte Vorstandschef Karl-Johan Persson. Die Umsätze hätten sich nicht so entwickelt wie erhofft. 2013 werde vermutlich ein herausforderndes Jahr werden.

H&M will in diesem Jahr seine Expansion beschleunigen und mit rund 350 Filialen mehr Geschäfte aufmachen als bisher geplant. Große Hoffnungen knüpft der Konzern auch an seine im März eingeführte Marke „& Other Stories“.

Quelle: orf.at

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Der Schwede hält mich wohl für fetzendeppert

Meine Fresse, der Textilschwede machts mir heute mal wieder viel zu einfach. Die haben jetzt eine Kollektion (ich wiederhole: EINE Kollektion, also grob geschätzt ein Vierundzwanzigstel der Jahresproduktion) mit – und jetzt festhalten – nachaltigerER Mode. Himmelnochmal, lieber Textilschwede, ich hab ja schon das Angeben mit  den 15.000 Tonnen verarbeiteter Biobaumwolle ohne Angabe der Tonnen, die insgesamt verarbeitet werden, echt schwach gefunden. Aber nachhaltigER? Als was genau? Ein Liter Milch, der nächste Woche abläuft, ist genaugenommen auch nachhaltiger als ein Liter, der morgen sauer wird. Sicher ist diese – sorry – depperte Kollektion nachhaltiger als die anderen vom Textilschweden, aber sollte das nicht eher was über genau die anderen Kollektionen aussagen? Oidaaaaaa, macht mich das wütend! Warum? Weil ich sie quasi schon vor mir seh, die Modemädchen, die sich drei Tops um fünf Euro und ein Teil aus dieser „nachhaltigeren“ Kollektion kaufen und dann überzeugt sind, sie haben grad was zur Verbesserung der Welt beigetragen.
Echt drastisch, wie plump wir von der Werbung inzwischen schon verarscht werden. Und noch dazu ist der Textilschwede wirklich fein raus – rechtlich ist das komplett in Ordnung. „Wir sagen ja nicht, wir sind nachhaltig, sondern nur, dass wir halt ein bissl nachhaltiger sind als andere….wer genau? Is ja wurscht, oder?“

Jetzt können wir eh schon alle das Wort „Nachhaltigkeit“ nicht mehr hören, und was macht der Textilschwede? Steigerung! Wetten, nächstes Jahr kommt dann die nachhaltigste Kollektion raus (und wieso denk ich grad an Kettenhemden?)?

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Noch dazu bestehen Teile dieser Kollektion wahrscheinlich auch aus Baumwolle der Better Cotton Initiative. Gleiche Tonart – niederträchtig und wäh. Und wenn man sich das ganze Bahöö anschaut, das sie auf der Website und in der Werbung rund um die Kollektion betreiben ….. liebe Textilschweden, könntet ihr bitte das, was ihr in das ganze Blabla rund um die Kollektion investiert habt, das nächste Mal bitte in faire Bezahlung der NäherInnen, Sicherheit an ihrem Arbeitsplatz und echte, richtige, ehrliche BIObaumwolle investieren?

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Point of no return

Zwischen meinem Innendrin und der Welt da draußen ist grad ganz viel Schleim – metaphorisch, aber auch wirklich buchstäblich. Zwischen Ingwertee, heißer Zitrone und der verzeifelten Suche nach der neuen Flasche Metavirulent, die ich erst vor kurzem gekauft und umgehend verschmissen hab, beginne ich schön langsam, mich wieder auf die Shoppingerlaubnis einzustellen (hab mich übrigens grad wunderbar vertippt und -erlaubnix geschrieben 🙂 ). Am Heimweg schnell noch in die Auslage von dem einen Schuhgeschäft geschaut, ob diese Strickstulpenstiefel noch da sind (ja, sind sie, und ja, ich denk mir dann auch jedesmal, dass ich ein Paar alter Stiefel einfach zopfstulpig aufmotzen könnte), und außerdem zwar nicht reingegangen, aber einen Blick reingeworfen beim Textilschweden.

Festgestellt, dass ich im vergangenen Jahr genau ein einziges Mal da drin war – um einen Biobaumwollbabybody zu kaufen – was für ein schönes Wort, BioBabyBaumwollBody… Und beim kurz einen Blick im Vorbeigehen reinwerfen wurde mir schlagartig klar, dass das, was ich gestern im Brustton der Überzeugung einer sehr netten Redakteurin ins Aufnahmegerät (eins mit Kassetten! Ich war das gesamte Interview begeistert in meine Kindheit rückversetzt…) geschwafelt hatte: Der Textilschwede, der sieht mich so bald nicht mehr von innen. Dieses sterile, diese Massenabfertigung, diese unglaublich vielen Produkte, dieses Bigger-Better-More-BlingBling, näh. Danke. Und sogar durch meinen Schnupfen durch konnte ich diese seltsame Sterilität des Ladens riechen. Diese Massenabfertigungsware ist mir wirklich unsympathisch geworden.

 

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Der Textilschwede tut was für die Umwelt

Der Textilschwede tut was für die Umwelt, und ich muss sagen – wenn das Projekt nicht zehn Seiten kleingedruckte Ausnahmefaktoren beinhaltet – ich fand es als Konzept auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht. Tropfen auf den heißen Stein, aber ein interessanter Ansatz! Jetzt frag ich mich  nur grad: An wen werden die zurückgegebenen Kleidungsstücke weitergegeben, und wann sehen wir die Aufdeckerdoku, dass der Textilschwede das auch nur verbrennt oder auf eine Deponie irgendwo weit weg bringt, weil sich ergeben hat, dass sie das Zeug nicht weiterverwenden können. Nur mal so dahingesagt.  Ich hoff, ich werde die soeben beschriebene Aufdeckerdoku nie sehen müssen.

Fünf Minuten Recherche ergaben dann folgendes:

Das schreibt der Textilschwede selbst:

H&M wird das erste Modeunternehmen sein, welches eine Kleidersammlung in ausgewählten Stores auf der ganzen Welt einführt. Durch diese globale Initiative können Kunden dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu schonen und die Umweltauswirkungen durch Textilabfälle zu reduzieren. Es werden alle Kleidungsstücke von allen Marken und auch in jedem Zustand akzeptiert. Pro abgegebener Tüte bekommen die Kunden einen Gutschein für 15 % auf einen Artikel. Die gesammelten Kleidungsstücke werden dann von H&Ms Partner I:Collect übernommen, der eine etablierte Infrastruktur für eine Weiterverarbeitung bietet, um Konsumgüter einem neuen Nutzen zuzuführen.

Alle Marken vom Textilschweden oder alle, alle Marken? Auf der Suchen nach I:Collect bin ich auf diese Firma in der Schweiz gestoßen. So wie es da steht, scheint das Zeug dann einfach weiterverkauft zu werden. Und wenn das stimmt, ist es ein Geniestreich vom Textilschweden. Sie verkaufen Gewand einfach doppelt, weil die KundInnen es ihnen gratis zurückbringen. Für einen SACK voller Kleidung bekomm man 15 Prozent auf EIN neues Kleidungsstück.

Ok, ihr lest hier mich live beim Denken, und mir geht grad ein Glühbirndl auf: Kann es vielleicht, möglicherweise, naiv gefragt unter Umständen sein, dass da mal wieder das megafette Umsatzplus für den Textilschweden im Vordergrund steht anstelle der Umwelt?

Edit: Ich bin grad echt traurig, es ist wirklich so weit gekommen – die setzen Aktionen, die zumindest mal im Ansatz grün sind, und ich zerleg sie. Da versteh ich das Argument vieler Konzerne, die sagen, wozu solle man da Schritte setzen, man wird ja eh nur dafür abgewatscht. Soll man das Projekt doch als gut gelten lassen? Mein Bauch sagt nein. Ich bin verwirrt.

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Stopp mit den Entschuldigungen!

Spannend, wieviele Leute mir derzeit erzählen, was sie sich nicht tolles Neues gekauft haben, und sich direkt im Anschluss dafür entschuldigen. Die einen sagen: „Mah, sorry, ich reib dir das unter die Nase und du darfst ja nicht.“ Das find ich zwar sehr nett, ist aber egal – meistens. Weil was wär ich denn für eine Freundin, würd ich meinen FreundInnen ihre neuen Dinge nicht gönnen?

Die anderen sagen: „Tschulligung, ich weiß eeeeeeeeh, ist vom Textilschweden“ oder von einer anderen konventionell herstellenden Kette. Und entweder sie flüchten sich in Ausreden, warum das eigentlich eh nicht so schlecht ist und sie auf gaaanz andere Sachen schauen und das schon so passt, oder sie meinen mit schlechtem Gewissen, sie wüssten eh, wie es besser geht. Auch das ist wahnsinnig nett mir gegenüber, aber nicht nötig. Ich will hier ja nicht missionieren, sondern nur dokumentieren, wie sich meine Perspektiven verschieben! Sonst nix…

Also: Es liegt bei jedem und jeder selbst, ein kritischer Konsument zu werden. Vor mir, nur weil ich an Logorrhöe leiden und pemanent Bla von mir gebe, gibts nix zu beweisen.

Nur der Evelyn, der hab ich gestern angedroht, dass ich das nächste Mal ein Bühnengewand für sie nähe, bevor sie wieder Massenbestellungen bei Zalando macht 😉 Achja, Blogmissbrauch: Evelyn. Tolle Frau, Wahnsinnsstimme, und endlich mal an der Reihe, durchzubrechen. Oder wie das heißt. Wurscht. Evelyn ist toll – auch mit Zalandokleid. Überzeugt euch einfach selbst.

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Die persönliche Archillesferse

Gestern Abend, nach mehrstündigem Kinder-zum-Lachen-und-direkt-ins-eigene-Ohr-kreischen bringen (es gibt nichts besseres für die seelische Gesundheit als die Dreckslache einer gut gelaunten Fünfjährigen), musste ich nochmal den Kopf durchlüften und ein bissl spazieren gehen. Also beschloss ich, meinen Selbsttest vom Jahresanfang zu wiederholen.

Das Ergebnis war fast das Gleiche. Die Kleidung war mir komplett wurscht, egal, ob Textilschwede, C&A, Vero Moda, New Yorker oder oder oder. Stattdessen zwei neue Impulse: Erstens, das von mir favorisierte Wunschoutfit stand exakt wie von mir beschrieben in der Auslage von New Yorker, was meine Lust an dem Outfit wieder ziemlich ordentlich absenkte. Zweitens waren in der Auslage vom Textilschweden ein paar Sachen, die mich dazu inspirierten, sie selbst nachzunähen. Sollte sowas nicht eignetlich andersrum funktionieren? Sich inspirieren lassen, um es dann billiger nachzumachen? Eine Selbstproduktion wird auf alle Fälle teurer als ein einfacher Kauf mein Textilschweden. Is mir aber wuuuhuuurscht. Zu stark ist der Gedanke beim Anblick der Sachen, wer das wohl produziert hat, und wie. Wäh.

Aber eine Ausnahme gab es. Wieder waren es Stiefel, und wieder im selben Geschäft wie damals. Grau, mit Strickstulpe. Ich hab irgendwie den leisen Verdacht, dass das mit dem Schuhekaufen nächstes Jahr sehr streng kontrolliert werden muss. Stiefel sind einfach meine persönlich Archillesferse…

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Gegenwind ausm eigenen Land

Der Textilschwede wird vom schwedischen TV böse kritisiert. Mit englischen Untertiteln. Viel gibts dazu nicht zu sagen – außer: Und nochmal 20 Minuten, die mich davon abhalten, 2013 wieder schwach zu werden.

 

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Verschlafen…

Nachdem dank dieses Sängers meine gestrige Nacht etwas lang war, habe ich erstens fulminant verschlafen und zweitens bin ich damit beschäftigt, meine bereits nicht mehr schlafenden Hirnzellen dazu zu bringen, sich der Arbeit zu widmen. Drum: Sorry! Das wird nix mit mir und über die böse Textilwirtschaft nachdenken heute. Zum Glück widmen sich dem andere Leute: Mal wieder Breitseite von ganz neuer Front gegen den Textilschweden. Liebe Schweden, das hab ich bereits auf der FH gelernt: Gute CSR ist auch gut nach innen, schließt also gute Personalwirtschaft mit ein. Oahjee.

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Der Textilschwede nervt

Ok, der Textilschwede ist nicht nur oft böse und meine Ansicht nach aus den falschen Beweggründen bemüht, nein, seit kurzem NERVT der Textilschwede extrem. Und der Grund ist dieses Entenschnäbelchen: Lana del Rey. Der folgende Post hat – schriftliche Garantie, Siegel und Indianerehrenwort – nix damit zu tun, dass ich frustriert bin, weil ich nicht shoppen kann. Denn: Der Textilschwede ist sowieso auch nächstes Jahr so gut wie Geschichte.

ABER: Kennt ihr diese unsäglichen TV-Spots, in denen obendrein ein eigentlich recht netter musikalischer Klassiker verunglimpft wird?

Screenshot Youtube.com

Screenshot Youtube.com

Die Werbung soll witzig sein: Ist sie nicht.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und ich bin mir sicher, Leggings und Achtzigerjahrekuschelpulli in Blasspfirsichfarben gefallen irgendjemandem auf dieser Welt: Mir nicht.

Aber das allerschlimmste ist das Gesicht, dass die Dame versucht zu ziehen: Offen gestanden ist diese Werbung die erste, die es jemals geschafft hat, dass ich mich jedes einzelne Mal, wenn ich sie sehe, unwohl fühle. Zombieface, künstlich.

Der Freund findet sie auch fürchterlich, aber der soll ja auch nicht von der Damenmodewerbung angesprochen werden. Nur: Geht es irgendwem da draußen auch noch so?

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