Mein Chef sucht Models

Ich hab ja das GlĂĽck, dass ich nicht nur privat, sondern auch beruflich, so richtig mit Bezahlung (wobei… lassen wir das 🙂 ) zum Thema nachhaltige Mode arbeiten darf. Erstens stehen wir mit der WearFair (jetzt neu: „& mehr“) in den Startlöchern, und zweitens veranstaltet GLOBAL 2000 ja auch das Festival in Zwentendorf.

Damit hab ich persönlich nicht so viel zu tun – und fĂĽhle mich beim Anblick des Line-Ups ĂĽbrigens auch verdammt alt, ich kenn genau vier oder fĂĽnf Bands, wenns hochkommt – aber *trommelwirbel*: Es wird eine Recycling-Modenschau geben. Darauf freu ich mich, die SchĂĽlerinnen der Modeschule HerbststraĂźe nähen Bundesheerkleidung und Arbeitskleidung und altes Männergewand um. In der Presseaussendung hat die Frau Kollegin es „Slow Fashion“ genannt. Lustig, Fast Fashion schreib ich auch immer wieder, das triffts einfach, aber ich hab noch nie an den Gegenbegriff gedacht – find ich cool!

Und dafĂĽr brauchen wir jetzt Models. Daher haben meine hochgeschätzten Kollegen den Modelcontest ins Leben gerufen: Bis 15. Mai können fesche Burschen und hĂĽbsche Mädels ihr Foto auf die Modelcontest-App laden, und alle UserInnen können fĂĽr ihre Favoriten voten. Die beliebtesten Models gewinnen ein Anprobe-Shooting in Wien und laufen beim Festival auf der ganz groĂźen BĂĽhne.  Wer sich berufen fĂĽhlt: Reges Interesse freut den Chef – und die Modeszene 🙂

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Mach’s selbst!

Ich hab mal wieder ein Buch zur Rezension erhalten – und das Feine: Darin wird erklärt, wie man eine Rezension schreibt! Und nicht nur das – in dem unglaublich fein gelayouteten (Denglisch at its best) Buch von Sonja Eisman und Chris Köver wird auĂźerdem noch beschrieben, wie man beispielsweise eine Band grĂĽndet, eine Hi-Fi Anlage richtig anschlieĂźt, richtig gärtnert, eine Onlinepetition startet und und und. Neben einigen Seiten, deren Inhalt mich marginal interessiert (und ich mich aber trotzdem ĂĽber die nette Grafik freue), sind quer durch das ganze Buch immer wieder tolle Ideen drin. Ist zwar beim Verlag unter Kinderbuch abgelegt, und dabei steht „ab 14“ (bitte welche 14-Jährige stöbert freiwillig in der Kinderbuchabteilung? Nur so nebenbei…), aber auch ich mit meinen etwas ĂĽber Doppel-14 fĂĽhle mich sogar schon nach einem ersten Querlesen schwerst animiert, ganz! viele! DIY! Projekte! anzugehen. Leider raubt mit mein Hauptprojekt, das ja eigentlich auch irgendwie DIY ist, grad sämtliche Zeit dafĂĽr. Aber meinen Ringelpulli krieg ich noch vor Mai fertig, das ist beschlossene Sache.

Meine persönlichen Favoriten (Klick aufs Bild – ab zur Verlagswebsite):

http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/themen/titel/machs-selbst.html

Gnihihihi!

Kann ich! Hab ich schon gemaaaahacht!

Werd ich wohl nie lernen...

Werd ich wohl nie lernen…

 

kriegt der vinylverrĂĽckte Liebste aber sowas von zum Geburtstag

kriegt der vinylverrĂĽckte Liebste aber sowas von zum Geburtstag

 

Das ist perfekt. Ich hab mir immer überlegt, wie man sowas wohl selbst macht, aber bis zum nächsten Internetzugang war der Gedanke meist wieder vergessen. Einmal drüberstolpern in dem Buch reicht, dass ich morgen Zitronen kaufen geh...

Das ist perfekt. Ich hab mir immer ĂĽberlegt, wie man sowas wohl selbst macht, aber bis zum nächsten Internetzugang war der Gedanke meist wieder vergessen. Einmal drĂĽberstolpern in dem Buch reicht, dass ich morgen Zitronen kaufen geh…

 

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SelbstĂĽberschätzung und Ă–kotex 100

Ein Wunder ist geschehen – ich habe beim MĂĽller Leinen mit einem Ă–kotexsiegel drauf gefunden. Ă–kotex 100 zwar, also nicht besonders gut, aber besser als gar nix. Und wiedermal geschah das ĂĽbliche Szenario an der Kassa: „Drei Meter? Des san zwölf Euro, na, sagma neun Euro!“

Und jetzt habe ich, weil wir gestern fĂĽr einen Besuch von Bekannten in Kritzendort etwas zu frĂĽh dran waren, drei Meter wunderschönen schlammgrĂĽnen Leinenstoff – und leide an gewaltiger SelbstĂĽberschätzung, was Zeitmanagement angeht. Ich habe nämlich eine weiĂźe Leinenhose, die so wunderbar schön weit und locker ist, dass mich immer alle fragen, ob ich abgenommen hab, wenn ich die anhabe (hach…). Und ich hätt fĂĽr den Sommer genau diese Hose gerne eben in schlammgrĂĽn. Und der Haken: Ich weiĂź, dass ich gefĂĽhlt bis April 2014 definitiv keine Zeit haben werde, dieses Projekt anzugehen. Geht einfach nicht, viel zu viel zu tun neben der Arbeit, die meisten LeserInnen wissen eh schon, warum.

Daher nun meine Frage in die Runde: Ich suche jemanden, der/die mir dieses Projekt verwirklicht, mit jeglicher von mir machbarer Unterstützung und natürlich gerne gegen Bezahlung (bei fehlendem Gewerbeschein meine ich hier öffentlich natürlich Bezahlung in Form von Essen kochen, Cocktails bezahlen, eine Haube stricken usw..). EEEeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeena? *liebschau* Oder eine der nähversierten Damen aus dem Strickverein?

Ach ja, aus DER Abteilung ist der Stoff nicht gewesen. Gnihihihi, ĂĽbermĂĽdet bin ich verdammt einfach zu belustigen.

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Ăśberregionale Mode

Damit man mir nicht vorwerfen kann, ich wĂĽrde mich aus Bobostan nicht rausbewegen: Bitteschön, das Xiling, ein inzwischen fast schon „alteingesessener“ Laden mit biofairer Mode in Linz (RainerstraĂźe 15): Das Xiling. GefĂĽhrt von Mutter und Tochter (die sich optisch gegenseitig nicht leugnen können), schönes Angebot, das Frauen von 20 bis 60 anspricht, und einer HĂĽndin, die erstens ihre eigenen Stammkunden hat – die extra nur wegen ihr reinkommen in den Laden – und die ich zweitens am liebsten direkt mit nachhause genommen hätte.

Als ich da war, wurde gerade die neue Maronski-Kollektion geliefert…. feinfeinfeinfeinfeinfein!

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Der Schwede berichtet

Na toll, ich habs komplett verschlafen: Der Textilschwede hat seinen CSR-Bericht rausgebracht (fĂĽr meine werten FH-Kollegen: Nach GRI3.1).

Ich habe ihn bis zur Hälfte durchgearbeitet, und so sehr ich die Schweden manchmal verabscheue (also nur die Textilschweden), einige Dinge sind dabei, wo man sagen kann: Ok, guter Weg, wenigstens passiert was. Was mich überrascht, ist, dass sie immer noch mehr Biobaumwolle als Baumwolle aus der Better Cotton Initiative verwenden, aber ich denk mal, bei ihrem Ziel einer hundertprozentigen Umstellung bis 2020 wird sich das noch umdrehen.

Gut, der Textilschwede macht in Sachen Nachhaltigkeit so einiges. Leider so derartig in our face, dass es unfassbar nervt – so toll, wie sie sich darstellen, sind die nie und nimmer. Beim Lesen enstanden in mir immer wieder Fragen:

  •  Wieso schreiben sie nur von zehn Prozent Pestiziden weltweit auf Baumwolle?
  • Wieso fordern sie keine Living Wages in ihrem Bericht?
  • Wieso bettelt der CEO bei der Ministerpräsidentin von Bangladesch um höhere gesetzliche Mindestlöhne – und produziert trotzdem munter weiter, obwohl sich da politisch nix tut?
  • Sollte die Erklärung, dass KundInnen die Sachen nicht zu heiĂź und nicht zu oft waschen und trocknen sollen, weil das soooo viel CO2 ausstößt, nicht am Ende ihrer Unternehmungen stehen? Wie wäre es mit sich zuerst selbst an der Nase nehmen?

Auf mich wirkts irgendwie wie nicht Fisch nicht Fleisch, und das ganze überlagert von massiv unsympathisch viel Werbung und entsprechendem Werbebudget. Ich kann mich nur wiederholen: Weniger Werbung, mehr Kohle in effektive Projekte. GOTS-Siegel zum Beispiel. Hach, das wärs.

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Impressionen vom Strickfilm

Gleich mal vorausschickend – optisch war das irgendwie gestern nicht mein Höhepunkt. Was aber egal ist, es war wirklich extrem lustig. Hat so viel SpaĂź gemacht, dass es nach Wiederholung schreit, und die Dame vom Kino hat es sogar schon angeboten! Und danke an Sabine Karrer fĂĽr die Fotos!

(c) www.wortvoll.net

(c) http://www.wortvoll.net – Die Evi, die Nunu und die Susanne a.k.a. die Socke, der Ă„rmel und die Haube

(c) www.wortvoll.net

(c) http://www.wortvoll.net – Ganz voll war es nicht, aber sehr angenehm gefĂĽllt

(c) www.wortvoll.net

(c) http://www.wortvoll.net – erwiiischt, ein solidarischer Nichtstricker neben mir!

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Lieblingsplatz

Gestern war ich zwar konventionell einkaufen, aber war auch bei der Eröffnung eines wunderwunderwunderschönen Shops, in dem es nur biofaires Design gibt: Martina Meixner, Mastermind hinter Maronski (MMMM…) , hat neben ihrem reinen Maronskiladen in der Neubaugasse ein Geschäft in der Stiftgasse aufgemacht – den Lieblingsplatz. Dort gibt es nicht nur ihre eigene Mode, sondern auch Kollektionen anderer Designer, die keinen eigenen Laden (im Siebenten) haben. Nicht nur der Laden ist wunderschön, herrlicher Parkettboden, ein alter Safe, ein altes Auslagenportal, die Lage ist grandios, und dass es nur biofaires Zeug gibt, lässt mich von einem Ohr zum anderen strahlen. 🙂

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

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STOR>

Es ist nicht nur ein guter Tag, es ist ein sehr guter Tag! Nicht nur dass das Wetter endlich besser ist, ich am Fahrrad unterwegs sein kann, ich ein unfassbar motivierendes Email von einer unfassbar wichtigen Person bekommen habe, und im BĂĽro einen vergleichsweise kurzen Tag hatte: Ich habe mir etwas gekauft, das ich wirklich und ehrlich brauche.

Einziger Wermutstropfen: Es ist konventionell produziert.

Erklärung: Ich habe kein einziges Paar Jeans, in das ich gemĂĽtlich reinpasse, und das ich auch im Sommer mit dĂĽnnen Sachen anziehen kann. Und sorry, liebe GebrĂĽder Stitch, 300 Euro aufwärts kann ich nicht finanzieren. Eventuell vielleicht und unter Umständen in ferner Zukunft mal fĂĽr eine anständige Boot Cut, aber Skinny Jeans sind halt doch eine ziemliche Modeerscheinung – und eine genau solche habe ich mir heute zugelegt. In grau. Mit Zipp unten. Mit saucoolen Abnähern am Knie. Und ich beschreibe sie deshalb so genau, weil ich mich in ihr noch nicht abfotografiert habe, grade fĂĽr eine Stunde im Knotzgewand zuhause hocke, dann unter die Dusche springen werde und DANN erst. Dann gehts neu gestyled zum Strickfilm, schlieĂźlich bleibt dort das Licht an 🙂

Das Problem: Stretch-Skinny-Jeans in meiner Größe (sagen wir mal: bei den konventionellen Größen bin ich die größte Größe, bevor die groĂźen Größen anfangen) gibt es einfach sonst nicht. Ich hab gesucht. Eigentlich eine MarktlĂĽcke: Biofaire Mode in sehr fesch und modern und dann in groĂźen Größen – gibts so gut wie nicht.

Aber immerhin habe ich die regionale Wiener Wirtschaft gestĂĽtzt. Vorgestern (als ich ĂĽbrigens insgesamt ĂĽber vier Stunden umsonst im Zug gesessen bin und nichtmal angekommen bin, knurrrr, blöder Stellwerksausfall, 80 Min. Verspätung pro Richtung) war ich nämlich zur Eröffnung von STOR> eingeladen. Da gibts coole Mode in groĂźen Größen. Pfuuh, uncool, Abteilung Mamamode, denkt man sich. Falsch gedacht, im Stor> gibts wirklich verdammt lässige Sachen. Und vor allem – und ich grinse grad von einem Ohr zum anderen – Skinny Jeans fĂĽr Nunus in Größe S 🙂

Ich kategorisiere das jetzt mal ein in „Wer konventionelle Ware kauft, trägt Verantwortung und hat zu versuchen, was an der Situation fĂĽr die Näherinnen zu ändern“ – ich tu was ich kann! AuĂźerdem darf ich mich seit kurzem offizielle Vertreterin von GLOBAL 2000 bei der Clean Clothes Kampagne schimpfen. Ich weiĂź, blöde Ausrede, aber nochmal: Ich habe wirklich gesucht, und es ist ein Teil, das ich echt brauche. Und ich habe beschlossen, der lieben Gaby mal bei der Recherche zu helfen, damit sie vielleicht doch mal faire Biomode in groĂźen Größen anbieten kann.

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Und ĂĽbrigens: Das ist mit Abstand eines der genialsten zwei- bis dreisprachigen Wortspiele, das ich jemals erlebt habe. Wers nicht kennt, googlet bitte, was „stor“ in einer nordischen Sprache denn so heiĂźen könnte …

Und einen zweiten Wermutstropfen gibt es leider auch noch. Seit viereinhalb Jahren versuche ich, dem Holden ein fürchterliches Paar graue Jeans auszureden, die ich sehr sehr unschön, er aber sehr sehr gemütlich findet. Jetzt hab ich Jeans in genau dem gleichen Grau. Und somit kein Argument mehr. Verdammt. 🙂

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Ein guter Tag

Was ist ein guter Tag? Wenn es endlich wieder warm genug ist, um am Fahrrad unterwegs zu sein, und man dann noch in der FrĂĽh draufkommt, dass man sich (wohl unterbewusst vor lauter Vorfreude) exakt zum Fahrrad passend angezogen hat. Noch dazu in alte Lieblingssachen oder neue Tausch/Flohmarktsachen (sieht man am Foto nicht, aber die Jacke vom Bloggerinnenflohmarkt von Swarina ist erstens auch grau und zweitens sehr super!). Es reicht nämlich – seit Wochen bin ich halb bis total krank, und ich hab einfach gar keine Kondition mehr, sogar eine Stunde Heimweg zu FuĂź lässt mich schwitzen, fĂĽrchterlich!!

(c) Nunu Kaller

(c) Nunu Kaller

Und auf meinem Drahtesel bin ich heute nicht nur ins BĂĽro geritten, sondern ich werde am Nachmittag auch noch hier einreiten (alle meine liebsten fairen DesignerInnen aus Wien auf einem Haufen, das MUSS ja ein Lieblingsplatz werden!) und dann, am Abend: Ab zum Strickfilm!!! Grenzenlose Vorfreude!!)

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