Es wird ernst…ääh….goood

So, für mich wirds jetzt wieder ernst. Und ich freu mich wie auf den Osterhasen: Ein neuer Job, eine neue Aufgabe, neue Arbeitsbereiche, altes Büro, hihi!

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Liebe deutsche LeserInnen: goood ist sehr, sehr coool. Weil man sich nicht mehr überlegen muss, ob sich diesen Monat eine Spende ausgeht, sondern es automatisch mit der Handyrechnung machen kann. Soll heißen: Eine Spende an eine Organisation eurer Wahl (es stehen irre viele Möglichkeiten zur Auswahl) ist in eurer Handyrechnung bereits enthalten.

Viel einfacher, Gutes zu tun, geht es nicht. Schaut es euch an.

Wenn ein Hase mich auf die Palme treibt

Ach, es ist so einfach, mich kurz mal eine Palme hochklettern zu lassen. Heute geschehen, als ich es mir in meiner Hängematte gemütlich machte und mal wieder ein paar Seiten fürs Buch schreiben wollte. Aber zuerst noch so ein bissl im Netz surfen, kennt man ja, nüm? In letzter Zeit surfe ich gerne zu Revelist, einer Website für Frauen, in denen es zwar viel um den üblichen Schas a la Make-Up, Outfits und Stars geht, aber auch sehr viel um Body Positivity, um Inklusion aller Körperformen, sexuellen Ausrichtungen und sonstigen Eigenschaften, die einen sonst schnell ins ausgeschlossene Eck stellen können. Ich mag die Seite sehr, da sie wichtige, feministische Themen sehr niederschwellig daher bringt – und damit Menschen erreicht, die vielleicht bisher noch nicht so massiv über solche Themen nachgedacht haben.

Aber fertig mit der kurzen Werbung und zurück zur Palmenkletterei.

Ich liebe liebe liebe liebe liebe meine Nichten und Neffen zum Quadrat und nochmal hoch zehn. Die fünf sind ein wunderbarer Haufen an komplett unterschiedlichen Menschen, und es ist unglaublich spannend, den Zwetschgen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Persönlichkeiten entwickeln und im Laufe der Zeit heranwachsen. Die Nichten sind grad neun und zehn, und eine der beiden hat mir jetzt schon zwei Mal angefangen mit „ich bin so fett, boah, da auf dem Foto im Bikini, urfett, wäh“. Nachdem ich als Kind erstens definitiv runder war als sie und zweitens oft von Eltern und sonstigen Verwandten gehört habe, ich bin das dicke, ungschickte Kind und mei, was wird wohl aus der und Copyright Opa „Die muss mal mit dem Kopf punkten.“ (Tu ich eh, Opa, tu ich eh. Unter anderem. 😉 ), bin ich hyperallergisch auf solche Themen.

Hätte mir als Kind öfter wer gesagt, dass es komplett wurscht ist, dass ich ein Baucherl hab (adipös war ich definitiv nicht), ich glaube, ich hätte sehr viel schneller einen positiven Zugang zu meinem Körper und somit auch zu meinem Selbstwert gewonnen. Daher habe ich auch der Nichte letztens, als sie wieder mit „auf dem Foto bin ich so fett, wäh“ anfing, eine recht ausführliche Tantenrede gehalten – dass es überhaupt nicht stimmt, dass sie, solange sie ohne Baucheinziehen und seitlich gehen durch die Tür passt, NICHT FETT IST, dass sie noch einiges zu wachsen hat, dass es außerdem sowieso und überhaupt komplett wurscht ist, weil Schönheit ist was ganz was anderes als wenige Kilos und ein Monalisa-Lächeln, schön ist man von innen, und überhaupt ist sie so wunderschön, dass ich sie gern auffressen würde, und und und. Ich frage mich seither, wo sie das her hat. Obwohl nicht der größte Fan ihrer Mutter, bin ich überzeugt davon, dass diese sich sehr wohl Mühe gibt, ihr Akzeptanz von sich selbst und anderen beizubringen. Mein Bruder ist jetzt auch keiner, dem die perfekte Silhouette bei anderen wichtig ist, der schaut auch auf ganz andere Werte. Es kann also nur von ihrem Umfeld in der Schule kommen. Kinder, die ihren Mamas dabei zuschauen, wie diese sich selbst vorm Spiegel geißeln. Und mir ziehts dabei alles zusammen.

Das Schlimme ist, es ist nicht nur die eine Mama, die ihrem Kind unbewusst ein falsches Körperbild einimpft, sondern es ist eine ganze Kultur. Auf Revelist fand ich heute diesen Artikel. Eine Kinderbekleidungsfirma bietet einen Pulli an, auf dem es um Diät geht. Ja, es gibt inzwischen weitaus mehr aus gesundheitlicher Perspektive zu dicke Kinder. Und denen das Abnehmen mit ein bissl Spaß schmackhaft zu machen, ist sicher nicht die blödeste Idee der Weltgeschichte, aber das gilt für sehr wenige Kinder, und sollte wirklich sensibel behandelt werden. Aber kann mir wer erklären, wieso dieser Pulli (der übrigens sicher nicht bio und fair produziert wurde, nur so nebenbei) in Größe S verkauft wird?

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Kindern nicht nur bereits den Schlankheitswahn einreden, sondern damit auch noch Geschäft machen ….. es rennt so viel falsch in unserer Gesellschaft….

Und übrigens, weils grad mal wieder eine komplette Spontanaktion war: Meine neueste Leidenschaft, Körperbilder und was die Industrie mit uns anstellt, passt ja nicht immer zwingend auf ichkaufnix, allerdings hab ich hier eine so wunderbare Leserschaft. Damit ich euch nicht permanent mit dem Thema konfrontiere, das eigentlich nur halb zum Blog passt, hab ich schnell einen weiteren gebastelt. Drüber bei „Fuck Photoshop“ gibts in Zukunft mehr Gedanken zu dem Thema. Ich werd mir aber auch weiterhin erlauben, hier auch über andere Themen als Textilproduktion zu schreiben 😉

2016 war nicht gar so scheiße, wie ihr tut

Heute früh bin ich aufgewacht und hab mir gedacht, es ist mal wieder Zeit, hier etwas zu schreiben. Ich habe einen superlustigen Abend mit Freunden hinter mir, bin aufgewacht in meiner  warmen und überraschend aufgeräumten Wohnung, eine meiner besten Freundinnen ist gerade auf Besuch, der ganze Weihnachtswahnsinn ist überstanden, kurz: Alles leiwand. Unfassbar privilegiert, und das klopf ich mir jeden einzelnen Tag ins Hirn, um die Dankbarkeit nicht zu verlernen. Ich will damit absolut nicht angeben und euch zeigen, wie super mein Leben nicht ist – nein, euer Leben ist es auch, wenn ihr ein bissl nachdenkt drüber!

Und dann hab ich begonnen, ein bissl nachzudenken. Und ich mach jetzt meinen eigenen Jahresrückblick. Einfach, weil ich auch mal was anderes sehen möchte als das ewige „hach, 2016, schleich dich endlich“. 2016 war nämlich nicht nur scheiße. Gut, globalpolitisch schon, aber hier? Hey, Kern als Kanzler, Van der Bellen als Präsident – ich finde diese Kombi schon verdammt super. Ich kann zugegebenermaßen aber auch grad nicht anders, als es auf mein Umfeld zusammenzustutzen, politisch wars schlicht und einfach mörderisch scheiße dieses Jahr. Da gibts nix dran zu rütteln.

Ja, die Statistik hat echt Schindluder mit uns getrieben dieses Jahr und uns viele KünstlerInnen und Bekanntheiten weggenommen. Natürlich gibt uns das zu denken, wenn die HeldInnen unserer Kindheit uns verlassen (aber George Michael: An Weihnachten? Ehrlich? Musste das sein?). Mir gibt mehr zu denken, dass uns diese Schlagzeilen wirklich treffen. Ich mein, rein psychologisch ist das schon leicht erklärbar, man baut durch das Ikonendasein, das rund um Bowie, Fisher oder Prince aufgebaut wurde, irgendwie eine persönliche Beziehung zu denen auf, lässt sie in ihr Wohn- oder Schlafzimmer (ich schau grad wieder Friends, und da gibts doch diese eine Princess Leia Folge…. gnihihihi). Aber Leute, nur so ein kleiner Hinweis: Ihr braucht euch nicht massiv auf 2017 freuen, ich hege nämlich den begründeten Verdacht, dass auch dann Leute sterben werden.

In Hundertschaften im Mittelmeer abgesoffene Flüchtlinge haben uns dieses Jahr kaum noch berührt, das waren maximal Kurzmeldungen auf orf.at. Stattdessen wird hierzulande ein nie dagewesener (oder nie an die Öffentlichkeit hervorgerülpster) Hass gegen alles Andersartige formuliert. Dieser Hass, der da hervorgebrochen ist, der macht mir Angst (und ja, ich weiß, Angst sollte man nicht haben, Angst bringt nix, okok, aber pfuh, diese Meldungen auf rechten Seiten sind mir nimmer wurscht). Kokett wird mit dem Thema Hasspostings umgegangen und Leuten erklärt, dass sie sich halt in einer Filterblase befinden, hui, da kann man nix machen. Da MUSS man sogar was machen! Ich bin für das Lehrfach Social-Media-Kompetenz in der Schule! Obwohl nie sonderlich großer Fan von Florian Klenk, dass er sich mit einem seiner Hassposter getroffen hat und dieser nun auch andere Medien als unzensuriert.at konsumiert, war eine der ganz großen Geschichten dieses Jahr – und sollte eigentlich von uns allen wiederholt werden.

Eine Frau, die nur wenige Kilometer von Wien komplett einsiedlerisch lebt und schnell mal ihre gesamte Familie auslöscht: Ein Artikel auf den Niederösterreich-Seiten. Und ich dachte mir tagelang (wie auch schon bei Kampusch, Fritzl und Co.): WIE GEHT DAS? Wie kann das sein, dass da keine Interaktion mit den Nachbarn herrschte? Ich mein, man muss nicht gleich jeden Nachmittag im nachbarlichen Wohnzimmer hocken, aber ist nicht so ein bisschen soziale Interaktion mit der Nachbarschaft nicht das, was den Alltag wirklich verbessert (und auch vereinfacht? Ich sag nur Teilen und Helfen…)? Dieses prinzipielle „Einander helfen, nutzts nix, kosts nix“-Ding, haben wir das echt schon so verlernt? Zu mir sagte mal ein Nachbar in der Ferienwohnung meiner Großeltern, nachdem er komplett selbstlos stundenlang geholfen hatte, gröberen Schaden an der Wohnung durch ein kaputtes Rohr zu verhindern, dass „alles im Leben zurück kommt“. Ich mein das jetzt komplett unchristlich, aber Nächstenliebe ist nicht nur so ein Wort. Das hat schon auch wirklich Sinn. Auch hier kann ich eine Geschichte, die für mich 2016 geprägt hat, liefern: Eines Abends saß ich zuhause und dachte mir, meine Schuhe und Kisten im Vorzimmer wären irgendwie hübscher in einem geschlossenen Schrank als in einem offenen Regal aufgehoben. Also postete ich einfach schnell mal auf Facebook, dass der oder die nächste, der oder die einen weißen Kleiderschrank zu vergeben hat, an mich denken soll. Exakt SIEBEN Minuten später wurde mir einer von einem Bekannten angeboten, dessen Bruder gerade zufällig umgezogen war und den Schrank nicht mehr brauchte, nochmal ein Tag später war der Transport organisiert, auch über Facebook nach Hilfe gesucht, und am selben Abend kam – Überraschung, wieder, weil ich auf FB um Hilfe gefragt hab – eine ehemalige Schulkollegin und baute ihn (eigentlich weniger mit mir sondern eher für mich – ich hab da null Talent dafür) auf. Zack, fertig. Als ich meinte, ich liebe Facebook, sagte Esther nur trocken: „Nein, das ist nicht Facebook, das sind die Menschen, mit denen du dich umgibst.“ Recht hat sie. Und damits nicht nur einseitig ist, versuche ich auch immer wieder einzuspringen, heute zum Beispiel beim Gulasch-für-sechzig-Leute-kochen einer Freundin. Was ich damit sagen will: Sich gegenseitig helfen, das ist gleichzeitig ein Höhepunkt und eine Selbstverständlichkeit 2016 gewesen.

Zu Weihnachten kam ein Artikel, der mich sehr berührte, über Massenentlassungen von protestierenden ArbeiterInnen in bengalischen Nähereien. Leute! Die finden nicht einfach mal so einen neuen Job! Eine solche Entlassung aufgrund von gewerkschaftlichen Aktivitäten kommt einem Berufsverbot gleich, den Frauen bleiben  unter anderem nur noch die Möglichkeiten „zurück aufs Land zur Familie und dort finanziell nix beitragen können“ oder „in der Stadt bleiben und auf den Strich gehen“. Und das in einem der ärmsten Länder der Erde. Aber Hauptsache, wir können auf den Einkaufsstraßen auswählen zwischen unzähligen verschiedenen Fast Fashion – Herstellern, deren Zeugs inzwischen eh schon alles gleich ausschaut. Mich macht das rasend – nur nix vom eigenen „weil ich es mir wert bin“-Lebensstil aufgeben, wird schon keine Kinderarbeit sein, da sinds in der EU doch eh so streng. Jo, genau. Aber zum Glück gibt es (oder begegnen mir) immer mehr Menschen, die diesen ganzen Konsumwahnsinn nicht mehr mitmachen wollen. Immer mehr Initiativen, die soziale und gesellschaftliche Verantwortung in den Vordergrund stellen – an vorderster Stelle für mich goood: Lauter ehemalige Kapitalismusgewinnerinnen (und das hör ich noch lang von Claudia, wenn sie das liest, gell?), aber sowas von top notch oberste Liga, beschließen, sie wollen das System so nicht mehr, sie wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben, sie haben schon genug bekommen. Hier ist mein Stichwort für 2016: Empathie. Und auch davon gab es – ohne Beispiele, die habt ihr sicherlich alle selbst auf Lager – einige große Momente im vergangenen Jahr. (Mich würd ja mal interessieren, Empathie bei politisch recht- und linksgelagerten zu messen. Meine Theorie ist, dass genau diese Charaktereigenschaft politische Überzeugungen prägt.) Ja, es gab auch viel Gegenteiliges, aber sorry, da muss sich jede/r von uns an der eigenen Nase nehmen und Verantwortung für sich und sein Umfeld übernehmen.

Und ohne Scheiß jetzt: Persönlich habe ich das zweifellos beste Jahr meines Lebens hinter mir – nicht nur, weil mir einfach verdammt leiwande Sachen passiert sind, sondern  vor allem auch, weil ich eine völlig neue Wertschätzung für mein Leben, meine Entscheidungen und das mich Umgebende entwickelt habe (und mit meiner Dankbarkeit und guten Laune einigen Freunde schon ziemlich am Senkel geh, gell, Teresa? 😉 ). Für mich ist übermorgen einfach nur der erste Jänner und kein Neuanfang. Es ist nämlich nicht das Jahr, das scheiße zu einem ist – da kann man in unserem höchstprivilegierten Teil der Welt so einiges auch selbst steuern. Es heißt ja nicht, dass man gleich die Welt ändert, wenn man versucht, auf Plastik zu verzichten, mit einem Migranten Deutsch zu lernen, für den Canisibus Hauben zu stricken oder Suppe zu verteilen, weniger zu fliegen oder regelmäßiger zu spenden – das sind genaugenommen in dieser minimalen Skala alles Taten fürs eigene Gewissen. Aber sie deshalb nicht tun, nur weils global eh keinen Unterschied macht, und dann raunzen, dass alles so scheiße ist, das hab ich noch nie verstanden. Alle, die das hier lesen können (also deutsch verstehen, sinnergreifend lesen können und Medienkompetenz im Internet haben), sind sowas von mordsprivilegiert! Und alle haben sie Möglichkeiten, im Kleinen oder Größeren Empathie und Nächstenliebe zu zeigen.

In diesem Sinne: Happy 2017! Gehen wirs an!

Aber bitte lassts mir die Queen am Leben….und Betty White. Und für meinen Opa bitte den Otto Schenk. 🙂 

:)

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Ab genau JETZT geht der Stress los. Aber ich freu mich drauf 🙂

Tingeltangel Sachen loswerden!

Ich bin ein so ein Trottel: Die liebe Daniela und ich verkaufen am Sonntag unser Zeug am Tingeltangel-Flohmarkt, und ich vergess fast, es im Blog anzukündigen! Also. Schnell nachholen.

Kommenden Sonntag werden Daniela und ich von 12-20h im Brick 5 (geile Adresse: Fünfhausgasse 5 im 15. Bezirk 🙂 ) am Tingeltangel-Flohmarkt Kleidung verkaufen – nicht nur eigene, sondern auch einiges, was bei dender letzten Tauschparty übrig geblieben ist. Ich hab das OK von allen Tauschpartyteilnehmerinnen, die Sachen zu verkaufen – die Einnahmen werde ich abzüglich der Eigenkosten spenden. Apropos Spenden: Ich bekomm von RTL 150 Euro, stocke das auf auf 200, und wenn die Kohle überwiesen ist, geht sie direkt weiter an die Kattunfabrik!

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Mehr Infos gibts hier

Einfach mal innehalten!

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Heute ist Maria Empfängnis. Für alle außer den Menschen, die im Handel arbeiten, ein Feiertag. Für den Handel jedoch der wichtigste Tag des Jahres: An keinem anderen Tag im Advent wird so viel gekauft, auf den Einkaufsstraßen stapeln sich die Leute, es gibt vielerorts vorgezogenen Ausverkauf, es sollen bitte möglichst alle ihre Weihnachtsgeschenke für ihre Lieben und am besten auch noch viele Schnäppchen für sich selbst kaufen.

In den USA ist der Black Friday ein vergleichbarer Tag. Der letzte Donnerstag im November ist der größe Feiertag des Jahres, Thanksgiving. Dieses Erntedankfest hat in den USA einen ähnlich hohen Stellenwert wie Weihnachten: Man kommt mit der Familie zusammen, macht sich bewusst, wofür man dankbar ist, und renkt sich gemeinsam – traditionellerweise bei einem Truthahn samt Süßkartoffelmus und Füllung sowie einem Kürbiskuchen danach – den Magen aus. Der Tag danach gilt als der Start des Weihnachtsgeschäfts im Handel. Am sogenannten Black Friday wird mit fast schon absurd niedrigen Angeboten gelockt. Nettes Detail: Thanksgiving hat es noch nicht nach Europa geschafft. Der Black Friday schon – und bekommt langsam einen ähnlichen Stellenwert wie in Österreich der 8. Dezember.
Doch immer mehr Menschen wird dieser Konsumwahnsinn zu viel. Auch hier ist ausgehend von den USA ein neuer Trend entstanden, der Kaufnixtag. In den USA ist es der Samstag nach dem Black Friday (also der letzte Samstag im November), hier werden gerade Stimmen immer lauter, den 8. Dezember zum Kaufnixtag zu machen und so ein klares Statement gegen den Hyperkonsum an diesem Tag zu setzen. Es geht an diesem Tag nicht nur darum, ein Zeichen zu setzen, sondern auch, sich selbst mal bewusst zu machen, wie viele Konsumhandlungen eigentlich jeden Tag so stattfinden.
Ich kenne den Kaufnixtag seit vielen Jahren, aber immer wieder passieren mir gedankenlose Käufe an diesem Tag: Nein, ich spaziere nicht gedankenlos in ein Modegeschäft, aber: Auch der schnelle Kaffee zum Mitnehmen um einen Euro ist eine Konsumhandlung, das Sandwich unterwegs, weil man zuhause zu faul war oder keine Zeit hatte, sich ein warmes Frühstück zuzubereiten. Fast alle westlichen Kaufhandlungen haben einen Rattenschwanz an ökologischen und sozialen Auswirkungen. Das Shirt kostet vielleicht nur fünf Euro, aber genäht wurde es unter menschenrechtswidrigen Zuständen in Bangladesch. Der Chickenburger kostet drei Euro, das Huhn bekam in seinem kurzen Leben Unmengen an Antibiotika gefüttert und hat so eventuell resistente Keime in sich. Der Kakao zum Mitnehmen zwei Euro fünfzig, die Kakaoernte an der Elfenbeinküste mussten Kinder durchführen.
Ein solcher Kaufnixtag macht einem also klar, wie sehr Konsum unser Leben bestimmt. Schön wäre es, an einem solchen kauffreien Tag darüber nachzudenken, ob wir unseren Konsum auch anders gestalten können, mit mehr Rücksicht auf die Umwelt und die Menschen in den Produktionsländern. Es gibt fast überall bessere Alternativen, sei es bei den Textilien, bei Lebensmitteln oder beim Telefonieren… Wer sich solche Dinge hin und wieder ins Bewusstsein ruft, wird sicherlich häufiger Kaufnixtage einlegen. Und gut fürs eigene Budget sind sie auch.

Warum meine Liebe zum Tauschen wenig mit den Kleidern zu tun hat

Ich muss mal wieder schwärmen – und zwar von Tauschparties. Ich hab die bei mir zuhause inzwischen zur monatlichen Fixeinrichtung gemacht – zwischen 10 und 15 Frauen stapeln sich in meinem Wohnzimmer, Teile werden vorgestellt, es wird herumgetauscht, und wenn alle Teile einmal gezeigt wurden, hupfen alle gleichzeitig ausm Gwand und die große Umzieherei geht los. Ich bin jedes Mal hin und weg, was für Schätze ich abstaube – gestern waren es unter anderem zwei Hosen von zwei Frauen, die ich beide unglaublich bewundere, wunderschön finde und deren Stil ich liebe.

Aber was ich noch viel, viel, viel, viel, VIIIIEL toller finde: Ich lade jedesmal einen riesigen Haufen an Frauen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis ein. Dadurch enstehen jedes Mal neue, andere Kombinationen. Das Einzige, was diese Frauen untereinander manchmal vereint, ist die Tatsache, dass sie halt mich von irgendwo her kennen – und ich liebe es, Menschen aus allen unterschiedlichen Kreisen, Himmelsrichtungen, Berufsfeldern usw. um mich zu sammeln. Es war ein unglaublich bunt durchmischter Haufen. Gestern waren beispielsweise drei von vier meiner Künstlermädchenclique da, zwei ehemalige Kolleginnen von Greenpeace, spannenderweise drei Fotografinnen (und keine hatte die Kamera mit, hihi), eine Kindermodendesignerin, eine Studienkollegin, meine ehemalige Nachbarin aus meiner Kindheit, und eine Freundin, die ich über den Blog hier kennengelernt habe. Größentechnisch war von 34 bis 46 alles vorhanden.

Es wurde so viel gelacht, dass ich heute schon wieder ein bisschen heiser bin. Es wurden sich gegenseitig Komplimente gemacht noch und nöcher – als alle sich umzogen, waren alle nur noch am Strahlen, und in allen Teilen meiner Wohnung hörte mal „Steht dir super!“ – „Schaut so toll aus an dir!“ – „Wow, das Kleid ist ja für dich gemacht!“. Eine Freundin sprang in einem Body einer anderen irgendwann wie ein Gummiball durch die Gegend, eine andere haute alle in einem gerade ertauschten Abendkleid um, ich konnte kaum fassen, dass ich die perfekte, und ich mein das absolut ernst, die PERFEKTE Skinny Jeans ertauschte.

Immer wieder kamen Freundinnen auf mich zu und flüsterten: „Boah, die Anna ist ja supersympathisch, woher kennst du die?“ oder „Also diese Pamela, echt eine Wahnsinnsfrau, diese Ausstrahlung!“ Als Maresi, die ich seit meiner Kindheit unglaublich lieb hab, ging, half ich ihr schnell beim Autoeinpacken (sie wird die übriggebliebenen Sachen in den Kaufnixladen bringen). Als ich zurück in die Wohnung kam, meinten drei Mädels gleichzeitig: „Boah, was für eine wunderschöne Frau!“

Und das ist der Grund, warum ich Tauschparties so liebe (auch wenn ich meine Küche noch nicht wieder betreten habe und auch nicht vorhabe, das in den nächsten Stunden zu tun – der Rest der Wohnung ist aufgeräumt, aber ….. wäh.): Es geht nicht nur um die Fetzen, es geht um viel mehr: Es geht darum, dass Frauen aufeinandertreffen, dass positive Bestärkung stattfindet, dass man sich kennenlernt, dass man viel lacht miteinander, dass Vernetzung stattfindet. Ich bin eine, die wahnsinnig viel Kraft aus solchen Momenten zieht, wenn ich viele tolle Menschen um mich versammelt habe. Und ich kanns wirklich allen nur empfehlen: Macht Tauschparties, würfelt euren Freundeskreis durcheinander, und schaut, was passiert. Ich kann euch versprechen: Lustig wirds in jedem Fall. Und die Lust auf Neukäufe verschwindet komplett, wenn man sieht, was für wunderbare Sachen in den Kleiderschränken von Freundinnen schlummern. 🙂

Ich kaufe Wienerisch!

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Im letzten Leben war ich Pferd, mit rüber gerettet hab ich Haare und Gebiss 🙂 (nicht falsch verstehen: Ich find das Foto von Pamela Russman super, das ist einfach mein Lachen…) 

Ach, schön, das ist ein Interview, das mich richtig freut. Die Wirtschaftsagentur hat mich zu Einkaufen in Wien interviewt und das ganze im aktuellen Falter veröffentlicht. Ich konnte ein Thema auf den Tisch bringen, das nicht nur mich, sondern auch einigen anderen derzeit gewaltiges Kopfzerbrechen bereitet: Weiterlesen

Von RTL und verschenkten Stunden

Ach, wenn das Bloggen wieder Spaß macht, dann flutschts. Jetzt muss ich mich mal gewaltig aufregen. Ich bin rasend sauer, weil ich mich unfassbar verarscht fühle. Und weils vielleicht mal ganz spannend ist, mal von „hinter den Kulissen“ zu berichten.

Irgendwann letzte Woche bekomm ich ein Mail von RTL Extra. Scheißfreundlich. „Wir von RTL EXTRA, dem Reportagemagazin mit Birgit Schrowange, planen gerade einen Beitrag zum Thema „Kaufrausch“ und sind im Rahmen unserer Recherchen auf Sie aufmerksam geworden. Hätten Sie Zeit und Lust, unseren Beitrag zu unterstützen und uns ein Interview zu Ihrem „Ich kauf nix!“-Projekt zu geben?!“

Ich denk mir, yay, die checken das mitm Kaufnixtag! Juhu! Na klar mach ich das! Schnell war zugesagt, und am nächsten Tag rief mich die Redakteurin des Wiener Produktionsteams an, wir sprachen über Kaufnixtag und Drehorte. „Ja, also, das haben die eh schon mit dir besprochen, wir haben drei Drehorte, zuerst bei dir in der Wohnung…“ – „Es wurde nichts mit mir besprochen, und nein, bei mir in der Wohnung wird nicht gedreht, eiserne Regel. Ich hatte schon viele Interviews, und lediglich mein allererstes zu Ich kauf nix hat in der Wohnung stattgefunden. Das mache ich seither grundsätzlich nicht, meine Privatsphäre ist mir heilig“, unterbrach ich die Dame, die im ersten Moment etwas konsterniert reagierte (und ich frag mich: Lassen Leute echt so oft Drehteams in ihre Wohnungen? Für mich ist das wirklich ein absolutes No-Go!). Und musste ihr gleich mal dabei helfen, Drehort und dazupassende Drehgenehmigung zu organisieren. Beim ersten Telefonat und auch direkt am Anfang beim Dreh wurde gesagt: „Wir müssen das Material eh bis 12h nach Köln schicken, bis dahin müssen wir fertig sein.“

Der Dreh dauerte im Endeffekt von 9:30h bis fast 14:00h. Viereinhalb Stunden. Ich habe bereits wirklich viele TV-Beiträge gemacht, auch längere Features als die üblichen Drei-Satz-Interviews für Greenpeacebeiträge. Aber noch NIE hat ein Dreh viereinhalb Stunden gedauert. 

Ich sagte noch zur Redakteurin, sie habe Glück, dass ich grad quasi arbeitslos (also eigentlich im Urlaub) bin, sonst würd ich das niiiiie machen. Aber ich machte es, weil ich mir dachte: Auf RTL übers Nixkaufen berichten, wie geil. Diese Zielgruppe brauchts, damit sich wieder bissl mehr bewegt – alles, was außerhalb der von nicht gar so Wohlgesonnenen oft „Gutmenschenbubble“ genannten Szene bewegt, ist gut, erreicht mehr Leute. Und ganz ehrlich: Natürlich freute ich mich auch über einen Nennung von ich kauf nix, vielleicht würde es ja den Buchverkäufen neuen Schwung verleihen. Klar! Gar so heilig bin ich auch nicht – aber die Freude über das Erreichen einer neuen Zielgruppe war definitiv höher.

Kurz wurde ich stutzig, als ich der Redakteurin über die Schulter blickte und sah, dass über ihren Interviewfragen das Wort „Fehlkäufe“ stand. Ich fragte nach, warum ich so ausführlich befragt wurde, und sie meinte: „Das wird ein Zwanzigminüter, und du wirst eine der Hauptdarstellerinnen.“ Pfuh, da wurde mir zum ersten Mal etwas mulmig. Wollte ich das? Egal. Kaufnixtag an RTL-Zuschauerinnen. Machte ich halt wiedermal das Gesicht dafür – und beantwortete über Stunden die gleichen Fragen, lies mich in verschiedenen Outfits filmen (und das noch recht …. unausgeschlafen 😉 vom Vorabend und entsprechend leichenartig aussehend, meine Güte, war ja kein Beautycontest), wartete, wartete, wartete, beantwortete wieder die gleichen Interviewfragen, tat so, als ob ich in meinen Laptop tippte, tat so, als ob ich hochinteressiert am Laptop las, tat so, als ob ich vor einem Laden stehe und kopfschüttelnd mit dem Finger auf die in der Auslage gezeigte Mode zeige (das tu ich sonst nämlich auch immer, wenn ich auf der Mahü bin, natüüüüürlich…).Irgendwann brachte der Praktikant noch diese Einverständniserklärung vorbei, die es so oft bei solchen Drehs gibt, die Redakteurin hatte sie nämlich vergessen. In denen unterschreibt man, dass das Bildmaterial dem Sender gehört und sie es auch anderweitig einsetzen dürfen, und dass quasi deine Seele ihnen gehört – zumindest steht Derartiges oft in solchen Vereinbarungen. Die von jenem Dreh überflog ich nur kurz, ich war schon etwas ungeduldig, zugegeben, unterschrieb sie (weil mir ja eh nix anderes übrig blieb, sollte ich nach drei Stunden Dreh sagen, nein, das unterschreib ich nicht, auf Wiedersehen?). Was aber neu war: Eine eigene Kopie bekam ich nicht ausgehändigt.

Gesendet werden sollte gestern Abend. Und da war auch ein Beitrag zum Thema. Zum Thema „Fehlkäufe“ nämlich. Und Kaufnixtag sowie mein Projekt und meine Schwärmerei von Second Hand und dem Tauschen von Fehlkäufen mit Freundinnen, denen sie einfach besser passen als mir, kam nicht mal vor. Stattdessen Tipps einer Stylistin, die einer Frau, für die ein schwarzes Shirt ein Fehlkauf war, ein rosa Tuch umhängte, und jene dann totaaaal happy in die Kamera sagte, dass sie sooo froh ist über diesen Tipp, weil sie jetzt das Shirt doch sicher tragen würde, von alleine wäre sie da niiie draufgekommen, aber boah, Erleuchtung, in Zukunft wird sie sich nix Schwarzes mehr kaufen. Geeenau. Oberflächlichkeit pur. Ja, RTL halt, aber trotzdem: Ich wurde rasend. In jedem anderen Fall, in dem ein Beitrag mit mir dann doch nicht gebracht wurde, wurde ich wenigstens im Vorfeld informiert. Nix.

Das Foto in diesem Beitrag musste ich aufgrund sanfter Androhung juristischer Schritte entfernen.  Zu sehen war das Team bewusst nur von hinten, aber ok, ich reagiere zeitnah auf Kritik. Point given. 

Ich habe also viereinhalb Stunden mit einem Filmteam verbracht, in denen ich hätte schreiben können (es gibt übrigens endlich wirklich ein neues Buchprojekt, yay!), für nix und wieder nix. Und was mich so stinkewütend daran macht: Es war vorher schon klar, wie der Beitrag aufgebaut werden sollte, aber mir wurde nix gesagt. Ich musste die Einverständniserklärung unterschreiben, bin damit rechtlich machtlos.

Meine Wut hat nichts mit Mediengeilheit zu tun, null, sondern schlicht mit der Tatsache, dass mir viereinhalb Stunden gestohlen wurden, in denen mir noch dazu falsche Tatsachen vorgespiegelt wurden, während ich versuchte, meinen Part in der Sache halbwegs professionell zu erfüllen. Und ich bin nun mal so: Gerate ich in eine Situation, in der ich unfair behandelt werde, und nichts dagegen tun kann, werde ich stinkend sauer, dann rauchts mir aus Ohren, Nase und Mund gleichzeitig. Darum war ich wohl in der Kampagnenarbeit für NGOs auch jahrelang so gut aufgehoben…

Und was mich noch viel mehr ärgert, ist der Gedanke, dass RTL mit all seinen ProtagonistInnen so umspringt: Dieses völlig automatische davon Ausgehen, dass man unglaublich geil drauf ist, ins Fernsehen zu kommen, und mit den Leuten dann umspringen, als ob die ihre Zeit geschenkt bekommen. Das Filmteam wird für die Drehs bezahlt, die ProtagonistInnen nicht. Über die unterschriebene Erklärung ärgere ich mich gerade am allermeisten, denn am liebsten würde ich ihnen eine saftige Honorarnote für die entgangene Zeit stellen, und das Geld dann an eine Organisation spenden, die sich um textile Themen kümmert. Unglaublich, wie viele Fahrscheine man mit beispielsweise 500 Euro zusammenbekommt, mit denen Flüchtlinge in die Kattunfabrik fahren können, um das Nähhandwerk (wieder) zu lernen und fit fürs AMS zu werden.

Hätte mich am Sonntag oder Montag jemand angerufen und mir gesagt: Sorry, wir bauen den Beitrag anders auf, du bist nicht dabei – ich wäre weder in die Sinnkrise gefallen, noch hätte ich vor Enttäuschung geweint, weil gerade dieser Beitrag ja mein großer Durchbruch hätte sein können (Bullshit. Ich kann mich an kein einziges Interview erinnern, das ich nicht für die Sache gegeben hätte. Um mich gehts mir da nicht. Wenn ab morgen nie wieder ein Medium anklopft, dann leb ich auch glücklich und im Seelenfrieden weiter. Einen Großteil meiner Medienauftritte habe ich bewusst durch die Kündigung bei Greenpeace aufgegeben. Ich bins nur langsam leid, das so oft wiederholen zu müssen: Ja, ich instrumentalisiere mich für die Sache. Aber nicht, weil ich auf Fame aus bin, sondern weil ich verdammtnochmal will, dass es endlich zu einem Umdenken in unserem Konsumverhalten kommt, und weil ich gemerkt hab, gut, ich hab die Pappm dazu, ich stell mich da jetzt hin und pfeif den Leuten meine Überzeugung um die Ohren. NICHTS ANDERES. Himmel.). Aber so mit Leuten umspringen und ihnen Zeit stehlen, das geht einfach nicht. Ich hab jetzt keine Lust drauf, dass es heißt, die regt sich auf, weil sie nicht vorkommt. Nein, die regt sich auf, weil im Vorfeld unprofessionell agiert wurde, und weil es eine Sache des Respekts ist, informiert zu werden. Dass ich in diesem letztendlich gesendeten Beitrag nicht vorkam, war sogar sehr, sehr gut, ich hätte mich gewaltig geschämt.

Und das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben. Im Vergleich zu anderen Problemen ein völliger Dreck unterm Fingernagel, das ist mir sonnenklar, aber ich bin halt trotzdem sauer… Und wenn das einzige Ergebnis dieses Beitrages ist, dass jemand den Link zur Kattunfabrik anklickt, sich über das Projekt informiert und beschließt, es zu unterstützen, bin ich schon zufrieden. Oder wenn jemand, der mal von irgendeinem der üblichen Privatsender für einen Beitrag befragt werden soll, einfach nein sagt. Ich werd das in Zukunft auch öfter tun.

So. Alles runtergeschrieben, Ärger ausgeraucht, danke fürs „Zuhören“. Pfoooah ey. Tut grad irgendwie gut, so was mal zu veröffentlichen und ausnahmsweise mal nicht „drüber zu stehen“.

Mavienna: Aus Fehlern wird man stärker!

Ihr kennt ja noch Mavienna, oder? Die Jungs, die in Wien ein rein wienerisches Kindermodenlabel aufziehen. Beide keine Textiler, beide aber sehr, sehr leiwand (übrigens, Andi und Cri, ich vermiss euch! Wann wird mal wieder ein fürchterlicher Doppler aufgemacht und vor allem: Wann setzt Cri wieder lustige Taschen auf? 🙂 ). Sie haben einfach einen Plan, und der Andi, der das ganze erfunden hat, ist ein unglaublich sturer Hund. Sie haben schon mal gecrowdfundet, haben einen Laden aufgemacht, wieder zugemacht, sind bei einer Bekannten in der Nähe in den Laden gezogen, haben Maschinen gekauft, haben sie wieder verkauft. Warum? Weil sie Fehler gemacht haben. Und Fehler DARF MAN MACHEN. Ich finds wahnsinnig super, dass sie nicht einfach aufgeben. Sie haben aus ihren Fehlern gelernt und machen adaptiert weiter. Aber: Sie brauchen wieder Geld.

Warum das so ist, hat sich Andi letztens von der Seele geschrieben. Nachdem einige meiner Leserinnen nicht auf Facebook sind, hab ich mir erlaubt, den (langen) Text hier reinzukopieren. Ich sag nur: Beide Daumen hoch, ich finds super, wie ehrlich, ausführlich und selbstkritisch er hier schreibt. Ich bin bei euch, Burschen, ich unterstütz euch auch weiterhin.

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