Archiv des Autors: nunette

Die Wollprinzessin

Es gibt ja viel zu berichten im Moment, von neuen Messen, Flohmärkten und von tollen Entwicklungen am Sektor der fairen Mode. Eine ganze Liste hab ich schon. Aber heute gibts mal einen No-Brainer (gut, gibts bei mir öfters, ist aber eine andere Geschichte). Ich schreib ja immer wieder vom Strickwerk. Dass ich die Idee so toll finde, und die ökologischen Garne einfach so wunderbar vielfältig sind. Aber irgendwie hat das Strickwerk hier am Blog kein Gesicht, dabei schreib ich immer wieder Sonja hier, Sonja da.

Also. DAS ist Sonja. Und jetzt zeigt mir wen, der/die sich noch mehr mit seinem/ihrem Job identifiziert 😉

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager Make-up: Angelika Oswald Hair-Styling: Christine Akbaba Fotografin: Karin Haffert

Model: Sonja Hager
Make-up: Angelika Oswald
Hair-Styling: Christine Akbaba
Fotografin: Karin Haffert

Ich selbst hab mich stricktechnisch selbst wiedermal komplett ins Eck gestellt. Ich hab ein schon lange geplantes Projekt (mit den Unmengen an geschenkter Wolle von Oma) begonnen, das zwar kompliziert ist (drei verschiedene Zopfmuster auf einem Strickstück), mich aber komplett gefangen nimmt. Ich könnt schon wieder den ganzen Tag nur stricken. Bin mal gespannt, wie das morgen am Badesee so ankommt 😀

Getaggt mit , ,

Eröffnung von Primark in Berlin – misslungen!

Ich MUSS das jetzt hier posten, nachdem ich viele LeserInnen hab, die nicht zwangsweise auch auf Facebook (wo ich es bereits gepostet habe) sind.

In Berlin am Alexanderplatz wird gerade ein Primark eröffnet. Und wo sonst die Schlangen zur neuen Filiale anstehen, stehen jetzt gerade die Demonstranten. Ja, die Labels waren fake, aber dieses Foto zeigt einfach perfekt, wieviel Sinn die Aktion gemacht hat. Wow, wär ich grad gern in Berlin! Danke an INKOTA und weltbewusst für die Organisation!

hufeisen

Screenshot von @hufeisen, Klick aufs Bild führt euch zur Originalseite auf Instagram!

Getaggt mit

Das Museumsquartier wird wieder Fair(fair)!

Ja. Also eigentlich hätt ich ja gestern einen Beitrag vorbereiten wollen, aber ich wurde abgehalten. Wovon? Von meinen eigenen Stricknadeln. Diesmal ein etwas komplizierteres Projekt, aber ich bin komplett angefixt, seit ich dieses Buch vorgestern endlich gelesen habe – eine einzige Lobeshymne ans Stricken.

Dabei gibts was anzukündigen für meine LeserInnen aus WienundUmgebung! Und zwar die FairFair, die auch dieses Jahr wieder im und vorm Museumsquartier stattfindet, von 11.-13. Juli.

(c) Fairfair.at

(c) Fairfair.at

Ich freu mich drauf – auch, weils zum ersten Mal eine FairFair für mich sein wird, auf der ich nicht DesignerInnen anreden muss, weil ich sie gern für die WearFair hätte, und wo ich quasi nur „privat“ hinschauen werde.  Und die Modeauswahl beinhaltet echt ein paar Labels, die ich wirklich seeeeehr mag. Beispielsweise wird meine liebe Nählehrerin Eva Lackner dabei sein, die üblichen Verdächtigen anukoo, anzüglich, maronski und awear, die tollen ungarischen Sachen von Printa wirds geben, und noch so einige mehr.

faifair3

 

Auch das Rahmenprogamm ist ziemlich spannend – es liegt zwar kein Fokus auf der Mode, aber auf diese Diskussion freu ich mich sehr. Erstens, weil ich kürzlich das Vergnügen mit dem Herrn Düringer hatte (und gleich mal gemeinsam mit Greta mit ihm diskutieren musste), weil mir die Frau Seiser ein (sehr positiv konnotierter) Begriff ist, weil ich den Felix von der VGÖ für einen sehr spannenden Menschen halte,  und weil das Thema eines ist, das sich auch seit sehr langer Zeit durch mein Leben zieht.

fairfair2

 

Ich wünsch jeder/m BesucherIn viel Vergnügen, wünsch den Veranstaltern schönes Wetter, den Ausstellern gutes Geschäft und freu mich auf ein paar bekannte Gesichter vor Ort!

Bilder übrigens von der Veranstaltungsseite der FairFair gemopst, aber das Copyright lass ich bei denen, das können sie sich behalten 🙂

 

 

Getaggt mit ,

Miss Nachhaltig?

Also eigentlich wollte ich mich heute mal so ein bissl freuen – weil ich noch eine „Green Glamour Miss“ bekommen habe. Die „grüne“ Ausgabe der miss (die wiederum die kleine Schwester der von mir eigentlich sehr geschätzten Wienerin ist). Doch ein kurzes Durchblättern hinterließ nur Enttäuschung. Erstens auf die Redaktion, die in Sachen nachhaltige Mode nicht so informiert war, wie ich es bei einem Angebot durch Sicherheitsnadel, animal fair und Greenpeace gedacht hätte, zweitens auf die Anzeigenabteilung, die da anscheinend null Sensibilität für entsprechende Anzeigen hatte (schon klar, das Ding ist anzeigenfinanziert und die Bios haben kein Geld und ohne die Anzeigen gäbs die Zeitschrift nicht. Ja. Grumpf. Aber mich ärgerts halt. Ich wünsch mir halt die grüne Welt 🙂 ). Mein Favorit: Das Advertorial von Pepe Jeans (!), dass zu Shopping und Styling in der SCS einlädt. Also Pepe wäre mir jetzt noch nie als auch nur irgendwie nachhaltig untergekommen. Und Jeans sind bekanntermaßen nicht ganz so ohne aus ökologischer und arbeitstechnischer Sicht. Massiv viel Baumwolle, ergo viel Wassereinsatz und viele Pestizide, und dann auch noch womöglich Sandblasting, eine wirklich üble Bearbeitungsmethode von Jeans, bei der schon so einige Arbeiterlungen ex gegangen sind.

Es stehen auch noch so einige andere Dinge drin, die mich wirklich ein bissl ärgern. Aber die haben weniger mit der Redaktion zu tun, da werf ich denen nix vor. Und auch was anderes kann ich ihnen leider nicht vorwerfen – auch wenns mir in der Seele wehtut. Ja, Style steht im Vordergrund. Und da zeigt man dann Bilder der Conscious Collection gemeinsam mit Modellen von People Tree. Und People Tree, die sind richtig toll. Während der Textilschwede halt immer noch einer von den großen Bösen ist, der versucht, besser zu werden. Schrittweise und nicht sehr radikal. People Tree dagegen ist ziemlich radikal öko und fair. Mag ich.

people tree

Gefunden auf pinterest.com, (c) Peopletree

 

Was ich hingegen sehr empfehlen kann, ist die neue Ausgabe vom BIORAMA. Da gehts auch um faire Mode, und zwar richtig und spannend. 🙂

 

Getaggt mit

Das Japanische Kleid: Die Fotos!

 

Here we go, DAS Kleid. Bis aufs Endeln vom Kragen selbstgenäht. Und man ignoriere bitte meinen etwas unvorteilhaft erwischten Oberarm am letzten Bild (ja super, jetzt schauts alle, gell?) – ich weeeeiß. Waren ein paar Schlemmereien zuviel in letzter Zeit. Aber hey: Das Kleid ist super für weitere Schlemmereien, eigentlich 🙂

 

Alle Fotos (c) Stoffsalon. Vielen Dank dafür!

 

IMG_0017 IMG_0018 IMG_0019

Getaggt mit , ,

Im japanischen Nährausch

Ach, gestern wars toll. Also eigentlich hab ich bisher noch nicht die Ruhe gefunden, mein Nähzimmer einzuweihen. Die Strickerei war halt doch einladender. Aber gestern, da haben wir das Geburtstagsgeschenk für die Gina (der ausm Buch, und das Geschenk von vor eineinhalb Jahren *hüstel*) eingelöst. Ein Kleidernähkurs im Stoffsalon, nämlich. Und hach, es ist so toll gewesen. Erstens mal mit der wunderbaren Eva Lackner als Lehrerin, zweitens mit einer Overlockmaschine, die mit dreimal Blinzeln eingefädelt war (erfahrende Näherinnen werden jetzt aufseufzen), und die geschnurrt hat wie Biff zu seinen besten Zeiten.

Genäht wurde ein Japanisches Kleid. Das Kleid sieht irgendwie so aus und irgendwie doch ganz anders. Bilder davon poste ich demnächst, wenn die liebe Alex oder die liebe Eva sie mir schicken, wir waren gestern so spät zuhause, dass ich dann zu müde zum Fotografieren war (und der Liebste vom  DeutschlandAlgerien-Spiel nicht abzulenken). Jedenfalls hat es unglaublich viel Spaß gemacht, vor allem dieses Wissen: Ich hab da etwas genäht, das richtig professionös ausschaut. Von dem ich weiß, dass ichs gern anziehen werden, weils saugemütlich ist und gleichzeitig super ausschaut. Und Eva hat tolle Tipps gegeben. Kurz: Ich kann solche Kurse wirklich nur empfehlen. Ob mit selbst mitgebrachtem Stoff oder gleich dort gekauftem, man bekommt tolle Inputs und darf sich die Schnitte, die einem dann wirklich passen, auch gleich mitnehmen.

Ehrlich, ich bin grad restlos begeistert – und das, obwohl ich gestern nach der Arbeit eigentlich am liebsten zuhause am Sofa eingeschlafen wäre. Und die allgemeingültige Feststellung, damit das jetzt kein reiner „was ich gestern getan hab“-Tagebucheintrag-Blogbeitrag-Blah wird: Ja, fürs Nähen muss man sich überwinden. Es dauert länger, ist komplizierter als einfach mal ein paar Maschen anzuschlagen, und besteht aus unglaublich vielen unterschiedlichen Arbeitsschritten. So von vorneherein denkt man sich schnell mal: Pfft. Nöh. Nicht heut Abend. Aber wenn mans dann macht, machts eeeeeeeecht Spaß.

Es ist halt einfach auch schön, sowas mit guten Freundinnen teilen zu können. Die einem dann nachträglich auch noch tolle Geburtstagsgeschenke machen. Besonders amüsant fand ich ja das hier, das bekommt definitiv einen Sonderplatz im Nähzimmerregal:

2014-07-01 00.12.00

Danke, liebe Gina, danke liebe Judith, danke liebe Eva, für einen superfeinen Mädelsabend – umgeben von lauter leiwanden Nähmaschinen und Stoffen. Hach!

Getaggt mit , ,

Popcorn, kalorienfrei

Was haben diese beiden Bilder gemeinsam?

2014-06-29 18.13.00_blog popcorn_183384

Auf beiden ist Mais zu sehen. Die gute Sonja, Herrin, Chefin und Wollprinzessin im Strickwerk, ist ja echt eine unglaublich hartnäckige Dame, wenns darum geht, neue Garne zu finden, die ökologisch und fair hergestellt werden (was mich übrigens zu ihrem größten Fan macht). Und ich durfte mal wieder teststricken, diesmal eben den grünen Kukuruz.

Ich fang mal an mit dem einzigen Nachteil, der eigentlich keiner ist, sondern nur ein Vergleich: Bambus find ich toller. Tut jetzt aber eigentlich gar nix zur Sache, denn die Maisfaser ist auch eine sehr weiche und angenehme. Beim Stricken empfehlen sich etwas stumpfere Nadeln, damits nicht fasert, mit stumpfen Nadeln strickt man wie die Weltmeisterin. Ich find mein neues Haubi ja total hübsch, und bin schwer motiviert, dieses Projekt (also das tolle Bändchengarn) neu zu starten, weils genau dazupasst, farblich.

Der Beweis. Eindeutig Kukuruz.

Der Beweis. Eindeutig Kukuruz.

Ich darf ja gar nicht zu oft ins Strickwerk schauen, weil es da einfach so viel zu schauen gibt, es ist soooo toll. Maisfaser, Jeansfaser, Biobaumwolle, Biobambus, Milchfaser, recyclete Saris aus Indien, es gibt so viele tolle Angebote an Sommergarnen – die übrigens gerade im Abverkauf sind, weil Sonja im Juli zusperren wird. Sommerfrische für Wollhändlerinnen, ich verstehs. Im Sommer wird einfach weniger gestrickt (ich musste auch gestern erst durch einen Stricktreff wieder auf den Geschmack gebracht werden), und es zahlt sich nicht aus, offen zu haben. Ende August gibts dann wieder neue Winterware – und ich bin schon wieder fetzengespannt, was für kreative Wollkreationen Sonja diesmal recherchieren wird. 🙂

Und liebe deutsche LeserInnen: Ich hab ja mal den Onlineshop vom Strickwerk angekündigt. Der wird in absehbarer Zeit Wirklichkeit – und ich find das toll, weil ich nicht wüsste, ob es sonst noch wo ein Wollgeschäft mit dem Konzept von Sonja – alles gnadenlos öko und tierqualfrei – gibt.

Getaggt mit , ,

Mode und Nachhaltigkeit – ein unlösbarer Widerspruch?

So, dieses Wochenende ist Pause, aus vielerlei Gründen. Hauptsächlich deshalb, weil ich Party gemacht hab wie mit 18. Nur, dass ich nicht mehr 18 bin. Ächz.

Ich sag ja immer, der ökologische Gedanke ist bereits bis in höchste Designkreise vorgedrungen, und als Beispiel nenne ich immer Stella McCartney. Doch sogar sie sagt: Mode und Nachhaltigkeit, das geht sich nicht aus. Und ich muss ihr recht geben.

Hier das komplette Interview:

Getaggt mit , ,

Wenns nicht mehr Primark sein soll

Mal weg von Primark und Co.: Es ist echt unglaublich, wieviele Alternativen es inzwischen gibt. Wie unglaublich viele ProduzentInnen und DesignerInnen auf ökologische und/oder faire Produktion umsteigen. Kürzlich bin ich über eine weitere Seite gestolpert und sich dem Thema der fairen Mode widmet.

Auf Gutscheinpony (wasndasfüreinNamebitte?) gibts erstens einen Ratgeber und zweitens eine Liste an ökofairen Läden. Sind ein paar dabei, die ich noch nicht kannte, aber ich hab auch den Überblick für Deutschland sowas von nicht.

Die ÖsterreicherInnen unter euch darf ich nochmal auf meinen letzten Wurf hinweisen: Der Greenpeace Fashion Guide. Über 400 Einkaufsmöglichkeiten in ganz Österreich, von öko und fair über Second Hand bis hin zu Tauschbörsen.

shoppingguide (2)

Ps: Ja, ich weiß, das war schon mal, das ist nix Neues, was ich da heut schreib, aber ab einem gewissen Alter zieht Geburtstagfeiern relativ lange Regenerationszeiten nach sich. Ich bin da grad mittendrin. Ächz. 🙂

Getaggt mit , , , , , , ,

Primark: Weitere Labels aufgetaucht!

Nur schnell, weil ich gleich mit Eddie Vedder (Pearl) Jammen gehe: Es sind anscheinend weitere Kleidungsstücke aufgetaucht, die zusätzliche Labels beinhalten.

1) Ein weiteres Kleid, in dem ein sehr ähnliches Label eingenäht ist (eindeutig der/die gleiche HerstellerIn), das „degrading sweatshop conditions (herabwürdige Zustände im Sweatshop)“ besagt. Ich glaube inzwischen auch eher an die Theorie, dass sie von AktivistInnen eingenäht wurden, aber wie gesagt: Es ist eigentlich eh scheißegal. Hauptsache, man wird sich der unzweifelbar miesen Produktionsbedingungen von Primark bewusst. Besagtes zweites Kleid stammte eigentlich aus einer Verkaufsschiene von vor einem Jahr und war kürzlich im Ausverkauf. Primark meint, es sei seltsam, dass es gerade jetzt auftauche. Dennoch: Gut, dass drüber geredet wird, danke für die Labeleinnäher.

2) Gleichzeitig hat sich eine dritte Shopperin gemeldet, in deren Hose von Primark eine Notiz steckte, die um einen Ausweis eines Gefangenen gewickelt war. Sie war chinesisch geschrieben und besagte, dass die Person auf dem Ausweis, zu menschenrechtswidrigen 15stündigen Arbeitszeiten gezwungen wurde. Setzt sich ein bissl ab von den anderen „Zwischenfällen“ und schockiert mich fast am meisten. Wörtlich stand auf der chinesischen und von Amnesty International übersetzten Notiz:

“SOS! SOS! SOS!

“We are prisoners in the Xiang Nan Prison of the Hubei Province in China. Our job inside the prison is to produce fashion clothes for export. We work 15 hours per day and the food we eat wouldn’t even be given to dogs or pigs. We work as hard as oxen in the field.

“We call on the international community to condemn the Chinese government for the violation of our human rights!”

Übersetzen tu ich das ein anderes Mal, mir geht grad die Zeit aus.

Ich finde es sehr spannend, was da gerade passiert und werde weiter die Situation beobachten. Bin gespannt wie ein Gummiringerl, was da wohl so rauskommen wird.

Und was die Zeichen unserer Zeit angeht: Dieser Kommentar wurde soeben auf meiner Facebookseite abgegeben: „Und ist mir doch Scheins egal ob die sklavenarbeit machen deswegen werde ich trotzdem nach wie vor meine Klamotten nur dort einkaufen.“

Leute, es gibt noch viel zu tun 😉

 

Getaggt mit , , ,