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Ich hab die Fashion Week nicht vergessen

…nur verdrängt.

Worüber ich in den vergangenen Tagen gar nicht berichtet hab, war die Fashion Week in Berlin. Warum? Erstens, weil voller Fokus auf den neuen Job herrschte, zweitens, weil ich mir nicht erlaubt hab, daran zu denken. Weil ich da SO. UNBEDINGT. MAL. HIN. WILL. RUFZEICHEN!!!!!

Echt, unbedingt. Ich würd gern zur Ethical Fashion Show, in den Green Showroom, überall hin, wo es auf der Fashion Week grün und fair zugeht (und auch den Besuch der Innatex, die nächste Woche stattfindet, hab ich noch nicht aufgegeben, so im Allgemeinen – jetzt nicht die Woche, sondern eine der nächsten Messen).

Irgendwann schaff ich das, irgendwann krieg ich Eintritte dort und fahre rauf und geb mir eine Woche lang den fairen Modekick. Herrlich wird das.

In der Zwischenzeit tröste ich mich mit diesen Fotos, und dem einen oder anderen Bericht. Auf Facebook gibts auch eine feine Seite der Ethical Fashion Show

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Vielleicht schaff ichs ja im Sommer….. *seufz*

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Vom Habenwollen

Ach ja, das Habenwollen ist ein Hund! Vor der offiziellen Buchpräsentation war ich gemeinsam mit Vea Kaiser, die dankenswerterweise ja moderiert hat, auf fairer Shoppingtour durch Neubau. Also sie hat geshoppt, ich hab nur Läden hergezeigt. Nur in einem Laden, einem meiner neuerkorenen Lieblingsläden, hab ich geschwächelt und ein Kleid anprobiert. Genialer Schnitt, auf drei Arten tragbar, genäht aus alten Herrenhemden. Grandios, das Ding. Aber nein, ich brauchs nicht, ich habs mir nicht gekauft.

Doch es hat mich nicht losgelassen, das Ding. Gedanklich. Vorgestern hingefahren, und mir gedacht: Ich kauf mir das jetzt. Ich brech meine eigenen Regeln. Ich tue es. Echt jetzt. Voll ehrlich. Vollgas.

Dort gewesen: Verkauft wars.

Und ich? Nicht die Bohne enttäuscht! Sondern erleichtert! Ich habe geschwächelt, doch wurde am Schwachwerden gehindert, weil mir eine Frau mit gutem Geschmack das Ding vor der Nase weggekauft hat 🙂

Warum ich das schreib? Erstens: Immer authentisch und ehrlich bleiben, Nunu! Ist hier am Blog mein Anspruch Nr.1. Zweitens: Diese Episode hat mich – absurderweise – in meinen eigenen Regeln nochmal bestätigt. Ich war knapp davor, aber so sehr wie vorgestern in dem Laden sind mir die Schuppen echt schon lang nicht mehr von den Augen gefallen: Es gibt sooooooooooo viel Verführung, auch im ökofairen Bereich. Und ich könnte locker einfach umschwenken und mein Shoppingverhalten von früher halt auf faire Produkte umlegen. Nur das wär in etwa so sinnvoll wie ein Loch im Knie. Die Verführung hört nicht auf, und ich bin nicht von Saulus zu Paulus in Sachen Konsumentsagen geworden. Aber früher hätt ich mich extremst geärgert, dass das Kleid weg ist. Heute nimmer. Erleichterung auf allen Ebenen.

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Das doppelte Weihnachtsgeschenk

Ich hab ja noch gar nicht geschrieben, was ich zu Weihnachten bekommen hab. Und was ich verschenkt hab. Die Antwort ist praktisch: Das Gleiche. Der Liebste und ich haben uns gegenseitig einen Gutschein für einen Mantel von km/a geschenkt. Für mich wars klar, weil er jetzt schon eine ganze Weile nach einem warmen Wintermantel gesucht hat und ihm die Mäntel von km/a auch gut gefallen haben.

Und ich, ich wünsch mir so ein Teil sowieso schon seit langem, aber habe mich aus „brauch ich nicht“-Gründen nicht dazu durchringen können. Der Wunsch war sehr intensiv, aber der Gedanke: Nein, ich hab noch genug passende warme Jacken, die mir auch gefallen! – der war immer stärker.

Aber der Oberschmäh: Wir hatten das nicht abgesprochen. Und beschenkten uns an unterschiedlichen Tagen. Weil das ist so, Paare werden das kennen: 24. bei der Schwimu, 25. bei meinen Eltern – oder umgekehrt. Seit Jahren. Der Deal war: Ein Geschenk wird aufgehoben für den zweiten Tag. Blöderweise hob der Liebste sich ausgerechnet den Mantelgutschein fürn 25. auch. Ich nicht. Und konnte sein eingeschlafenes Gesicht, als er seinen Gutschein auspackte, irgendwie nicht deuten. Am nächsten Tag wars dann klar. Und mein Gesicht eingeschlafen.

Gestern wars dann so weit. Ab zu Michael (und Katha) ins Atelier. Ich war schon mal dort, es ist mein persönliches Kleider-Paradies auf Erden, und danach weiter ins Combinat, weil dort noch andere Größen herumhingen.

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Ein bissl einen Beigeschmack hat der Mantel schon: Ein Teil, das ich nicht brauche, und noch dazu war da ja erst vor wenigen Tagen das neue Kleid. Wobei, dafür kann ich nix, das war unaufgefordert geschenkt 🙂 Und diesen Mantel… hach, er ist ein Traum….den hab ich mir wirklich sehr gewünscht. Der Liebste suchte sich eine Jacke aus, bei mir wird es ein Mantel. Allerdings konnte ich mich farblich nicht entscheiden. Mal schauen, was der liebe Michael noch so aus dem Lager hervorzaubert…. I´ll keep u posted!

 

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Unterhosen im TV

Ab Montag muss ich regelmäßig RTL schauen. Ja, RTL. Warum? Weil Sina Trinkwalder ihre eigene Serie bekommen hat. Ich bin sooooooooooo neugierig. Mit Langzeitarbeitslosen wird Unterwäsche genäht. Eine Kollektion, die zu 100 Prozent in Deutschland gefertigt wurde – und bei der jeder auch fair bezahlt wird. Erstens freu ich mich auf die Fernsehabende (immer Montags, 21.15h), zweitens freu ich mich auf die Kollektion. Hab Sina schon persönlich angekündigt: Wenn sie BHs ohne Körbchen und aus Baumwolle in meiner Größe machen, ich kauf sie ihnen körbeweise ab (ok, zu ihr könnte ich unter Umständen in meiner Motivation sogar „lasterweise“ gesagt haben …). Faire Unterwäsche ist echt. nicht. einfach. Es gibt zwar die Pants to Poverty, aber die find ich in ihren Quietschfarben optisch eher aua, und die dicken Gummizüge sind auch nicht so meins, aber ansonsten….. meh. Umso neugieriger bin ich auf die Kollektion.

Versprechen tu ich mir viel davon. Warum? Weils bei manomama einfach schlaue Ideen gibt. Beispielsweise dieses Kleid. Ich zitiere Frau Trinkwalder: „Das erste 100% ökologische Etuikleid, keine Vliese, kein Geklebe. Und änderungsfreundlich (kann ne Größe kleiner & größer gemacht werden dank Tricky Schnitt). So hat man länger was vom Kleid, wenngleich die Waage in Bewegung ist.“ Das Kleid gibts ab Februar im Webshop. In dem es auch jetzt schon ein paar lässige Sachen gibt, alle fair und öko und mitten in Augsburg produziert.

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Klick aufs Bild: Ab zu Manomama.de mit euch 😉

 

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Eine „kleine Aufmerksamkeit“

Also ich muss jetzt mal was feststellen: Liebe faire DesignerInnen, wenn ich ein Kleid oder sonst ein Teil poste, das ich superschön find, dann tu ich das, weil ich der Welt zeigen will, wie cool und stylish faire Mode inzwischen sein kann. Und nicht, um es von euch geschenkt zu bekommen!Was jetzt absolut nicht heißt, dass ich mir gestern nicht einen Haxen ausgefreut hab. Es war echt unfassbar.

Also. Die ganze Geschichte. Treue LeserInnen werden sich an diesen Beitrag erinnern können, als ich mich freute, dass ausgerechnet das Kleid, das mir auf einer Hochzeit am besten gefiel (und dem Liebsten gleich nach meinem Kleid noch dazu, was war ich stolz auf ihn!), ökologisch und sozial verträglich produziert wurde. Und der Zipp erst! Soo cool!

Was dann passierte, war ein bissl wie im Film. Weiterlesen

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Hypnose und Video

Sooodale, der erste Weihnachtswahnsinn ist vorbei (und ich bin eine Kuh, aber dazu ein anderes Mal… war keiner meiner großen Momente), und ich komm grad beim gemütlichen Surfen im Netz drauf, dass ich was vergessen hab! Ich hab dem Herren Markus von Greenality nämlich mal versprochen, das da zu posten:

Und jeeetzt grad passts noch, ich gratulier ihnen zum gelungenen Video! Greenality, das sind übrigens die, die folgendermaßen auf der WearFair für ihren Stand geworben haben:

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Nein, jetzt ernsthaft, Greenality sind ziemlich lässig. Haben durch und durch faire Streetwear (und bio!), und vor allem hab ich das Gefühl, die haben immer gute Laune. Eine Marke, bei der ich immer grinsen muss – und denen ich ganz viel Erfolg 2014 wünsch, noch viel mehr als bisher!

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Scheinheilig im Niederdörfli

Heute hab ich mir selbst mal wieder meine eigene Scheinheiligkeit in Gesicht gerieben. Vor – ogottogottogott – über zehn Jahren habe ich in Zürich studiert. Zehn Jahre. Heilige Scheiße, fühl ich mich grad alt. Aber egal.

Heute also war ich in Zürich. Hatte nach Ankunft am Bahnhof etwas Zeit und beschloss, zu Fuß zu meiner Verabredung weit hinten im Seefeld zu gehen, durchs Niederdörfli. Für Zürich-nicht-Kenner: Das Niederdörfli (und das Oberdörfli, um ganz korrekt zu sein) ist die Altstadt von Zürich. Kleine, enge, teilweise recht steile Gassen, Kopfsteinpflaster, Fußgängerzone. Und ein Geschäft neben dem anderen. Auch hier haben bekannte Marken wie Vero Moda oder Desigual mit eigenen Stores Einzug gehalten, auch Liebeskind leistet sich eine Filiale. Kleine Boutiquen, die keinen großen Handelsketten angehörten, sind spürbar weniger geworden (wenn auch immer noch da, was viel Charme ausmacht).

Beim Durchspazieren war ich erschrocken. „So viele neue Fetzenläden! Die gabs damals noch nicht, jedenfalls noch nicht soooo viele!“, dachte ich. Früher waren da zwar auch schon viele Modeläden, aber es sind in den letzten Jahren sicher signifikant mehr geworden (mein heißgeliebtes Musik-Second-Hand-Geschäft gibts noch, aber leider wars geschlossen)…

Am „Ende“ des Dörflis musste ich mich dann selbst kurz schimpfen. Noch vor drei Jahren, als ich das letzte Mal da war, war der Gang durchs Niederdörfli noch massiv verführerisch für mich. Und ich hätte mich gefreut über die neuen Filialen. So schauts nämlich aus. Ich brauch da jetzt gar nicht so scheinheilig auf „Ogott, der böse böse Konsum“ tun, ich kenn das ja nur zu gut, dieses Gefühl des Bummelns und sich-einlullen-Lassens von  bunten Auslagen und Angebotsständern.

Ich versuch, mich selbst nicht allzu ernst zu nehmen. Ich hab ein Jahr nix gekauft, das ist jetzt keine Wahnsinnsleistung, aber ich hab viel draus gelernt – und das hat viel Spaß gemacht. Bitte, nehmts mich auch nicht immer zu ernst, wenn ich einen auf Konsummoralapostel mache – ich kanns wirklich gut nachempfinden, wenn man nicht von jetzt auf gleich das Einkaufsverhalten umstellen kann (ich hab ja auch ein Jahr Auszeit dazwischen gebraucht und mich so quasi selbst ins Leo gestellt), die Verführungen lauern schließlich überall. Also Moment, ernstnehmen darf man meine Konsumkritik schon, aber bitte immer im Hinterkopf haben: „Die kennt auch die andere Seite.“

Apropos Verführungen, ich werde jetzt mal geschwätzig (wenn das mal keine schöne Überleitung zur neuesten Buchkritik ist): Für die Heimfahrt Richtung Lieblingsfamilie (etwa eine Stunde) hatte ich aufs Lesematerial vergessen. Und mir im Buchladen am Bahnhof ein Buch gekauft, den letzten Glattauer nämlich. Gut, ist mir schon klar, der ist Österreicher, das Buch wird wohl in Österreich spielen. Aber dass das Geschäft der Hauptperson anscheinend bei mir um die Ecke angesiedelt ist und ich haargenau weiß, welches er mit dem (namentlich entfremdeten) Cafe in der Märzsstraße meint, das war dann doch wieder sehr lustig, so mitten im Zug in der Schweiz…

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Eine Fashionbloggerin denkt um

Ich bin gerade begeistert, aber sowas von! Darf ich euch Madeleine vorstellen? Madeleine ist sehr erfolgreiche Bloggerin, macht Wahnsinnsfotos und hat einen dieser Fashion- und Lifestyleblogs, die einem Hochglanzmagazin um nix nachstehen. Ergo: Einer dieser Blogs, die ich mit gespaltenen Ansichten betrachte – einerseits wow, schön, hübsch, Fashion, Style! – andererseits bin ich oft traurig, weil genau solche Blogs wie ihrer dieses Fast-Fashion-Dasein auch noch verstärken, und wie.

Madeleine selbst hab ich bisher zweimal „live“ erlebt, beide Male nicht wirklich geredet mit ihr, und aus der Ferne erschien sie mir – bitte um Entschuldigung – wie ein etwas oberflächliche Modepüppchen, aber hey, absolut perfekt gestyled, da gabs gar nix….

Doch jetzt hat das elfte Gebot bei mir mal wieder zugeschlagen: Du sollst dich nicht täuschen. Madeleine hat kürzlich folgendes auf ihrem Blog gepostet:

ein jahr ist es nun her, dass ich meinen 3-monatigen shop stop abgehalten habe. nach nur 2 monaten, bin ich schwach geworden und habe mir etwas gekauft. nun, fast ein jahr später ist einiges passiert. abgesehen davon, dass ich ZU VIEL besitze, haben viele berichte, diese oder diese sendung, immer wieder fragen aufgeworfen: wo wird meine kleidung produziert? wer produziert sie zu welchen konditionen? woher kommt das leder für meine schuhe? wie sterben diese tiere?

google analytics sagt mir heute, dass dariadaria im letzten monat 182.778 klicks verzeichnet hat. 182.778 klicks, die die modeindustrie, vorallem firmen wie zara und H&M unterstützen. einen blick in meinen kleiderschrank: made in china, made in bangladesh, made in turkey usw. usf. von allen meinen sachen, und ich habe wirklich alle unter die lupe genommen, waren nur vier stück „made in USA“ und ein paar wenige vintage teile made in italy oder made in austria. auf vielen etiketten steht ebenso „made in portugal“ – aber wusstet ihr, dass ein shirt ebenso in bangladesh hergestellt und die knöpfe in portugal angebracht werden können, damit dieses etikett angebracht werden darf?

lederprodukte waren für mich immer zeichen von qualität. ich bevorzugte eine leder- einer plastiktasche. doch wusstet ihr, wie viele lederprodukte hergestellt werden? in bangladesh werden kühe aus indien „verarbeitet“, die einen langen transportweg hinter sich haben, denen chilli in die augen gerieben wird, die brutal erschlagen und zu unseren handtaschen verarbeitet werden. beim gerben sind die wässer mit chrom verseucht, in welchem die arbeiter barfuß stehen und welches so auch in’s leder und so auf unsere haut gerät. ich hätte nie gedacht, dass meine lederschuhe einmal für krebs verantwortlich sein könnten. und ich würde es mir nie verzeihen, einem kind lederschuhe anzuziehen, die in gift getränkt worden sind. mader, die in china zuhauf gezüchtet werden, um letztendlich auf unseren pelzkrägen zu landen. brutal erschlagen, oft bei lebendigem leib gehäutet. alles, wegen unserer nachfrage. ich habe keinen hund, aber ich würde nicht wollen, dass er auf diese art und weise lebt und stirbt. es wird mir übel, wenn blogger beginnen davon zu sprechen, sie würden sich jetzt vegan ernähren, das sei besser für die umwelt und dann billigen chinapelz tragen und 10€ hosen von h&m posten. bevor ich auf ein ei von einem glücklichen huhn verzichte, verzichte ich lieber auf mode.

ich möchte mich übergeben. über alle meine kleidungsstücke, die ich kaufe, im vollen bewußtsein wie diese produziert werden. meine 6€ schlafshirts von H&M: produziert in bangladesh, wo letztes jahr erst ein gebäude einstürzte, weil die dort ansässigen firmen (zB. mango, benetton oder primark) weitere stockwerke anbauten. firmen, die den hinterbliebenen familien bis zum heutigen tage keinen cent zurückgezahlt haben. noch übler wird mir, wenn ich bedenke, dass ich diese firmen und ihre ethik unterstütze. ich würde hier niemals kinderprostitution oder menschenhandel promoten, wieso also diese arbeitsbedingungen?

ich habe bereits die hälfte meines kleiderschranks aussortiert und werde diese sachen einem obdachlosenheim zukommen lassen. für mich hat kein neuer stop shop begonnen, sondern ein bewussteres shopping verhalten. ich werde weniger und bei den richtigen labels kaufen. ihr werdet natürlich noch teile von h&m, zara und forever21 sehen, könnt euch aber sicher sein, dass dies restbestände sind, die ich noch behalte, bis sie durch faire kleidung ersetzt worden sind. im bereich „fair fashion“ im blogmenü sammle ich links zu labels, die fair und/oder organic produzieren und habe mir heute den ersten pulli von grüne erde zugelegt, den ihr auch am bild seht. seht euch diesen beitrag an und denkt nach, wie ihr euer leben gestalten wollt. meines muss sich ändern, sofort.

Ich bin gerade wirklich sowas von begeistert!!!!! Danke, liebe Madeleine – du sitzt an einem einflussreichen Hebel – und du nutzt ihn!!! SUPER!!!! Weiter so, und vielen, vielen Dank!

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Gekauftes Glück?

So, bevor ich jetzt im Eiltempo packen muss – ich fahr für fast eine Woche weg und ich haaaaasssee Packen für einen solchen Zeitraum, noch dazu im Winter, da geht sichs mitm Handgepäckskoffer einfach definitiv nicht aus – kurz noch ein Update. Ich war heut shoppen (und alle so: „Waaaaaas? Du? Shoppen?“).

Bei der Laura.

Die Laura, das ist nämlich die Frau Ebenberg.

Abgesehen von der Tatsache, dass die Laura eine unglaublich coole Frau ist, hat sie wirklich tolle Stücke, dabei auch grandiose Basics, von Armed Angels, Slowmo und wie sie alle heißen. Ich hab nämlich was gebraucht. Ich hab ja diesen selbstgenähten Rock, und meine geliebten, im Buch ebenfalls vorkommenden braunen Stiefel (die der Markus bestellt hat, an dieser Stelle hochoffiziell nochmal: DANKE, MARKUS!! 😉 ). Nur oben, da hab ich in dazupassend nur noch langsam wirklich sehr durchlöcherte und zerschlissene Textilschwedenshirts. Die ich zwar immer noch untendrunter anziehe – aber ich muss ja bitte demnächst ins Fernsehen.

Darum bin ich seit heute stolze Besitzerin eines Armed-Angels-Teils:

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Übrigens super, dass ich nach sechs Jahren in meiner Wohnung und nach zwei Jahren Bloggen draufkomm, wo ich die Teile am besten abfotografieren kann… Meet my Badezimmertür!

Aaaber: Ich war auch stark. So nebenbei lag am Ausverkaufsstapel um den halben Preis ein ziemlich netter Pullover. Der da nämlich. In einer mir passenden Größe. Anprobiert hab ich ihn. Gepasst hat er auch. 40 Euro hätten jetzt auch nicht sooooo weh getan (wobei, 40 Euro haben oder nicht haben macht auch einen Unterschied – nur sieht Laura das wahrscheinlich genauso 🙂 ). Aber ich war stark. Die Liebe auf den ersten Blick war nicht groß genug, um zuzuschlagen. Es war mehr so ein kleiner Flirt an der Bar, aber diese Flirts wollt ich auch nie mit nachhause nehmen, genauso also auch den Pulli nicht. Vor der Auszeit hätt ich wahrscheinlich nur gedacht: „Yey! Meine Farbe! Ausverkauf! Halber Preis! Mitnehmen! Kaufen!“ Meine drei eisernen Kaufregeln (Gefällt mir das wirklich, brauch ich das wirklich, passt mir das wirklich) sind langsam wirklich in Fleisch und Blut übergegangen! Ich wünsch dem Pulli eine stolze Besitzerin, die ihn oft und gern trägt!

Als es ans Zahlen ging, drückte mir Laura noch eine Karte in die Hand, lachend: „Schau, zu wem könnte das wohl besser passen!“ Gnaaagnaagnaa 🙂

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Aber ernsthaft jetzt: Laura und das Ebenberg sind toll – ein wunzikleiner Laden (aber in genialer Lage gleich am Anfang der Neubaugasse!), superschöne Stücke, und immer nette Gespräche! Sehr empfehlenswert!

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Der Beweis: Ökomode ist ganz weit vorne!!!

Fein wars gestern! Eine wirklich lustige, angenehme Hochzeit von zwei Freunden, die sowas von zusammengehören wie kaum ein anderes Paar, das ich kenne. Nette Leute, gute Stimmung, alles sehr entspannt. Ich im sehr entspannten, weil weiten und daher buffetfreundlichen Kleid, und immer wieder am Anschauen der anderen Kleider. Ich kann halt nicht anders, ich muss mir immer anschaun, was die anderen anhaben.

Der Liebste kennt das schon. Und meinte unvermittelt: „Das da, das gefällt dir sicher.“

Volltreffer, und wie. Von hinten besser als von vorne, aber hey, fantastisch war das Kleid. Was ich natürlich der jenigen, mir unbekannten Freundin des Brautpaares auch mitteilen musste. Ich fragte sie, wo es her ist – für mich wirklich das schönste Kleid der Hochzeit, es sah einfach toll aus an ihr. Sie: „Das ist bio und fairtrade! Von Know Me! Bestellt hab ichs im Avocado Store, ein Freund hats mir dann aus Deutschland mitgebracht!“

Für mich ein klarer Beweis: Das Vorurteil, Biomode sei gääähn und leicht erkennbar und fad, wurde hiermit aber sowas von widerlegt. Ein Kleid, das an der Frau unglaublich cool aussah, mitten unter zig anderen (natürlich auch sehr schönen) Kleidern. Und ausgerechnet das ist Bio und Fairtrade. Herrlich! Meinen zufriedenen Grinser aufgrund dieser so feinen Bestätigung konnte ich echt noch einige Zeit nicht ablegen 🙂

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Auf dem Foto sieht es bei weitem nicht so toll aus wie in Wirklichkeit. Ich kanns nicht erklären – das Foto ist in der Vorderansicht fast etwas enttäuschend. In Wirklichkeit jedoch passte es einfach fantastisch.

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Und DIESE RÜckansicht find ich einfach nur genial!

 

 

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