Archiv des Autors: nunette

Breaking News: Der Textilschwede spricht zu mir!

Gestern Abend war ein WOW-Moment. Ein echter. Weiterlesen

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„Mitm Kopf am Tisch“- oder – Der Nachhaltiger-keits-bericht vom Textilschweden

Die Kollegen im Büro müssen die letzten zwei Tage Spaß mit mir gehabt haben. Warum? Weil ich mir den Nachhaltigkeitsbericht vom Textilschweden zu Gemüt geführt hab. Und alle paar Minuten leicht verzweifelte Laute von mir gegeben habe. Ich versuch jetzt mal chronologisch meine diversen Gründe für kurzes Aufquietschen, mit der Faust am Tisch hauen, längeres Aufjaulen („Nuuueeeiiinn, das bringen die jetzt nicht ernsthaft!“) oder gleich mit dem Schädel gen Tischfläche steuern – all das in den letzten zwei Tagen im Büro hingelegt, der Sebi und die Mel sind meine Zeugen. Entweder die werden Jahr für Jahr dreister in ihren Berichten, oder ich einfach strenger und kritischer. Achtung, langer Beitrag.

Also. Weiterlesen

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„A Latzhosen is no ka Geschäftsmodell“

Wenn ichs mir so durchüberleg, ist es eigentlich irre, wie viele wirklich coole und tolle Menschen ich über diesen Blog kennengelernt habe. Manche davon sind zu echten Freunden geworden, manche sind einfach Leute, die zwar nicht zum engsten Freundeskreis zählen, aber die ich einfach mag. Zu denen gehören auch Andi und Cri, die mochte ich wirklich vom ersten Moment an. Unvergesslich dieser fulminante Lachanfall aufgrund einer etwas interessant gefütterten Tasche von Cri und mir. Es flossen Tränen und ich hab die Sonnenfinsternis verpasst vor lauter Losprusten. Der Andi und der Cri, die kommen aus Steyr. Dort muss ein Nest sein an lässigen Leuten. Echt, sowohl aus Steyr als auch aus Enns kenn ich wirklich ausnahmslos nur leiwande Leute, inklusive meines Englischlehrers aus der Schule und meiner ehemaligen Mitbewohnerin, deren Mädelsfreundeskreis als „Die Ennser Mädels“ in Wien schon einige Bekanntheit genießt. Aber ich schweif ab. Also. Andi und Cri. Und Mavienna.

Wie schon vor ein paar Wochen beim Lieblingsbrand helf ich denen jetzt beim Geld aufstellen. Bei Lieblingsbrand hat das übrigens fulminant funktioniert, die sind ausfinanziert. Mavienna hat jetzt auch ein Crowdfunding für ihr Label gestartet: Kindermode made in Austria, nur aus ökologischen Materialien a la Tencel oder Biobaumwolle. Bin zwar kinderlos, find ich aber trotzdem gut.

HIER kann man Mavienna unterstützen. Selbst wenn ihr kinderlos seid, oder nicht aus Wien, völlig wurscht. Es ist nämlich schlicht und einfach so: Das sind zwei leiwande Kerle, die einfach MACHEN. Nicht nur davon reden (oder wie ich drüber schreiben), sondern machen. Das ist bewundernswert – und unterstützenswert. Im Laden in der Stumpergasse könnt ihr euch dann auch überzeugen: Es ist wirklich lustig und fein mit denen. Und so nebenbei auch noch öko und sozial und fair und überhaupt.

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Ich kleid milch ein

Am Wochenende, da war ich nähen. Ich war auch grillen und einer Schweizer Freundin faire Modeläden zeigen und bei der Vienna war ich auch, aber das ist jetzt nicht so rasend relevant. Aber heute, da war Nähkurs von Cloed („Klööd“. Ich hab auch lang gebraucht, bis ich wusste, wie mans ausspricht). Cloed ist die Frau hinter Milch, einem coolen Upcyclinglabel aus Wien. „Die mitn verkehrten Hosenkleidern“, nämlich. Und ein Milch-Kleid hat mir Upcycling-Fan in meiner Sammlung noch gefehlt. Leider krieg ich ihre Schnitte nicht übern Popsch, also dachte ich mir: Gut, nähst dir halt selbst eins, mit gaaaaaaaaaaaaanz viel breiterem Schnitt.

Gesagt, getan.

2015-04-12 11.43.21

Das ist Cloed. (c) Nunu Kaller

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Sie ist fett und wunderschön

Auf Facebook habe ich kürzlich einen Artikel über das XXL-Model Tess Holliday und andere Models abseits der Norm gepostet. Ich hab mir dazu auch immer wieder meine Gedanken gemacht. Also. Ich selbst bin bissl rundlich, kein Hungerhaken, aber ich fühl mich jetzt auch meistens nicht massiv dick. Mode wie etwa dieses One-Size-Zero-for-all von Brandy Melville kann mich unendlich aufregen. Weil es Frauen wie mir einredet, ich sei fettfettfett und unansehnlich und wäh. Weil es jungen Mädchen erklärt: Nur wenn du gertenschlank bist wie ein Sushistäbchen, bist du jemand. Bist du anziehend, hübsch, wasweiß ich.

Tess Holliday trägt Größe 50. Sie ist fast 20 Zentimeter kleiner als ich, wiegt aber fast 40 Kilo mehr. Ich darf also sagen: Sie ist dick. Weiterlesen

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Vom Selbermachen und blöden österreichischen Gesetzen

Ach wie nett, es gibt wieder einen neuen Selbstversuchsblog: Aylin traut sich etwas, was ich mir nie zutrauen würde: Ein Jahr lang nix neues kaufen, sondern das, was man neu haben will, nur selbst nähen. 

Meine Nähmaschine wird demnächst aus ihrem Winterschlaf geholt (ja ich weiß, das schreib ich schon länger, aber nach dem ganzen Chaos der vergangenen Monate hab ich einfach die Muße zum Nähen nicht gehabt), weil ich mir endlich mein eigenes Milch-Kleid nähen darf (ihr übrigens auch). Aylin näht einfach so drauflos. Ob Poncho, Shirt oder Kissen, man darf gespannt sein, was in diesem Jahr sonst noch so von ihr kommen wird.

Apropos Nähen, in Österreich ist das ja so eine Sache. Während in Deutschland eigentlich jede und jeder, der oder die gern näht, das auch per Dawanda oder ähnliches verkaufen kann, ist das Nähen in Österreich kein freies Gewerbe. Also genaugenommen das Kleidermachen. Ich find das ja arg, wenn ich jetzt in der Stimmung wäre, mal schnell drei Hosen zu nähen und die hier zu verkaufen, weil ich sie mir alle zu eng genäht hab aus lauter Optimismus, dann dürfte ich das eigentlich gar nicht (und außerdem wär ich ein fester Trottel, drei Hosen hintereinander zu eng zu nähen, eigentlich…).

Weil? Weiterlesen

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Ich mach jetzt was anderes

Genau. Was ganz anderes. Danach war mir schon seit einer Weile. Jetzt gehts schon wieder um den Kapitän. Den hab ich vor zehn Jahren kennengelernt und bin ihm permanent (mit knapp fünf Jahren Pause) in den Ohren gehangen, dass ich da auch mitmachen mag, wenn er von mirnomore erzählte. Und das tat er ausgiebig. Und wenn er es nicht tat, dann erzählte sein bester Freund, der Matl, davon. Jedesmal mit einem bissl entrückten Grinsen in den Augen. Seit kurzem kenne ich auch Amelie (die Fotografin), und die schwärmt auch ohne Ende. Und den Volki. Die Tamara. Der Thomas. Dieses selige Grinsen, das haben sie alle drauf, wenn sie von mirnomore erzählen.

Und jetzt wollte es der Zufall so, dass es geklappt hat, es ist ein Platz im Organisationsteam freigeworden. Mirnomore hat genau nullnixnadagarnix mit meinen Herzensthemen zu tun, liegt mir aber trotzdem sehr am Herzen, einfach, weil es ein wunderschönes Projekt ist. Das Video zeigt übrigens, woher Il Capitano seinen Namen bei mir hat, auch wenn er im Video anders heißt.

Diesen September werde ich zum ersten Mal mitfahren – und vorher und nachher versuchen, das Projekt noch bekannter zu machen. Ich werde unter anderem verantwortlich sein für die Facebookseite von mirnomore, wo wir regelmäßig berichten, was es Neues gibt, wie die Vorbereitungen laufen, und wer wir eigentlich sind. Ich freu mich über jede Person, die das hier liest und dann auf diesen Link und auf den kleinen „Gefällt mir“-Button rechts oben klickt. Dankeschön!

Ich hab übrigens jedes Mal, wenn ich das Video anschaue, das dumpfe Gefühl, dass diese Woche in Kroatien etwas mit mir machen wird. Und nicht nur mit mir, sondern auch mit all den Kindern. Friedensflotte mirno more ist nämlich das größte maritime sozialpädagogische Projekt der Welt. Das wird ein ganzer Schippel neuer Erfahrungen, die ich so noch nie hatte. Ich kanns kaum erwarten. Ich fürchte, danach werd ich auch immer selig grinsen, wenn ich von mirnomore erzähle.

Und segeln! Yay!

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Vom Konsumverhalten und herzlichen Menschen

Und ich war schon wieder auf Blog-Tauchstation. Mir  fallen alle naselang neue Themen ein, aber ich bin zu faul, mich hinzusetzen und einen Blogbeitrag draus zu stricken. Ich hab festgestellt, ich brauch mal ein bissl Abstand. Am Abend nicht noch schnell einen Beitrag reinklopfen, sondern auch mal nach einem Abend im Kino oder einer Ausstellung bei einem guten Buch versumpern und in andere Welten eintauchen (übrigens, toller, aber auch sehr trauriger Film, sogar für eine Cumberbitch wie mich: The Imitation Game). Nach einem wunderbaren Abend, an dem eine Freundin und ich höchst spontan gestern meinen Innenhof mit Gin Tonic „getauft“ haben (hoppala) und so nebenbei mal wieder die Welt revolutioniert haben, sumpere ich jetzt im Bett herum und hab mir vorgenommen, jetzt mal ein paar Beiträge zu schreiben, die ich schon länger vor mir her schieb.

Bei Hindi, die ich vor zwei Wochen kennenlernen durfte, fand ich einen Link zu einer Doku übers Einkaufen. Je länger ich diesen Blog betreibe, desto mehr interessiert mich dieses Thema des Konsumismus im Allgemeinen. Weiterlesen

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Etwas wissen und danach handeln: zwei Paar Schuh…

Schon ein paar Tage her, aber hier noch nicht präsentiert: Greenpeace Deutschland hat eine Studie unter Jugendlichen durchgeführt. Sie wollten wissen, wie das denn so ist mit den Teenies und der ökofairen Mode. Das Ergebnis: Bescheid über die schlechten Arbeits- und Umweltbedingungen in der konventionellen Modeproduktion wissen fast alle.

Yeah. Ich werte das bereits als großen Erfolg, das „spread the message“ hat also wirklich geholfen.

Aber danach wirds ein bissl traurig: Weiterlesen

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Ichkaufnix ist jetzt Modeblog für Männer

Es ist los gegangen mit der Fotografiererei. War eigentlich lustig. Der Kapitän hatte den Beitrag nämlich auch gelesen und sofort an die Amelie gedacht. Er stellte uns einander vor, und ich würd mal sagen, da war schnell gegenseitige Sympathie da. Und Solidarität. Im Sinne von: Wir solidarisierten uns für den kapitänschen Geschmack viel zu schnell. Dass wir nämlich IHN fotografieren würden, stand für uns zwei nach zirka drei Minuten fest. Nicht so ganz zu seiner Zufriedenheit – anfänglich. In den letzten Tagen vorm Shooting war ihm die Vorfreude dann doch anzumerken. Es ist nämlich nicht so, dass der auch nur irgendwie im Geringsten schüchtern wäre, der Kerl (es könnte eventuell sogar sein, dass ich ihn bereits öffentlich als geborene Rampensau bezeichnet hab).

Amelie machte einen tollen Job. Erstens hatten wir echt viel Spaß, und zweitens ist Amelie echt echt echt talentiert. Überzeugen davon kann man sich auf ihrem Blog. Amelie Chapalain ist übrigens professionelle Fotografin, die immer auf der Suche nach neuen Projekten ist. Derzeit ist sie auf der Suche nach abenteuerlustigen Mamas und Papas, die eine Hausgeburt planen und gerne eine Fotografin bei der Geburt dabei hätten. Die Emotionen in den Gesichtern, wenn man das eigene Baby zum ersten Mal sieht, sind nämlich sicher was ganz Besonderes, ich kann den Fotowunsch von Amelie also gut verstehen. Man erreicht sie übrigens ganz unkompliziert über amelie punkt chapalain ät gmx punkt at!

Aber jetzt, aaaaber jetzt, jetzt kommen die Fotos. Die Sachen sind (größtenteils) aus dem Green Ground, einem der beiden wirklich straighten und verdammt guten Green Fashion Stores in Wien. Der Kapitän war schwer motiviert, er war im Endeffekt so begeistert von den Sachen, dass er die rote Hose, das Rhinozeros-Shirt (für das ich zuerst ein grinsendes „blöde Kuh“ kassierte, als ich es ihm in die Umkleide hielt), ein weiteres Shirt und den Parka gleich mal kaufte.

Mich freut das gleich doppelt, weil: Immer wieder wurde ich in den vergangenen Jahren zu fairer Männermode gefragt. Und ja, es gibt ein weitaus geringeres Angebot als für Frauen. Aber bei Kathrin im Green Ground gibt es echt eine gute Auswahl! Ich war auf den Fotos ein bissl mehr so die Statistin, hab Sachen von ihr mit eigenen gemixt und hinter der Kamera Grimassen geschnitten.

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Bis auf die Kappe (Privatbesitz) ist alles, was er anhat, aus fairer und ökologischer Produktion. Inklusive Sonnenbrille. Jeans von Kuyichi, 99€ – weißes Hemd von Armed Angels, 79€, Parka von Armed Angels 199€ (gibts auch in einer weiblichen Version), Sonnenbrille 59 € – mit saucoolen Holzbügeln.

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