Konsumkritik im Tagesspiegel

Hach, cool. Ich hab ja fest Interviews zum Kaufnixtag gegeben. Anscheinend offiziell in den USA am Freitag, in Europa am Samstag gewesen – so ein Schwachsinn, ganz ehrlich. Der ganze Black Friday Trend schwappt rüber, und wir machen den Samstag zum Kaufnixtag? Schon klar, bei uns ist der Freitag kein Feiertag und daher keine Zeit zum Shoppen, aber ganz ganz ganz ehrlich: Weiterlesen

Mein Pinteressanter Nähtag

Heute war Nähsamstag bei der liebsten Gina. Ich mag diese Tage, wenn ich allein nähe, hau ich viiiiel schneller die Nerven weg und mag nimmer. Wenn man zu zweit ist und außerdem sehr unterschiedlich tickt, läufts einfach besser. Ich bin nämlich immer so: Ja, machma mal drauflos. Sie dagegen immer so: Nein! Zuerst Plan machen! (Und das ist nicht nur beim Nähen so. Gemeinsame Urlaubsvorbereitungen vor 10 Jahren sind genau so abgelaufen.) Zusammen erwischen wir meistens die goldene Mischung. Uuund: Sie versteht Nähanleitungen. Ehrlich! So richtig!

Wobei, heute hab ich komplett auf Anleitungen gepfiffen. Wie bereits im Buch geschrieben und bereits mehrmals festgestellt: Nähen nach genauen Anleitungen und exakt und genau und so ist definitiv nicht meins. Nähen nach Daumen mal Pi jedoch: Oh yeah!

Meine heutige „Anleitungen“ waren zwei Fotos von Pinterest. Bei einem sieht man eh gleich den Ursprungsblog (da versteh ich aber eh kein Wort), das andere lässt sich nimmer rückverfolgen, drum (c) Pinterest:

Erstens mal: Diese Bluse wollt ich immer schon mal ausprobieren, aber mangels Zugriff auf alte, weite Herrenhemden hatte ich bisher nie die Möglichkeit (Apropos… Ich glaub, ich werd mal den väterlichen Kleiderschrank genauer begutachten…). Doch Ginas Sammelleidenschaft macht auch vor den ausgemisteten Hemden ihres Vaters nicht halt.

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Warum ich keine Modebloggerin bin

Ha, und dafür, dass ich grad gemeint hab, ich hab überhaupt keine Zeit zum Bloggen, stolper ich grad im Büro über viel zu viel thematisch Passendes.

Denn das, meine Lieben, ist der Unterschied zwischen einer konventionellen Modebloggerin und mir: Ich schreib mir die Finger wund, dass man doch bitte wenigstens EINEN Tag im Jahr wirklich aufs Shoppen verzichten sollte, und eine andere postet die besten Black Friday Sales inklusive Gutscheincodes. Mir kommt das Gruseln, echt. „The one day of the year that we are officially allowed to go nuts in terms of shopping.“ – genau, und sonst kauft sie niiiiie was. Sorry, ich weiß, sehr emotional. Aber je tiefer ich in die Materie hineingerate, desto abstoßender finde ich solche Blogs, die außer Konsumismus wirklich nur Konsumismus pushen.

do nothing

 

Zahl der Kategorie: Wie bitte?!?

Doch schnell was gebloggt: Im Büro regnets grad Mails aus aller Welt, was meine Greenpeace-Kollegen zum Kaufnixtag so machen. Das Update aus Hongkong hat es grad geschafft, dass ich mich am Apfelsaft verschluckt hab. Da steht nämlich wörtlich drin:

„(…)  Hongkongers dispose of 110,000 tonnes of textile garments each year – equivalent to 1,400 T-shirts being thrown away every minute.“

Ein Land mit 7 Millionen Einwohnern, eine Million weniger als Österreich also (auf einem Achtzigstel der Größe allerdings). Also mengenmäßig keine Supermacht. Und die hauen PRO MINUTE umgerechnet TAUSENDVIERHUNDERT TSHIRTS weg.

Oida.

 

Heut ist Kaufnix- UND Blognix-Tag.

So. In den letzten Tagen habe ich Presseaussendungen und Blogbeiträge geschrieben, Interviews gegeben, einer Schulklasse vergessen, vom heutigen Kaufnixtag zu erzählen (aargh, ich Trottel!) – jedenfalls gaaaaaanz viel rund um den heutigen Kaufnixtag vorbereitet. So viel, dass mir jetzt grad echt definitiv kein neuer Blogbeitrag einfällt, in dem ich mich im Vergleich zu den letzten Tagen nicht permanent wiederholen würde. Aaaaaber: Ich hab für Greenpeace bloggen dürfen! Hier lang zu meinem dortigen Beitrag, den man übrigens auch auf Facebook liken und sharen kann 😉

Sorry. Ich kauf heut nicht nur nix, ich blog heut auch nix – zu viel zu tun. Tut leid! Genießt den kauffreien Tag!

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Ichkaufnix als Presseaussendung. Quasi.

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So schauts aus! Die Nunu spricht jetzt auch per Aussendung über schnelle Kleidung. Lustiges Gefühl, das, Weiterlesen

Am internationalen Kaufnixtag: #Imkeepingthis

Am Freitag ist KaufnixTag. Entgegen der Unterstellung eines Freundes, der findet, dass es jetzt wirklich schon zu weit geht, wenn ich sogar schon meinen eigenen internationalen (!) Tag hab, ist das nicht auf meinem Mist gewachsen. Der ist in Kanada entstanden. Da drüben, in Nordamerika, da gehen die Leute am letzten Freitag im November nämlich komplett wuggi. Echt absolut irre. Der Grund: Es ist der Tag nach Thanksgiving, für die meisten ist es ein Feiertag, die Geschäfte haben offen, die Weihnachtsshoppingsaison beginnt. Und wie die beginnt, mit unglaublichen Kampfangeboten. Um diesem Konsumwahnsinn, der an diesem Tag on- und offline herrscht, entgegenzuwirken, wurde eben der Kaufnixtag ins Leben gerufen. Einen Tag lang nix kaufen.

Ist also nicht meine Idee, aber ich find sie gut. Und Greenpeace findet die Idee auch gut. So gut, dass sie den Kaufnixtag jetzt international auch unterstützen. Und ich freu mich wie ein kleines Kasperl, dass ich das, was ich privat seit Jaaaaahren mach, jetzt beruflich machen kann. Und zwar: Leuten erklären, dass man auf Qualität schauen soll, und nicht jedem Trend hinterherhampeln. Sachen laaaaange behalten und viel tragen. Keine Fast Fashion kaufen.

Eine sehr feine Idee ist beispielsweise #imkeepingthis. Da gehts uns darum, dass ihr uns zeigt, welches Kleidungsstück ihr schon ewig habt (oder Second Hand gekauft hab, naja, Hauptsache: Alt und immer noch verwendet) und warum ihr so daran hängt.

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Gut, hier also meine #Imkeepingthis:

Dieser Rock. Von Slomo, bio und fair in Deutschland produziert, und ich trage ihn an-dau-ernd. Bequemster Rock unter der (Winter-)Sonne.

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Diese Jeans: 2002 in Kopenhagen gekauft, haben mir jahrelang nicht gepasst, jetzt passen sie wieder und ich bin einfach nur glücklich. Best Jeans ever, werde sie NIE hergeben.

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Und ihr so? Ich hoff, dass es in den nächsten Tagen auf Twitter rund geht, und würd mich freuen, wenn ihr mitmacht 🙂

Ich bin ein Star, holt mich hier raus!

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Ich bin „Stargast“.

Hahahaaaa. Ach Dani, du bist so lustig!

Ich. Star.

Holt mich hier raus! 😀

Nein, ernsthaft. Ich freu mich sehr, dass ich am kommenden Freitag – sofern das Auto meines Bruders kapiert, dass es eh Öl hat und nicht rumspinnen braucht – meine liebe Daniela besuchen werde, sie organisiert eine Tauschparty in Oberrohrbach (bei Korneuburg). Daniela ist auch so eine, die mir durch den Blog ans Herz gewachsen ist (nein, ich hab auch noch echte Freunde, nicht nur solche von hier 😀 ).  Sollt jemand von euch in der Gegend wohnen: Schaut vorbei! Und: Ich glaub, ich muss vorher noch beim Schillinger einfallen, der ist da ja auch nicht allzu weit weg und DER vegane Wirt schlechthin, irre lecker (und das kommt von einer Nichtveganerin!). Mag wer mitkommen?

Hach, das wird ein gutes Wochenende, Freitag wird getauscht, und Samstag werd ich mich mal wieder bei meiner Lieblingsgina (die ich übrigens schon viiiiiiiiiel länger kenne, ha!) einkasernieren und nähen. Textiltextiltextil, Baby!

 

Deutsche sehen Kleidung als Wegwerfware

Ach wie wunderbar. Da überlegt man einen halben Sonntag und auch heut früh, was um Himmelswillen man denn heute bloggen soll – es stehen zwar ein paar ganz spannende Sachen an, aber die werde ich erst in den kommenden Tagen „verbraten“. Was also heute? Und zack, nimmt mich Greenpeace Deutschland mal wieder an der Hand und zeigt mir: Schau mal, wir hätten da was, eine Studie! Es steht zwar nix weltbewegend Neues drin, aber trotzdem find ichs immer wieder gut, sich das mal vor Augen zu führen. Erschienen ist sie bereits an mehreren Stellen, und auch die APA hat sie den österreichischen Redaktionen schon ins System gespült, ich wurde zuallererst beim Weser Kurier fündig und zitiere hiermit:  Weiterlesen

Kann mir wer den Wahnsinn rund um Balmain erklären?

Es ist so unglaublich krank. Der Textilschwede hat wieder eine Designkooperation draußen, und die Leute werden schier wahnsinnig. Diesmal: Balmain.

Von einem anderen Blogger beschrieben, ist Balmain „sozusagen ein “Ed Hardy” für die wirklich reichen Menschen auf diesem Planeten…aber (und das ist jetzt wichtig) die ohne Stil. Ketzerisch? Ach was! Man schaue sich doch nur den Balmain Kosmos einmal genauer an. Mittelmäßigkeit prägt das Bild. (…)“ Echt jetzt, das Zeug ist einfach wirklich hässlich. Und ein wunderbarer Beweis für verdammt gutes Marketing. (Neu)reiche Leute ziehens an, und plötzlich haltens alle für Stil. Fürchterlich! Er schreibt weiter (und ich finds so passend): „Wer trägt Balmain? Weiterlesen