Aus einer Outfit-Woche wurden jetzt Outfit-zehn-Tage. Aber einen hab ich noch, einen hab ich noch!
Die Jacke. Von km/a. In geschlossen. Mein ab-so-fucking-lutes derzeitiges Lieblingsteil. Ich trage hier ein altes Zelt der US-Army.
Aus einer Outfit-Woche wurden jetzt Outfit-zehn-Tage. Aber einen hab ich noch, einen hab ich noch!
Die Jacke. Von km/a. In geschlossen. Mein ab-so-fucking-lutes derzeitiges Lieblingsteil. Ich trage hier ein altes Zelt der US-Army.
Ich hatte heute das Vergnügen, zum ersten Mal einen taiwanesischen Night Market erleben zu dürfen. Unglaublich, dort gibts echt alles. Lebende Schlangen, die für dich getötet und gebraten werden (danke, aber nein danke), Hühnerfüße zum Knabbern (wääh), Ingwer-Eibischteigzeugs, das selbst bei aller Liebe zu Ingwer einfach nur grauslich schmeckt, dazwischen wieder fantastisch gutes Essen, exotische Früchte und essbare Blumen (sauer, aber lecker), echte Bubbleteas, fünfzig Meter weit stinkenden Tofu, 1000-jährige Eier (in fünf Minuten zubereitet, irgendwas geht sich da nicht ganz aus), Plastikzeugs in allen Farben und Formen, Billigstkleidung, Plüsch-Minions, Hundegesichtrucksäcke, Handyhüllen, dreimal so groß wie das eigentliche Handy, und dazwischen ein Schuhstand, der einfach alles toppte: EINZELN EINGESCHWEISSTE Schuhe. Nur die rechten Schuhe der Paare. Ok, das schaut vielleicht lustig aus, ist aber logisch. Aber….
Einzeln.
Eingeschweißt.
Ich mein….
HÄ?!

Ich kann auch voll auf brav, bitte – in einem von anzüglich zur Verfügung gestellten Kleid, meinen Softclox, selbstgestrickten Socken, einer selbstgenähten Tasche und meiner heiligen Jeansjacke.

Hey! Mir raucht zwar hier meeting- und jetlagtechnisch der Kopf, aber diesen Hinweis muss ich an euch (Wienerinnen) weitergeben: Am 20. November ist wieder Second Hand Rose, der Klamottenflohmarkt von Ulrike, einer meiner wunderbaren Partnerinnen in Crime bei Fashion Revolution Austria.
Second Hand Rose ist der erste Pop-Up-Second-Hand-Store in Wien und öffnet vom 20. bis 22. November 2015 wieder für ein ganzes Shopping-Wochenende.
Einwandfreie Second Hand Damenmode für den Alltag im Herbst und Winter wartet zu günstigsten Preisen in allen Größen auf Dich!
Passend zur gehobenen Flohmarkt-Atmosphäre serviert Dir das Team von Second Hand Rose Prosecco und hilft Dir gerne bei der Entscheidungsfindung!Öffnungszeiten:
Freitag 20. November 2015_____ 16 – 21 Uhr
Samstag, 21. November 2015 ___11 – 18 Uhr
Sonntag, 22. November 2015 ___ 11 – 18 Uhr
Ort: blechturm25
1050 Wien, Blechturmgasse 23-27/GeschäftslokalWenn Du selbst Ware bringen möchtest, melde Dich bitte unter blechturm25@gmail.com an. Second Hand Rose schickt Dir gerne die Teilnahmebdingungen.
Dort gibt es echt wahre Schätze zu entdecken, ich hab meine unglaublich schöne Lederjacke von dort!
And now to something completely different: Wenns gemütlich sein soll, also so richtig gemütlich (gut, das sind in Wahrheit die meisten meiner Outfits, weil das ein absolutes Auswahlkriterium ist bei mir – Unbequemes fliegt), dann muss meine acht Jahre alte Boyfriend-Jeans her. In dieses spezielle Exemplar hätte mein Ex-Boyfriend wahrscheinlich zweimal reingepasst, und auch ich bin auf bestem Weg, endgültig aus dieser Hose rauszuschrumpfen. Sie stammt noch aus meiner Prä-Shoppingdiät-Zeit und ist Fixstarter im Kleiderschrank.
Das Shirt ist von WearPositive – durch doppelte Schicht am Rücken angenehm warm (ist langärmelig, übrigens). WearPositive macht mich auch immer ganz positive im Bauch, wenn ich an sie denk, Michaela von WearPositive ist eine der herzlichsten und freundlichsten Personen, die ich kenne. Jedesmal aufs Neue kann ichs kaum erwarten, sie auf der WearFair, wo sie jedes Jahr ausstellt, endlich umarmen zu dürfen.
Die Weste gehört zu einem gleich aussehenden Kleid und ist vom Flohmarkt. Abgekauft einer lieben Bekannten, Weiterlesen
So, jetzt werde ich sicher ein paar von euch gegen mich aufbringen, aber zum ersten Mal muss ich wirklich was GEGEN den Vegan-Trend sagen. Veganismus hat ein paar gute Ansätze, allerdings geht er manchmal einfach zu weit bzw. galoppiert in die falsche Richtung davon. Erstes Beispiel ist diese Sache mit dem veganen Leder, die ich sehr kritisch sehe. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob das einfach nur Marketingmist ist und da billigst und giftigst produzierte Plastikschuhe teuer verkauft werden – so wie eine Journalistin letztens meinte: „Früher wars Analogkäse und ein Skandal, heute wird er im Veganregal im Supermarkt teuer verkauft.“ – oder ob ich nur einfach zu begrenzt im Hirn bin und mir nix anderes als Leder oder Plastik vorstellen kann (abgesehen von Chucks, aber die sind ja auch zum Teil aus Plastik). Und ich hab eine Plastikabneigung. Nicht grundsätzlich, aber an so vielen Orten ist Plastik so überflüssig und gleichzeitig umweltgefährlich. Ich sag nur Mikroplastikkügelchen in Kosmetika, wer das erfunden hat, gehört echt … lassen wir das.
Vorhin scroll ich wie immer ein bissl durch eine meiner Lieblingswebsites, Ecouterre. Und finde da diesen Artikel: „Ist vegane Wolle das nächste große Ding in der Mode?“ Vegane Wolle. Uff. Also, da muss ich jetzt ausholen. Natürlich gibt es auch zum Stricken vegane Alternativen zu Wolle: Baumwolle, Milchfaser, Maisfaser, Jeansfaser, Bambus und so weiter… Is ja auch super, aber alles jetzt nicht so prickelnd, was den Wärmefaktor angeht. In dem Artikel sprechen sie aber von wirklich warmen Sachen. Also hab ich mich auf der Website der vorgestellten Marke mal umgeschaut. Respekt, sie verwenden wirklich viele Naturfasern, aber überall, wo es warm sein soll, kommt ein Futter aus Primaloft zum Einsatz. Das ist eine synthetische Mikrofaser. Oder Ripstop – da musste ich erst nachlesen, aber: Auch Nylon.

Screenshot (c) http://vautecouture.com/collections/womens-coats/products/the-angela-swing-coat-in-insulated-organic-moleskin-black
Und genau DA ist mein Problem mit der Marketingbezeichnung „vegan“. Was heißt das in dem Fall? Weiterlesen
Heute gibts eins meiner absoluten Lieblingsoutfits. Mit einem ganz besonderen Extra. Aber fangen wir mal von unten an. Schuhe: Doc Martens – die so dermaßen gut verarbeitet sind, dass sie sicher locker zehn Jahre halten.
Hose: Cora Kemperman. War doch klaaaaaaaaaaaaaaar, dass ich es nicht zusammenbringe, eine Woche lang Outfits zu posten und nix von Cora Kemperman dabei zu haben. Biobaumwolle und extrem wandelbar, lässt sich nämlich auch fulminant auf ööölegant stylen.
Shirt: Manomama. Geburtstagsgeschenk von Sina Trinkwalder herself. Das Shirt entstand aus einer Frage, die an sie gestellt wurde. „Ich bin Fashion Blogger, und du?“ Ihre Antwort, furztrocken wie immer: Weiterlesen
Der Guido! Ich mag ihn ja. Seine Mode bisschen weniger, die ist mir zu klassisch, aber er ist super. Ich hatte das Glück, ihn mal kennenlernen zu dürfen (und dabei kam ein schreckliches Foto raus), und er ist hinter der Kamera wirklich genau so wie vor der Kamera: Redet ohne Punkt und Komma, ist extrem nett zu allen Leuten, schiebt aber hin und wieder so richtige Treppenwitz-Wuchtln raus. Ich mag ihn.
Letztens bin ich auf Hinweis einer Freundin einer BBC-Serie verfallen, die es auf Youtube gibt: The Great British Sewing Bee. Da gehts darum, in Wettbewerben herauszufinden, wer der/die beste Freizeit/Hobby-NäherIn im Lande ist. Und es ist soooo very british! Ohne Tea und Bisquit (schreibt man das so?) geht da gar nix. Nur ein bissl wenig an dem echten britischen Humor kommt vor, eher sehr viel von der britischen Höflichkeit. Trotzdem, man klebt dran und hofft mit seinen Favoriten mit, wundert sich über Stoffauswahl und bewundert die Kreativität und vor allem das Nähkönnen der Damen und Herren.
Deutschland hat dieses Sendekonzept jetzt übernommen, und zwar wirklich exakt, sogar die Hintergrundmusik ist gleich. Den Namen find ich nicht ganz so geglückt: Weiterlesen
Heute nochmal das Kleid von gestern – auf winterlich kombiniert und in dieser Kombi von mir kürzlich getragen. Die Jacke: So weiches, dünnes Leder, dass ichs für Kunstleder gehalten habe am Flohmarkt bei Ulrike (übrigens echter Geheimtipp für Wienerinnen, sowohl für jene, die was loswerden wollen, als auch jene, die Second Hand kaufen wollen). Die Fragen, die ich mir beim Shopping immer stelle, konnte ich in diesem Fall mit JAAAA beantworten: Sie passt mir wirklich, ich wollte sie wirklich (eine schwarze Lederjacke stand bei mir seit 15 Jahren auf der Wunschliste), und ich brauchte sie, da meine graue Lederjacke, ebenfalls von einem Flohmarkt, an den Armen inzwischen mehr an Schmirgelpapier als an Leder erinnert und mir bereits eine Stofftasche echt ruiniert hat.

Außerdem: Ein Schal aus Wolle, die ich mir selbst zum Abschluss meiner Ausbildung zur akademisch zertifizierten CSR-Managerin (was für ein Titel, ich muss immer wieder grinsen) geschenkt hab – ich habe mir Zeit zum Stricken geschenkt, auch schräg, aber herrlich entspannend. Und das ganz Besondere: Weiterlesen
Ich schreib ja hin und wieder über die Frau Kaller Senior (wobei, angesichts meiner leicht verwirrten, aber quicklebendigen 95-jährigen Großmutter ist sie eher Frau Kaller Medium, aber das klingt so gemein). Auch in meinem Buch spielt sie eine tragende Rolle, und ich schwöre, alles, was da drin steht, ist so passiert und hat sie so gesagt. Freundinnen meiner Mutter riefen mich nach Veröffentlichung des Buchs an und lachten mir ins Ohr, dass ich Mama sowas von komplett erwischt hätte, so treffend beschrieben, dass sie sie förmlich beim Lesen reden gehört hätten. Ich liebe meine Mama sehr, erstens, weil sie eine unfassbar starke und patente Frau ist, und zweitens, weil sie absichtlich, aber auch oft unfreiwillig unglaublich komisch ist. Nur den Flugkommentar hab ich ihr noch nicht ganz verziehen: Ich flog in nach New York, sie meinte beim letzten Telefonat davor: „Ein SMS halt, wennst angekommen bist. Wobei, wenn so ein Vogel abstürzt, hört man das eh.“ Trocken wie Mehl. Auch die Tatsache, dass sie früher bei einem TV-Auftritt die halbe Familie vorher angerufen und informiert hat, und heute meine Auftritte entweder verschläft oder mit einem „Müde hast ausgschaut“ kommentiert, spricht für sich. Und meine liebste Geschichte: Mama spaziert ihn Griechenland in ein Cafe, in dem nur Männer hocken, und bestellt gedankenlos einen türkischen Kaffee. Ich war nicht dabei, bin aber gelegen vor Lachen, sowas ist ihr nicht peinlich.
Ich weiß zwar, dass sie stolz ist auf mich, aber so ganz von meiner Sache überzeugen konnte ich sie noch nicht. Sie schaut beim Einkaufen nicht zwingend auf Bio (bei Lebensmitteln hab ich sie inzwischen immerhin zum Bio-Hendl überredet, aber das ist schon eine Weile her, ich wette, dass sie das schon wieder vergessen hat), ihre Nähmaschine, genau die, deren Weitergabe an mich sie mit den Worten „Aus meinen kalten Händen kannst sie mal haben“ abgesagt hat, hat sie selbst seit ca. diesem Gespräch wahrscheinlich selbst nicht mehr in der Hand gehabt (und das war 2012!), und was die Tochter eigentlich beruflich jetzt genau macht, ist ihr meinem Verdacht zufolge bis heute nicht vollends klar. „Deee-tox? Was? Chemikalien? Ah, Fetzen!“ (Das ist jetzt kein wörtliches Zitat, fasst aber einige unserer Gespräche der letzten zwei Jahre inhaltlich zusammen).
Aber jetzt ist alles klar, ich kann hier zumachen. Ich hab alles erreicht, was es zu erreichen gibt – und am vergangenen Mittwoch den höchsten Gipfel zufälligerweise erklommen: