Schlagwort-Archive: Fair Fashion

BREAKING: Der funkelnagelneue Greenpeace Fashion Shopping Guide ist da!

Kaum wieder in Wien, wird schon mein neuestes Baby präsentiert: Für Greenpeace habe ich im Februar und März so viele Angebote an Mode recherchiert, die umweltverträglich ist. Das heißt: Bio (und fair, das war mir ganz wichtig), Second Hand, Vintage, Upcycling, Tauschmöglichkeiten. Und tadaaa, HIER kann man dieses frisch fertigdesignte Booklet runterladen. Ich habe mich bemüht, wirklich so viele Adressen wie möglich zu recherchieren, und in Wien ist es mir mit knapp 150 auch ganz gut gelungen, finde ich. Für die Bundesländer hatte ich ja auch hier am Blog einen Aufruf gestartet, vielen Dank für eure Inputs! Mein Ziel war es zu zeigen, dass es wirklich bereits wahnsinnig viel Angebot gibt! Keine Ausrede mehr von wegen „Aber das kriegt man ja nirgends“ und „Wo gibts das schon“ lass ich gelten! Das Ding ist wahrscheinlich von Vollständigkeit doch noch entfernt, aber als erste Grundlage der Recherche, wo man Biomode bekommt, definitiv Pflichtprogramm (für mich zumindest, war nämlich ordentlich viel Arbeit).

Neben der Auflistung der einzelnen Adressen gibt es auch noch Tipps zum umweltschonenden Kleiderkauf (treue Leserinnen dieses Blogs werden nicht wirklich was Neues vorfinden 😉 ), und kurze Analysen zu den gängigsten Gütesiegeln.

Sollten sich jetzt hoffentlich ganzganz viele für diese Listen interessieren, dann gibts auch ebenso hoffentlich hin und wieder mal Updates der Liste. Daher: Weitere Inputs sind mir immer sehr sehr sehr willkommen, ob an mich persönlich hier am Blog (ichkaufnixx ät gmail dot com) oder an marktcheck ät greenpeace dot org (Sorry, muss die Adressen so schreiben, sonst regnet es demnächst Spam in die Inboxen).

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Screenshot vom Titelblatt, Copyright (c) Greenpeace Österreich. Hach, bin ich stolz grad 🙂

 

Ps: Das war vielleicht was, im neuen Job im Februar im Home Office am Sofa knotzen und Biomode-Geschäfte recherchieren. Und dafür bezahlt werden! Das kam an den ultimativen Traumjobgedanken von mir schon verdammt nah ran 🙂

Ps2: Ich muss zugeben, stolz macht das schon, wenn die eigenen Recherchen gleich mal mitm Greenpeacestempel drauf publiziert werden….

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Was ich in Wien alles verpasse!

Langsam, aber sicher, geht es in die Zielgerade meiner Reise. Und natüüüürlich findet in der letzten Woche, in der ich nicht da bin, gleich mal sooooo viel statt in Wien, dass ich ungeduldig werde.

Am 23. nämlich, da wird der Leihladen eröffnet. Ich freu mich bereits auf meinen ersten Besuch dort!

Dafür macht am 23. ein Geschäft der Göttin  des Glücks zu. Inklusive feiner Abschiedsangebote. Die feschen Mascherln berichten.

Am 24. findet außerdem eine Kleidertauschbörse statt, die alljährliche, fast schon traditionelle Tauscherei vom Feschmarkt nämlich (den Markt selbst werd ich erleben, tirili!)

Am 25. dann ist was, bei dem ich mich besonders ärgere, dass ich nicht da bin: EU-Wahl. Nachdem wir nicht wussten, wann wir wo sein würden, konnte ich nichtmal eine Wahlkarte beantragen. Für mich eigentlich ganz schlimm, dass ich von meinem demokratischen Recht keinen Gebrauch machen kann. Liebe Leute, egal, WEN ihr wählen würdet – ich hab definitiv kein Recht dazu, euch zu sagen, wer am wählbarsten ist -. BITTE GEHT WÄHLEN. Wir Bürgerinnen haben im klassischen politischen Entscheidungslauf eh schon so wenig zu sagen, freiwillig auf das eine zu verzichten, das wirklich jede/r tun kann (abgesehen von bewusstem Konsum natürlich 😉 ), das geht einfach nicht. Find ich.

Green Expo ist auch. Aber da verlink ich nix, ich find das eher Greenwashing Expo, gemessen am letzten Jahr. Außer, dass die Susanne dort einen Stand hat.

Am 26. is was, das könnt ich eventuell sogar mitmachen, aber rein logistisch könnte es schwierig werden: Oikos veranstaltet wieder einmal ein Webinar, diesmal mit Enrico Rima von Lebenskleidung.

Am 30. dann TedX-Talks Vienna mit Vivienne Westwood und Conchita Wurst. Madeleine hat drüber geschrieben.

Am 1. ist dann noch ein Kleidertausch, und zwar organisiert von Kleiderkreisel.

Und weil der Beitrag bei mir auf Facebook so abgegangen ist (Danke für den Hinweis, Sabine), poste ich ihn auch gerne hier nochmal. Ich find ihn nämlich seeeeehr treffend: Die bittere Wahrheit: Wer Fair Trade kauft, tut nichts Gutes.

Und die Parties vom Michi und von Georg&Charlotte verpass ich auch ganz knapp. Grumpf.

Wobei, mein Grumpf hält sich in Grenzen, es wird wieder Kleidertäusche, Parties und Webinare geben:

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Nunu war shoppen: DAS Kleid #2

Vor langer Zeit, im wunderbaren Jahr 2005 (glaub ich), war ich mit meiner liebsten Gina – ja, der, die auch im Buch vorkommt – auf Tour durch Australien. Ostküste. Mit einem hinigen Nissan. Und einmal waren wir in einer Stadt. In welcher, weiß ich nicht mehr. Nur noch, dass wir recht lang Parkplatz gesucht haben – und dass wir letztendlich einen direkt vor einer Boutique fanden. Ich erinner mich auch noch ans Aussteigen und binnen Nanosekunden mit der Nase am Schaufenster kleben. Nicht, weil ich stolperte, sondern weil da DAS Kleid hing. DAS Kleid war ein wunderschönes Batik-Wickelkleid in grün/petrol/braun. Ich musste wissen, was es kostete.

Es war sogar so schön, dass ich es zuerst anprobieren musste, bevor ich mich traute, auf den Preis zu schauen. Was einerseits schlau war, weil ich damals noch nie ein Kleid anhatte, in dem ich so toll aussah – und andererseits saudeppert war, weil ich mir schon dachte, dass das Kleid verdammt viel kosten würde. Tat es auch. 192 australische Dollar, das weiß ich noch genau. Boah, bin ich Gina auf die Nerven gegangen mit meinem „Soll ich? Aber es ist viel zu teuer! Aber es ist sooo schön!“. Gina meinte irgendwann: „Also wenn du es jetzt nicht kauft, mach ich das. Und du mussts mir dann in Wien zurückzahlen. Punkt. Das Ding passt dir perfekt.“

Ich gab mir einen Ruck und kaufte es. DAS Kleid. Mein erstes Kleid, das ich in Seidenpapier eingewickelt in einer Schachtel entgegennahm (eine Verpackungsart, auf die ich danach zehn Jahre wieder warten musste – bis die Göttin des Glücks mich wieder mit Seidenpapier und Karton erfreute). Was soll ich sagen, es ist immer noch DAS Kleid (weil Wickelkleider mitwachsen, glücklicherweise). Ich liebe es heiß und innig. Es kommt sogar auch im Buch vor. Als das Kleid, das ich auf eine Hochzeit anziehe, nachdem ich mir bei der Suche nach einem Kleid für eine Hochzeit genau einen Cordrock und ein Baumwollleiberl gekauft hab.

Warum ich das schreibe? Weil ich heute ein Deja-Vu hatte. Mitten auf Hawaii. Im Vorbeifahren einen Laden mit hübschen Sachen drin gesehen. Beschlossen, nach ausgiebiger Strandliegerei und Meeresplanscherei in dem Block essen zu gehen. Gleich ausgenutzt und in den Laden rein, ich hatte da nämlich so ein Kleid gesehen…. nur dachte ich: pfft. Sicher made in China und überteuerte schlechte Qualität.

Ich fand organic fashion made in California, Organic Cotton und Bambus. Und DAS Kleid #2. Es musste sein. Bambus. Anprobieren. Es passte. Gut. Lang, Batik (schon wieder! Ich erkenne da einen Trend!), mir lang genug (die meisten langen Kleider gehen mir genau bis zum Knöchel, was blöd ausschaut, find ich), schöne Nichtfarben, herrlich.

Kaum war ich aus der Umkleide draußen und ließ mich vom Liebsten bewundern, hatte ich das Deja Vu. Das Kleid musste sein. Und ich genieße mal wieder hocheuphorisch dieses Gefühl, wenn man was Neues hat, von dem man weiß, dass man es lange haben wird, es sehr lieben wird, es viel tragen wird und es einfach perfekt in den eigenen Kleiderschrank passt.

Und in Seidenpapier eingepackt wars obendrein.

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Das Kleid war nicht mein einziges Shoppingerlebnis in den USA. Es könnte sein, dass es mir (und überraschenderweise auch dem Liebsten!) die Thrift Stores wirklich ziemlich angetan haben 😉 Aber das Kleid, das ist einfach DAS Kleid #2….

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Synergy. Ein bisschen Göttin in Pastell.

Von San Francisco, wo ich mich aufgrund des dichten Touri-Programms (und dem einen Ausflug in die ganz und gar nicht touristische Gegend zwecks Thrift Store) genau gar nicht mit der Fair Fashion – Szene beschäftigt hab, sind wir am Weg Richtung Monterey in Santa Cruz zwischengestoppt. Warum? Weil ich dort den einzigen Organic Fashion Store auf der gesamten Route auftreiben konnte (und einen wirklich tollen Liebsten hab, der meinen Umwegwunsch brav erfüllt hat).

Der Laden: Synergy. Die Mode: Irgendwie Göttin des Glücks meets Pastellfarben. Und statt Drucken gibts aufgestickte Eulen, Blumen usw. Die Schnitte sind ein bissl anders, aber diese Kombi aus Yogamode und alltagstragbarem Jersey ist halt sehr einladend für Assoziationen. 😉

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Was mich etwas traurig gemacht hat, war die Unterhaltung mit der Verkäuferin. Auf meine Frage, wie es denn außer dem Laden sonst noch so mit Organic Fashion in der Gegend aussehe, kassierte ich ein Schulterzucken. Die Szene sei quasi nicht vorhanden, es gibt einen anderen Shop, der auch fair und bio führt, aber ansonsten: Nada. Dafür Gap neben American Outfitters neben American Apparel neben Schlagmichtot.

Der Laden ist dafür wirklich nett – und die Umkleiden haben eine Größe, die bei anderen Leuten als ganzes Schlafzimmer herhalten muss… Trotzdem, dass es bei einem so wahnsinnig großen Angebot an Shoppingmöglichkeiten in einer ganzen Stadt genau zwei Läden gibt, find ich schad. Wenn ich dran denk, wieviele tolle ökofaire Designer es in Wien gibt…. gut, größere Stadt, aber trotzdem). Wir sind dann weiter Richtung Monterey. Und dort wars besser. Kein Shopping, sondern:

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Sehr sehr sehr sehr sehr schön hier…..

 

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So und nicht anders geht Mode

Einfach. nur. fein.

Wenn jemand Upcycling kann, dann sinds meine Lieblinge von km/a – die Kreativität, die Ideen, die Stoffbearbeitung, die Schnitte, einfach super. Hier mal ein Beitrag einfach nur zum Bewundern (alle Fotos (c) km/a – vielen Dank fürs zur Verfügung stellen!). Der Deckenmantel ist kommenden Winter mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit mein Standardoutfit – doch auch die anderen Teile find ich super, besonders das Fallschirmkleid. Einfach nur schön. Ich weiß, ich hör mich grad an wie eine hängengebliebene Schallplatte, aber ich kenne wirklich kein anderes Label (außer vielleicht Steinwidder), das das Konzept der Nachhaltigkeit mit so viel Kreativität und hohem künstlerischen Anspruch, der im Endeffekt dann doch in Tragbarem endet, umsetzt wie Katha und Michael von km/a.

km/a gibts übrigens noch bis morgen am Modepalast im Künstlerhaus. Genauso wie meine unglaublich süßen Ladies von WearPositive, mit der wunderschönen neuen Kollektion von Maronski, mit den Hosenkleidern von Milch, mit den saucoolen Upcycling- und Fashionteilen von Printa, mit den saucoolen und jedesmal aufs Neue verführerischen Sockenröcken, Sockenkleidern, Sockenpullis von Anita Steinwidder, mit den sehr sehr coolen Teilen von B3 aus Polen (deren Pulli ich auf meinen Pressefotos trage), mit meinen Lieben von der Göttin des Glücks, mit den hübschen schwarzweißroten Teilen von Ulliko, den stylishen Teilen von Amateur Fashion und Lila, den Jungs von Zerum, der hübschen neuen Kollektion von Frau Fröhlich, den Jungs von Faux Fox und und und und und und und und ……

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Im Rausch. Kauf- und Alk-. Gleichzeitig.

Sooodale. Geständniszeit. Wie ich das hasse. Aber wenn ich seit über zwei Jahren das Ehrlichkeitsspiel hier spiele, dann hör ich jetzt auch nicht auf. Ich liebeliebeliebe meinen fertigen Kleiderschrank. Doch durchs Ausmisten von entweder seit Ewiglichkeiten nicht mehr Getragenem (oh Flohmarkt, wie ich mich auf dich freue. Endlich das in Minimalstteilen enthaltene türkische und das aus mittelalterlichen Zeiten stammende italienische  – jaaa, mein Onkel hat da mal nachgeforscht, ich war mal genuesische Seefahrerin, bitte! – Blut ausleben und feilschen, handeln, gib ihm) oder von wirklich endgültig und unreparierbar Zerschlissenem hat sich das eine oder andere „brauch ich“ ergeben, musste ich in den letzten Tagen feststellen. Zu sehen als kleiner Zipfel am untenstehenden Foto. Näher geh ich da jetzt nicht drauf ein und fertig. Bin ja schüchtern.

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Gekauft hab ich die Teile, auf die ich jetzt nicht näher eingehe, bei einem weiteren Private Shopping bei der Göttin des Glücks. Im saucoolen göttlichen Büro (im Dritten, der leider weit weg von überall ist, gemessen an meinen üblichen Wiener Wegen), diesmal in Anwesenheit der lieben Berna, die nicht nur eine wunderbare Würschtlstandbekanntschaft ist (nur Bier, kein Würschtl wurde damals geopfert), sondern auch für die PR der Göttin mitverantwortlich zeichnet. Der Jeffrey, den kennen wir vom letzten Mal, der hat mal wieder brav mein Glas angefüllt und mich zur Shopping Queen erklärt (das Foto beweists). Und die Berna hat mich dann nachm dritten bis fünften Glas davon überzeugt, dass ich dringend auch Karpo brauche, in schwarz. Viel Spaß beim Raussuchen im Webshop – und beim Drüberstolpern über die anderen feinen Sachen der Göttin. Ich finds ja immer wieder lustig – sie sind nicht hundertpro mein Stil, aber wenn ihnen dann mal was einfärbiges oder Tonintoniges passiert, mag ichs. Und mags gleich umso mehr, weil die Menschen, die dahinter stehen, durch die Bank so unglaublich liebenswert und engagiert sind! Sogar der freche Jeffrey 😉

Was soll ich sagen. Ich habe Karpo gerade an und bin nur noch am Überlegen, zu welchen Sommerkleidern es passt. Die Antwort: Alle. Yeah.

Strenge und genaue Beobachter werden feststellen, dass da aber noch zwei andere Dinge am Foto zu sehen sind. Stimmt, gut erkannt. Das grüne ist kein Ärmel – also eigentlich schon -, sondern eine Tasche. Die ich beim aller aller aller ersten Mal, als ich diesen Laden betrat, unglaublich toll fand. Der ganze Laden ist mehr als nur empfehlenswert – Upcyclingmode auf sehr hohem Niveau, saucoole Prints, und sogar die Möbel kann man kaufen. Da wurde am Donnerstag gefeiert. Einen Tag nach dem göttlichen Private Shopping. Und statt Sekt gabs Rosé. Und ich wollt eigentlich um acht zuhause sein. Fehlanzeige. Gegen zehn bin ich dann gemeinsam mit Berna – die ich zufällig wiedergetroffen hatte – Richtung Ubahn gewackelt. Mit der Tasche. Ja, auch die Frau „IchhabnixgekauftichbineinVorbild“-Nunu hat noch ihre Ausrutscher. Ihre upgecycleten, fairen Ausrutscher.

Auf der Printa-Party (wo eine neue Upcycling Kollektion vorgestellt wurde, sehr sehr fein!) war auch die Laura mit. Und die Laura, die ist erstens die Chefiza vom Ebenberg, zweitens meine liebste Tratschpartnerin, wenn ich in der Gegend bin, drittens die Frau mit der fetzencoolsten Ausstrahlung der ganzen Neubaugasse (und noch viel weiter!) und viertens spinnt die irgendwie. Auf eine Weise, die ich unglaublich sympathisch finde. Kennt ihr das? Wenn Leute manchmal irgendwie nicht so reagieren, wir ihr das erwarten würdet, ihr im ersten Moment denkt „hä?!“ und im nächsten „cooooooool!“.  So eine ist Laura (gerüchteweise habe ich ihr an dem Abend was von „würd ich auf Frauen stehen…“ erzählt..). Und Laura spinnt wirklich. Ich wollte ihr ein Shirt abkaufen. Mit einem Muster, das es letztes Jahr bei den Armed Angels schon gab. Aber ich durfte nicht bezahlen. Darum ist mir jetzt sehr sehr sehr sehr wichtig, weil ich da jetzt eine gewisse Verantwortung fühle (obwohls nicht so ist, wie sie mir mehrfach versichert hat): Ebenberg. Winziger Laden, aber ohne ihn wäre Wien ärmer. Laura versammelt echt die Creme de la Creme der ökofairen Marken. Hat auch Männersachen. Hat ihre Ware nach Farben sortiert, was mich Farbsortierfetischistin immer ganz wuggi macht. Der Laden ist wirklich sowas von fein, ich würd ihn auch ohne Anker-Tanktop empfehlen – schließlich hab ich auch den Liebsten dort schon eingekleidet.

Und ja, Shoppen macht glücklich, sich etwas gönnen macht glücklich, und dann auch noch wissen, dass man gerade öko und fair geshoppt hat: noch besser. Und ab jetzt ists sowieso aus, aus den Staaten plane ich textile Souvenirs nur in Form von unvernähten Stoffen mitzunehmen. Wenn ich schon zwei Monate ohne meine beiden Nähmaschinenbabies überleben muss…

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Warum ich die neue Textilschwedenkollektion gut und schlecht finde

Ich bin eine schlechte Bloggerin. Ich hab mich nämlich immer noch nicht auf anständige Recherchegrundlage für diesen Post begeben, dabei hab ich ihn schon so lang versprochen. Und dann das – da geh ich kurz mal ins Printa, weil die die neue Kollektion vorstellen, alles Upcycling, alles fair, alles superhübsch, und will um acht zuhause sein, und dann wackel ich um halb elf zuhause an, bring dafür in mir drin zirka achtzehn Glas Rose mit.

Via twitter.com

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Darum mein Feedback auf die neue Textilschwedenkollektion in Kurzaufzählung.

  1. Ich finds gut, dass der Textilschwede  mit seiner internationalen Macht ressourcenschonende Mode thematisiert.
  2. Ich frag mich, wie ressourcenschonend die Mode ist, wenn sie für die Filialen weltweit produziert wird und nicht regional angepasst ist.
  3. …Was eigentlich wurscht ist, weil eh alles in Fernost produziert wird.
  4. Und damit hätten wir den Haken. Faire Produktion? Fehlanzeige. Ich find die ökologischen Ansätze gut, keine Frage, aber wer näht die Sachen?
  5. Ich habe dem CEO von H&M seinen schwachsinnigen Vorschlag, er wolle ein eigenes Fairtrade-Label, das weltweit gültig sein soll, gründen, immer noch nicht verziehen. Warum? Weils das schon gibt, himmelnochmal! Nicht eigene Regeln schreiben, sondern an bestehende Regeln halten!
  6. Die Kritik mehrerer, dass die Sachen nicht alltagstauglich sind, teile ich nur bedingt. Ja, das rosefarbene oder das schwarze Kleid sind nicht alltagstauglich (aber saufesch, das muss man zugeben!), aber sie sind fashion forward. Und das ist der Vorwurf, den faire Mode immer wieder kassiert, dass sie nicht avantgarde, nicht fashion forward ist. Da tut der Textilschwede schon einen großen Schritt, den ich anerkenne.
  7. Ich finds übrigens echt spannend, dass einige Leserinnen in den Kommentaren doch nur auf die Optik der Teile eingegangen ist und nicht auf den Hintergrund. Im Endeffekt ist es dann halt doch das in der Mode, was zählt. Wenns nicht geil ausschaut, kanns zwanzigmal fair und öko sein, oder eben nicht. Kein Vorwurf, ich finds einfach spannend, und es bestätigt mein Bestreben: Weg von der Jutesackmode, aber schnell!
  8. Ich bin also echt halbehalbe. Eine wirklich trendige Kollektion, ressourcenschonend produziert, soweit der Textilschwede das auch kann. Und der Textilschwede hat seeehr viel Marktmacht. Wenn der jetzt ernsthaft so auf Öko tut, dann lassen wir ihn das tun. Und schauen ihm auf die Finger, ob er das auch wirklich öko macht, oder ob er uns verarscht. Aaaaaaber leider gibts da noch ein Argument, dass es für mich ein bissl ins Negative wackeln lässt:
  9. Der Textilschwede ist bekannt dafür, dass man bei ihm Jeans um 10 Euro bekommt, Basics um fünf Euro, und auch ansonsten kosten trendige Teile selten mehr als 25 Euro, machmal 40, aber das muss dann schon seeehr leiwand sein. Diese Kollektion bewegt sich zwischen 60 und 399 Euro. 399 für ein Teil beim Textilschweden, das hätten sich die Kassiererinnen dort wohl auch nie gedacht, oder? Leider bestätigts ein Vorurteil: Ökomode ist ja soooo teuer. Ehrlich: Wenn man Mode sucht, die ihrer Zeit voraus ist, dann sucht man bei kleinen Designern, und da kostet ein Teil mal schon so viel. Aber das erwartet man nicht beim Textilschweden. Und dort ist man über solche Preise schockiert, und schon bestätigt sich das Vorurteil wieder. Und das ärgert mich. Weil die Leute, die sich genau gar nicht mit Ökomode (ich will dauernd faire Mode schreiben, aber das ist es ja nicht) beschäftigen, die denken sich: Pfoah, soooo viel teurer als die „normalen“ Sachen. Und die, die sich auskennen, denken sich: Preislich o.k., aber nur öko, nicht fair. Und jetzt?
  10. Nein, ich hab bei keinem der Teile ein Habenwollengefühl. Das hab ich bei einem der neuen Maronskiteile. Dem Gelben, aber in Graugrün. Ich hatte es schon an. Ich bin verliebt. Sehr. Sehr sehr sehr.

 

Liebe Bannerbagsverlosungsteilnehmerinnenundergebniserwarterinnen: Kommt noch. Heut noch. Versprochen.

 

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Der Textilschwede ist mal wieder nachhaltig

H&M hat seine neue Conscious Collection rausgebracht. Bevor ich jetzt irgendwas dazu kommentier, macht ihr das bitte mal. Mal schauen, was eure ersten Eindrücke sind.

Via twitter.com

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Maronski und die Urlaubsmode

Lustig, die Wiener Szene. Da macht eine Designerin Werbung für die andere. So geschehen gestern, als mich Cloed von Milch kontaktierte und mir den Link zu den neuen Pressefotos von Maronski schickte. Einmal reingeschaut, für sehr schön befunden, zeig ich doch auch gern her!

Martina Meixner, Mastermind hinter Maronski (wer grinst grad? 🙂 mmmmh! Für Sprachfetischistinnen wie mich sind solche Alliterationen einfach wunderschön!) hat erklärt, dass die Inspiration zu der Kollektion Urlaube waren. Und wie sie recht hat! Ich mein, für mich brauchts grad nicht mehr viel, um mich in Urlaubsstimmung zu bringen, aber sie schaffts echt, das Gefühl nochmal zu verstärken. Da sind wirklich schöne Teile dabei – meine Favoriten sind das schwarz-braune Kleid und der Dackelpulli. Aber das Obengestreifteuntenrotemitmgrünengürtel kanns auch! Oder das Gelb-Ockerfarbene. Okok, ich hör schön auf!

Maronski ist so eine Art Urgestein des siebten Bezirks, ihr kleiner, aber feiner Laden in der Neubaugasse ist immer einen Besuch wert! Bio, fair, fein!

Alle Fotos: (c) maronski.at !!!

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Eine kleine Webschau

Nachdem das Wochenende etwas durchwachsen und anstrengend war, gibts heute mal einen kurzen Link-Überblick.

  1. In Köln fand die größte Messe für Handarbeit statt – dazu ein Artikel über Schnellstrickerinnen und strickende Männer
  2. Von einer Leserin geschickt bekommen: Der VfL Wolfsburg lässt seine alten Sportdressen upcyclen. Coole Idee.
  3. Der Frühling bricht aus. Plötzlich gefallen mir blumengemusterte Beine. Nachdem ich aber weiß, dass das eine saisonale Geschmacksverirrung sein kann, bin ich grad froh, dass es solche Blumenstoffe derzeit weder in Bio noch beim Müller gibt. Und mein Kleiderschrank is eh grad so schön rund und fertig und geschmacksverirrungsfrei.
  4. Was mich im Büro gerade sehr beschäftigt – blöde Konzerne, blödes Freihandelsabkommen.
  5. Was werde ich in den kommenden Monaten meine Nähmaschine vermissen. Der Rock ist so cool, und ließe sich eigentlich watscheneinfach aus einem bestehenden schwarzen Rock von mir schneidern. Ja, ich habs mit bunten Zippverschlüssen.
  6. Interessantes Interview über Dreieuroshirts und Arbeitsbedingungen.
  7. Auch andere Menschen können nicht ohne ihre alte Jeansjacke. So schöne Inspiration für Kombis aus meinem fertigen Kleiderschrank.
  8. Ich hab einen alten Wollpulli, der leider vor ein paar Jahren schon ein paar Motten ganz gut geschmeckt hat. Jetzt weiß ich, was ich mit ihm machen werde.
  9. Am ersten April ist wieder Strickfilm! Der erste, der ohne mich stattfinden wird 😦
  10. Modepalast ist auch wieder. Ob ichs dorthin schaff, ist auch dahingestellt.
  11. Pharrell Williams macht nicht nur ohrwurmige Musik.
  12. Offtopic, aber mir sehr wichtig. Samstagabend erfahren und seither eigentlich durchgehend sehr traurig und betroffen: Mein Lieblingsprofessor auf der Uni ist ganz plötzlich gestorben. Er war einer von den wirklich Guten, sowohl fachlich als auch menschlich, viel zu jung und einer der wenigen, bei dem ich sagen kann: Ich hab in seinen Vorlesungen zwar nix für meine späteren beruflichen Tätigkeiten gelernt, aber ich HABE gelernt bei ihm. Und ich hatte die lustigste Diplomprüfung überhaupt bei ihm. Bei einer kompletten Basic-Erstsemester-Frage hats mich aufgeschmissen, worauf er grinsend meinte: „Frau Kollegin, gemeinsam schaffen wir das“, mir dann so lange Stichwörter zugeworfen hat, bis bei mir der Knoten aufging und ich losplappern konnte, und das ganze mit einen „Sehen Sie, sie wissen es ja doch! Ich geb ihnen ein Sehr gut für diese Prüfung. Und mir übrigens auch.“ quittierte. Sehr sehr sehr sehr traurig und betroffen.
rock

Soooooo cool! (c) Fashioning Change

 

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