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How to …. ihn vergessen.

Heute ist der Tag der Gastbeiträge. Und eine große Premiere: Ich gehe unter die Literatinnen. Oder eher: Geschichtenerzählerinnen. Ich hab mich mit meiner goscherten Art nämlich in was Lustiges reingequatscht. Die Nana (ja, Nana und Nunu, u may smile now) ist die Chefredakteurin von woman.at, und ich hab sie mal beim Fashion Camp kennengelernt. Auf Facebook postet Nana immer die lustigsten/schrägsten Suchanfragen, über die User auf woman.at landen. Bei einigen dachte ich schon: Bitte was ist da passiert, dass man diesen Suchbegriff eingibt? Letztens wars dann „how to ihn vergessen“. Und meine Idee: Eine Geschichte rund um diesen Suchbegriff bauen. Und Nana so: Superidee, fang gleich mal an! Ok! Puh. Hmm….äääh, nachdenken.

howtoihnvergessen

 

Was ich auch tat. Hier gehts zu meinem literarischen Erstlingswerk, wenn mans so nennen kann. Ist noch nicht das Gelbe vom Ei, aber es hat Spaß gemacht!

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Krankheitsblogger für Gesund.at

Heut nur kurz: Mein neuer Blogbeitrag bei Gesund.at ist soeben erschienen! Ich schreibe über andere Bloggerinnen, jene, die an einer Krankheit leiden und darüber schreiben. Das Schreiben ist hierbei Filter, Ventil und die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen. Eigentlich ist es doch echt ein Wunder, wie das Web 2.0 unser Leben verändert hat…

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Jahresanfang oleole: Hier bleibts textil!

Lustig, Jahresanfang und die Leserzahlen schießen rauf, die Facebookfollower ebenso. Und ich schnalls mit drei Tagen Verspätung: Aaaah! Da haben andere auch noch so Jahresvorsätze wie ich vor – krass!! – drei Jahren. Mein Jahresvorsatz ist dieses Jahr ein anderer, und zwar einfach nur glücklich sein. Aber ich bin schon sehr gespannt: Gibts einige von euch, die sich für 2015 eine Shoppingdiät vorgenommen haben? Wenn ja, berichtet doch! Und ich wünsch euch nicht nur viel Erfolg, sondern ganz viel Spaß! Es ist sooo super, eine neue Modewelt zu entdecken, und die Freude am Selbermachen!

Ich hab euch ja letztens eine Frage nach der thematischen Ausrichtung dieses Blogs gestellt. Meine Entscheidung: Ich bleib größtenteils textil. Zwar hab ich immer wieder Ausreißer, die nicht so ganz textil sind, aber einfach schöne Geschichten, aber im Großen und Ganzen: Hier gehts weiterhin um faire Mode und bewussten Konsum.

Auf gesund.at gehts um Gesundheit, ich freu mich drüber, einmal pro Monat dort gastzubloggen!

Auf Fischundfleisch.at gehts um alles mögliche, was mir im Alltag so auffällt, dort darf ich seit wenigen Wochen im Bereich „Lifestyle“ bloggen und freu mich ebenfalls sehr drüber.

Aber hier? Textil 🙂

 

Und meine neue Errungenschaft, mein erstes Kleid  von Printa, für mich einem der schönsten Läden von ganz Wien. War seit Wochen, nein, Monaten verliebt in das Teil, und es tat mir den Gefallen, obwohl Einzelstück, auf mich zu warten. Handgenäht aus recycletem Baumwollstoff und danach handgefärbt.

Wollte ich es wirklich? Aber sowas von, monatelang.

Passt es mir wirklich? Ja, aber sowas von. Keine fünf Minuten damit im Büro, stieß eine Kollegin bereits Neid-Seufzer aus.

Brauchte ich es wirklich? Nein. Verdammt. Eigene Regeln gebrochen. Ab einer gewissen Kleideranzahl braucht man NIE ein neues Kleid. Aber es war halt Weihnachten, gell? Jaaa, ich bin eh ganz rot im Gsicht, sorry. Ist es nicht schön??? Hach….

 

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Warum hat man ihn liegen gelassen?

Das mit dem Bloggen, das läuft grad echt gut. Wohl auch, weil es eine Schreib-Form ist, bei der ich mich optimal artikulieren kann. Drei bis vier Absätze und die eigene Meinung nicht zurückhalten, sondern rauskotzen. Und das tu ich jetzt auch auf dem spannenden Blogprojekt FischundFleisch.at.

Mein heutiger Beitrag auf FischundFleisch hat mit einem Zwischenfall zu tun, der letzte Nacht in einer von mir häufig frequentierten Ubahnstation passiert ist – und mich absolut fassungslos macht. Wollte es zuerst hier bloggen, allerdings hats so gar nix mit Textil zu tun, dass ich beschlossen habe, es passt besser zu FischundFleisch!

Ich bin immer noch komplett daneben. Wie kann man bitte einen Menschen, der in einem Ubahn-Lift liegt, einfach liegen lassen?!?!?

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Was für ein Jahr!

In der Blog-Welt stapeln sich grad die sentimentalen Jahresrückblicke, genauso wie die „das waren die meistgelesenen Artikel“-Zusammenfassungen. Für zweiteres bin ich grad zu faul, mein heutiger Tag besteht hustend und schnupfend aus Big Bang Theory und Salbeitee im Bett, und für zweiteres war mein Jahr eine etwas ZU heftige emotionale Hochschaubahn. Es waren unfassbar tolle Augenblicke dabei, es waren unfassbar schreckliche Augenblicke dabei, und an beide mag ich grad nicht zurückdenken, weil ich im erkrankten Zustand eh immer so sentimental bin. Nur kurz: Das Jahr war ein Wahnsinn. Endet zu 180 Grad anders, als es begonnen hat, hat aber einige wunderschöne Konstanten gehabt. Zum Beispiel meinen roten Faden, die Beschäftigung mit fairer Mode, und meine unfassbar grandiosen, tollen, wunderbaren, besten  Freunde der Welt. Und ganz vorn natürlich meine Familie, in der sich dieses Jahr so unglaublich viel Gutes getan hat.

Mein Vorsatz für 2015 schaut schlicht und einfach so aus:

Wahrscheinlich, weil ich eine Giraffe am Busen hab. Mein Lieblingsfoto mit diesem Outfit.

Mode von „Die Piratin hat den besten Stoff“ in der Neustiftgasse. Hinschauen, toll renoviert worden, der Laden!!!!

 

Shirt: Fabrari (inklusive großer Freude aufgrund erfolgreicher Verkuppelung von Fabrari und der Piratin),  Hose: von der Piratin selbst  Lachanfall: Keine Ahnung mehr, warum.

Rutschts gut! Ich freu mich, auch nächstes Jahr für euch schreiben zu können!

PS: Ach ja, ich find auch diesen Vorsatz für 2015 echt spannend und werd ihn sicher verfolgen und hin und wieder mal drüber berichten!

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Deutsche Staatsbürger und innen gesucht!

Hallo ihr Lieben! Immer noch versunken in guten Büchern und mit der Empfehlung, euch NICHT American Horror Story anzuschauen, wenn ihr alleine zuhause seid und niemandem in die Schulter beißen könnts, erfülle ich heut der lieben Julia eine Bitte – die meiner aktuellen Blogfaulheit sehr entgegenkommt. Also. Die Julia sucht DEUTSCHE StaatsbürgerInnen ab 25 Jahren für eine Uni-Forschungs-Geschichte. Nachdem viele meiner LeserInnen aus Deutschland kommen, und ich denke, dass viele von euch in meinem Alter, als unwesentlich älter als 25, sind, helfe ich ihr am besten hier am Blog bei der Suche! Julia schreibt:

Liebe Nunu,

Elisabeth meinte du könntest mir vielleicht weiterhelfen.. Ich brauche für die Uni in Moskau Teilnehmer für eine Studie und suche noch nach deutschen Staatsbürgern (kenn da leider nicht allzu viele…), ab 25 Jahren, die so lieb sind und diesen online-Fragebogen ausfüllen:

goo.gl/18Co4I

Dauert ca. 20-25 Minuten. Es geht um Werte, Einstellungen zu Korruption und Mediennutzung. Die Studie wird auch in Russland durchgeführt. Ist meeega spannend
Wär super, wenn du mir weiterhelfen könntest. Danke! lg Julia

Also, wer hilft Julia? 🙂

Schönen Sonntag noch!

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Vanillekipferlüberdosis

Sorry! Hier is grad ein bissl Sendepause, ich leide an Vanillekipferlüberdosis und Schlafmangel. Beschäftigung mit Kleidung findet derzeit nur  in Form von „Uuh, ich sollt dringend wieder waschen“ statt. Ich genieße es, gerade ganz viel Zeit für Dinge wie lesen oder schreiben zu haben, ohne mich von sowas Lästigem wie etwa „Arbeit“ oder „Verpflichtung“ ablenken zu lassen. Übrigens, ich lege euch die unten abgebildeten Bücher innigst ans Herz. Die Hager bin ich schon durch (ich entdecke gerade die Postfeministin in mir), mit der Westwood-Bio hab ich grad angefangen. Sehr sehr sehr empfehlenswert. Überhaupt ist die Frau Westwood eine sehr spannende Frau, der ich mich mal mehr widmen möchte hier.

Das Christkind war recht brav, und wird mir demnächst einen neuen Fernseher sponsern, weil mein locker 30 Jahre altes kleines polnisches Röhrenteil langsam wirklich den Geist aufgibt, leiderleider, ich häng an ihm.

Ich hoff, bei euch gehts überall recht entspannt zu, keine gröberen familiären Ausschreitungen oder Küchenunfälle! Neuigkeiten von der textilen Front gibts bald wieder! Genießt die Tage!

bücher

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Sortenrein oder Cocktail?

So, morgen ist Weihnachten, und ich hab mich dieses Monat relativ wenig drüber ausgelassen, wie krank dieser ganze Shoppingwahnsinn ist. Ich hoff halt, dass meine hochgeschätzten LeserInnen nicht die Massenbestellung bei Amazon abgegeben haben, und auch die Textilschwedengutscheine hinter den jeweiligen Filialbudeln geblieben sind. 🙂

Ich hab einen kleinen Weihnachtswunsch an mich selbst, und dazu brauch ich jetzt euren Rat. Ich liebe das ganze Textilthema, es ist durch und durch der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Aber in letzter Zeit beschäftigen mich auch noch weitere Themen sehr intensiv, beispielsweise dieser unglaublich grindige Sexismus in der Werbung oder warum wir Frauen gerade echt in alte Rollenbilder zurückfallen. Hausfrauen ohne Kinder, abhängig vom Einkommen des (wahrscheinlich auch nicht immer so ganz) Liebsten, von denen ich leider immer mehr Exemplare treffe. Kleine Mädchen, denen – brav natürlich in pink gegendert – beigebracht wird, was für ein tolles Hobby, ja eigentlich sogar die ultima ratio es ist, shoppen gehen ist. Die Vorgänge in der (österreichischen) Politik, bei denen mir außer dem Kotzen eigentlich nur das Kotzen kommt. Männer, die mit der Empathie eines Stücks Brot gesegnet sind und/oder an Selbstüberschätzung leiden, die fast schon entzückend ist (Stichwort „Zwinkert der mir grad zu oder hat der was im Aug?“). Verantwortungsgefühle für Hunde und die Schwierigkeit, deren Sprache zu lernen. Warum gelber Muskateller so ziemlich die beste Erfindung ist, seit es Weinberge gibt. Freundschaften, wie sie sich entwickeln, wie sie enstehen, wie sie nach Jahren in der Versenkung wieder auftauchen. Wie das so ist mit der biologischen Uhr – wenn die Kinder im Bus immer so laut schreien, hab ich ja bitte keine Chance, das Ticken der Uhr zu hören – und warum ich mich trotzdem wie blöd auf den baldigen Familien- und Freundinnenkinderzuwachs freue. Die heimelige Pflege des inneren Schweinehunds.

Warum? Ich schreib gern, und ich will am liebsten nur noch schreiben (und dabei Muskateller trinken, aber das ist eine andere Geschichte). Nur: Soll ich das hier tun? Oder soll ich einen eigenen Blog dazu starten? Was meint ihr? Sortenrein oder Cocktail ab jetzt hier am Blog („Gin Tonic“ lass ich, wenn auch schwer interpretierbar, als Antwort gelten…)? Ich bin für jedes Feedback dankbar! Oh du Fröhliche!

Bild gefunden bei dem wunderbaren Autor Jonathan Carroll auf Facebook!

Bild gefunden bei dem wunderbaren Autor Jonathan Carroll auf Facebook!

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Fabelhafte Ringe aus Wien

Ganz arg, ich werd alt. Irgendwem hab ich kürzlich die Top 3 meiner skurrilsten Erlebnisse erzählt, und ich hab eins davon vergessen. Aber das ist auch egal, weil gestern ist was passiert, dass diese vergessene dritte Geschichte sowieso verdrängt. Und damit ich DIE nicht vergess, muss ich sie – etwas offtopic – hier aufschreiben. Ich hoff, ihr seid mir nicht böse, ich finds so toll. Im Notfall bitte abspeichern unter „Dinge vom Flohmarkt haben Geschichte“.

Also. Gegen Ende September war ich mit einer Freundin auf einem Flohmarkt im Gartenbaukino. War ein privater Markt, ich weiß gar nimmer von wem und wie organisiert, ich glaub, irgendwie Bloggersphären-nah, ich war zwecks Ablenkung, aber ohne Kaufziel dort. Im hinterletzten Eck fand ich dann in einer kleinen Kiste diesen Ring. Drei Euro. Der musste sein. Ich mag sie ja, die tierischen Ringe, und wenn sie dann noch offen sind, überhaupt super. Das Material konnte ich nicht einschätzen, für einen Textilschwedenmodeschmuckring war er etwas schwer, aber silber war er auch definitiv nicht. Ich hielt ihn wirklich für ein billiges, aber lustig designtes Massenprodukt.

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Gut, weiter im Text, wir spulen vor bis zu gestern Abend, also drei Monate später. Eine liebe Freundin feiert Geburtstag, es kommt ein Pärchen, beide Künstler. Zuerst bewundere ich seine Ringe, er trug sieben an der Zahl, tolle Teile dabei. Dann schaute ich verstohlen auf ihre Hände und sah: Genau diesen Ring. Ich lachte: „Ich hab genau den gleichen!“

Was folgte, war fulminant. Beide schauten drein, als ob ich mit einem Lastwagen über sie drüber gefahren wäre, und meinten unisono: „Das ist unmöglich!“.

„Wieso?!“

„Weil ich den entworfen habe, diesen Ring gibt es nur einmal, für meine Frau!“

Ich suchte auf dem Handy obiges Foto heraus. Nochmal Lastwagenblicke. Und der Versuch einer Rekonstruktion. Also. Er hat für sie diesen Ring entworfen. Da bekommt man dann immer ein Teststück aus Messing versilbert (aaah! deshalb so schwer!), an dem man noch Kleinigkeiten reklamieren kann, bevor das finale Stück in Silber gegossen wird. Er zahlte für diesen Testenwurf übrigens 50 Euro. Als er  gefragt wurde, ob er ihn mitnehmen will, verneinte er. Daraufhin hängte der Goldschmied den Ring in seine Auslage irgendwo im ersten Bezirk, allerdings unverkäuflich. Anscheinend dürfte er dann sein Herz an eine Dame verloren haben und ihn hergeschenkt haben, jedenfalls kaufte ich knapp sechs Monate später eben diesen Ring einer hübschen kleinen blonden Dame um drei Euro am Flohmarkt ab. Oder waren überhaupt nur zwei Euro?!

Aber bitte wie wahrscheinlich ist die Tatsache, dass sich die zwei Menschen, die die zwei Versionen dieses Rings besitzen, zufällig in einer Weinbar im Zweiten treffen?!

Ich weiß jetzt, dass das kein Hase, sondern eine Fabelmischung aus einem Hasen und einem Präriehund ist. Und dass dieses Tier und dieser Ring anscheinend ganz viel Bedeutung für die beiden hat. Für mich jetzt auch, wenn auch andere: Wien hat einfach ganz fabelhafte Geschichten auf Lager, wenn man die Augen offen hält.

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Liebe Wienerin, wirklich? 88?

Ich muss eines feststellen: Ich liebe die Wienerin. In Österreich (gut, da ist der Markt jetzt nicht rasend groß) in meinen Augen mit Abstand das beste Frauenmagazin, weil sie eine gute Mischung aus wirklich interessanten Blickwinkeln und Reportagen und dann wieder Modegeschichten hinkriegen. Der Tag, als ich die Wienerin in Händen hielt, in der nicht nur ein Porträt über mich war, sondern meine Geschichte sogar am Titelblatt, war wohl der Tag, an dem ich einem Herzinfarkt vor lauter Aufregung am nächsten seit langem war. Natürlich kann man von einem Frauenmagazin jetzt nicht den größten politischen, feministischen und sonstigen Anspruch einfordern, und die Diät-Geschichten überblätter ich auch immer geflissentlich, aber grundsätzlich: Die Wienerin ist super. Trotz vieler Chefredaktionswechsel haben sie konstant ein gutes Level gehalten, nämlich, sich nicht auf das Level anderer Frauenmagazine runterzulassen, und weder zu elitär noch zu sehr „beste Freundin“ zu sein. Ein bissl mehr faire Mode könnt dabei sein, aber da werdet ihr tendenziell auch immer besser. Respekt.

Und ganz ehrlich? Ich liebe das Schreiben. Wahrscheinlich war ich diejenige, die sich trotz verdammt viel Arbeit mehr als alle anderen übers eigene Buch gefreut hat. Und obwohl das Shoppingauszeitjahr jetzt bald zwei Jahre vorbei ist, immer noch so gut wie täglich bloggt. Gar nicht zu sprechen (schreiben) von den Unmengen an Dateien auf meinem Computer, in denen ich mich einfach mal über Erlebtes auskotze, mir Geschichten ausdenke und besonders gute gehörte Sprüche und Formulierungen aufschreibe. „Herzensgute Einbauschränke“ zum Beispiel. Tolle Phrase.

Seit ich ca. 15 bin, habe ich einen geheimen Traum, den ich hiermit öffentlich mache: Ich hätt sooooooooooo gern eine Kolumne in der Wienerin. Zu sagen hab ich definitiv genug, Geschichten hab ich in Massen auf Lager, und schreiben ist sowas wie mein Bungeejumping und Yoga gleichzeitig, aufregend und entspannend. Je nachdem, wonach mir ist. Und das ganze als Kolumne in der Wienerin, hach. Also falls das jemand liest, der/die da …. lassen wir das …. ich kichere schon ganz schüchtern.

Aber. War eh klar, dass da ein „aber“ kommen musste.

Liebe Wienerin. Bitte lest euch die oberen Absätze gut durch, meine Gefühle für euch sind ehrlich und echt. Aber bitte durch wie viele Hände und vorbei an wievielen Augen ist dieses Bild gegangen, bevor ihr es abgedruckt habt? Es gibt, wenn man 00 bis 09 dazu nimmt, auf dieser Welt 100 zweistellige Zahlenkombinationen, die sich hervorragend in Mützen stricken lassen. Gut, 00 würd ich jetzt nicht nehmen. 13 is auch schon bissl ausgelutscht. 23 war vor ein paar Jahren mal cool. 42 ist sowieso der Dauerbrenner und die Antwort auf eigentlich eh alles. Aber 88?????? ERNSTHAFT? (Für die, die es nicht wissen, 88 ist ein Nazi-Code für HH, die ersten Buchstaben einer vor einigen Jahren sehr üblichen Begrüßung). Und dann auch noch fett „TRENDS“ drüber schreiben?

Foto aus der aktuellen Wienerin, S. 18

Foto aus der aktuellen Wienerin, S. 18

Ich hab zwei Theorien: Es ist wirklich an euch vorübergegangen und ihr habt nur das trendige gesprenkelte Grau auf dem trendigen Weinrot auf dem dem Kopf einer trendig schlechtgelaunten Frau gesehen, oder ihr wolltet absichtlich provozieren, um danach „uh, Hoppala, is uns passiert, nix für ungut, wir finden solche Referenzen natürlich ganz böse“ sagen zu können, aber im Gespräch zu sein (was euch bei mir leider auch gelingt, ich schaffs nicht, sowas unkommentiert zu lassen). Um ehrlich zu sein, auch wenn ich eine von denen bin, die wirklich intensivst für politische Bildung ab der Grundschule sind, wär mir ersteres lieber. Weil zweiteres wäre doch wirklich unter eurem Niveau!

Schade.

Eines noch, und die Diskussion hatte ich jetzt mehrfach in Chats: Ja, es kann natürlich das chinesische Glückszeichen sein. Aber darum geht es in diesem Fall nicht. Das unkommentierte 88 auf der Haube kann so oder so verstanden werden. Und wenn es auf die Art verstanden wird, die ich interpretiert habe, ist es Fashion-Accessoire für Anhänger einer politischen Richtung, die ich mir eigentlich als ausgestorben erhoffte, die aber irgendwie gerade eine fürchterliche Rennaissance erlebt. Trend halt. Wehret den Anfängen.

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