Waschtag!

Waschtag. Und eine erscheckende Erkenntnis: Ich hab drei Wochen lang nicht waschen müssen. Gut, jetzt ist das halbe Wäschegestell voll von Unterhosen und die zugehörige Lade eigentlich nur noch gefüllt mit jener Unterwäsche, die man entweder am besten gar  nicht mehr oder nur zu wirklich besonderen Tagen anzieht. Drei Wochen.

Gut, ich hab keine Kinder, die mir täglich alles vollpatzen (an guten Tagen erledige ich das schon selbst, meine Pyjamahose wurde soeben beim Abwaschen in einer wunderbaren Öl-Wasser-Mischung einer eingeweichten Pfanne gebadet…hmpf), sondern sorge (zumindest in meinem Zuhause) nur für mich.

Wie schaut das eigentlich bei euch aus? Wie oft wascht ihr? Es ist eines der Lieblingsargumente der größten Textilhändler, dass der meiste Energieaufwand ja erst beim Kunden entsteht, der die Textilien oft wäscht. Jo, eh. Stimmt. Wird nur leier von den Händern sehr gern missbraucht, um die Verantwortung für die Umwelt abzuschieben auf die EndkonsumentInnen. Bäh.

Habt ihr euch schon mal bewusst damit befasst? ich schaue dass ich Wollsachen, Jeans und Fleece so wenig wie möglich wasche, sondern ich lüfte die Sachen aus. Das mit den Jeans im Gefrierfach hab ich auch schon mal ausprobiert, aber leider ist mein Gefrierfach so klein und meistens so voll, dass da keine Jeans mehr Platz hat. Wenn ich wasche, dann höchstens mit 40 Grad.

 

Und ihr so?

 

So schaut anders aus #16 & Nunu meets Textilschwedin

Erstmal schnell abhandeln: Das Outfit. Das ist *fast* gelungen heute. Und: Bitte kann wer die Heizung draußen wieder andrehen? Es ist brutal kalt!

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Schuhe: Kleiderkreisel, Leggings: Anzüglich, Blusenkleid: 24colours. Denen bin ich ein bissl auf den Leim gegangen. Im Laden in Hamburg erklärten sie mir was von total fairer Produktion, nur 300 Stück pro Teil, socially conscious Hipstermode. Danach auf der Website stand dann, sie produzieren nur 300 Stück, um einen Run auszulösen. Gut, Fehler gemacht, abgehakt, weiter im Programm. Weste: Ur(!)alt, Biobaumwolle, Textilschwede. Lederjacke: Second Hand. Schal: selbstgestrickt, Wolle aus Österreich. Es ist der 27. April und ich trage einen Merinoschal. Aaaalter Schwede. 

Apropos Schwede. Jetzt zum spannenderen Teil: Ich hatte gestern meinen ersten Termin bei H&M Österreich. Und was soll ich sagen, es war … spannend. Weiterlesen

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Fairarscht.

Dass ich Sina Trinkwalder gleichzeitig sehr bewundere und auch sehr mag, ist kein Geheimnis. Umso gespannter war ich auf ihr neues Buch. Sina ist ja eine, die wirklich das ausspricht, was sie denkt, und die Dinge auf den Punkt bringt.

Ich habe lange überlegt, was ich über das Buch schreiben soll. Bereits im Vorfeld haben wir uns über einzelne Themen drin immer wieder unterhalten, über das Schindluder, das mit Gütesiegeln getrieben wird, über – für Insider relativ logische – Regeln des Marktes und so weiter. Und immer wieder sagte sie, sie freut sich so, wenn das Buch rauskommt, wenn sie mit diesen Fakten endlich an eine große Menge an Menschen herantreten kann.

Und recht hat sie. Sie deckt auf, wie Diskonter kleine Bio-Firmen abzocken, was alles unter dem Mantel „Entwicklungshilfe“ stattfindet und in Wahrheit Wettbewerbsverzerrung ist, und welches Preisdumping in der Lieferkette stattfindet.

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Von mir kommt eine klare Leseempfehlung. Liest man es, bevor man Sinas erstes Buch gelesen hat, knallt es einen wahrscheinlich bei jeder zweiten Seite weg. Hat man bereits ein bisschen Ahnung, welche Perspektiven sie lebt… knallt es nur auf jeder vierten Seite 🙂

Nein, ernsthaft. Lesen. Das Buch öffnet einem die Augen, Gütesiegeln und CSR-Marketing großer Firmen nicht einfach so zu vertrauen.

Sina liest übrigens am 18. Mai in Wien im 25hrs Hotel. Pflichttermin.

 

So schaut anders aus #16 & Offtopic: JETZT rausgehen.

So. Ich weiß. Fashion Revolution war (Berichterstattung folgt). Aber gestern war in Österreich leider auch eine andere Art Revolution. Ich bin gestern ab 17h todtraurig  vorm Fernseher gesessen. Die Reihenfolge der KandidatInnen hab ich richtig erraten, aber leider war mir auch klar, was unmittelbar danach auf Facebook und Co. passieren wird. Die grüne Bubble hat sich selbst bemitleidet und mit Whatthefucks und InwasfüreinemLandlebenwir und Ichwanderaus – Meldungen um sich geschmissen.

Das. bringt. nix. Ja, schön, den Schock mit anderen teilen, aber ab JETZT haben wir noch vier Wochen, Hofer zu verhindern. Das ist nicht viel. Und der Abstand von Van der Bellen zu Hofer ist groß. Van der Bellen muss es also schaffen, alle SPÖVPGriss-Wähler an sich zu binden. Und nachdem das gerade im Fall von ÖVP-WählerInnen sehr unwahrscheinlich sein wird, muss er vor allem die große Menge der NichtwählerInnen motivieren. Und da sind wir alle gefragt, das Ding Demokratie ist halt doch mehr als nur einmal ein Kreuzerl machen.

Bitte geht raus und redet mit Leuten. Mit euren Eltern, mit euren anderen Verwandten, mit Arbeitskollegen, meinetwegen sogar mitm Busfahrer (aber nicht während der Fahrt, gell?). Aber seid nicht aggressiv. Das schreckt ab. Ruhe bewahren. Sachargumente verwenden. Van Der Bellen war für mich immer ein wahnsinnig sympathischer Kandidat, weil er eben auch viel Bürgerliches und Verbindendes hat und das auch gut vermitteln kann. Der war immer ein Mister Hausverstand.

Und darauf sollte man jetzt bauen. Er spielt nicht mit der Angst. Er geht Dinge bedächtig an. Er droht nicht („Dann werden sich viele noch wundern“ … .es schaudert mich noch immer).

Demos bringen in meinen Augen jetzt gar nix. Alles, was dem mittleren Lager (sofern es das überhaupt noch gibt, traurigerweise) widerstrebt und es abstößt, sollte jetzt verhindert werden. Van der Bellen ist nämlich nicht linksextreme Wahnsinnige, wie er so gern von anderer Seite dargestellt wird, sondern ein gescheiter Mensch mit ökologischen und sozial gerechten Einstellungen.

Also. Bitte keine Panik, keine Angstmache von anderer Seite, sondern jetzt. Anpacken. Weitersagen. Rausgehen. Es geht nämlich nicht nur darum, Hofer zu verhindern, es geht darum, einen wirklich guten Bundespräsidenten zu bekommen.

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Outfit des Tages: Das Sockenkleid, auf das ich unfassbar stolz bin, Uraltbasics drunter, und getauschte Schuhe (Paul Green. Made in Austria. Spitz. Ich fass mein Glück gar nicht. Danke an Ruths Mama!). Ich liebe dieses Outfit. Drüber hab ich übrigens die heilige Jeansjacke und die SecondHand Lederjacke an. Mistwetter, blödes. Passt aber zur Stimmung. Ein kalter Wind weht durchs Land.

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So schaut anders aus #15 & Fair Fashion Walk

So, morgen ist grande Finale der Fashion Revolution Week! Ich freu mich schon sehr, einige von euch morgen wieder mal die Schönheiten des siebten Bezirks zeigen zu dürfen: Es findet wieder ein Fair Fashion Walk statt (und auch die Woman hat darüber berichtet) !

Hier nochmal alle Details dazu: Klick!

Tirili, mein heutiges Outfit ist was ganz Besonderes und ich platze fast vor Stolz:

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KEINE JEANSJACKE!!

Schmäh olé.

Nein, ernsthaft, ich trage heute Biobaumwolleggings, meine ökofairen Schuhe von Jonny’s (hier schon mal vorgestellt), meine Jacke von km/a, die früher mal ein Zelt der US-Army war, und ein weiteres Teil von Anita Steinwidder. Und was für eines! Dieses Ding war ihr Prototyp, sie hat es selbst immer wieder auf Messen (und Preisverleihungen!) getragen. Nachdem es ihr zu groß wurde, hat sie es auf Kleiderkreisel inseriert. Und ganz ehrlich, ich glaube, niemand könnte das Teil mit mehr Stolz und Freude tragen als ich 🙂 Fühl mich regelrecht geehrt, ich Steinwiddergroupie, ich 🙂

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So schaut anders aus #14 & „Nichts anzuziehen?“

Ich freu mich heut, ich hab nämlich was „Neues“. Eigentlich ist es doppelt nicht neu, was mich umso glücklicher macht. Letztens surfe ich nach Ewigkeiten mal wieder auf Kleiderkreisel herum, scrolle meinen Feed durch und was sehe ich? Ein Teil von Steinwidder! Und die Verkäuferin? Anita Steinwidder höchstpersönlich. Preislich runtergesetzt, weil letzte Kollektion und es ein Vorführstück für Shootings und nicht mehr normal verkäuflich (ihr zufolge, mir Amateurin ist sowas ja wurscht). Gemacht aus alten Socken.

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Diese Woche ist ja Fashion Revolution Week, da schaue auch ich noch mehr auf die Sachen, die ich trage. Und ich freu mich echt total, dass Greenpeace die Fashion Revolution unterstützt, genaueres siehe unten. Heute bin ich besonders brav unterwegs: Weiterlesen

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„Warum ich immer noch keine faire Mode kaufe“

Bin gerade über einen fantastischen Artikel gestolpert, irgendwie liest der sich wie jedes zweite Gespräch, das ich mit „Neulingen“ in Bezug auf faire Mode führe 🙂 (nur dass ich nicht gar so vorwurfsvoll formuliere…): Allein schon der Titel ist super: „Warum ich immer noch keine faire Mode kaufe“.

Das im Artikel verlinkte Video finde ich aber übrigens so derartig grottenschlecht, dass ich schon überlegt habe, einen eigenen Beitrag dazu zu machen – aber irgendwie bringts das ja auch nicht, oder?

Hier gehts zum Beitrag: Klick!

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Fashion Revolution goes TAKE Festival

Die Fashion Revolution Week ist im vollen Gange, und auch das Take Festival, das gerade in Wien stattfindet, hat sie „entdeckt“. Ich freu mich sehr auf den Freitag, an dem das Festival voll im Namen der Fashion Revolution stattfindet.

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Heute recht stressig, daher nur schnell die Infos, lieber WienerInnen – schaut hin, es ist sicher sehr leiwand! Bitteschön:  Weiterlesen

So schaut anders aus #13 und es ist FASHION REVOLUTION WEEK!!

So, mit einem Tag Verspätung jetzt noch mal ein Hinweis: Es ist Fashion Revolution Week. Am kommenden Sonntag vor drei Jahren stürzte das Fabriksgebäude Rana Plaza ein und begrub 1134 NäherInnen unter sich, die für KiK, Benetton und Co. nähten. 2500 Menschen wurden verletzt. Die Vorstellung ist einfach immer noch grauslich, und beim Gedanken an diesen Moment rinnts mir immer noch jedes Mal kalt den Rücken runter.

Fashion Revolution ist ein Movement, das bereits in 80 Ländern aktiv ist. Unser Grundsatz: „It’s time to use your voice and your power to transform the fashion industry into a force for good. It’s time for a Fashion Revolution.“ (Es ist Zeit, unsere Stimme und unsere Macht dazu zu nutzen, die Modeindustrie für immer zu verändern. Es ist Zeit für eine Fashion Revolution.) Wir sind fest davon überzeugt, dass ein fairer, sicherer und sauberer Herstellungsprozess in der Mode möglich ist. Genaue Infos dazu gibt es hier.

Begonnen hat es bereits vor zwei Jahren mit der Aktion #insideout, in der wir durch das Zeigen der Nähte unserer Lieblingskleidung die Arbeit der NäherInnen dahinter wertschätzen wollen. Diese Aktion geht auch dieses Jahr weiter, und es war ziemlich klar, dass ich in meiner Jeansjacke dort auftrete, oder? Danke für das Foto an Barbara Öllerer von Gretchens Fragen, die uns so wunderbar unterstützt!

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Wollt ihr auch mitmachen? So gehts:

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Doch kritisiert, auf Missstände hingewiesen, das wird das ganze Jahr über. Diese Woche soll positiv sein. Die „andere“ Seite der Mode wird gefeiert. (Ok, gegen einen gewissen Konzern wird auch dieses Jahr ausgehaut, aber das haben die sich echt sowas von selbst zuzuschreiben….)

Wir machen dazu unter anderem (das restliche Programm liefere ich euch noch die restliche Woche über): Weiterlesen

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