Archiv des Autors: nunette

knit me baby one more time…

Oh maaaaan. Es geht mir zwar grad wunderprächtig, ein Wahnsinnsnationalparkeindruck jagt den anderen, außerdem jagen wir täglich Essbares – gar nicht so einfach, hier gibts nur Fastfood oder richtig teuer. Aber egal, darum gehts grad gar nicht. Wobei, doch. Gestern Abend gabs ein Buffet mit (fast) nur gutem Essen ohne den grauslichen High Saturated Corn Syrup, ohne Hormonfleisch, dafür mit gutem Fisch, hausgemachtem Kartoffelpüree und und und …. gut wars. Gut müde von Wanderung durch den Zion Canyon und viel Essen klickten wir uns dann am Hotelzimmer durch die 60 (!) freien TV-Kanäle. Und zum ersten Mal seit zweieinhalb Wochen saß ich angegessen und glücklich auf meinem Bett, glotzte alte Folgen von The Office und …. wollte unbedingt stricken. Die Erinnerungen an diesen Strickladen in Monterey halfen da auch nicht wirklich. Der Laden war nämlich der Wahnsinn, bin beim Spazieren drübergestolpert. Leider hatte er schon zu. Am nächsten Tag simma dann kurz rein…. und es war ein Hammer. Im Strickwerk in Wien stehen, wenn ich mich richtig erinnere, fünf große und ein kleines Expedit (und ein ganz kleines), DAS Regal von Ikea. In diesem (für ein Wollgeschäft riesigen) Laden standen gezählte VIERZEHN solcher Regale. Ich war im Himmel. Gekauft hab ich nix. Meine nächsten Strickprojekte stehen bereits fest und warten zuhause auf mich. Und mir irgendwelche Nadeln und zwei Knäuel für irgendwas kaufen, wollt ich auch nicht. Aber der Laden war ein bisschen wie Methadon. So schön! Und dann auch noch nur einen Häuserblock von der Küste entfernt!

Uff, ganz schön viel Text dafür, dass ich einfach nur diese schönen Fotos posten wollte. Ich find Strickläden immer so inspirierend. So viele potentielle Strickprojekte warten auf Umsetzung, bunt sortiert in Regalen….vierzehn Regalen. VIERZEHN. Unglaublich.

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Wien kriegt einen Leihladen!

Nicht wundern, dass ich doch so viel blogge, nach Wanderungen in der Hitze tagsüber bin ich am Abend gerade mal zu ein bissl surfen fähig, während der Liebste bereits den morgigen Tag plant.

Und: Es gibt Neuigkeiten. Ich bin wahrscheinlich nicht die Erste, die das gelesen hat, aber:

Super!

Super!!

SUPER!!

 

Ich freu mich, Wien kriegt einen Leihladen. Alles Gute dir, lieber Simon, und deinen KollegInnen! Hach, schön, wenn Leute wirklich initiativ was anpacken und machen. Supersupersuper. Freu mich bereits auf meinen ersten Besuch, und eines der mindestens 100 geplanten Vereinsmitglieder werd ich definitiv!

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Buffalo Exchange – ein Thrift-Lichtblick in Las Vegas

Wie versprochen der Lichtblick aus Las Vegas: Buffalo Exchange. Meine Leserin Michaela hat mich drauf aufmerksam gemacht, als ich über den Thrift Store in Los Angeles geschrieben hatte. Musste ich natürlich gleich testen, in Las Vegas gibts eine Filiale. Ein Thrift Store der besonderen Art, hieß es. Und ja, das ist er wirklich. Buffalo Exchange ist eine Kette mit Filialen in den ganzen USA. Das Prinzip: Man kann seine eigene Altkleidung dort hinbringen und zu ein bisschen Geld machen, und Buffalo Exchange verkauft sie weiter, etwas teurer als im Ankauf, um das Filialnetz zu finanzieren. Zusätzlich ist Buffalo Exchange eine „Green Company“ ohne Plastiksackerl und sonstigen Schmafu. Was mir besonders gefällt: Es gibt eine gewisse Vorauswahl, angekauft wird nur, was als wiederverkaufbar erscheint. Find ich als Konzept völlig ok, denn das Ergebnis: Dort hängen fast durch die Bank stylishe Sachen, überraschend viele mit Original-Hangtag. Und: Es riecht nicht nach Second Hand. Die Ware ist ordentlich gewaschen und mieft nicht. Für mich ein ganz ganz ganz großes Plus in Second Hand Läden. Buffalo Exchange unterscheidet sich sehr stark von bisher gesehenen Thrift Stores.

Kurz erinnerte ich ich an meine Kindheit, da gabs in der Sechsschimmelgasse, fast schon oben beim Gürtel, ein solches Geschäft. Meine Mama brachte nicht mehr Getragenes hin und  bekam einen Einsatzschein, wenns verkauft wurde, bekam sie einen Teil des Ertrags. Oder die Besitzerin, ich hab leider ihren Namen vergessen, war sich so sicher, dass sie die Sachen loskriegen würde, dass sie es Mama gleich abkaufte. Ah, Frau Friedrich hieß sie, glaub ich, ich kann mich aber auch irren. In ihrem Laden wurde ich in meiner Kindheit quasi eingekleidet. Das verhasste Blumenkleid war von dort, aber auch eine recht nette Winterjacke, wenn ich mich richtig erinnere.

Wieso gibt es solche Läden eigentlich nicht mehr bei uns? Ist doch ein super System! Schon klar, tauschen und geldfrei und so ist moralisch gscheiter, aber sorry, wer wenig Kohle hat, ist froh, aus nichtgetragener Kleidung doch noch was rausholen zu können (a la Kleiderkreisel, nur halt …achtung, Modeabkürzung… IRL. In real life.), und diese Mode dann weiterverkaufen, daran find ich nix verwerfliches, solang man das ganze Konzept ordentlich aufbaut. Mode wird nämlich nach dem Erstbesitzer oder der Erstbesitzerin nicht wertlos. Und wenn man durch den Gewinn ein solches Verkaufskonzept weiter ausbauen kann, ist das ja nur gut, denn dann heißt das, dass immer mehr Leute Second Hand kaufen.

Kurz: Toller Laden. Ich wurde fündig in Form einer schwarzen Blusenjacke, cooler Schnitt, 6 Dollar, super mit meinen Kleidern zuhause kombinierbar, und einem grauen XL-Pulli (7 Dollar), unendlich weich und kuschelig, und in Anbetracht meines vergessenen Schlafgewands in Kombination mit am zweiten Tag hier ruinierten, weil durchlöcherten Leggings (nicht auf rauhen Gartenbänken sitzen in der Früh!) fast schon in die Kategorie „brauchich“ einzusortieren, und der Liebste fand sogar auch was, ein sehr cooles schwarzes Jeanshemd, zehn Dollar.

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Mich lässt seit Tagen der Gedanke nicht los: Ich will sowas in Wien haben. Genau sowas. Sauber, stylish, modern, Second Hand. Ohne viel Chichi drumherum, ohne komplette Vereinnahmung durch irgendwelche Hipsters, die glauben, das ist Vintage und daher sooo in, sondern stinknormal, aber modisch. Für all die Fehlkäufe in unseren Kästen, die wir nie anhatten, aber auch nicht wegwerfen wollen. Ich stell mir das grad super vor, auch gleich als sozialen Treffpunkt aller möglichen Leute. Wichtig wäre halt die Auswahl, es sollt halt wirklich tragbare Mode sein. Leute, in mir brodelts. Mich juckts in den Fingern. Liebe Leute im Raum Wien: Wer mag mitmachen?

Ach ja, und sonst so: Los Angeles ist künstlich, der Weg nach L.A. ist erst künstlich, dann wüstig, und dann mitten in der Wüste Las Vegas, künstlicher gehts gar nimmer. Hier alles Plastik und billig und trashig und uff, wir knotzen schon den ganzen Tag im Hotelzimmer herum, das ist nämlich megagemütlich, und so ein Tag Pause ist auch mal nett. Freu mich schon sehr auf morgen, da gehts dann Richtung Nationalparks – wo es hoffentlich signifikant weniger Shoppingcenter und Konsumwahnsinn gibt 🙂 Dafür geb ich mir in zwei Wochen dann die Dröhnung, ich werde eine der größten Fashion-Malls der Welt besuchen, und dann berichten. Wobei, schlimmer als Las Vegas kann das auch nicht sein. 🙂

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Eine tolle Rana Plaza Dokumentation

Ich habs auf Facebook schon gepostet, jetzt auch schnell hier, weil ich will, dass das ganz viele Menschen sehen: Eine sehr sehenswerte Online-Dokumentation von The Guardian über die Zustände vor und nach Rana Plaza. Ich hab geheult. Überhaupt, momentan gibts echt viele, viele Reportagen und Berichte über Bangladesch – in einer Woche jährt sich das Unglück zum ersten Mal.

Und übrigens: Auch in Österreich gibts jetzt eine Gruppe zum Fashion Revolution Day. Find ich gut. Wär ich zuhause, hätt ich da fest mitorganisiert. So gibts meine uneingeschränkte Unterstützung per Blog und Facebook. Grüße aus der Plastikstadt Las Vegas, übrigens. Sehr schockierend hier. Mit einem kleinen Lichtblick, den ich demnächst präsentiere…

Tausche Shopping gegen Job

So. Jetzt sind wir fast zwei Wochen unterwegs, und ich hab ein paarmal über Läden geschrieben, in denen ich drin war. Was ich hier jedoch viel spannender finde: Die ganzen Läden, in die ich vor ein paar Jahren noch hineingerast wäre, doch jetzt einfach nicht mehr reinwill. Die Namen lassen sich gar nicht aufzählen, es sind so unglaublich viele Marken hier mit eigenen Läden vertreten, und dann auch noch viele gesammelt in Shoppingzentren – unglaublich. Von Los Angeles aus Richtung Las Vegas (zu diesem Wahnsinssmoloch an Stadt komme ich ein andermal noch, es ist wirklich unfassbar. Ich glaub, ich hätt einen kleineren Kulturschock, wenn ich mich irgendwo in den Regenwald zu einem indigenen Volk begebe) sind wir eine mitgestoppte halbe Stunde auf der Autobahn NUR an Shoppingzentren vorbeigefahren. Kein Scheiß! Eine halbe Stunde bei 95 km/h, auf beiden Seiten der Autobahn. Wer kauft so viel?! Und nuuuuur billiger Massenscheiß. Vieles in Südamerika produziert, aber auch sehr viel aus Vietnam, Kambodscha, Bangladesch. Wirklich. Geht man in ein so ein Zentrum, dann findet man dort 80 Prozent nuuuuuuur billige Modeläden. Alles ist Shopping shopping shopping. In Monterey suchten wir ewig nach einem Parkplatz, beschlossen dann, uns einfach auf den eines Einkaufszentrums zu stellen. Der Parkplatzwächter erklärte: Es ist nicht möglich, per Stunde zu bezahlen. Entweder 20 Dollar am Tag oder Sie gehen da hinein und kaufen ein. Die Rechnung gilt als Parkschein für zwei Stunden, egal, wie hoch die Rechnung ist. Das Günstigste, was wir auf die Schnelle finden konnten, waren Schuhbänder, zwei Dollar. Und wenigstens werden die gebraucht (und dann kam die Frage: Gibts eigentlich faire Schuhbänder?!).

So, ich weiß gar nicht, was ich jetzt noch schreiben wollte. Ich bin gerade komplett überfordert von diesem Massenangebot. In den Städen: Shops Shops Shops. An den Stadträndern: Shopping Centers en masse. Und dann hört man: Die Krise hier, die Krise da, extrem viele Häuser stehen zum Verkauf, und so wie jedes Mal in den USA bin ich schockiert, wie viele Obdachlose es gibt, und wie fertig die aussehen. Aber geshoppt wird wie verrückt. Schon klar, die Wirtschaft muss leben und wenn nicht geshoppt wird, ist alles ja noch viel schlimmer. Aber irgendwie ist das in meinem Kopf nicht logisch – das Geld bleibt ja nicht exklusiv im US-Kreislauf? Gut, die Produktion in den Billiglohnländern ist günstig, so viel Geld geht davon wohl nicht weg, mehr bleibt im Land in Form von Marketingaktivitäten usw. Wenn es sich denn um US-Firmen handelt (Zara oder den Textilschweden gibt es hier auch). Aber die vielen, vielen Jobs, die es hier in den Staaten geben könnte. Der Platz ist da, die Menschen sind da, man muss ihnen doch Arbeit geben, anstatt Humankraft einfach mal so ins Ausland zu verschaffen, weils billiger ist. Da wundert mich die gestiegene Arbeitslosigkeit nicht.

Nein, ich bin nicht naiv und stelle das jetzt erst fest, aber ich kriegs grad täglich sehr frappierend ins Blickfeld geschoben: Auf der einen Seite werden die Leute auf Shoppingshoppingshopping gedrillt – noch dazu kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Großteil der Leute Dinge kauft, die sie brauchen, sondern ich glaube, die kaufen einfach nur, weils ablenkt, auf der anderen Seite gibt es immer weniger Jobs, die einem das notwendige Geld besorgen könnten. Es geht nicht nur um die armen NäherInnen in Billiglohnländern, die ausgenutzt werden und keine menschenwürdigen Bedingungen in den Fabriken vorfinden, es geht auch um die Leute auf der anderen Seite der Kapitalismusmedaille, die aufgrund dieses kranken Systems keine Jobs, keine Versicherungen haben. Das kann doch so nicht weitergehen!  Je mehr von diesen Einkaufszentren ich sehe, desto geringer wird meine Lust, mich in die Nähe von diesen konventionellen Shoppingmöglichkeiten zu begeben.

Ps: Irgendwie muss ich permanent an manomama denken, die in Deutschland für Deutschland produzieren, bio und fair. Die (unglaublich vielen) Arbeitslosen hier würden Sina die Bude einrennen, glaub ich. Und ich habe das Gefühl, den „Auftrag“ hinter manomama gleich nochmal besser zu verstehen. Es ist wirklich ein fürchterlicher und absurder Kreislauf, der hier in den USA herrscht.

Launisch in L.A.

Auf EINE Sache hatte ich mich in Los Angeles so richtig gefreut. EIN Laden, ein Geschäft. Mood. Ein riiiiiiiiiiiiiiiesiges Stoffgeschäft, in das die Designer in Project Runway in New York immer gehen (und im Spinoff „Under the Gunn“ gehen sie eben in die Filiale in Los Angeles). Ins Navi eingegeben. Hingefahren. Parkuhr gefüttert für eine Stunde (mit dem Hintergedanken, den Liebsten dann wahrscheinlich nochmal loszuschicken, Parkuhr nachfüttern). Hingegangen. In den Auslagen: Tolle Nähstücke, man sah in den Laden hinein, UNMENGEN an Stoff, von Project Runway weiß ich: Die haben auch vieles in Organic. Es gibt eine Filiale in New York, eine in L.A. Fertig.

Das Herz fing an zu klopfen, und obwohl ich eigentlich irre müd war (wir haben ein geniales Apartment in Los Angeles, aber leider direkt an einer recht stark befahrenen Straße), war ich sehr vorfreudig. Die Location sehen, die ich immer wieder gerne im Fernsehen (ähem…im Internet) sehe.

Doch dann:

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Warum? Weil denen die Decke fast entgegenkam, konnte man auch von draußen sehen. Und viele andere Dinge. Stoffrollen ohne Ende. Nähmaschinen en masse. Ein Schild, auf dem „Knitting Workshops“ stand. Echt jetzt, mir war zum Heulen. Da will man einfach nur einmal in DAS STOFFGESCHÄFT der USA schlechthin, und dann… is nix. Ich bin offiziell beleidigt (und hab am Foto offiziell auf Gradestehen und Baucheinziehen vergessen. Is mir aber wurscht. Beleidigtsein geht vor.) Und das Gemeinste: Wir verlassen Los Angeles am 13. Sie sperren laut Website am 14. wieder auf. Gemessen an der Baustelle da drin kann ich mir das aber eh nicht wirklich vorstellen. Trotzdem, Wenn man sich seit Wien auf genau einen Laden in L.A. freut wie ein Hutschpferd, ist das ziemlich gemein.

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Der Hutschpferdtraum vom Liebsten war der Besuch eines bestimmten Filmsets. Na, wer erkennts? Es war auch nur von außen zu besichtigen, doch genau dieses Außenbild war oft in der Serie zu erkennen. Ohne den Schriftzug. So, jetzt hab ich aber schon ordentlich geholfen. Ok, einer geht noch: Ist eine US-Serie, die es in anderen Adaptierungen auch in UK und in Deutschland gibt. Die US-Version ist aber mit Abstand die genialste…

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Wenigstens ehrlich

Die verpackens nicht in „Frauenmagazin“ oder ähnliches, da gibts Klartext: Das Magazin über Shopping. Und dann heißts auch noch Lucky. Im Inneren kaum Unterschied zu Glamour, Joy und Co., nur dass NOCH weniger Text und NOCH mehr Fotos mit Dollarzeichen im Bildtext sind. Ich mag solche Magazine ja eigentlich zwecks Hirnabschalten und/oder Inspiration zum Selbermachen, aber Lucky ist sogar mir zu seicht. Nur die Ehrlichkeit im Titel, die taugt mir 🙂

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Synergy. Ein bisschen Göttin in Pastell.

Von San Francisco, wo ich mich aufgrund des dichten Touri-Programms (und dem einen Ausflug in die ganz und gar nicht touristische Gegend zwecks Thrift Store) genau gar nicht mit der Fair Fashion – Szene beschäftigt hab, sind wir am Weg Richtung Monterey in Santa Cruz zwischengestoppt. Warum? Weil ich dort den einzigen Organic Fashion Store auf der gesamten Route auftreiben konnte (und einen wirklich tollen Liebsten hab, der meinen Umwegwunsch brav erfüllt hat).

Der Laden: Synergy. Die Mode: Irgendwie Göttin des Glücks meets Pastellfarben. Und statt Drucken gibts aufgestickte Eulen, Blumen usw. Die Schnitte sind ein bissl anders, aber diese Kombi aus Yogamode und alltagstragbarem Jersey ist halt sehr einladend für Assoziationen. 😉

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Was mich etwas traurig gemacht hat, war die Unterhaltung mit der Verkäuferin. Auf meine Frage, wie es denn außer dem Laden sonst noch so mit Organic Fashion in der Gegend aussehe, kassierte ich ein Schulterzucken. Die Szene sei quasi nicht vorhanden, es gibt einen anderen Shop, der auch fair und bio führt, aber ansonsten: Nada. Dafür Gap neben American Outfitters neben American Apparel neben Schlagmichtot.

Der Laden ist dafür wirklich nett – und die Umkleiden haben eine Größe, die bei anderen Leuten als ganzes Schlafzimmer herhalten muss… Trotzdem, dass es bei einem so wahnsinnig großen Angebot an Shoppingmöglichkeiten in einer ganzen Stadt genau zwei Läden gibt, find ich schad. Wenn ich dran denk, wieviele tolle ökofaire Designer es in Wien gibt…. gut, größere Stadt, aber trotzdem). Wir sind dann weiter Richtung Monterey. Und dort wars besser. Kein Shopping, sondern:

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Sehr sehr sehr sehr sehr schön hier…..

 

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Von Jeanshemden und geschmacklosen Stoffen: San Francisco

San Francisco. Nach viel viel viel Touristenprogramm beschloss ich: Wir schauen uns jetzt mal so einen typisch amerikanischen Thriftstore an. Den größten in San Francisco rausgesucht, schnell nachgeschaut, wie man hinkommt, und ab in den Bus. Gelandet sind wir dann in einer Gegend, die ich erstens definitiv nicht zu meiner Wunschwohngegend ernennen würden, und zweitens dort aber sooowas von definitiv nicht in der Nacht unterwegs sein will. Eh traurig, dort waren fast nur kaputte Menschen. Im Sinne von drogensüchtig. Und mittendrin ein paar Hipsters, die auch alle in den Thriftstore rein sind.

Der Laden hatte echt eine Größe und Auswahl wie bei uns wahrscheinlich die drei größten Caritaslager zusammen. Unfassbar. Und die Preise echt annehmbar, wenns auch die berühmten Ein-Dollar-Kleider aus meinen liebsten Blogs nicht wirklich gab. Aber ansons

ten: Unmengen. Einen grauen Kaschmirpulli, der sogar meine Größe gehabt hätte, um neun Dollar. Leider fleckig. Leider, weil der Wind in San Francisco echt schweinekalt ist. Was hab ich gefroren die letzten Tage. Meine zwei Longsleeves sind echt zu wenig – aber Rei in der Tube ist zum Glück erfunden.

Zurück zum Thrift Store: Wow. Und ich wurde sogar fündig: Ein Jeanshemd wanderte in meinem Besitz. XXL, so lang, dass es auch mir Hünin über den Popsch geht, und komplett ungetragen, es hingen noch die Original-Tags dran. Was das in einem Second Hand Laden verloren hat….

 

Und dann war praktischerweise neben dem Thriftstore auch noch ein Fabric Outlet. Nunu im Himmel!!! Sooooo viele Stoffe, dabei aber auch sooooo geschmacklose, unpackbar! Und: türkisfarbene Stricknadeln. Die ich nicht gekauft hab. Ich hab Fünfer, ich mag Metallnadeln nicht so sehr, und ich brauch sie nicht. Aber hach. Türkisfarbene Stricknadeln.

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Und tschüss!

Liebe Leute, jetzt wirds ernst. Ich hau ab. Und nachdem das ein Fair-Fashion-Blog und kein Urlaubsblog ist, werden meine Einträge in den kommenden Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger werden. Für mich ungewohnt, weil ich die Bloggerei so gewohnt bin und in meinen Alltag integriert hab, aber ich werd garantiert nicht täglich was über faire Mode posten – sondern echt Urlaub machen. Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem geneigt, versorgt mich weiterhin so unglaublich super wie bisher mit spannenden Infos über faire Mode, wenn ihr drüberstolpert, und ihr genießt das Selbstnähen und -stricken, das faire Shoppen und euren eigenen Weg zu einem bewussteren Einkaufsverhalten.

Wir lesen uns bald wieder! Ich freu mich auf euch (und aufn Urlaub!).

PS: Liebe Einbrecher, vergesst es. Haben Aufpasser und Bewohner der Wohnung und sämtliche Dinge, die ihr beim letzten Mal mitgenommen habt und die wir nachgekauft haben, befinden sich nicht in der Wohnung. Und solltet ihr beschließen, das Klavier mitnehmen zu wollen: Das Ding hat 150 Kilo. Ich wünsch euch viel Spaß. Ätschibätsch.

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