Schlagwort-Archive: Fair Fashion

Halt! Hiergeblieben!

Ich muss euch noch was präsentieren, worüber ich im Netz grad gestolpert bin (an dieser Stelle danke an die liebe Tatwort-Frau meines Vertrauens, die ist „schuld“ dran): Ein Online-Magazin – in dem man so richtig schön blättern kann -, in dem es drum geht, Eco-Mode en vogue zu machen. Und genau so heißt das Ding: Eco en Vogue. Ich finde, die haben eine richtig nette Vielfalt an dargestellten Designs und Designern….was meint ihr?

Und: Wer outet sich und gibt zu, die Dame ausm Trash-TV zu kennen? Ich schon 😉

Getaggt mit , ,

Meine persönliche Heldin

Erstens: Vielen vielen vielen Dank an die Konsumrebellin für den Hinweis auf die folgenden Inhalte.

Da gibt ed nämlich eine Dame, die ist wirklich leiwi. Sina Trinkwalder nämlich.

Warum die so leiwi ist, die Dame? Weil sie aus all ihrem Ersparten eine Textilfabrik gründet, und sechzig Personen einstellt, die auf dem Arbeitsmarkt chancenlos sind und als „zu alt, zu krank, zu ausländisch“ abgestempelt sind. Und das Ding funktioniert! So gut, dass sie einen Megagroßauftrag an Land zieht, mit dem sie eigentlich nochmal dreißig neue Leute einstellen könnte – nur fehlen ihr die Industrienähmaschinen. Nachdem ihr niemand Geld gibt (wunderschönes Zitat: „Für das Wirtschaftsministerium sind wir nicht ökonomisch genug, für das Sozialministerium nicht sozial genug und für das Finanzministerium nicht liquide genug“) – sammelt sie das jetzt. Hier und hier und hier.

Ich find die Frau so toll, so unglaublich mutig. Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde. Was mir auch extrem gut gefällt: Sie wirkt so easy. Einfach mal dahingetwittert oder ein Foto vom Umzug in die neuen Fabrikshallen gepostet, macht einfach sympathisch. Ich hoffe, ihre Seite ist bald wieder online, damit ich mir schon mal notieren kann, was ich ihr in einem halben Jahr alles abkaufen werde 🙂

In der Zwischenzeit: Hier gehts zum Artikel auf Spiegel Online, der für den Servercrash von manomama.de verantwortlich ist.

Getaggt mit ,

Kleidung aus Drogen?

Ich bin ja erst am Anfang vom Schwarzbuch Baumwolle. Und bereits auf den ersten Seiten hab ich mich schon wieder blöd geärgert. Hanf war früher als Stofffaser weit verbreitet, die Baumwolle gibts erst seit bissl über 200 Jahren in Europa und den USA. Und kurz, nachdem die Baumwolle als Stofffaser sich durchsetzte, wurden nicht nur die Baumwollbauern in den USA subventioniert, dass es ärger nimmer ginge, nein: Hanfanbau wurde verboten. Wie sie das durchbekamen? In dem sie Hysterie produzierten in Sachen Drogenpolitik. Dabei gibt es erstens sehr sehr sehr sehr viele THC-arme Sorten, deren THC-Gehalt nichtmal für den Rausch eines Marienkäfers reicht.

Aber was mich aus Umweltsicht am meisten ärgert: Hanf braucht in Anbau weder Unkrautbekämpfung noch Pflanzenschutz, wächst schnell wie ein Einser. Außerdem lockern die langen Wurzeln die Böden auf, in Sachen Fruchtfolge ist Hanf auch recht easy und kann mit vielen anderen Anbaupflanzen kombiniert werden. Aber nein, grad in den USA saßen ein paar Leute, die sich mit Baumwolle dumm und dämlich verdienten, am richtigen Hebel, um das beste Konkurrenzprodukt einfach auszuschalten und sich somit noch dümmer und noch dämlicher zu verdienen. In Europa ist der Anbau inzwischen fast überall wieder erlaubt, in den USA immer noch verboten.

In den Jahrzehnten der Anbaupause ging natürlich viel an Wissen über die Pflanze verloren. Langsam, aber sicher erlebt Hanf eine Renaissance. Wenn sie jetzt noch aufhören würden, sich selbst ins Drogen-Assoziations-Eck zu stellen (oder sorry, wer denkt bei diesem Logo nicht ans Kiffen?), könnte das ja richtig was werden als Alternative nächstes Jahr. Das Lookbook von der oben verlinkten Firma find ich schon mal recht hübsch, was Basics angeht….

Getaggt mit ,

Fairer Handel bei Ökotest

In der aktuellen Ökotestausgabe haben sich die Tester dem fairen Handel gewidmet. Ich schau, dass ich mir das Heft morgen besorge, hier mal ein paar spannende Auszüge (ja, ein schneller Copy/Paste-Eintrag, aber hey, sorry, in einer halben Stunde beginnt der Kulturmontag über den Mythos Elvis…)

An Kleidung kann man sich die Finger verbrennen. An den Kleidungsstücken baumeln viele selbst gebastelte Label. Die Produkte sind allerdings vor allem deshalb schwer zu beurteilen, weil kein firmenübergreifendes Siegel sowohl die Erzeugung der Rohstoffe wie die Produktion der Kleidung umfasst. Die Fair Wear Foundation steht für die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken, Cotton made in Africa für den Baumwollanbau. Fairtrade Certified Cotton ist ebenfalls hauptsächlich ein Label für den Baumwollanbau, berücksichtigt aber zusätzlich Aspekte der Verarbeitung in den Textilfabriken. So müssen alle Kernarbeitsnormen beachtet und wenigstens der gesetzliche Mindestlohn bezahlt werden. Die Kontrolle, ob das tatsächlich passiert, überlässt Fairtrade aber anderen.

Den Grund dafür ahnt man, wenn man um die Missstände in den Textilfabriken in Indien, Bangladesch oder Kambodscha weiß: Die Gefahr ist groß, sich die Finger zu verbrennen. Denn die Prüfer müssten ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass auch dann noch alles korrekt läuft, wenn sie nicht mehr vor Ort in der Fabrik sind.

Bei der Kontrolle der Textilfabriken geht die Fair Wear Foundation weiter als andere Label und prüft beispielsweise, ob die Näherinnen von den gezahlten Löhnen tatsächlich leben können. Das ist bei den gesetzlichen Mindestlöhnen nämlich teilweise nicht der Fall. Trotzdem ist das T-Shirt von Hemp Age nur „teilweise fair“. Die Firma hat uns keinen zusätzlichen Nachweis über die faire Rohstofferzeugung geliefert. Der wäre für ein „fair“ aber nötig gewesen. Denn die Rohstofferzeugung wird für das Fair Wear Foundation-Label nicht geprüft.

Die Aid by Trade Foundation, die das Label Cotton made in Africa vergibt, hat uns geantwortet, sie fordere einen garantierten Mindestpreis. Doch der wird „in dem hoch volatilen Markt der Baumwolle jedes Jahr neu zwischen den verschiedenen Akteuren des Baumwollsektors ausgehandelt“. Ein solcher Mindestpreis macht die Bauern aber gerade nicht unabhängig von den Preisschwankungen und der Spekulation auf dem Weltmarkt.

 

 

Getaggt mit ,

Leserattenfutter

Also eigentlich hat der Liebste ja am Samstag seine Softwarepräsentation 3.2 gehabt (weil 3.1 zuviele Macken hatte, musste dringend upgedatet werden….). Andere nennen so etwas Geburtstagsparty, übrigens.

Jedenfalls war auch die Beste aller Exmitbewohnerinnen dieser meiner derzeitigen Wohnung da, und die hat nicht nur dem Liebsten eine unglaublich gute Torte gebacken, sondern auch mir ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk überreicht. Jetzt mal ganz grundsätzlich: Geschenke am Geburtstag eines anderen zu bekommen ist irgendwie schräg, aber lässig. Und dann auch noch was so Perfektes: Ein Buch, das mir trotz aller Recherche zum Thema bisher komplett entgangen ist – was die ExMiBeWo sehr sehr sehr erleicherte.

photo (c) nunette colour

photo (c) nunette colour

Wie sehr ich die Welt durch Style gestern nicht verändert habe, sieht man am Hintergrund: Knotzhose und Schlabberoberteil. Es war nämlich eine so legendäre Geburtstagsparty, dass ich bis gestern Abend an den Folgen litt – frei nach der EAV: „Die Hypophyse spielt das Lied vom Tod“….

Aber um vier in der Früh bei offenen Fenstern doch wirklich „Tonight“ von New Kids on the Block grölen, quer durch die Wohnung tanzen und sich am nächsten Tag erstmal wundern, wo das – aufgebaute, aber unbenutzte – Fondueset in der Küche herkommt, das ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, ist einfach wirklich großes, großes Kino.

Getaggt mit , ,

„Musste ich kaufen, stand mein Name drauf“

Kennt ihr diesen Ausdruck? Wahlweise auch:

Der Rock hat ganz laut NUNUUUU gerufen. Ich hab ihn nicht überhören können.

oder:

Die Hose hat mich angeschaut und zu mir geredet. Nunu, du musst mich kaufen, hat sie gesagt.

Aber der Klassiker ist immer noch die Redewendung im Titel:

Musste ich kaufen, bitte da steht regelrecht mein Name drauf.

So. Und was mach ich, wenn mir so etwas passiert – ich meine: Wenn mir so etwas wirklich bildlich passiert?

nu coton biologique, foto-(c) nunette colour

nu coton biologique, foto-(c) nunette colour

Weiterlesen

Getaggt mit , , , ,

(Fast) restlose Begeisterung

Bin grad über eine Design-Innovation gestolpert, die mich ziiiemlich begeistert: CONSTRVCT.

CONSTRVCT ist ein Online-Tool, mit dem man sein Lieblingsfoto in ein Kleidungsstück umarbeiten lassen kann. Jetzt nicht einfach Foto nehmen und auf Shirt drucken im Querformat, sondern so richtig das Foto zu Stoff machen. Es werden  doppelgestrickter Jersey aus Biobaumwolle und industrielle Textilfarben verwendet. Der fertige Stoff wird dann in einer Schneiderei mitten in New York City genäht. Allein schon letzteres find ich super – Noch vor wenigen Jahren gab es im sogar danach benannten „Garment District“ in New York Unmengen an Schneidereien, Nähereien und so weiter (falls demnächst mal jemand hinfährt – und mich damit sehr neidisch machen will – zwischen 6th und 9th Ave – also west – und 34th und 42nd Street), die bereits in den Neunzigern reihenweise eingingen, die Rezession der vergangenen Jahre hat den übrig gebliebenen dann meist auch noch den letzten Rest verpasst. Aber ich verplapper mich schon wieder. Zurück zu CONSTRVCT:  Shirt 200 Dollar, Kleid 250.

Weiterlesen

Getaggt mit ,

Netzwerk Faire Mode und die Clubmeisterin

Ich muss euch heut einen wirklich coolen Blog ans Herz legen: Das Netzwerk faire Mode.

netzwerk faire mode / screenshot

netzwerk faire mode / screenshot

Die Website bildet einen echt tollen Überblick, was in der „Szene“ grad abgeht, und liefert immer wieder mal spannende Geschichten. Ich selbst hab heut keine Zeit zum Nachlesen (und Bloggen), die Arbeit ruft recht intensiv nach mir. Und eigentlich wollte ich euch ja heute einen Erfolg des Wochenendes, eine selbstgenähte Knotzhose, zeigen. Nachdem ich den Tag gestern bei 36 Grad jedoch stundenlang in einer Schottergrube golfend verbrachte (und mich nun Clubmeisterin 2012 dieser Sportart schimpfen darf), lag ich ab 19.30h jedoch nur noch wie eine erschlagene Fliege am Sofa und sah großen Männern beim schnell Laufen zu, anstatt an meiner Nähmaschine zu sitzen und produktiv zu sein. Kommt noch. Bald.

Getaggt mit ,

Und die nächste Herbstkollektion, diesmal in Habenwollenfarben

Die zweite Woche Urlaub fand in den österreichischen Bergen statt. Auch dort waren die Eindrücke – abgesehen vom Neon – modisch nicht unbedingt erhebend. Über meine höchstpersönliche Abneigung gegen traditionelle Schürzenbekleidung komm ich ein anderes Mal, und in den Bergen war mir bequeme und vor allem funktionale Kleidung um einiges wichtiger als Optik. Glücklicherweise wars dem Liebsten wurscht, der mag mich auch in aufgekrempelter Hose, Funktionsshirt und ausgelatschten Converse. Sagt er zumindest.

Doch ein Unterschied war da: Das Internet am Handy funktionierte. Zum allerersten Mal im Urlaub seit Jahren ging ich nun also doch ins Internet. Und da war: Die neue Herbst/Winterkollektion von Cora Kemperman. Auf vielen schönen bunten Fotos. Und ich bin mal wieder zerflossen vor Habenwollen. Ich weiß, 2013 wird Promod, Vero Moda und all den anderen Massenproduzenten so gut es geht abgeschworen, aber Cora, my love, werde ich 2013 ga-ran-tiert besuchen fahren. Oder „liefern lassen“, so wie ich es mit meinem letzten Lieblingsstück von Cora gemacht habe: Weste auf der Homepage gesehen, eine ehemalige Kollegin aus dem Amsterdamer Büro vor dem Besuch des Wiener Headquarters mit dem Kauf beauftragt und tschakka, schon hatte ich sie, die Weste. So zwei, drei Stücke lachen mich schon wieder an. Aber dieses Jahr darf ich ja nicht… Aber nächstes Jahr, haarhaarr, da fahr ich mit der lieben Aniger auf ein Mädelswochenende nach Amsterdam und werde wieder dürfen – bei Cora Kemperman sogar sowas von! Doch davor muss ich noch zwei Dinge erledigen. Erstens: Rausfinden, wann Winterschlussverkauf ist, und zweitens: Sparensparensparen. Und nein, diesmal denk ich beim Anblick der Fotos nicht ans Selbst-Nachnähen. Erstens, weil ich es sicher nicht so gut hinbekomme – CK-Teile erkennt man stilistisch einfach als CK, zweitens, weil CK Shopping mit gutem Gewissen ermöglicht, und drittens, weil ich mich einfach wieder aufs Shoppen freue.

Hier mal wieder ein paar Screenshots, alle (c) corakemperman.nl

Ich steh auf diese Hose:

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

Wenns das rotschwarze Teil links im Frühjahr noch gibt (was ich sowieso nicht vermute), dann, ja dann….

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

Die Weste bitte….und den Hund.

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

Ich mag ihre einfachen Schnitte, die saucool ausschauen, siehe das Kleid da unten. Mit dem Schal und dem Bolero – einfach nur cool. Find ich halt.

(c) corakemperman.nl

(c) corakemperman.nl

 

Getaggt mit , , ,

HALBZEIT – die Dankesrede

Wow, ich habs echt geschafft. Übermorgen ist Halbzeit. Ich habe mir sechs Monate lang kein einziges Kleidungsstück gekauft, kein einziges Paar Schuhe, keine Strumpfhosen, keine Leggings, keine Taschen, keine Stiefel. Dass ich als Ersatzhandlung viele Bücher gekauft hab, habe ich eh erst kürzlich berichtet. Sehr süß auch meine Freunde, die meinen Geburtstag dazu nutzten, mich einzukleiden. Es ist unglaublich viel passiert – vom kleinen Detail bis zum großen Ganzen: Das Projekt verändert grad mein Leben.

Nicht nur, dass ich tolle neue Leute kennenlernen darf – ja Katrin, du bist da an erster Stelle gemeint -, dass ich mich wirklich über das ganze Interesse meiner Freunde freue, dass ich mittlerweile mein Projekt bei der Clean Clothes Kampagne vorstellen durfte, dass ich medial vorkomme, und dass ich per Mail wirklich schöne Hinweise und Ezzes bekomme, nein, ich habe auch einfach meinen roten Faden gefunden.

Und damit meine ich nicht nur den für die Nähmaschine (den ich übrigens auch in Evas Nähschachtel gegeben hab, statt ihn bei mir zu behalten), sondern den fürs (Berufs-)Leben. Ich habe mit dem ganzen Thema rund um faire Mode, faire und ökologisch verträgliche Produktion einfach mein Ding gefunden – so sehr, dass ich selbst oft überrascht bin, mit welchem Elan und Interesse ich mich durch trocken geschrieben Studien arbeite, und wie groß mein Wunsch, selbst nach Bangladesch oder Indien zu den Fabriken zu reisen, geworden ist.

Ich freue mich wirklich unglaublich drüber, dass ich meine Fähigkeiten im Job seit kurzem für die WearFair einsetzen darf – nicht nur ein Wink, sondern ein gewaltiges Direkt-vor-dem-Gesicht-wacheln des Schicksals, danke dafür an wen auch immer da oben (ich hab da wen im Verdacht…).

Mein Wunsch, wirklich intensiver an dieser Materie arbeiten zu können, kostet mich ab Oktober übrigens auch sehr viel Geld. Ich habe mich dazu entschlossen, berufsbegleitend eine Ausbildung in Sachen CSR zu machen. Kostet tausende Euro, aber ich hoffe, ist jeden Cent wert. Schließlich – und das hat mir jemand beigebracht, ders wissen muss – sind die einzig wahren Investitionen die in die eigene Gesundheit und die in die eigene Bildung.

Hätte nie gedacht, dass Nichtshoppen sich so derartig auswirken könnte. Der Ursprung meiner Idee war ja die Erkenntnis, dass ich mich durch Shopping betäubt habe, um all die Gemeinheiten und Grauslichkeiten 2011, den Krebs und sonstige schwere Erkrankungen geliebter Familienmitglieder und – schwach im Vergleich, hart in der Realität – die Krankheit des geliebten Katers (ich vermiss dich immer noch, Biff…), die blöden Leut, die keine Grenzen kennenden Chefinnen, alles mögliche kurzfristig zu vergessen. Vieles davon ist nun entweder überstanden oder zumindest halbwegs verarbeitet, logischerweise ging das auch ohne Shopping. Doch dass es mir inzwischen SO derartig gut geht, damit hätt ich nie gerechnet. Ein Ziel zu haben, egal, ob das nun das Erreichen der Jahresfrist oder das Erlangen des nächsten akademischen Grades ist, motiviert ungemein und macht mich in meiner Grundstimmung in letzter Zeit meistens happy wie ein Glücksschweinderl.

Was mich grad auch wahnsinnig motiviert, ist der Gedanke an die kommenden zwei Wochen. Weil da bin ich im Urlaub (liebe Einbrecher: Es erwarten euch Sicherheitsvorrichtungen, sensibilisierte Nachbarn, überraschende Anwesenheiten in der Wohnung und wer weiß, vielleicht hab ich mir in der Zwischenzeit ja ein paar freilaufende Giftschlangen zugelegt?). Und so sehr ich normalerweise das Gefühl habe, ohne Internet bin ich verloren und im Alltag nicht lebensfähig: Urlaub bedeutet bei mir auch Urlaub vom Internet.

Auszeit. Auch am Blog.

Ich wünsch euch was! Bleibts mir gewogen bis Anfang August! Und: DANKE an jede/n Einzelne/n von euch, der/die mich schon mal in Glaubenskrisen motiviert, in starken Phasen bestärkt, und für meine Frei-Schnauze-Schreiberei am Blog gelobt hat. Ihr seids super!

Übrigens – weils grad so schön zu meinem Glück passt – ich hab vor kurzem alte Fotos durchgeschaut, die ich kistenweise ganz oben am Regal verstaut hatte. Und bin über die Fotos der besten Zeit meines Lebens gestolpert – die leider schon ganze zehn Jahre her ist. Ich war damals drei Monate mit Rucksack durch Europa unterwegs. In Norwegen war ich ein paar Tage mit zwei Bayern unterwegs, Susi und Toby. Gemeinsam waren wir am Prekkestolen, einem 600 m hohen Felsen, der senkrecht aus dem Meer herausragt. Auf dem Foto baumle ich mit den Füßen, unter mir viel Luft und ganz unten das Meer (ein hübscher Norweger hatte kurz vorher gemeint, dass ich mich das nie trauen würde, pfah, challenge accepted). Toby hat damals meinen Glücksgrinser fotografiert. Es war der beste Tag der besten Reise meines Lebens…. auch wenn da noch ein paar verdammt gute Reisen danach auch waren… und irgendwie befinde ich mich auch mit dem Projekt auf einer ziemlich coolen Reise…

(c) Toby Volke

(c) Toby Volke

Getaggt mit , , , , , , , , , ,