Archiv des Autors: nunette

Strick-Kino…Großes Kino!

Man lese sich diesen Flyer durch und spreche mir nach: Susanne ist einfach die Coolste!!

Die hat das nämlich organisiert. Ich kanns kaum noch erwarten – genausowenig wie mein Interview im ZiB-Magazin in zwanzig Minuten, das ich zum Thema „Stricken als Trend“ gegeben habe! Dieser Strickverein rockt einfach so unglaublich viel, es ist genial!

Getaggt mit , ,

Ich hätt gern Bio-Früchte

Irgendwann in letzter Zeit bin ich mal über Stylefruits.de gestolpert. Kurz erklärt: Da kann man sich selbst aus den verschiedensten Onlineshops Sachen aussuchen und zu Kollagen zusammenstellen. Und die schauen dann beispielsweise so aus (alle Fotos: (c) Stylefruits.de!)

der-fruehling-kann-kommen

Abgesehen vom Schal: Nettes Outfit. Ich würd das Speiblila weglassen. Aber die Schuhe, hach…

Oder so. Übrigens: Man kann auf der Website in die Bilder hineinklicken und landet in direkt in den jeweiligen Onlinestores. Schlaue Idee, irgendwie.

Nennt sich "Gechillt zur Schule"....

Nennt sich „Gechillt zur Schule“….

Oder aber auch so (ich hab auf die Schnelle drei Outfits aus den „neuesten“ ausgewählt, da sich mir die Website noch nicht so ganz erschließt):

kranker-kitsch

Prinzipiell find ich das eine gute Sache, dass man bereits vor dem Kauf solche Outfits zusammenstellen kann und dann entscheiden kann, ob es zusammen passt oder nicht. Gerade das ist es doch auch, was so vielen Frauen am Kleiderkauf Spaß macht, oder? Aber zwei Sachen fallen auf:

  1. Gut drei Viertel der Outfits schauen stilistisch wirklich gleich oder sehr ähnlich aus, siehe beispielsweise die ersten beiden von mir geposteten. Aber dennoch sind die ausgewählten Artikel alle unterschiedlich! Das ist doch Wahnsinn, dieses Überangebot, bei dem erst recht alles gleich ausschaut, oder? Mich erschlägt das Etwas.
  2. Ich hätt bitte gerne genau dieses Konzept für biofaire Mode. Alle verfügbaren Shops und Designer, die Online versenden, zu einem Netzwerk zusammenhängen, und UserInnen solche Outfits in Fair und Bio zusammenstellen lassen. Klingt nach einem lässigen Projekt, oder? Nur dass ich gefühlt im kommenden Jahrzehnt nicht dazu kommen werde, ein solches Projekt alleine auf die Beine zu stellen. Also, liebe Web2.0-Investoren, liebe Programmierer, liebe Produzenten: Wer macht mit? 🙂

Ps: So. Ich habe es jetzt auch ausprobiert. Ausgehend von dem Kleid, das ich irgendwie lässig finde – ich wollte immer schon mal eine Telefonzelle sein -, und dem Wunsch, den ganzen Nude/Pastelltönen, die mich auf der Startseite von Stylefruits anstarren, bin ich auf diese Kombi gekommen. Und habe mir lustigerweise immer dabei gedacht: So eine Jacke hab ich letztens am Flohmarkt gekauft, einen Schal in der Farbe hab ich auch, die Tasche wär eigentlich auch was, was ich im Caritaslager aufstöbern könnte, Schuhe würden meine mit dem roten Zipp noch besser passen, in die neuen Leggings von Kemperman muss ich einen neuen Gummi einziehen, nicht vergessen, und und und. Fazit: Als Inspiration kann man das Konzept von Stylefruits echt leiwandest verwenden, aber die Kaufverführung dahinter ist böse. Aber die Sachen auf dem Bild sind von Street One, Conleys, Zalando – und denen gegenüber hab ich glücklicherweise eine massive Kaufhemmung entwickelt. Meine Idee von Punkt 2. ist grade noch gefestigter. So eine Spielerei in Biofair, hach, man wird wohl noch träumen dürfen.

Ich wollte immer schon mal eine Telefonzelle sein

Ich wollte immer schon mal eine Telefonzelle sein

Edit 2:

Na toll, komplett drauf reingekippt. Immer noch wirklich bestellungsresistent und der Meinung, ich habe wirklich genug im Kleiderschrank – diese Zusammenstellerei macht irre Spaß. Bin doch auch in das Pastellige reingekippt…

test-2-2

Getaggt mit , , ,

Liebe Medien, liebe Leute: Tuats wos!

Der Nachhaltigkeitsbericht von C&A war einer der ersten, den ich vor etwa einem Jahr in die Finger bekam – und der nur so strotzt vor Worthülsen. Gut, Point given, C&A gehört zu den größten Einkäufern von Biobaumwolle und kann so marktbestimmend wirken, aber die gute Clean Clothes- Kampagne bringt es mal wieder auf den Punkt: Leitln, machts was, nicht nur groß daher reden:

Danke Nicole mal wieder, die mich jedesmal auf Facebook inspiriert, wenn ich keine Zeit oder keine Muße hab, mir Beiträge zu überlegen. Dass es immer mehr Themen gibt, die berichtenswert sind, macht mich übrigens echt traurig. Momentan tut sich anscheinend nix in der Szene der konventionellen Produzenten, gaaar nix, außer, dass es mal wieder ein paar Wochen NICHT gebrannt hat und darum NICHT in den Medien berichtet wird. Das ist halt leider wirklich eine zynische Wahrheit: Je weiter weg das Land, desto mehr Tote brauchst du, um darüber zu berichten.

Getaggt mit , , ,

Talent in rauhen (rauen?) Mengen

Die größte Onlineshoppinggefahr besteht bei mir immer Sonntagvormittags, wenn ich schon wach bin und am Sofa im Wohnzimmer mitm Laptop am Schoß Nachrichten aus aller Welt lese und der Liebste noch hinten im Bett vor sich hin mützelt. So auch heute, jetzt gerade. Ich trotz sehr ausführlichen Feierns gestern bei meiner lieben ehemaligen Arbeitskollegin Soosoo (ja, sowohl ich heiß wirklich Nunu als auch sie wirklich Soosoo – also bei uns beiden hat sich der Spitzname durchgesetzt, was den Arbeitsalltag für uns regelmäßig amüsant, für Kollegen anstrengend gemacht hat: „Du, Soosoo, äh, tschulldigung, Nunu, ah, na eh, Soosoo!“) schon wach, mich über den Artikel über das Buch vom lieben Matthias, der mir beruflich eine Zeitlang wirklich massivst weitergeholfen hat, gefreut, und schon wieder hat es mich in Richtung Kleidung und Shopping online gezogen, natürlich nuuuur aus Recherchegründen für den Blog hier.

Doch dann landete ich über einen meiner Lieblingsblogs, Refashionista, bei einem weiteren Blog: Charity Shop Chic hat das gleiche Konzept – nähe Gewand von Flohmärkten, Second-Hand-Läden und Caritaslagern um in Topmodisches. Sowas macht schon echt Lust auf Selbermachen und weniger auf Einkaufen.

Zum Beispiel hat die Dame sich einfach, weil sie es im Fernsehen sah, ohne irgendein Schnittmuster, dieses Kostüm von Westwood, das Carrie Bradshow trug, nachgenäht (Pfuh, ein Satz fürs Beistrich-Bingo…):

Verwendet hat sie ein Nadelstreifhose, die sie beim Roten Kreuz gefunden hat, und Stoff, ebenfalls ein Fund im Charity Shop, wenn auch ein sehr seltener, wie sie zugibt. Schönerweise passen die beiden fast zusammen:

Und heraus kam *trommelwirbel*

Und wem das jetzt nicht unglaublich toll vorkommt, der solle sich bitte den gesamten Artikel von ihr anschauen, ich steig schon bei den Schnitt-Fotos aus. Restlos begeistert werde ich mich jetzt weiter durch diesen Blog surfen, bis der Liebste wach ist und wir Richtung Familienfeier starten. Herrlich, Inspiration und Surfvergnügen ohne Geldausgebgefahr…

Wobei, Farbe muss ich besorgen. Weil die hier will ihr ihr unbedingt nachmachen.

http://charityshopchic.net/2013/01/09/dip-dye/

vorher

http://charityshopchic.net/2013/01/09/dip-dye/

nachher!

Getaggt mit , , , ,

Milch: Liebeserklärung ans Upcycling

Ich kann mich noch genau daran erinnern – es war Sonntagnachmittag, und wir beschlossen, dass wir nach einem ausführlichen Brunch im Dellago noch ein bißchen schlenden wollten. Auf der anderen Seite des Yppenplatzes war ein kleiner Laden mit einem Nadelstreif-Kleid in der Auslage. Ich ging hin, um es mir genauer anzuschauen – und war baff: Das war eine umgedrehte Anzughose? Umgedreht im Sinne von verkehrtherum – oben war unten und umgekehrt.

Nach ein paar Wochen stieß ich zufällig wieder auf ein solches Hosenkleid und fand raus: Das Label heißt Milch. Ich habe sie schon einmal verlinkt, und auch bei der WearFair war sie dabei, die Designerin mit dem wunderschönen Namen: Cloed Priscilla Baumgartner.

Auf ihrer Homepage ist ihre neue Kollektion zu bewundern (das das schöne an dieser Jahreszeit, lauter neue Kollektionen!) – ich habe mir erlaubt, die Fotos hier mit Verlinkung auf ihre Page zu verwenden.

MILCH_klaerchen

MILCH_klaerchen – mein persönlicher Favorit

MILCH_vivi_jenny

MILCH_vivi_jenny

MILCH-doppelhugo

MILCH-doppelhugo

Die Frau ist wirklich eine Bereicherung für die nachhaltige Modeszene. Nicht nur, dass sie selbst solche lässigen Kollektionen aus gebrauchtem Material herstellt, sie ist auch Initiatorin toller Tauschevents – bei Topswap steht übrigens ein Superedelnobelcharitytauschevent an, über das ich später mal bloggen werde. 

Ihre Überzeugung, dass der Lebenszyklus von Kleidung länger werden muss, ist beeindruckend und äußert sich nicht nur in ihrer Mode, sondern auch in ihrem Manifesto:

MANIFESTO

UPCYCLING & APPROPRIATION FASHION

1 Warum dem bereits bestehenden Wäscheberg noch mehr hinzufügen?
2 Welche Anmaßung zu behaupten aktuelle Mode sei besser als Vorjahresmodelle.
3 Die Ideologie der Originalität ist arrogant und verschwenderisch.
4 Destillation erzeugt Hochprozentiges.
5 Der Genuss des Wiedererkennens ist unvergleichlich.
6 Der Zugang zu Vergangenem ist günstiger als der zu aktuellem Geschehen.
7 Archive werden durch diese Herangehensweise legitimiert.
8 Wir zollen unseren VorgängerInnen Respekt durch Recycling ihrer Weisheit.
9 Nachahmung und Weiterentwicklung hinterfragen Original und Originalität.
10 Dieses Manifesto ist erweiterbar. Weitere Punkte werden gerne aufgenommen!

Cloed Priscilla Baumgartner 2006 (frei nach Rick Prelinger)

Getaggt mit , ,

Von Bobos, Probos und Sicherheitsnadeln

Ha! Ich hab doch was gefunden, von dem ich heute berichten kann – ein Shoppingguide für Vollblut-Bobos. Nicht falsch verstehen, ich definiere Bobos als weit weniger negativ als die Allgemeinheit, weil wenn ich mir meine eigenen statistischen Eckdaten so anschaue, bin ich selbst einfach sowas von Bobo:

  • Ich bin jung (keine Widerrede jetzt!),
  • ich bin urban großgeworden und lebe auch jetzt in der Stadt,
  • ich genieße dankenswerterweise ein hohes Level an Ausbildung (wobei man jetzt diskutieren kann, wozu einen ein Magistertitel in Publizistik befähigt. Meiner Oma hab ich immer gesagt, ich geh dann Taxifahren…),
  • ich bin ein Web.2.0.Mensch,
  • ich mache beruflich „was mit Medien“ (Klassiker, oder? 😀 ),
  • ich bin politisch relativ weit links der Mitte angesiedelt,
  • ich hab das Glück einer stinknormalen, aber bürgerlichen Herkunft (also weder Perlenketten-Pferderl-am-rosa-Polo-19. Bezirk noch verarmter Adel) und und und.

Ich bin einfach Bobo. Und der Liebste, der ist übrigens in Eigendefinition aufgrund seiner Favoritner Herkunft Probo. Ach ja, ich wohne zwar nicht (mehr) in the Heart of Bobostan, 1070, aber sagen wir mal, in einem angrenzenden Organ…

Worauf ich raus will? Es gibt einen Shoppingguide für den 7. Bezirk: 7 TM. Und ich find ihn nach erstem schnellen Durchsurfen echt nett, mit vielen feinen Geheimtipps – aber Achtung, nicht alles ist Fair Fashion (einen rein nachhaltigen Guide findet ihr für ganz Wien hier)! Viel Spaß beim Durchschauen an all die fellow Bobos da draußen…

Getaggt mit

88.6 – und Einfallslosigkeit

Folgende Gschicht müssts mir jetzt einfach glauben, falls ihr sie nicht selbst gehört habts: Tirli, ich war wieder im Radio, diesmal 88,6! Ich bin dafür öffentlich in eine Ecke von Wien gefahren, die mir normalerweise nur entweder vom Autositz, vom Straßenbahnsitz oder vom Fahrradsattel aus gefällt – einfach eine Ecke zum durchfahren, nicht zum dort bleiben. Das Interview war sehr nett und lustig, ich hab brillianterweise am Anfang komplett am Mikro vorbeigeredet und ins Mikro dann auch kurz ein bissl einen Schrott geredet – nicht mein Bruder, der Liebste lässt sich damit schockieren, ein Jahr lang keine Schallplatten zu kaufen.

Ich hoffe, ich krieg noch einen Mitschnitt geschickt, und dann hoffe ich, dass ich ihn hier posten darf, und dann hoffe ich noch mehr, dass ich das auch zusammenbringe 😀

So. Genug dahingeblubbert (merkt man, dass mir für heut kein Beitragsthema einfällt?). Ich schau jetzt weiterhin brav in meine Job-Mails,  aus dem Fenster (was soll das bitte?! Schnee?!?), auf den Wau, den ich heut wieder abgeben muss und nach einem gscheiten Thema fürn Blog 🙂

Getaggt mit

Bergfest!

Auweh, vor den Belohnungskäufen bin ich noch nicht so ganz gefeit. Nachdem mir heute ein Termin ausgefallen ist, hatte ich überraschend eineinhalb Stunden Zeit. Und am Weg lag ein Wollgeschäft, das sonst selten am Weg liegt, und aber superpipifein ist und megafreundliche Verkäuferin und schönes Angebot und und und. Das hier. Wirklich sehr empfehlenswert! Und Knitpro-Nadeln habens auch, yey!

Und nachdem ich sehr wahrscheinlich bei meinem Großprojekt heute Abend noch sowas wie Bergfest feiern kann, dachte ich mir, nah, dann belohn ich mich halt mal. Ich darf vorstellen: Mein neues Sommertop. Ärmellos, tiefer Rückenausschnitt, lang, und über Ripp-tops zu tragen, und untenrum entweder ein langer, beiger Rock oder einer weiße Hose oder Jeansbermudas oder oder oder.

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Schööön, bin nämlich grad fertig geworden mit dem letzten Strickprojekt 🙂 Jetzt kommt dann mal Sommertop, dann eine Zpagettitasche, dann ein Pulli in einem grandiosen Schnitt (nette Anekdote: Es gab den in Amsterdam in zwei Farben. Aniger hat schon längst beschlossen, sich den roten zu kaufen. Ich beschließe, ihn mir in schwarz nachzustricken. Worauf sie sich in der Umkleidekabine hinsetzt und den Schnitt abmalt. Und als sie fertig ist, meine ich: „Sag, kaufst du dir den nicht eh?“. Den darauffolgenden Lachanfall möge man sich bitte vorstellen. Laut und ausgedehnt.), und dann, im Herbst dann, dann kommt mir der hier unter die Finger. Was bin ich froh, dass ich einen Strickplan habe, das feit mich vor weiteren solchen Käufen 🙂

Aber ist sie nicht schön, die Sommertop-Wolle? 🙂

Getaggt mit ,

Fröhliche Mode

In diesem kleinen, feinen Laden in der Zieglergasse hat Jenni schon sehr viel Geld gelassen – immer wieder kommt sie mit neuen Stücken an, jedes einzelne sieht einfach toll aus. Gemacht hat es Frau Fröhlich – sie kauft die Stoffe zwar nicht unbedingt in Bio-Qualität, sondern eher beim Müller, aber sie näht alles selbst, vor Ort in ihrem Laden, der bezeichnenderweise „Fröhliche Welt“ heißt.

http://www.froehlichewelt.at/

http://www.froehlichewelt.at/ – aus der neuesten Kollektion.

http://www.froehlichewelt.at/

http://www.froehlichewelt.at/ – das ist eines der Stücke, in dem ich Jenni immer wieder bewundern darf

http://www.froehlichewelt.at/

http://www.froehlichewelt.at/ – Frau Fröhlich höchstpersönlich

http://www.froehlichewelt.at/

http://www.froehlichewelt.at/ – Auch T-shirt-Recycling betreibt sie

Die Dame gibt es auch auf Facebook – ich in ganz angetan, ein kleiner Laden, ein Ein-Frau-Betrieb (?), tolle Handarbeit, schöne Schnitte! Eine echte Schneiderin, wie aus dem Bilderbuch. Ich find das toll.

 

 

 

Getaggt mit ,

Neues vom Allwetterschal

Es wird, es wird! Und es geht mir das erste Knäuel Grau bald aus….. Und so überzeugt ich war, dass es jetzt bis zum anderen Ende des Schals feddisch war mit weiß (=Schnee): Am Donnerstag ist jede Menge Neuschnee angesagt, muääh.
Ich bin sowas von bereit für den Frühling – so wie es die letzten Woche war. Herrlich. Am Fahrrad und eingekleidet in die neuen Sachen, ohne dicken Parka drüber.

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Getaggt mit , ,