Archiv für den Monat Februar 2014

Mein erstes Mal….Refashionista sein!

Die Omaschine ist also serviciert und schnurrt wieder (vorher erinnerte sie mehr an eine schnarchende französische Bulldogge). Doch ich verbrachte die Tage letzte Woche eher komplett erledigt am Sofa oder im Bett, mich hats echt ordentlich erwischt, verkühlungstechnisch. Nachdem ich wieder halbwegs fit war, wurde es Zeit, das schnurrende Baby einzuweihen. Der Plan: Frei nach meinen absoluten Lieblingsbloggerinnen Refashionista und New Dress a Day etwas Bestehendes umnähen.

Das Bestehende waren Jeans, die ich mir 2005 in Zürich beim Textilschweden zugelegt hatte. Neun Jahre – und passt noch, yeah, ist an den Oberschenkeln sogar recht gut geschnitten – nur unten taugte sie mir nicht mehr. So sehr ich Bootcut mag – die hier war um ein bis zwei Zentimeter zu kurz, um cool zu sein. Bei meiner Größe Hosen zu finden, auf die ich hinten draufsteig (und das mag ich sehr!)…. kaum machbar. Daher war das so ein bissl ein Kompromisskauf.

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Die Schuhe sind auch cool, oder? Hab ich in einem Ausmistanfall gefunden – sie passen nicht immer, aber ich bin begeistert, dass ich die noch habe!

Und der Kompromisskauf wurde nun zu einer Skinny. Weiterlesen

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Stadtgrün in meiner liebsten Ecke von Hamburg

Und dann, dann war ich in der gleichen Straße noch im Stadtgrün. Kleiner Laden, den man leicht übersehen kann, aber innendrinnen: Hui! Nur ich musste ziemlich lachen. Ich dachte, ich würde dort auf tolle deutsche Labels wie etwa Hypnosis oder KnowMe treffen – und was sah ich? Anukoo, Zerum, Better B. Good, Göttin des Glücks. Alles österreichische Marken, gemischt mit ein paar deuschen wie meinen lieben lieben süßen persönlich vermissten WearPositives oder den Karma Chakhs… Als ich die Verkäuferin drauf anredete, meinte sie nur: „Ja, ich war letztens auf der WearFair, da hab ich sooo viele tolle Marken gefunden!“ Zihi! Ich hab nicht gesagt, wer ich bin, das wär mir blöd vorgekommen – ganz und gar nicht blöd war dafür die Isa. Die hat sich nämlich ohne mein Zutun das Cape von WearPositive gekauft 🙂 Toller kleiner Laden, schöne Auswahl, und wenn man schon mal in der Marktstraße bei Glore ist, kann man dort auch gleich vorbeischauen, ist nicht weit!

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Und besonders fein: Ich liebe die Gegend, wo das Stadtgrün ist. Denn genau dort gibts Samstags Flohmarkt. Herrlich. Was soll ich sagen. Sessel, Vintage, Türkis. Ich war verliebt.

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Zehntausend.

Nicht die oberen. Sondern verkaufte Bücher. Genaugenommen mit heute 10.377 Stück. In 86 Tagen. Pro Tag wurden seit Erscheinungstermin also 120 Bücher verkauft. HUNDERTZWANZIG! PRO TAG! (Danke Gerriet für den Hinweis, hihihi!)

Unfassbar.

Danke.

Das Feedback ist enorm. Nur positive Rezensionen, soooo viele Leute schreiben mir, dass sie nachdenklich geworden sind, was die Herkunft ihres Kleiderschrankinhaltes angeht, dass sie hingebungsvoll stricken und nähen, dass sie sich weiter über Bangladesch, über die Detox-Kampagne, über Upcycling informieren, und dass sie selbst Tauschparties organisieren.

Die bisherigen Lesungen haben superviel Spaß gemacht, ich hoff, es folgen noch viele weitere. Das Medieninteresse ist enorm, und ja, ich frage mich auch oft, was das Besondere ist an meiner „Leistung“ ist. Aber die Freude, dass ich Themen kommunizieren kann, die mir wirklich am Herzen liegen, die überwiegt. Und dass Leute das, was ich schreibe, wirklich auch gerne lesen. Weil das Schreiben, das ist meine Leidenschaft seit eigentlich eh immer, merk ich immer mehr …

Und noch sowas, was mir nie passiert wäre, hätte ich nicht die Idee zum Shoppingboykott gehabt, ein Buch drüber geschrieben, und eine Wohnzimmerlesung in Hamburg gehalten: Ich wurde skizziert. Und ich erkenn mich drauf sogar! Und das Astra-Bier, eindeutig Hamburg 🙂 Danke an Julia Saur für die Bilder!

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Nähmaschine, reloaded

Da ist sie wieder, die Omaschine. Sieht sie nicht hübsch aus, so geputzt und hergerichtet, neben ihrer jüngeren Mitarbeiterin? Ganze 28 Euro inklusive neuer Lampe hat mich der Spaß gekostet. Das geht sich locker aus der Spardose aus 🙂

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Das Foto hat übrigens den Ausschnitt, damit Isa das Schulplakat sieht, von dem ich ihr erzählt hab!

Und ja, da ist es, das Zeichen, dass ich fast schon willentlich übersehen hab, als ich mir diese Blamage leistete:

Ja, sie kann Stretch. Ich wollts nur nicht sehen... (c) Nunu Kaller

Ja, sie kann Stretch. Ich wollts nur nicht sehen…

Und hui, was haben wir denn da (StammleserInnen werden jetzt WIRKLICH lachen):

Einen zweiten Garnhalter! In Metall!

Einen zweiten Garnhalter! In Metall!

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Hamburg, meine ökofaire Perle

Hab ich ja ganz vergessen! Ich war ja in zwei ökofairen Läden in Hamburg!

Aaalso. Erstens mal das von Kirsten Brodde wärmstens empfohlene Glore. Und es hält wirklich viele seiner Versprechen – man kommt rein, und es ist erstens so richtig bunt – was ja regelmäßig für Ökomodeneuanfänger eine Überraschung ist, ach, so bunt, gar keine langweiligen Jutesackfarben! Sehr sehr fein!

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Und zweitens: Jeans, ein riesiges Regal vom Boden bis zur Decke, alles Jeans. Was wiederum für Ökomodeninsider etwas Feines ist, wenn man weiß, mit wievielen ökologisch und sozial kritischen Nebenwirkungen konventionelle Jeans daherkommen.

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Drittens: Ökoschuhe! Die (größtenteils) nicht danach ausschauen!

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Und dann auch noch das hier: Eine Herrenabteilung, fast größer als die Frauenabteilung!

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Kurz: Schön! Empfehlung! Zwei Daumen hoch! 🙂 Überhaupt, die Marktstraße, die ist super. Mehr übermorgen.

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Ein Schal, ein Sari?

Der Nachtzug von Hamburg nachhause hat mich etwas aus den Latschen gehauen. Warum? Klimaanlage, zugig, trocken. und dann auch noch verdammt wenig Raum zum Schlafen, mit verdammt wenig Luft. Ächz. Und jetzt hock ich seit gestern zuhause und zwischen mir und der Außenwelt ist eine große Portion Schleim. Ich arbeite von zuhause aus, was geht, aber alle paar Stunden prackt es mich zusammen und ich schaffs nur noch zu schlafen … oder zu stricken. Was eh super ist, weil ich gerade wieder an einem Projekt  gemeinsam mit Sonja hocke. Sonja vom Strickwerk lässt mich Recycling-Garne ausprobieren. Die Jeans-Stulpen haben mich bereits nach Hamburg begleitet, die sind echt super. Fürn kommenden Frühling aber noch viel cooler: Ein Garn, das aus alten Saris – ja richtig, den traditionellen Indischen Baumwoll/Seiden-Gewändern, gesponnen wurde:

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Rowan Revive gibts in vielen Farben, ich hab mir den Grünton ausgesucht, und ich wollt mal was anderes machen als das ewige „immer alles Glatt“ – auf das ich sonst rein optisch sehr stehe – und hab mich auf Ravelry für diesen Schal entschieden: Weiterlesen

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Mogelpackung „Made in Italy“

Heute wirds politisch. Ich nutze nämlich meine neuen Möglichkeiten, ganz ganz zeitnah mit Greenpeace selbst deren neuen Report zu präsentieren, heut wiedermal schamlos aus. Diesmal wurden Luxusmarken getestet. Kinder-Kleidung von Luxusmarken. An sich schon absurd, Kinder in Kleidung zu hüllen, die mehr kostet, als ich im Monat Miete zahle (und denen trotzdem nicht länger als eine halbe Saison passt, dass die auch so schnell wachsen müssen, die Gschroppen!). Und jetzt deckt Greenpeace auf: Nein, liebe Neureiche, die Kleidung für eure Kinder ist nix Besonderes. Die wird genau dort produziert, wo auch die Fetzen herkommen, mit denen eure Putzfrau ihre Zwerge einkleidet. Aber hey, gleiche Chancen für alle Kinder – auf Gift in der Kleidung. Yey! Chemie-Demokratie!

Gut, das gabs jetzt schon öfters: Greenpeace testet, deckt auf, und alle sind entsetzt, dass Kleidung so giftbelastet ist – und in weiterer Folge nicht nur die Kleidung, sondern jegliche Flüsse und Seen, in die die Abwässer vom Waschen gepumpt werden. So auch diesmal wieder.

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Der Report hat übrigens eine tolle Erzählstruktur – „Des Kaisers neue Kleider“ hört sich plötzlich so gar nicht mehr nach Märchen an….

Doch diesmal hat der Report eine besondere Pointe: Weiterlesen

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Aber Biomode ist teuer, nee, is klar!

Ich reg mich ja immer wieder gern auf über diese Läden, die das Partygefühl und die Clubatmosphäre über die Qualität ihrer Kleidung stellen. In Hamburg gibts gleich zwei Läden, in die ich dann doch hineinstolperte – einfach nur, weil ichs mal mit eigenen Augen gesehen haben wollte, anstatt mich immer nur drüber aufzuregen.

Laden 1: H.

Erwartungen erfüllt: Stockdunkel, nur einzelne Spots auf ein paar Kleidungsstücke gerichtet, ohrenbetäubende Lautstärke, und Preise, bei denen ich mir einfach nur dachte: Aber Biomode ist teuer, nee, ist klar.

Kurz: Alle (Negativ-)Erwartungen voll erfüllt. Und schockiert von der riesigen Zahl an Menschen, die  da rein drängten und mit Einkäufen den Shop wieder verließen. Der Shop ist ein lebendes Beispiel dafür, wie man rund um eine Marke einen Kult aufbauen kann, der die Leute blind werden lässt für Qualität und Produktionsweise. Geil, Shopping in Clubatmosphäre, man fühlt sich ja so cool.

Laden 2 war die große Schwester von H., A. Gleich am Anfang wurde meine Erwartung jedoch nicht erfüllt: Wo waren die halbnackten Männermodels? Weit und breit keine zu sehen. Na geeeeh. Doch dann, im Laden: Da waren sie alle. An den Wänden. Ehrlich, ich glaube, diese Wandmalereien wären in einem Gay Club wunderbar aufgehoben (auch wenn ich nie in einem war und niemandem auf die Zehen treten möchte): Vom Boden bis zur Decke halbnackte Männer beim Sport.

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Der Rest des Ladens hatte etwas Sakrales. Weiterlesen

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Wohnzimmerlesung mit RTL

Lesung im Wohnzimmer von Isabel Bogdan. Dort zwei Verlagsfrauen kennenlernen, die gleich mal einen auf „waas? du kennst die Ulla???!“ machen und ein Beweis-MMS an meine liebste Buchkontor-Ulla schicken. Bier aus Hamburg, Rotwein aus Österreich, Gin Tonic aus Genicksbrecherland (wie immer. Die sind alle von dort. Echt. Da liegen persönliche Langzeitstudien dahinter.).

Ein Wohnzimmer voller Leute, und RTL dabei. Ja, Exklusiv-Explosiv-Dschungelcamp-Joey-aber-auch-Sina-Trinkwalder-Manomama-RTL.

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Lesung auf kariertem Tischtuch im Esszimmer, vor dem tollsten Bücherregal seit langem (echt, bei jedem zweiten Buch denk ich mir: Boah, will ich lesen.), und unter einer Ingo-Maurer-Lampe, wenn mich nicht alles täuscht. Sicher nicht täuscht mich, dass die gleiche Lampe bei Ulla im Buchkontor hängt. Und so schließt sich der Kreis. Flash halt.

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Dankedankedanke, Axel und Isabel.

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Es wird wieder gelesen!

Juhu! Ich lese wieder! Und zwar erstens in Hamburg, heute und wohnzimmerig (und voll mit Freunden und Bekannten der Wohnzimmerbesitzerin – wer grad in Hamburg ist, kann mir bei Interesse bis 16.30h an ichkaufnixx ät gmail punkt com schreiben) und am 21. Februar in Linz! Ja, es zieht mich schon wieder nach Linz, dieser Stadt kommt man in Sachen fairer Mode in Österreich einfach nicht aus. Nach Wien mit seinen vielen kleinen Designern sicherlich das zweite modische Zentrum Österreichs. Und in einem der Zentren für faire Mode in diesem Zentrum für faire Mode darf ich lesen: Im Xiling.

Am 21. Februar.

Ab 19 Uhr.

Umgeben von fairer Mode.

Veranstaltet von den FairHandeln-Händlern.

Ick froi mir!

Hier gehts zur Anmeldung bzw. zu genaueren Infos! Liebe LinzerInnen, es wäre mir eine Ehre!

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