Archiv des Autors: nunette

So wars am FashionCamp

Sodale, jetzt ists doch noch eine Gastritis geworden, die nächsten Tage gibts Suppe und Melissentee und ich gelobe Besserung. Ich zahle grad die Rechnungen für die Dinge, die ich meinem Körper in den stressigen letzten Monaten angetan habe. Blöderweise spielen meine Nerven dann auch immer verrückt, was alles dann noch dramatischer macht, als es ist. Aber weil ich ich bin, hab ich grad meine Firmenemails abgearbeitet und mag jetzt auch noch bloggen.

Weil ich hab ja noch gar nix übers FashionCamp geschrieben. Also. Ich unter ganz vielen Modebloggerinnen – und ich in der Moderationsrolle. Das ist gar nicht so einfach, denn die persönliche Meinung wollte ich in meiner Moderationsrolle etwas weiter zurückhalten, und außerdem hatte ich keine klassische „Schautmalwasichheuteallesgekaufthabe“-Shoppinghaul-Bloggerin am Podium. Eigentlich dachte ich im Nachhinein, dass ich viel zu nett war (leider ist mir der Blogger, der den anderen ganz schön einschenken wollte, verloren gegangen), dennoch wars mir wichtig, dass ich nicht alle anderen aburteile. Das hätte nämlich genau gar nichts gebracht.

Die ganze Diskussion gibts bald hier zu sehen.

fashioncamp

Dafür hatten die Berna vom Feschmarkt und ich es nachher noch lustig!

 

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Kommt jetzt „ich ess nix“?

Mein bald 98-jähriger Opa ist einfach der Leiwandste: Heute auf Besuch bei ihnen, kommentierte er mein Ablehnen eines Stücks Torte als „Kommt jetzt nach ‚ich kauf nix‘ etwa ‚ich ess nix‘?“

Der Hintergrund meiner Tortenablehnung ist allerdings ein unangenehmer: Ich hab seit ein paar Wochen gesundheitliche Probleme, und seither auch immer wieder Darmschmerzen. Nun ist es raus: Ich hab gewaltige Unverträglichkeiten. Dass ich keine Milch vertrag, wusste ich schon länger, aber jetzt muss ich auch sämtliche weiteren Milchprodukte vom Speiseplan streichen. Die VeganerInnenfreunde wirds freuen. Und ich find das nicht so schlimm, auf das meiste kann ich eh gut verzichten.

Allerdings, noch blöder: Gluten vertrag ich auch nicht. Hab mir eh schon was in die Richtung gedacht, jetzt ist es raus. Und das nervt mich so richtig. Bin am Freitag extra zum Merkur am Westbahnhof, die hatten nix, aber auch gar nix Brotiges vorrätig, das ich essen darf.

Darum mein Off-Topic-Beitrag: Kennt jemand gute Rezepte, die all diese Unverträglichkeiten berücksichtigen? Bei den Hauptspeisen mach ich mir keine großen Sorgen, da hab ich genügend Gemüserezepte im Kopf, aber fürs Frühstück? Bin für sachdienliche Hinweise dankbar….

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Der Diderot-Effekt

Sehr cooler Artikel, der dringend gelesen werden sollte – da er auf ORF nicht mehr auf der Startseite zu finden ist, kopier ich ihn hier rein. Aus Zeitgründen (muss gleich aufbrechen nach Niederösterreich) noch unkommentiert. Danke Jörg übrigens für den Hinweis!

Sklave einer „scharlachroten Robe“

Die kurze Klageschrift „Gründe, meinem alten Hausrock nachzutrauern“ aus der Feder des französischen Aufklärers Denis Diderot, dessen Geburtstag sich am Samstag zum 300. Mal jährt, wendet sich, wie es im Untertitel heißt, als „Warnung an alle, die mehr Geschmack als Geld haben“. Zugleich bietet sie eine Erklärung für gesellschaftliche Mechanismen, die heute mehr denn je Gültigkeit besitzen.

Diderot beschreibt zunächst seine Gefühle, die der Verlust des alten, verschlissenen, aber liebgewordenen Hausrocks, der mit den vielen Tintenflecken die Arbeit des Literaten bezeugte, auslöst. In der neuen, prächtigen „scharlachroten Robe“ sehe er aus „wie ein reicher Tagedieb“, seufzt Diderot, „man sieht mir nicht mehr an, wer ich bin“. Aber das verlorene Identitätsmerkmal ist erst der Anfang, denn dem „scharlachroten Gebieter“ gelingt es, ringsum „seinen Stil durchzusetzen“.

Als Sklave des „verfluchten Luxuskleids“ sieht sich Diderot gezwungen, nach und nach seine gesamte Wohnungseinrichtung dem neuen Mantel anzupassen und auszutauschen: Der „Tisch aus Holz“ muss einem „kostbaren Schreibtisch“ weichen, der „alte Rohrstuhl“ einem „Maroquinsessel“, das verbogene Bücherbrett einem Intarsienschrank. „Zwei ganz passable Stiche“ werden ebenso „ohne Gnade vertrieben“ wie die Gipsabdrücke, Geschenke eines Freundes. Einzug halten dafür „Damasttapete“, „eine antike Bronze“, eine vergoldete Pendeluhr und ein „großer Spiegel über dem Kamin“. Wie das „Kabinett eines Steuerpächters“ sehe Diderots Zimmer jetzt aus.

Sein wahres Leben ist nur noch Erinnerung: „Mein alter Hausrock und der ganze Plunder, mit dem ich mich eingerichtet hatte – wie gut passte eins zum andern!“ Jetzt sei „alles aus den Fugen. Die Übereinstimmung ist dahin und mit ihr das richtige Maß, die Schönheit“. Schuld an allem „ist der unselige Hang zur Konvention“, „der anspruchsvolle Geschmack, der alles verändert, ausrangiert, verschönert, das Oberste zuunterst kehrt“.
Korrektur der Korrektur

Diderot-Effekt nennt der Sozialwissenschaftler Grant McCracken dieses psychologische Phänomen. Der Kauf eines neuen Produktes trete eine fatale Kettenreaktion los, weil das neue Produkt das harmonische Gesamtbild in der Imagination des Kunden störe und ihn instinktiv zur Korrektur zwinge. Ein passendes „Folgeprodukt“ müsse angeschafft werden, das jedoch bald wieder das neue Gesamtbild verforme und eine weitere Korrektur verlange.

Beispielsweise „ruft“ ein neuer Pullover nach der passenden Hose, diese dann nach der passenden Handtasche, diese wiederum nach den passenden Schuhen und so weiter. Der Diderot-Effekt versetze den Kunden in einen ausweglosen Konsumzwang, da ein stimmiges „Endbild“ nie erreicht werden könne. Marketing und Werbung machen sich das zunutze, indem sie Produkten ständig Updates, Upgrades und neue Versionen folgen lassen. Der Diderot-Effekt ist praktisch in der gesamten Wirtschaft zu finden und wird mitunter sogar als „Innovationsmotor“ beschrieben.

 

Diderots Klageschrift geht aber einen Schritt weiter. Impuls des Kaufrausches ist die Hoffnung auf Zufriedenheit, die aber so unerreichbar bleibt wie die Erfüllung des Wunsches, durch materiellen Wohlstand freier zu werden: „Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge“, klagt Diderot. Seine Selbstanalyse wird zur harten Gesellschaftsdiagnose. Es ist das Bild einer unglücklichen Gesellschaft, die gefangen ist in der Konsumschleife und blind Waren auf Waren häuft.
„Ende des Sturms“

Ein „richtiges Leben im falschen“ (Theodor W. Adorno) erscheint somit auch außerhalb von Diderots Zimmer unmöglich. Und so bleibt ausgerechnet dem Atheisten nur noch die Anrufung Gottes, der ihn strafen möge, wenn der Reichtum ihn verdirbt, ihm alles wegnehmen und ihn in die Armut zurückstoßen möge. Aber Gott solle ihm doch bitte ein einziges Bild lassen, Vernets „Ende des Sturms“, um dem Unglück noch zu entkommen, fleht Diderot – stets bereit für den Sprung zur nächsten Relativierung.

Im gänzlich falschen, weil nur noch warenförmigen Leben taucht mit der Kunst überraschend eine Nische auf, die diese Falschheit abzumildern oder zu negieren versucht. Aber auch sie ist zum Schiffbruch verurteilt, ja, spielt dem falschen zu, weil sie eine Möglichkeit von richtigem Leben bloß vorgaukelt.

Einen letzten Notausgang sucht Diderot in den „Armen einer Kurtisane“. Doch sei er gefasst, auch sie einst dem zu überlassen, den sie glücklicher machen kann als ihn. Verdient Diderot am Ende Mitleid? Nein, denn Diderot hält noch eine Schlusspointe parat, um sich gemeinsam mit dem Leser in kathartisches Amüsement fallen zu lassen: „Und um Euch mein Geheimnis ins Ohr zu sagen: Diese Schönheit, die sich andern so teuer verkauft – mich hat sie nichts gekostet.“
„Das Glück des Einzelnen“

Die „Gründe, meinem alten Hausrock nachzutrauern“ stehen exemplarisch für Diderots radikales Verständnis von Aufklärung, nämlich schonungslos Urteile über Wahrheit und Falschheit aus der eigenen Erfahrung und der eigenen Überlegung heraus zu fällen – unter der grundlegenden moralischen Devise, für ein besseres Leben einzutreten, denn: „Das Glück des Einzelnen ist der Endzweck der Gesellschaft.“

Philosoph sei jener, „der das Vorurteil, die Tradition, die Vorrechte des Alters, die allseitige Übereinstimmung, die Autorität – in einem Wort: alles, was die Menge der Geister unterjocht – niedertrampelt, der selbst zu denken wagt, der zurückgeht auf die klarsten Prinzipien, sie prüft, sie diskutiert, und nichts akzeptiert, wenn es nicht auf dem Zeugnis seiner Erfahrung und Vernunft beruht“, postuliert Diderot in seiner „Enzyklopädie“. Jahrzehnte später, in Diderots Todesjahr 1784, wird sein deutscher Kollege Immanuel Kant mit seiner berühmten, ganz ähnlich formulierten Antwort auf die Frage „Was ist Aufklärung?“ dieses Postulat upgraden.

Armin Sattler, ORF.at

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Vom richtig machen und vom richtigen Machen

Ich lese gerade „Wunder muss man selber machen“ von Sina Trinkwalder. Auf jeder dritten Seite sitze oder liege ich nickend da, weil sie einfach so recht hat. Ihre Grundaussagen (jetzt mal bis zur Hälfe): Tu was. Und: Verdammte Bobo-Bio-Industrie. Durch Greenwashing und „grünes Vorgehen“ wird so viel echtes Bio verdeckt und tw. kaputt gemacht.

In ihrer Kritik an dieser Bobo-Bio-Industrie habe ich mich etwas „ertappt“ gefühlt: In meinem eigenen Konsumverhalten kippe ich doch öfter mal drauf rein. Habe ich die Wahl zwischen Diskonter oder Bio, greife ich zu Bio – aber manchmal (ich bemühe mich, dass es immer seltener wird) – auch zum Energydrink eines Weltkonzerns in der Alu-Dose. Best of Böse. Oder, ein besseres Beispiel: Ich greife glücklich zum neuesten Bio-Pesto-Glasl in toll designter Produktaufmachung um sechs Euro, aber dann denk ich mir, wui, teuer, dann kauf ich mir die Clever-Spaghetti dazu. Oder noch wahrscheinlicher: Ich achte auf käfigeierfreie Bio-Nudeln, aber dann könnts sein, dass ich drauf pfeif, was das jetzt für geschnittene Tomaten in der Dose sind, einfach, weil ich grad keine Bio-Alternative dazu in meinem Supermarkt ums Eck im Angebot hab. Erwischt. Ich bin so ein Bio-Bobo. Aber ich bin nicht stolz drauf, ich weiß, dass ich noch mehr „richtige“ Entscheidungen treffen kann.

Und punktgenau war es auf jeder dritten Seite wieder da, dieses Gefühl: „Ich würds so gern richtig machen, aber bitte wie? Wie weiß ich denn noch, was richtig ist?“ Natürlich könnte ich komplett aus der ganzen Konsumgesellschaft aussteigen – aber damit wäre wahrscheinlich nur meinem Gewissen geholfen (und mein Lebensstil radikal verändert). Ich muss einfach permanent versuchen, die „bessere“ Entscheidung zu treffen. Bei den tausenden Entscheidungen, die wir täglich treffen, ganz schön anstrengend. Und kaum wer schaffts immer. Und vor allem dieser Gedanke: „Hach, ich schaffs doch eh nicht, wieso sollt ich mich überhaupt anstrengen! Komm, ich entspann mich und denk da einfach gar nimmer drüber nach!“ – der ist sicher sehr vielen schon gekommen.  Nicht kritisch zu denken, zu handeln, zu konsumieren ist verdammt einfach und sehr verführerisch. Aber ganz ehrlich: Besser fühlt sichs an, wenn man es wenigstens versucht. Und wenn man dabei auch noch grüne Angebote kritisch hinterleuchtet, dann hat man einen großen Schritt aus der ignoranten Masse heraus getan.

Der nächste Schritt: Was tun. Da bewundere ich Sina Trinkwalder sehr. Sie tut einfach. Zack, Idee, stur angegangen, und los. Und ich wieder gedanklich auf jeder dritten Seite: „Und was mach ich?“ Ja, die WearFair ist super, wir haben wirklich ein großes Angebot nachhaltiger Produkte stellen können, und die Art, wie es vom Publikum angenommen wurde, war fulminant, aber reicht das? Ich bring bald ein Buch heraus, und hoffe, dass das von ein paar Leuten gelesen wird, die sich bisher nicht wirklich mit diesen Themen auseinandergesetzt haben. Aber alles, was ich mach, ist kommunizieren. Ich schreibe, ich netzwerkle, aber himmelnochmal, ich würd so gern richtig machen!

Ideen sind da, der Mut noch nicht so ganz, aber eines ist sicher: Ich mach noch mal was richtig. 🙂 Das Buch von Sina Trinkwalder sollte übrigens dringend  von vielen Menschen gelesen werden, fantastische Gedankenanstöße!

wunder

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Kopfarbeit

Ich hab wieder so ein feines Label, das ich euch vorstellen kann. Aber ich kann leider nicht. Bin grad so inspiriert, dass ich jetzt leider stricken muss.

Klick!

kopfarbeit

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Gratulation, einen Tag verspätet

Gratulation an Flo Neumüller! Seit einem Jahr und einem Tag gibt es in Linz nämlich noch einen tollen Ökomode-Laden (in dem ich selbst leider noch nicht war, allerdings hatte ich das Vergnügen mit ihm auf der WearFair).

Das Tolle: Flo war zum Zeitpunkt der Eröffnung ganze 21 Jahre alt. Ich finde das jedesmal beeindruckend, wenn ich nur dran denke. Mit 21 bin ich dank eines ziemlich ertragreichen Schmerzensgeldes aufgrund eines Radunfalls (klassischen Salto über eine Motorhaube hingelegt, und seither an einer etwa handflächengroßen Stelle am Scheinbein gefühllos, immer lustig beim Beine rasieren…) mit 21 drei Monate durch Europa gereist. Reise meines Lebens, auch schon mal am Blog behandelt. Zweimal.

Und habe – zurück in Wien – überlegt, auf welche Party ich morgen gehe.

Und was ich dabei anziehe.

Und ob ich auf die Vorlesung am Nachmittag pfeif (meistens war die Antwort: Ja.).

Und warum der Martin nicht anruft (ich meine da jetzt keinen bestimmten. Bei mir haben sie IMMER Martin geheißen, das war echt ein Phänomen).

Und wie er das wohl meint, dieses SMS.

Und ob ich mir diese Hose kaufen soll (auch hier war die Antwort meistens: Ja.).

Und Flo? Der macht einfach schnell mal einen Laden auf. Ich habe echt allerhöchsten Respekt vor ihm. Und gratuliere von Herzen!!

flo eco 1

Da ist er, groß und in der Mitte, mit dem tollen Shirt von Better B. Good!

flo eco

Sonst schaut er nicht so bös 🙂

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Hab ich was verpasst?

Amazon hat mir was voraus. Die wissen schon, welche Bücher oft mit meinem Buch zusammen gekauft werden.

Aha.

Mein Buch kann erst ab 27.11. gekauft werden??!?!

🙂 Die Vorfreude steigt.

amazon

Aber sorry. Richtiges Aufräumen? Mir rinnen die Lachtränen…. das ist kein Buch, das sich mit meinem verkaufen sollte, das ist ein Buch, das ich lesen sollte! Aber selbst dann glaub ich….das wird nix mehr mit mir und aufgeräumten Kleiderschränken… oder Wohnungen, wemma schon dabei sind 😀

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Heute – ist ein guter Tag

SO schaut ein richtig schöner Tag aus. Erstens: Arbeit fertig und gebunden. Zweitens: Ich wusste nix davon und bekam heut in der Früh ein SMS: „Gratuliere, wieder im Heute!“

Fein!

gutertag

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Apropos Zeit.

Semi-off-topic: Oh Mann, ich hab eine ganze Liste an To-Dos für den Blog. Ganz viele Neuentdeckungen von der WearFair vorstellen, einige neue Pages, die ich im Netz gefunden habe, neue Blogs, meine Da-kauf-ich-Liste aktualisieren, mal überlegen, was ich mit dem nicht geschafften Allwetterschalprojekt mache (da hat mich die Konsequenz dann doch im Stich lassen) usw.

Was leider nicht so ganz funktioniert, wenn man den Abend endlich mal wieder beim Bruderherz versumpert und am nächsten Morgen verschläft. Dieses „Zeit“ haben am Abend und weder am Buchprojekt noch an der Abschlussarbeit für die FH zu tun zu haben, daran muss ich mich erst gewöhnen.

Apropos Zeit.

Liebe Wiener LeserInnen, haltet euch schon mal den 9. und/oder den 16. Jänner 2014 frei. Was da kommt, sag ich erst. Aber es wird lustig!

Apropos Zeit.

Ich habe mir gestern – am 2. Oktober – bereits einen Kalender für das Jahr 2014 geleistet. Weil schon so viele Jännertermine reinkommen. Und ich finde das wirklich erschreckend, dass ich auf drei Monate im Voraus verplant bin. Ich bin wieder mehr für ein „Leb in den Tag“.

Macht wer mit?

 

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Große graue Dummheit

Es ist doch wirklich unfassbar! Manchmal hab ich echt Aussetzer Richtung Dummheit.

  1. Mein Kleiderschrank ist gut bestückt.
  2. Ich habe heute ein perfekt lässiges Wohlfühloutfit an, meinen riesigen grauen Strickpulli mit Leggings, Boots und Lederjacke. Merke: Riesiger grauer Stickpulli. Drei Jahre alt und heiß geliebt im Winter.
  3. Ich bin wunschlos (und) glücklich gerade und brauche fürs restliche Jahr definitiv nix mehr, bin von meinem Rückfall sowieso noch übersättigt.
  4. Ich befinde mich immer noch im Dilemma zwischen: „In Bangladesch und Co. herrschen Scheißzustände in den Fabriken, ich will das nicht unterstützen“ und „Gewerkschafterinnen aus Bangladesch bitten inständig, weiter diese Sachen zu kaufen, damit sie wenigstens die Möglichkeit eines Jobs haben“ – und rein aus persönlicher Überzeugung heraus fällt es mir momentan jedoch sehr schwer, in solche Fast-Fashion-Stores zu gehen, der Gedanke an „ich will das nicht unterstützen“ überwiegt einfach (naiver Gedanke: weil vielleicht ändern die Unternehmen ja was, wenn sie Umsatzrückgänge haben…).
  5. Ich fahre heut früh in die Arbeit, steige wie immer, wenn ich nicht am Rad unterwegs bin, auf der Mahü (die übrigens fast super ist, so wie sie jetzt ist! So! Da habt ihrs!) von Ubahn in den Bus. Und sehe das da: pulli

Und denke mir: Wie schööööön!!

Merke: Gegen den Kaufwunschimpuls ist man (wenn man früher Shopaholic war und sich noch dazu auf der Mahü herumtreibt, zugegeben) anscheinend nie gewappnet, aber es hilft ungemein, an sich herunter zu schauen und kurz mal zu überlegen: Brauch ich wirklich einen riesigen grauen Strickpulli? 🙂

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