Krank, kaputt, erschöpft, zu müde zum Schreiben. Aber ein spannendes Konzept gefunden: Jeans leasen. Hier gehts zur Website. Discuss.
Krank, kaputt, erschöpft, zu müde zum Schreiben. Aber ein spannendes Konzept gefunden: Jeans leasen. Hier gehts zur Website. Discuss.
Ich kann mich noch genau daran erinnern – es war Sonntagnachmittag, und wir beschlossen, dass wir nach einem ausführlichen Brunch im Dellago noch ein bißchen schlenden wollten. Auf der anderen Seite des Yppenplatzes war ein kleiner Laden mit einem Nadelstreif-Kleid in der Auslage. Ich ging hin, um es mir genauer anzuschauen – und war baff: Das war eine umgedrehte Anzughose? Umgedreht im Sinne von verkehrtherum – oben war unten und umgekehrt.
Nach ein paar Wochen stieß ich zufällig wieder auf ein solches Hosenkleid und fand raus: Das Label heißt Milch. Ich habe sie schon einmal verlinkt, und auch bei der WearFair war sie dabei, die Designerin mit dem wunderschönen Namen: Cloed Priscilla Baumgartner.
Auf ihrer Homepage ist ihre neue Kollektion zu bewundern (das das schöne an dieser Jahreszeit, lauter neue Kollektionen!) – ich habe mir erlaubt, die Fotos hier mit Verlinkung auf ihre Page zu verwenden.
Die Frau ist wirklich eine Bereicherung für die nachhaltige Modeszene. Nicht nur, dass sie selbst solche lässigen Kollektionen aus gebrauchtem Material herstellt, sie ist auch Initiatorin toller Tauschevents – bei Topswap steht übrigens ein Superedelnobelcharitytauschevent an, über das ich später mal bloggen werde.
Ihre Überzeugung, dass der Lebenszyklus von Kleidung länger werden muss, ist beeindruckend und äußert sich nicht nur in ihrer Mode, sondern auch in ihrem Manifesto:
MANIFESTO
UPCYCLING & APPROPRIATION FASHION
1 Warum dem bereits bestehenden Wäscheberg noch mehr hinzufügen?
2 Welche Anmaßung zu behaupten aktuelle Mode sei besser als Vorjahresmodelle.
3 Die Ideologie der Originalität ist arrogant und verschwenderisch.
4 Destillation erzeugt Hochprozentiges.
5 Der Genuss des Wiedererkennens ist unvergleichlich.
6 Der Zugang zu Vergangenem ist günstiger als der zu aktuellem Geschehen.
7 Archive werden durch diese Herangehensweise legitimiert.
8 Wir zollen unseren VorgängerInnen Respekt durch Recycling ihrer Weisheit.
9 Nachahmung und Weiterentwicklung hinterfragen Original und Originalität.
10 Dieses Manifesto ist erweiterbar. Weitere Punkte werden gerne aufgenommen!Cloed Priscilla Baumgartner 2006 (frei nach Rick Prelinger)
Ha! Ich hab doch was gefunden, von dem ich heute berichten kann – ein Shoppingguide für Vollblut-Bobos. Nicht falsch verstehen, ich definiere Bobos als weit weniger negativ als die Allgemeinheit, weil wenn ich mir meine eigenen statistischen Eckdaten so anschaue, bin ich selbst einfach sowas von Bobo:
Ich bin einfach Bobo. Und der Liebste, der ist übrigens in Eigendefinition aufgrund seiner Favoritner Herkunft Probo. Ach ja, ich wohne zwar nicht (mehr) in the Heart of Bobostan, 1070, aber sagen wir mal, in einem angrenzenden Organ…
Worauf ich raus will? Es gibt einen Shoppingguide für den 7. Bezirk: 7 TM. Und ich find ihn nach erstem schnellen Durchsurfen echt nett, mit vielen feinen Geheimtipps – aber Achtung, nicht alles ist Fair Fashion (einen rein nachhaltigen Guide findet ihr für ganz Wien hier)! Viel Spaß beim Durchschauen an all die fellow Bobos da draußen…
In diesem kleinen, feinen Laden in der Zieglergasse hat Jenni schon sehr viel Geld gelassen – immer wieder kommt sie mit neuen Stücken an, jedes einzelne sieht einfach toll aus. Gemacht hat es Frau Fröhlich – sie kauft die Stoffe zwar nicht unbedingt in Bio-Qualität, sondern eher beim Müller, aber sie näht alles selbst, vor Ort in ihrem Laden, der bezeichnenderweise „Fröhliche Welt“ heißt.

http://www.froehlichewelt.at/ – aus der neuesten Kollektion.

http://www.froehlichewelt.at/ – das ist eines der Stücke, in dem ich Jenni immer wieder bewundern darf

http://www.froehlichewelt.at/ – Frau Fröhlich höchstpersönlich

http://www.froehlichewelt.at/ – Auch T-shirt-Recycling betreibt sie
Die Dame gibt es auch auf Facebook – ich in ganz angetan, ein kleiner Laden, ein Ein-Frau-Betrieb (?), tolle Handarbeit, schöne Schnitte! Eine echte Schneiderin, wie aus dem Bilderbuch. Ich find das toll.
Ein sehr liebes, sozialmedial engagiertes Engerl hat mir gezwitschert, dass es unter Umständen und eventuell und vielleicht ab dem Sommer einen Webshop von meiner heißgeliebten Kleidungshauptlieferantin geben könnte. Dann erlaube ich mir auch wieder Onlineshopping. Yey! Aber derzeit bin ich sowieso versorgt und glücklich 🙂 Trotzdem – Vorfreude ist bekanntermaßen die schönste Freude!
Nachdem im Apartment nun doch das W-Lan funktioniert, ein schnelles Hallo aus Amsterdam. Ich habe mich durch einen Besuch bei Cora Kemperman zwar in etwas ähnliches wie einen Kaufrausch gestürzt und einige wunderschöne Teile erstanden, und mir wo anders um die Hälfte des Wiener Preises die Tasche gekauft, die ich mir bereits lange vor der Shoppingauszeit gewünscht hatte. Aber direkt danach war auch schon wieder Schluss mit der Shoppinglust. Auf diese beiden Shops hatte ich mich vorbereitet. In einem weiteren Shop, als es darum ging, mir ein trockenes Oberteil zu kaufen, weil ich meines wohl noch durch die Restverkühlung durchgeschwitzt hatte, wurde es mir zuviel. Wozu was Neues kaufen, wenn ich in 20 Minuten zuhause sein kann und dort trockene Sachen habe? Ebenso im Wollshop: Feine Sachen, aber nix, was mich schnell ansprang – ich hab eh noch zwei Projekte zuhause liegen. Nach halbtäglicher Auszeit ist mein Einkaufsgewissen also wieder angesprungen 🙂
Ansonsten: Amsterdam ist wunderschön wie immer, leider auch grau und wolkenverhangen wie immer. Trotzdem fein!
Müder als derzeit geht kaum, langsam hab ich so ein klitzekleines bißchen das Gefühl, dass ich mich mit meinen Jahresplänen und -projekten 2013 etwas übernommen habe. Aber mei, aufgeben tuat ma an Brief, sagt der Opa immer.
Aber morgen, da gehts ab nach Amsterdam, gemeinsam mit der liebsten Aniger. Deren vorsichtige Frage, ob wir dann eh am Wochenende nicht vor neun aufstehen würden, ich mit schallendem Lachen beantwortete. Um neun, da werd ich noch von den Stücken träumen, die ich tags darauf bei Cora Kemperman anprobieren werde 🙂
Also: Auszeit. Schüüühüüüss!
PS: Nicht vergessen – ins Dellago gehen, Gurkengesöff und so 😉
Grumpf, wieder so ein Fall von wegen: Schöööön! Und bio! Und leistbar! Und traumhaft kombinierbar! Und selbst herstellbar, aber die Farben, also genau die, hab ich in Biojersey letztens im Stoffsalon nicht gesehen!
Die würden traumhaft zu dem neuen schwarzen Kleid von der Tauschparty aussehen… Soll ich? Ich hab irgendwie Schiss, in mein Wochenendvormittag-Onlineshopping-Habit zurückzufallen…ich will einfach nicht zu Altgewohntem zurückkehren. Aber ich will auch diesen Schal. Dilemma, Dilemma. Ich werd ihn mir wohl noch ein paar Tage im Haben?-Ordner behalten, vielleicht denk ich dann in ein paar Tagen anders.
Mit den Öko-Versandhäusern ist das ja so eine Sache. Die meiste Mode würde sogar meine Mama als zu verstaubt und fade ablehnen. Aber wer suchet, der findet – hin und wieder kommen auch dort Teile vor, die sich vielleicht ganz gut kombinieren lassen. Ich habe auf dieser Seite lange gesucht und einige Sachen gefunden. Nicht viel, aber ein bissl was. Der Großteil ist leider wirklich schnarch und bestätigt das Vorurteil, das viele von Ökomode haben. Aber die Ausnahme können sich sehen lassen, finde ich.
Zum Beispiel: Sehr klassische Flipflops, ohne Schnickschnack, Muster, sonstwas. Mag ich.
Oder, überraschend unöko in der Optik, diese Stiefeletten, die stilistisch an den bunten Spanier erinnern – und die ich überraschenderweise trotzdem sehr hübsch finde, an der Optik des bunten Spaniers habe ich mich ja etwas satt gesehen. Wobei: Meine Kleider und Mäntel von dort liebe ich immer noch sehr. Schwer zu erklären.
Von diesem Kleid gibt es leider kein Tragefoto, aber den Schnitt finde ich nett – kombiniert mit einfarbigen, aber bunten Strumpfhosen, Jeansjacke und meinen derben Boots sicher sehr nett!
Ähnlich geht es mir mit dieser Hose – leider kein Tragefoto, aber die kann ich mir recht stylish mit Schuhen in dieser Art (nur schnell Bild gegooglet) und wahlweise einem Feinripptop oder einem schmal geschnittenen Herrenhemd vorstellen:
Bestellen? Nö, ich bin noch nicht so weit 🙂
Es ist so weit, ich muss dringend nochmal ausmisten. Nicht nur, dass ich immer noch Sachen herumliegen hab, die ich einfach NICHT anziehe, und deren Chance, von mir mal umgenäht zu werden, innerhalb des kommenden halben Jahres leider aus Zeitgründen leider gegen null tendiert.
Uuuuund: Ich hab ein neues Kleid, einen neuen Pulli und ein neues Shirt neben ein paar anderen Sachen von der Tauschparty. Und ich hab die neuen Schuhe. Vielvielviel. und ich habs auch noch getoppt – am Flohmarkt nämlich.
Jetzt wird sich sicher jede denken: Die kippt ja doch wieder rein. Das kann ich nur mit Jein beantworten. Tauschen, SecondHand und Benötigtes (zB Strumpfhosen vorm Termin): Ja, da könnte ich grad so eine Art Freude am Konsum entwickeln, zugegeben. In Konventionelle Läden gehen, online die Kreditkarte glühen lassen: Nein. Das geht einfach nicht.
Ich war am Modebloggerinnenflohmarkt. Und habe dort von einer Frau, die ich einmal zwischen den Zeilen gleichzeitig kritisiert und ihren Blog doch bewundert habe, eine Lederjacke gekauft. Eine graue Lederjacke. Zweimal im vergangenen Jahr war da der Wunsch nach einer solchen Jacke da – am Anfang und gegen Ende. Impulskauf. Den ich in einem Geschäft nie getätigt hätte. Am Flohmarkt jedoch …Außerdem habe ich den Markt dazu genutzt, mich bei Swarina zu entschuldigen – es war nicht meine Intention, sie persönlich so zu schockieren, ich wollte meine Bauchweh dem klassischen Modebloggen gegenüber zum Ausdruck bringen.
Mein Bekanntenkreis umfasst einige vegane Menschen, Tierschützerinnen. Und der Gedanke an ihre Argumente hat mich stark zögern lassen, die Jacke zu kaufen – bis ich festgestellt habe, dass ich mir diesbezüglich doch nur selbst etwas vorlüge. Über meine neuen Stiefel freu ich mir ja auch einen Haxen aus.
Ich habe gerade drei sehr apologetische Absätze mit all den klassischen Argumenten, die Veganern wohl schon zum Hals heraushängen, wieder gelöscht. Ich trage Leder. Ich weiß, dass das einem Teil meines Weltbildes ziemlich krass widerspricht. Und was noch schräger ist, ist, dass die Entscheidung gegen ein anderes tierisches Produkt so wahnsinnig einfach ist: Vor dem Markt sah ich ein Mädchen in einer Jacke, deren Kragen mir gar nicht gefiel, die Zipps dafür umso mehr. Auf den ersten Blick hielt ich den Kragen auch für fake fur. Weit gefehlt. Waschbär. Sowas ist einfach No-Go, so cool die Zipps auch sind und zu meinen Lieblingsstiefeln passen würden – die wiederum aus Leder sind. Aaaah!
Im ethischen Dilemma….