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Die Revolution nach Rana Plaza

Meine Tage sind gerade viel zu voll. Zwar nicht massiv stressig, aber einfach voll. Was mich voll müde macht – und was zu solchen Blogbeiträgen führt. Fotos posten und pfoah sagen. War keine meiner Meisterleistungen, tschulligung. Aber weil ich heut genauso müd bin wie gestern, lass ich heut einfach den Lars von der Grünen Mode bei mir plaudern. Er hat nämlich gestern gepostet:

Fashion Revolution Day: Mitmachen am 24.04.2014

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Am 24.4. ist der Jahrestag des Fabrikeinsturzes am Rana Plaza (Bangladesh), bei dem 1127 Menschen getötet und 2438 schwer verletzt wurden. Es ist der wohl schwerste Fabrikunfall in der Geschichte der Textilindustrie.

Anlässlich dieser Katastrophe hat FairTrade-Fashion-Pionierin Carry Sommers den Fashion Revolution Day ins Leben gerufen. Auf der ganzen Welt soll an diesem Tag für faire Arbeitsbedingungen demonstriert werden, in Gendenken an die Opfer dieser und unzähliger anderer Katastrophen in der Textilindustrie. Fashion Brands, Händler_innen, Designer, Aktivisiten, Bildungszentren und Privatpersonen sind aufgerufen, an diesem Tag ihre Unterstützung für einen globalen Wandel zu zeigen. Inzwischen sind bereits Aktionen in mehr als 40 Ländern geplant.

Der Fashion Revolution Day wurde von einer internationalen Gruppe bestehend aus UnternehmerInnen, AktivistInnen, PressevertreterInnen und AkademikerInnen sowohl aus dem Modebusiness als auch darüber hinaus initiiert, welche die Tragödie des Rana Plaza in Bangladesch als Anstoß verstehen, endlich etwas zu unternehmen. Er soll ein jährliches Ereignis werden, das Mode als positiven Einfluß auf unsere Gesellschaft und jene, die das möglich machen, feiert.

Das Thema für den ersten Fashion Revolution Day lautet, “Wer stellt deine Kleidung her?”  Mit einer simplen Geste, das Kleidungsstück mit der Innenseite nach aussen zu tragen (Hashtag #insideout), sollen die Menschen dazu angeregt werden, sich die Frage zu stellen, wer ihre Kleidung herstellt.
Jede(r) kann mitmachen und je mehr Menschen an diesem Tag InsideOut tragen, je stärker wird die Wahrnehmen sein. Auf Instgramm, Facebook und Twitter werden an diesem Tag Selfies mit dem Hashtag #insideout gesammelt, sodass die Aktion auch in den sozialen Netzwerken präsent sein wird.

Die internationalen Organisatoren hoffen, dass diese Initiative helfen wird, die öffentliche Aufmerksamkeit ein Jahr nach dem Fabrikeinsturz erneut auf die textilen Arbeitsbediungen zu lenken.

HändlerInnen, Brands und DesignerInnen weltweit werden Aktionen organisieren, indem sie ihre Ladenflächen, Schaufenster und Ausstellungsräume nutzen, um mit ihrer Kundschaft in Austausch zu treten. Mögliche Ideen sind:

• Schaufenster mit dem Thema “Triff die MacherInnen” dekorieren. Das können Bilder sein, oder tatsächlich Menschen, die etwas ‘live’ produzieren. Oder alle Kleidungsstücke könnten mit der Innenseite nach aussen ausgestellt sein. Online könnte es auch ein spezielles PopUp #insideout für den Fashion Revolution Day geben.

• Alle MitarbeiterInnen tragen ihre Kleidung an diesem Tag verkehrt herum und verbreiten Fotos davon über soziale Netzwerke.

Für Deutschland hat Magdalena Schaffrin (Green Showroom, Ethical Fashion Show) die Koordination der Aktionen übernommen und bittet alle, die etwas machen wollen, sie per Mail darüber zu informieren, damit sie die Aktionen auch auf der Kampagnen-Website eintragen kann. Ihr erreicht Magdalena unter fashionrevolution@magdalenaschaffrin.com
Zudem gibt es bereits eine Facebook-Gruppe für den gegenseitigen Austausch.

Ich bin ja total begeistert von der Idee, werd euch an dem Tag jedoch wahrscheinlich ein Inside-Out-Foto aus irgendeinem Nationalpark in Utah oder Arizona schicken. Aber ich würd mich total freuen, wenn ein paar österreichische Modefans ein Zeichen setzen wollen!

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Ich weiß, es sind automatisierte Werbebanner, und die zeigen dir genau das, was du dir kürzlich angeschaut hast (auf die Tour haben mich mal Sandalen wochenlang verfolgt), und ich hab mir die Overlock auf der Hoferseite angeschaut vor ein paar Wochen. Aber die Positionierung des dieswöchigen Angebotes auf einer Seite, die sich nur mit Eco Fashion beschäftigt, ist dann doch ein gröberes Hoppala, oder? Zynisch, aber ich musste grinsen.

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Stadtgrün in meiner liebsten Ecke von Hamburg

Und dann, dann war ich in der gleichen Straße noch im Stadtgrün. Kleiner Laden, den man leicht übersehen kann, aber innendrinnen: Hui! Nur ich musste ziemlich lachen. Ich dachte, ich würde dort auf tolle deutsche Labels wie etwa Hypnosis oder KnowMe treffen – und was sah ich? Anukoo, Zerum, Better B. Good, Göttin des Glücks. Alles österreichische Marken, gemischt mit ein paar deuschen wie meinen lieben lieben süßen persönlich vermissten WearPositives oder den Karma Chakhs… Als ich die Verkäuferin drauf anredete, meinte sie nur: „Ja, ich war letztens auf der WearFair, da hab ich sooo viele tolle Marken gefunden!“ Zihi! Ich hab nicht gesagt, wer ich bin, das wär mir blöd vorgekommen – ganz und gar nicht blöd war dafür die Isa. Die hat sich nämlich ohne mein Zutun das Cape von WearPositive gekauft 🙂 Toller kleiner Laden, schöne Auswahl, und wenn man schon mal in der Marktstraße bei Glore ist, kann man dort auch gleich vorbeischauen, ist nicht weit!

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Und besonders fein: Ich liebe die Gegend, wo das Stadtgrün ist. Denn genau dort gibts Samstags Flohmarkt. Herrlich. Was soll ich sagen. Sessel, Vintage, Türkis. Ich war verliebt.

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Hamburg, meine ökofaire Perle

Hab ich ja ganz vergessen! Ich war ja in zwei ökofairen Läden in Hamburg!

Aaalso. Erstens mal das von Kirsten Brodde wärmstens empfohlene Glore. Und es hält wirklich viele seiner Versprechen – man kommt rein, und es ist erstens so richtig bunt – was ja regelmäßig für Ökomodeneuanfänger eine Überraschung ist, ach, so bunt, gar keine langweiligen Jutesackfarben! Sehr sehr fein!

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Und zweitens: Jeans, ein riesiges Regal vom Boden bis zur Decke, alles Jeans. Was wiederum für Ökomodeninsider etwas Feines ist, wenn man weiß, mit wievielen ökologisch und sozial kritischen Nebenwirkungen konventionelle Jeans daherkommen.

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Drittens: Ökoschuhe! Die (größtenteils) nicht danach ausschauen!

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Und dann auch noch das hier: Eine Herrenabteilung, fast größer als die Frauenabteilung!

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Kurz: Schön! Empfehlung! Zwei Daumen hoch! 🙂 Überhaupt, die Marktstraße, die ist super. Mehr übermorgen.

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Bundeseigentum? Mein Eigentum!

Vor eineinhalb Jahren hab ich ihn das erste Mal gepostet, den Mantel. Aber irgendwie wollt oder konnt ich ihn mir dann doch nie leisten. Bewundert hab ich mich drin. In Versuchung im shoppingfreien Jahr war ich. Das Atelier der beiden DesignerInnen besucht hab ich. Dem Liebsten eine Jacke von denen geschenkt hab ich. Und gestern war es so weit: Ich habe ihn abgeholt, meinen ganzganz eigenen km/a-Mantel.

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Endlich zuhause. Verpackt in eine wunderbare Einkaufstasche, ich vermute, aus italienischer Fallschirmbaumwolle…

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… von Michael selbst gefärbt und mir mit den Worten „Der weiße Fleck, das ist der Korken vom Silvestersekt“ übergeben.

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Da hängt er, in seiner vollen Pracht. Grünlichbraun, hinten ganz schön lange (halbes Wadl! Saucool!), vorne knielang, und wenden kann ich ihn auch. Hach…

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Die Rückansicht in ihrer vollen Pracht. Ich trage ab jetzt Bundeseigentum.

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🙂

Wahnsinn. DAS ist ein Neu-Gefühl, ein unglaubliches. Eineinhalb Jahre „soooooooooooooooooo schön“ und jetzt in meinem Schrank. Zwei Haken:

1) Den Rest der Woche hats zweistellige Plusgrade, der Mantel ist warm genug, um bei zweistelligen Minusgrade gemütlich durch die Stadt zu schlendern…

2) Er ist ein bissl zu groß geworden, aber: Ich mag ihn grad nicht wieder hergeben. Diese Saison wird er eben in zu groß ausgeführt, danach kommt er wieder ins Atelier und wird etwas verschmälert. Und: besser zu groß als zu klein, puh!

Wahnsinn. Ich hab einen km/a-Mantel. Tollstes Weihnachtsgeschenk…. nein, nicht ever. Die Weihnachtsgeschenke vom Liebsten sind nämlich immer toll.

Ich hab einen km/a-Mantel. Noch dazu einen ganz für mich gemachten. Danke!

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Fafafafa….Orfafa!

Na, wer checkt den Titel? Erster Hinweis: Ein Song der besten Band der Welt. Zweiter Hinweis: Ein neues Internetportal zu biofairer Mode. Beide stehen in keinem Kausalzusammenhang. Im Gegenteil.

ORganic FAir FAshion (naaa? klingelts?) soll sich ganz und gar nicht fafafapissen. Orfafa ist nämlich seeehr super: Eine Mode-Community für Fair Fashion. Und die haben echt an alles gedacht, Respekt. Es gibt ein Magazin, in dem auf aktuelle Themen eingegangen wird- vom „Problemkind Jeans“ bis zu grünem Shopping in New York. Dann gibt es das Herzstück der Website, den Fashion Finder. Die Mode der diversen ökofairen Labels wird gezeigt – und an diesem Herzstück erfreut auch etwas mein Herzelein ganz besonders: Die Zahl 7883. Das ist nämlich die aktuelle Gesamtzahl aller dargestellten Modelle. Fast achttausend! verschiedene! Teile, die ökofair produziert wurden. Leute, echt jetzt, die Nischen-Randgruppen-Ökoschlapfen-Jutesackoptik-Vorurteilen kann man jetzt echt bald endgültig begraben.

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Damit man auch fein herumspielen kann, können grüne Fashionistas sich einloggen, Wunschlisten und Merkzettel anlegen, sich direkt in die jeweiligen Webshops klicken, einfach eine lustige, grüne Modewiese. Schön! Mich machen solche Entwicklungen einfach so glücklich – ein so feines Gegengewicht zu Textilschwede, irischer Superbilligmarke und den bunten Spanier… es geht auch anders! Und das auch noch in stylish!

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Wiener Modestile

Vor kurzem bin ich über einen wunnnnnnnddeeerschönen Link gestolpert, den ich euch natürlich nicht vorenthalten will: Ein nichtwienerischer Fotograf, der sich die Wiener Modedesign-Szene angeschaut hat. Und sie fotografiert hat (logisch). Herausgekommen ist ein wirklich feiner Bildband, der mich persönlich beim Durchklicken total glücklich gemacht hat. Warum? Weil er zeigt, in wievielen Ecken und Winkeln meiner heißgeliebten Stadt es modisch und textiltechnisch flimmert und flirrt und sich bewegt und yey!

So. Schön. Klick aus Bild -> ab zum Fotoband.

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Ein tierischer Einkaufsratgeber

Was war ich beeindruckt letzte Woche. Ich selbst recherchiere ja gerade an einem halbwegs kompletten Einkaufsguide für Österreich (und brauche dabei eure Hilfe, bittebitte!), und habe mir dabei auch Inspiration (und Adressen 🙂 ) aus einem kleinen Büchlein geholt, das mir eine ORF-Redakteurin letztens in die Hand gedrückt hat. Das Büchlein lag wochenlang neben dem Laptop und starrte mich fast schon vorwurfsvoll an, wann ich es denn endlich hier am Blog vorstellen und rezensieren würde. So lang, dass sie schon nachfragte, die liebe Redakteurin.  Und ich habs immer vor mir hergeschoben.

Doch jetzt, wo ich selbst recherchieren musste, ist mir das kleine Teil zur Adress-Bibel geworden:

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Gemacht ist es von animal.fair.  Und was ich ganz besonders loben muss: Das Ding kommt nicht in der im Tierschutz gar nicht so seltenen „Alle Fleischesser sind Mörder!“-Tonart daher. Klare Aussagen, ausführliche Beschreibungen und gute Erklärungen der Hintergründe überwiegen.

Großes, großes Lob. Danke für den Guide, der für ganz Österreich recherchiert wurde! Wenn man aufs Bild klickt, landet man direkt bei der Bestellmöglichkeit!

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Prachtstücke für untendrunter

Gut, die Serie auf RTL ist fertig. Mein Fazit: Inhaltlich super, keine Frage, aber sehr auf RTL aufgezogen. Spannungsmusik, Cliffhanger, die keine waren, usw. Dennoch, es war schön, dabei zuzuschauen, wie sich die Mitarbeiter zum Team entwickelten. Und jetzt (gut, das ganze wurde vor einem Jahr gedreht) sind die Teile fertig. Ich warte ja immer noch sehnsüchtig auf die BHs, aber was da jetzt so im Shop ist, lässt sich schon ganz gut an, find ich (ich oute mich hiermit als Lieber-Baumwolle-als-Spitzenträgerin).

Alle Fotos sind (c) Manomama.de, HIER geht es in den Webstore für Frauen, und HIER in den für Männer.

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Ein göttlicher Spaß

Die Göttin hatte geladen. Die Göttin des Glücks nämlich. Zum Private Shopping. Für große Größen. In fair produziert, mit GOTS-zertifizierten Stoffen. Gestern Abend. Ich muss zugeben, dieser Beitrag entsteht gerade nicht unter den üblichen Umständen. Deshalb:

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Und deshalb. Also wegen denen da. Himmelnochmal! Höflicher, Nunu! Aufgrund dieser zauberhaften Menschen: Weiterlesen

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