Archiv für den Monat August 2013

Von unfertigen Kleidern und bald fertigen Stiefeln

Motzraunznöl. Ich wär ja wirklich schon gern weiter mit diesem Projekt, aber bisher ist genau das Vorder- und Rückenteil halb fertig – und der erste Ärmel genau SO lang:

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Warum? Weil ich derzeit mitten in meiner FH-Abschlussarbeit und den finalen Korrekturen hierfür stecke. Ächz. Dabei würd das Wetter grad so perfekt passen für das Pulloverkleid….

Aber zurück zu meinem Schuhgemosere von letztens: Erstens mal danke für die vielen Hinweise hier am Blog und auf Facebook, einige ganz gute Marken, so rein optisch, gibts ja doch. Nur: Ich bilde mir grad ganz fest solche Schuhe wie die unten am Foto ein – wo find ich die in bio und fair? Ich weiß, die schauen jetzt nicht besonders ausgefallen aus, aber ich (ich!) werde mich demnächst von einigen (einigen!) Schuhen trennen (!!), und hätte gerne solche. Und: weiter Schaft, ganz dringend! Ich habe nach eingehender Begutachtung übrigens leider festgestellt: Meine Lieblingsteile sind sehr abgelaufen und haben bereits an zwei Stellen Ansätze von Löchern (!), so niedergeritten hab ich die in den letzten drei Jahren. Das gibt noch Traueranfälle, wenn der Schuster mir die harte Wahrheit überbringt…

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Gefunden auf Pinterest, dieser zeitfressenden Teufelserfindung 🙂 Ich find ja das ganze Outfit cool, aber ich werd nie verstehen, wie es bequem sein kann, Taschen SO zu tragen.

Edit: WOW, Jonnys hat sie ja wirklich alle (nur noch nicht auf ihrer eigenen Homepage 🙂 )!! Ich habe hiermit offiziell eine neue LIeblingsmarke. Jetzt muss ich nur noch schauen, von welcher Ecke ich mir die 130 Euro abspare…

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Kaufrausch und Verkäuferschmähs, dokumentiert

Also wenns nicht gerade um Sitcoms a la Big Bang Theory oder 2 Broke Girls oder – ich gestehe – Sozialporno a la Shopping Queen zum Hirnabschalten (Immer noch: Eine Sendung wie ein Autounfall, und der kommentierende Designer liefert überraschenderweise manchmal echte Wuchteln ab) geht, bin ich ja kein so großer Fan von deutschen Privatsendern.

Doch gestern war – zwar auch mit diesem klassischen Privat-Skandal-Reportage-Kolorit, aber trotzdem – eine sehr lässige Doku auf RTL. Es ging um sogenanntes Schnäppchenkaufen und den klassischen Kaufrausch: „Nicht mit uns! die große Schnäppchenlüge“ der natürlich höchst plakative Titel… hier kann man die ganze Sendung nochmal anschauen.

Einiges kannte ich schon, was vor allem in großen Ketten abgezogen wird, aber so gehäuft war es dann doch wieder überraschend und schockierend. Um den Absatz zu steigern, werden

  • Produkte künstlich verknappt (damit man es gleich kauft, weil man gelernt hat, dass das Zeug weg ist, wenns weg ist, und nicht nachgeliefert wird).
  • Stressmomente ausgelöst („Nur jetzt!“ „Angebot des Tages!“), was den Blutdruck steigert und dem Körper suggeriert: Überlebensmodus, raff an dich, was geht, du hast keine Zeit zum Denken.
  • Rolltreppen mindestens acht Meter vom Eingang entfernt aufgebaut, damit man eine ganze Strecke durchs Geschäftslokal zurücklegen muss – und rechts und links starren einen am Weg die Verführungen an.
  • in Schuhgeschäften Parfums mit Ledergeruch versprüht, auch wenns dort nur Plastikschuhe gibt (und das wird dann „Air Design“ genannt, unglaublich)
  • falsche „statt“-Preise angegeben („Jetzt 1,99 statt 3,49!“ – dabei hat das Teil nie mehr als 1,99 gekostet)
  • Fenster abgehängt und mit Kunstlicht „warmes“ Licht geschaffen
  • Illegalerweise Störsender eingebaut, damit man nicht an der Kasse stehen kann und sagen kann: „Bitte auf Geizhals steht, dass es das Teil dort und dort um 20 Euro billiger gibt.“ bzw überhaupt gleich in den anderen Laden schaut). Schwer illegal, weil wenn alle Handys nicht funktionieren, funktioniert bei einem Notfall das Rufen einer Rettung auch nicht.

Aber das Allerirrste ist die Familie, die damit Geld verdient, dass sie im Bekanntenkreis verdeckterweise Produkte anpreist. Anschauen!

Das Schöne kam dann danach: Mein Lieblingsfilm – typische Amikomödie, aber mit unglaublich vielen Lachern und vor allem einer grandiosen Sookie (ich merk sie mir einfach nur unter dem Namen) sowie einem männlichen Hauptdarsteller, dessen irischer Akzent (unbedingt auf Englisch schauen, den Film) mich damals im Kino zum Schmelzen gebracht hat. War ein bissl peinlich, der Holde ist direkt neben mir gesessen…. Tut zwar jetzt genau nix zur Sache, was diesen Blog angeht, aber … mei. Mir ist grad danach. Ich mag nämlich nicht FH-Abschlussarbeit schreiben. Merkt mans? 🙂

 

 

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Offiziell, die zweite: WearFair & mehr

Tadaa, unsere neue Aussendung:

www.wearfair.at

Aviso: WearFair & mehr 2013 – DIE Messe für Mode und Lifestyle – ökologisch, fair, nachhaltig

Die WearFair & mehr macht Linz von 27.-29.09.2013 zur europäischen Hauptstadt der Nachhaltigkeit. Das Angebot kann sich sehen, fahren, tragen und schmecken lassen: Vom Elektrozweirad bis zu Taschen, die aus Feuerwehrschläuchen upgecyclet wurden, vom Natursauerteig aus dem Fichtenholzfass zum Sonnenstrom und vom Bio-Nagellack zum ökofairen Baby-Shirt.

Bunt ist das Angebot – aber der rote Faden quer durch das Sortiment ist grün und fair. Über 130 Ausstellerinnen und Aussteller aus ganz Europa kommen heuer nach Linz und garantieren durch von uns anerkannte und auserwählte Gütesiegel die ökofaire Nachhaltigkeit ihrer Produkte“, erklärt Messeorganisatorin Uta Varty das Konzept der WearFair & mehr.

Diese geht heuer schon zum sechsten Mal über die Bühne. „Bis dato lag der Schwerpunkt auf Bekleidung – durch die jährlich wachsenden Besuchszahlen haben wir aber gesehen, dass wir über den Tellerrand hinausschauen und das Angebot ausweiten sollten. Heuer findet man hier so ziemlich alles, was das Herz für Nachhaltigkeit begehrt & mehr – von Bekleidung, über Ernährung bis zu nachhaltigen Geldanlagen!“, freut sich Varty.

Aber nicht nur zum unbeschwerten Kaufen soll die WearFair & mehr anregen. Parallel zur Messe wird in den denkmalgeschützten Räumen der Linzer Tabakfabrik auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten, das zum Diskutieren, Zuhören, Austauschen und Informieren einlädt. Bei Diskussionsveranstaltungen tauschen sich ExpertInnen, UnternehmerInnen und JournalistInnen über die Möglichkeiten alternativer Lebensstile aus, bei Filmvorführungen, Seminaren und Workshops können die BesucherInnen hautnah erfahren, welche Ansätze es zu nachhaltigen Lebensstilen gibt.

Das neue Team, bestehend aus MitarbeiterInnen von Südwind, GLOBAL 2000 und dem Klimabündnis Oberösterreich, hat sich für die WearFair & mehr 2013 ein klar definiertes Ziel gesetzt: „Mit der WearFair & mehr 2013 in Linz zeigen wir auf, was man alles tun kann, um mehr Nachhaltigkeit ins Leben zu bringen: vom bewussten Konsum bis zu den vielfältigsten Handlungsmöglichkeiten im Alltag, 365 Tage im Jahr!“

Weitere Informationen zur WearFair & mehr 2013 finden Sie unter www.wearfair.at/messe und auf Facebook unter https://www.facebook.com/WearFair

Fotomaterial zum Downloaden
Fotos 2013 in der Tabakfabrik
Impressionen der WearFair 2012

Tickets:
Vorverkaufstickets sind in allen Sparkassen und Erste Banken erhältlich.
Ermäßigte Eintrittskarten erhalten: BesitzerInnen der Familienkarte OÖ und der Linzcard, AK-Mitglieder mit der Leistungskarte, InhaberInnen des Aktivpasses, SchülerInnen, Studierende, Arbeitslose, Zivildiener, AsylwerberInnen, PensionistInnen
Kinder bis 15 Jahre zahlen keinen Eintritt.

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Faire Schuhe. Blödes Thema.

Leider leider. Im Netz gefunden: Ökoschuhe.de.

An sich eine tolle Idee. Wirklich. Gute Biohändler zusammengefasst zu einem Store, große Auswahl, alles fein.

Aber es wird leider nicht besser, diese Optik. Wieso können Ökoschuhe nicht einfach „normale“, aktuell moderne Leisten haben? Sehe ich das falsch? Wenn man aufs Material und die Produktionsweise achtet, warum kanns dann nicht egal, sein, nach welchen Zuschnitten man arbeitet?

Mit sehr wenigen Ausnahmen – hier (aber zu hoch für gemütliches Gehen für mich), hier (aber für meine Verhältnisse viel zu teuer) und hier (gut, die find ich wirklich schön) – find ichs einfach fürchterlich, diese Optik – ich habe mich grad wirklich durch alle Kategorien bei den Damenschuhen geklickt. Ein bißchen mehr Auswahl an Schuhen, denen man ihre Ökoherkunft nicht sofort ansieht, gibts bei Maas Natur, finde ich.

Die Ausnahme: Ökoschuhe, denen man das Öko nicht ansieht.

Die Ausnahme: Ökoschuhe, denen man das Öko nicht ansieht.

Trotzdem, ich kapiers nicht. In der Mode bemüht man sich seit Jahren, dass Ökomode den Jutesack-in-blassen-Naturfarben-Look endlich loswird – und ist dabei auch erfolgreich, die diese herzige Taxigeschichte (letzter Absatz) auch beweist. Warum ist es dann den Schuhmarken, die gut und fair produzieren, so wichtig, dass man ihren Look kilometerweit im Nebel erkennt?

 

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Prokrastinationsideen in Hülle und Fülle

Na eh klar. Was passiert, wenn ich vier Tage intensivst über meiner FH-Abschlussarbeit brüten sollte? Ich entdecke, nachdem mich die Hinweise eigentlich immer genervt haben, Spotify für mich  – natürlich gleich mal in der Premiumversion, ich mag schließlich vor allem unterwegs streamen können, ich beschließe, nicht mehr wegen einem Tablet herumzuraunzen und stattdessen mehr Funktionen an meinem Handy zu testen (und beginne, bis vier in der Früh Bücher am Handy zu lesen…blöder Nebeneffekt), und mir fallen unzählige Projekte ein, die ich machen könnt, wenn ich nicht an dieser blöden Arbeit sitzen müsste, von der gradmal die Hälfte geschafft ist. Ein Ergebnis meines kauffreien Jahres ist definitiv die sehr große Lust aufs Selbermachen – selbst stricken, selbst nähen….

Erstens: Mein selbstgestricktes Bändchentop wird zum Kleid, als Top hab ichs nämlich nie an, und dafür ist es zu schade. Gemeint ist das zweite von rechts:

2013-07-25 17.40.41

Ich möchte mir unbedingt genau so einen Rock nähen, die Anleitung wirkt ja wirklich watscheneinfach (Klick aufs Bild -> ab zur Anleitung):

rock

Ich ärgere mich, dass ich diese Anleitung nicht vorm Sommer schon gefunden hab – weil ein ganz ähnliches Kleid auf Dawanda mir schon verdammt gut gefällt:

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Sechskommasechs Minuten

Ich les schon seit einer Weile dort mit, hab allerdings noch nie drüber geschrieben: Beyond Fashion ist ein echter Lesetipp für Fans von FairFashion-Blogs. Bin dort über eine spannende Auflistung gestoßen (meine Kommentare in schräg):

  • bis zu 60 000 km hat ein Kleidungsstück schon zurückgelegt, wenn es bei uns auf dem Ladentisch liegt (eineinhalbmal um die Erde)
  • mehr als 6 kg Chemie kommen auf die Herstellung von einem Kilo Textilien (siehe hier)
  • 7 000 textile Ausrüstungsstoffe und 4 000 verschiedene Farbstoffe kommen in der Bekleidungsindustrie zum Einsatz
  • ¼  des Gewichts eines Kleidungsstückes sind Chemikalien (oft auch mehr, siehe wiederum hier)
  • 35€ Monatslohn erhält eine Näherin in Bangladesch (hat sich eigentlich irgendwas getan seit Rana Plaza? Es wurde ja wieder eine Erhöhung des Mindestlohns angekündigt, was nicht nur aufgrund der Inflation von 8% bitterst nötig ist, es ist einfach immer noch insgesamt viel zu wenig.)
  • lediglich 0,5 bis 1% des Verkaufspreises geht als Lohn an die ArbeiterInnen
  • 6,6 min darf die Fertigung eines Sweatshirts dauern (das war mir neu. Wenn ich daran denk, wie bescheiden meine Ergebnisse werden, an denen ich mindestens eine Stunde und mit viel Ungeduld arbeite…)
  • oft bis zu 17 h beträgt ein Arbeitstag der NäherInnen
  • 90 % der in Deutschland verkauften Kleidungsstücke werden in Billiglohnregionen produziert
  • 11 % aller Pestizide und 24 % der Insektizide weltweit werden für den Baumwollanbau verwendet
  • 10 000 Bauern sterben jedes Jahr beim Einsatz von Pestiziden im Baumwollanbau (mehr, da bin ich mir sicher)
  • 750 000 Tonnen Altkleider landen jährlich in Deutschland in der Kleidersammlung

Viele der Zahlen kannte ich schon, aber so, in aller Härte aufgelistet, übt das immer noch gewaltige Kraft auf mich aus. In anderen Worten: Das fetzt rein, immer noch.

Guter Blog.

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Dreiste erste Straße

Beim Recherchieren von Blogs im Textilbereich bin ich auf die Corporate-Seite von Street One gestoßen. Lese den Einleitungstext.

Unsere Marke

Eine Vision von aktueller und schneller Fashion

Die Unternehmensgründer der Marke Street One hatten 1983 eine Vision. Sie wollten aktuelle Fashion kurzfristig und schnell liefern können. Das haben sie geschafft und diese Aufgabe wird heute noch jeden Tag und immer wieder aufs Neue vom gesamten Street One Team gemeistert. Mit einem Gespür für Fashion und einem kompletten Fashion-Sortiment.

Mit viel Disziplin und bestens durchorganisierten Prozessen. Denn nur so können 12 Kollektionen im Jahr an über 4.000 Verkaufspunkten in ganz Deutschland und Europa so schnell geliefert werden.

Überall dorthin, wo die Marke Street One für hohe Aktualität und Kombinierbarkeit von Fashion steht, gepaart mit hervorragenden Passformen und Qualitäten sowie einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Denn bei Street One stehen die Wünsche und die Bedürfnisse der Kundinnen immer im Mittelpunkt allen Handelns. Das ist die von allen konsequent gelebte Markenphilosophie. Die Marke lebt und liebt die Marktnähe.

Deshalb ist Street One auch so attraktiv für ihre Handelspartner und Kundinnen. Für die einen wegen der abverkaufsstarken Produkte, des hohen Lagerumschlags und des kontinuierlichen Wachstums. Für die anderen wegen der modischen, abwechslungsreichen und aktuellen tollen Outfits. Das alles macht Street One heute zu einer der führenden und erfolgreichsten Young-Fashion-Marken für Frauen.

Bisher dachte ich, dass Textil-Unternehmen die paar kleinen grünen Schritte, die sie tun, sehr laut kommunizieren, aber den ganzen Rest, der – sagen wir mal – sehr ungrün ist, einfach verschweigen. Dass ein Unternehmen auch noch so stolz erklärt, dass sie mit 12 Kollektionen im Jahr Mitglieder der mörderischen Fast-Fashion-Bewegung sind, und stolz sind auf abverkaufsstarke Produkte (ist ein Unterschied zwischen abverkaufsstark und verkaufsstark oder kapier ichs nur einfach nicht?) und mit keinem einzigen Wort auf Verantwortung, Nachhaltigkeit oder wenigstens irgendein Scheiß Ökotex 100-Siegel-Gedöns eingehen, das find ich schon heftig.

Oh. Sorry. Hab grad weitergeklickt. Da steht dann doch was von Verantwortung. Und als ob ichs gerochen hätte: Weiterlesen
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Bessere Baumwolle – und mich ärgerts schon wieder

Langsam wirds wirklich eng. Ich sollte bereits einige Seiten meiner Abschlussarbeit für die FH geschrieben haben – und? Noch fast nix hab ich. Darum bunkere ich mich in den kommenden Tagen zuhause ein und hoffe, dass ich was weiter bringe.

Und was mach ich? Richtig. Ich surfe. Und ärgere mich schon wieder. Der Möbelschwede, der hat ja nicht wenige Baumwollprodukte im Angebot. Und der ist Gründungsmitglied der Better Cotton Initiative. Eine Initiative, der ich gelinde gesagt kritisch gegenüberstehe – einfach, weils eine halbe Sache ist. Das ist keine Biobaumwolle, sondern – wie der Name schon sagt – etwas bessere Baumwolle. Weniger Wasser, weniger Pestizide, Ausbildungen für Bauern. Aber: Anscheinend kaum überprüfbar, offen für gentechnisch verändertes Saatgut (und damit Tür und Tor sperrangelweit offen für Monsanto und Co.), und vor allem: Das gilt nur bis zu den Ballen, die Verarbeitung, Stoffspinnerei und Färbung steht schon wieder auf einem anderen Blatt.

Folgendes schreibt die Christliche Initiative Romero e.V., die in dem Bereich sehr aktiv sind:

Die BCI wurde 2009 von großen Markenfirmen wie Adidas, Gap, H&M, Ikea, u.a. gemeinsam mit NROs wie WWF, PAN u.a. gegründet.

Soziale Kriterien

  • ILO-Kernarbeitsnormen
  • Aus- und Weiterbildung für Management und ArbeiterInnen findet nicht statt.
  • Es findet kein internes Monitoring durch die BaumwollproduzentInnen statt. Es gibt keine unabhängige lokale Beschwerdestelle für ArbeiterInnen.
  • Es gibt keine unabhängigen Kontrollen der Management-Audit-Systeme der jeweiligen Mitgliedsunternehmen durch BCI.

Ökologische Kriterien

  • Fokus auf konventionellen Baumwollanbau.
  • Genmanipuliertes Saatgut erlaubt.
  • Nachhaltiger Umgang mit Wasser und Böden.
  • Reduktion von Agrarchemikalien.
  • BaumwollproduzentInnen evaluieren ihre Produktion nach den BCI Standards. Die Selbsteinschätzung wird durch die BCI-Arbeitsgruppe überprüft. Stichprobenartige Verifizierung durch BCI-PrüferInnen.

Transparenz

  • Die sozialen und ökologischen Kriterien sowie deren jeweiligen Überprüfungsverfahren und Ergebnisse werden nicht öffentlich in einer verständlichen Form publiziert.
  • BCI verfolgt den Prozess der Umsetzung der Kriterien bis zur Entstehung der Baumwoll-Ballen, die mit einem Code versehen werden.
  • Es gibt ein Siegel auf den Kleidungsstücken mit entsprechender Baumwolle.

Kommentar CIR:

Die Baumwollproduktion gemäß den BCI-Standards stellt eine Verbesserung zum konventionellen Anbau dar. Es handelt sich jedoch nicht um Bio-Landbau, genmanipuliertes Saatgut ist erlaubt. Es werden keine Preisaufschläge für die BCI-Baumwolle gezahlt.

Und dem IKEA gratulierens jetzt, dass er bis 2015 komplett auf better cotton umgestellt haben will. Hallo, der ist Gründungsmitglied der BCI, die werden das wohl schon 2009 in ihrer Planung gehabt haben?!

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Öffentliche Warnung vor Primark

Hoioioioioi, das ist ja komplett an mir vorüber gegangen, ist bereits Mitte Juni publik geworden: Die Arbeiterkammer Tirol warnt öffentlich vor Primark. Da gehts jetzt nicht um Produktionsbedingungen, sondern die Bedingungen in den Verkaufslokalen hier in Österreich. Aber auch die scheinen wirklich, und zwar so richtig bescheiden zu sein. Auch wenn es kein Vergleich ist mit den Zuständen in den Fertigungsfabriken: Es ist einfach traurig, dass solche Zustände im Jahr 2013 vorkommen. Welche Zustände? Diese hier: Weiterlesen

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Fashion-Zen

So, und jetzt komm ich nach dem ersten Stress im Büro (1300 Mails in 12 Tagen – neuer Rekord. Wobei: waren auch viele Google Alerts dabei) mal wieder zu einem ausführlichen Blogbeitrag. Wobei, wirklich gut recherchiert ist der auch nicht, das wird jetzt mehr so ein Blabla. Ich bin überhaupt in letzter Zeit nicht mehr so ganz uptodate, was die Entwicklungen am Markt betrifft. Wird nachgeholt 😉

Aber zurück zum Blabla: Ja, es geht. Man kann doch glatt 10 Tage ohne einen Gedanken an Textilien und den Kauf selbiger verbringen. Na gut, am Strand mitten im Naturschutzgebiet hat man jetzt auch nicht unbedingt die Wahnsinnsgelegenheit dazu.

(c) Flo S.

Nein, ich bin da nicht runter gehupft. Ich hab mich schon vor zwei Metern Höhe angesch… und habe die eineinhalb Meter-Klippe vorgezigen. Andere hingegen haben sich mirnixdirnix 13 Meter runtergehaut. Wahnsinn…

Aber auch in Pula, das wir einen halben Tag lang besuchten, bis wir vor der Hitze flüchteten: Fehlanzeige. Ein wirklich tolles Bademodengeschäft mit wunderschönen Bikinis, ganze drei Second-Hand-Läden in unmittelbarer Nähe zueinander: nix, null, nada. Keine Lust, da reinzuschauen. Ich war quasi im Fashion-Zen. Früher Shopaholic, dann auf Entzug, mich aber irre viel mit dem Thema auseinander gesetzt und recherchiert, und jetzt: nix. Ein Zeichen, dass der Urlaub dringend nötig war. 🙂

Gestrickt hab ich übrigens auch nicht. Viel zu heiß. Was mich auf mein seit Monaten brachliegendes Projekt des Allwetterschals bringt (da hat dann die Konsequenz doch nimmer gereicht). Weiß wer, wo ich die Wetterdaten für Wien der vergangenen Monate herbekomme, Tag für Tag? Zamg?

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