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Ökologisch überraschend erfolgreiches Frustshoppen

Und es war soweit. Ich war frustshoppen. Schuhe. Zuerst in einem Laden gesehen, sie gefielen mir, aber irgendwie waren sie mir zu klobig. Hab online nach weiteren Modellen gesucht und auch welche gefunden:

softclox

Total cool, leicht, weich, einfach super! Ich bestellte sie. Und schrieb gleichzeitig das Unternehmen an, wie es denn bei ihnen in Sachen Nachhaltigkeit aussehe. Die Antwort fand ich super, vor allem, weil mir ZUERST die Schuhe gefielen und ich erst DANACH draufkam, dass sie gut sind. Ging mir schon mal mit einem Kleid so. Dass das jetzt bei Schuhen passiert, ist echt super. Der einzige Haken: Sie sind mir zu groß 😦 😦 😦 😦 Ich werde sie zurückschicken müssen und es ist das letzte Paar 😦

Trotzdem, hier mal die Antwort auf meine Anfrage, ich finds echt sehr leiwand, auch wenn sie keine Pflanzenfarben verwenden, und dass sie sehr ehrlich sind:

Liebe Nunu,

herzlichen Dank für Ihre Email. Wir freuen uns, dass Ihnen unsere SOFTCLOX so gut gefallen! Auch wir mögen modisch nachhaltige Schuhe ohne „Öko-Touch“. So hoffen wir, dass Ihnen Ihre neuen XANDRAS passen, damit Sie das einmalige Laufgefühl selbst testen können!

Was Ihre Fragen zur Produktion betrifft: Wir bei SOFTCLOX legen großen Wert auf die Qualität unsere Schuhe, daher arbeiten wir nur in eigenen Produktionsstätten in Österreich und Ungarn – und mit ausschließlich europäischen Zulieferern. Der Hinweis, dass unser Holz aus „nachhaltig bewirtschafteten Wäldern“ stammt – z.B. aus Kroatien oder Slowenien – bedeutet, dass mindestens so viel Holz angebaut wird, wie Bäume gefällt werden. Das Holz muss dann noch ca. 18 Monate ganz langsam trocknen, bevor wir es verarbeiten.

Was die verarbeiteten Leder betrifft, so stammen die Lederhäute aus den typischen Ursprungsländern in Europa und Südamerika sowie der Türkei. Die so genannte Rohware wird in italienischen Gerbereien – meist Familienbetrieben – verarbeitet und ist wie rund 95% aller Schuhleder mit Chromsalzen gegerbt (Mineralgerbung). Leder mit pflanzlicher Gerbung sind nicht so farbintensiv und halten die Farbe nicht so gut, daher haben wir sie eher selten im Einsatz.

Wir stellen aber sicher, dass unsere Leder ohne Chrom VI, Azofarbstoffe, Pentachlorphenol (PCP), Dimethylfumarat gegerbt werden; während des gesamten Produktionsprozesses kontrollieren unabhängige Institute wie z.B. das PFI (Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V.) in Pirmasens oder die Hansecontrol GmbH in Hamburg die gleichbleibende, umwelt- und hautverträgliche Qualität der Materials.

Und zu guter Letzt haben wir im Hinblick auf Nachhaltigkeit für unsere SOFTCLOX eine eigene Reparatur-Abteilung in Österreich eingerichtet. Wir sind gegen kurzlebige Billigware und Wegwerfmentalität. Daher reparieren wir SOFTCLOX und tauschen, wenn nötig, komplette Holzsohlen aus, auch wenn das ökonomisch nicht rentabel ist. Wir stellen unsere SOFTCLOX mit viel Herzblut her und freuen uns, wenn unsere Kundinnen möglichst lange viel Freude daran haben!

Falls noch Fragen offen sind melden Sie sich gerne nochmal!

Herzliche Grüße aus München,

Astrid

 

 

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Mein Second-Hand-Bio-Tausch-DIY-Outfit

Am Weg ins Büro in der Früh ist es mir heut aufgefallen: ich hab ein #shbtdootd an, ein Second-Hand-Bio-Tausch-DIY-Outfit-of-the-Day. Und ich fühl mich grad auch echt stylish – also genauer gesagt: Ich fühle meinen eigenen Stil erfüllt, fühl mich daher wohl und bin happy. Und die zweite Feststellung: Es gibt sehr viele Dinge, die Menschen, die nur diesen Blog hier lesen, nicht wissen. Ich schreib nicht über meinen Seelenzustand unterhalb der Oberfläche, ich schreib nicht drüber, wenn mir jemand am Nerv geht und ich ihm/ihr das öffentlich ausrichten möchte (ok, einmal wars nah dran, zugegeben, aber selbst da…. nö), ich schreib nicht über Erlebnisse, Partys usw, die nix (oder gut, wenig) mit KleidungModeTextilFairfashionKonsumwahnsinn zu tun haben. Mit wenigen Ausnahmen – und dann nur, wenn ich wirklich Sinn drin seh oder Spaß dran hab, drüber zu bloggen. Aber meinen Kleiderschrank, den kennt die Welt bald echt gut 🙂

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Von oben nach unten:

Jacke: Second Hand vom Flohmarkt Anfang letzten Jahres, einer Modebloggerin abgekauft.

Shirt: Selbstgenäht

Unter dem Shirt noch ein Shirt: Getauscht.

Kette: Von der Piratin.

Gürtel: Ein gefundenes Stück vom Liebsten, nachdem meiner kaputt war.

Rock: Selbst upgecyclet.

nicht am Bild: Leggings, geschenkt von Mama, weil ihr zu klein.

Neben mir, auch nicht am Bild: Selbstgenähte Tasche.

Und außerdem nicht am Bild, aber schön das Ganze ergänzend: Ein Schal von Maronski, bio und fair.

Aber damits auch ein bissl böse zugeht: Schuhe: Converse.

Uh.

Verdammt.

Ich bin doch nicht heilig.

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Ein energiearmer John Lennon

An einem Tag wie gestern konnte nix schiefgehen. Warum? Weil ich John Lennon am Busen hatte. In Form eines ziemlich coolen Shirts. Dieses Shirt habe ich zur Verfügung gestellt bekommen. Warum? Weil sich wiedermal ein schöner Zufall ergab. Ich wollt immer schon diese angebliche Wunderfaser Tencel testen, und eine Freundin verkuppelte mich mit Birgit. Birgit wiederum ist eine Unterstützerin dieses Webshops, in dem es nur Tencel gibt. Und wir beide spielen jetzt das alte Blogger-Spiel: Ich teste ein Teil, das ich von ihr bekomme, und stelle es vor. Oft will ich das nicht spielen, aber die Gelegenheit war einfach gut. Und Freunde oder Freunde von Freunden… ihr kennt das ja. 

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Also. Tencel. Diese von der österreichischen Firma Lenzing entwickelte Faser ist soooo viel lässiger als klassische Viskose.

„Die Faser wird in einem einzigartigen geschlossenen Herstellungsprozess basierend auf einem Lösungsmittelspinnverfahren hergestellt. Das (dermatologisch und toxikologisch unbedenkliche) Lösungsmittel wird hierbei fast zu 100% im Kreis zurückgeführt. (..) Ein weiterer wichtiger Umweltaspekt ist der Wasserverbrauch. Herkömmliche Baumwolle benötigt bis zu 100 Mal mehr Wasser als TENCEL für die gesamte Produktion inklusive Zellstoff.“

Obendrein ist Tencel in der Herstellung sehr energiearm, und einfach iiiiiiirre weich. Herrlich, echt. Von Tencel hab ich schon sehr früh zu Beginn meiner Shoppingdiät gehört. Nur irgendwie ergab es sich nie, dass ich etwas sah und auch wollte, das aus Tencel ist. Das mit dem Wollen wird sich jetzt ändern. Tolles Material. Aber Achtung, das heißt jetzt nicht, dass Viskose im klassischen Sinn immer gut ist, im Gegenteil, da werden ziemlich gscheit Chemikalien eingesetzt, und der Energieaufwand ist auch nicht grad ohne – dass genau das bei Tencel nicht der Fall ist, macht die Faser eben so besonders. 

Obendrein: John Lennon! Das Design stammt von NFNTY – und ist entstanden aus der Idee eines jungen Innenarchitekten, der einerseits gern Porträts malte, und andererseits in einem Steinbruch in seiner Gegend auf die Idee gekommen ist, Porträts in einer solchen kantigen Form zu erstellen. Ich hab mich gestern den ganzen Tag sehr Hipster gefühlt damit, bitte. Sind auch grad im Ausverkauf, hier entlang! 

 

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Zweitkleid mitten in Wien

Hach, an mir ist mal wieder für ein paar Monate ein toller neuer Store vorübergegangen – ich habs einfach nicht mitbekommen. Am Weg zum zweiten Geburtstag vom Muso Koroni bin ich durch die Hermanngasse geradelt, und sah an der Ecke plötzlich ein Schild: „Zweitkleid„. Gleichmal ohne Rücksicht auf Verluste stehen geblieben (und den Autofahrer hinter mir wohl nicht unbedingt glücklich gemacht, tschulligung nochmal) und reingeschaut. Und ich hätte mich nicht mehr freuen können: Ein Second-Hand-Laden mit guter Auswahl, schön aufgebaut, und mit einem wunderbaren Konzept.

Nachdem ich selbst mal wieder besch…eidene Handyfotos gemacht hab, hat die liebe Besitzerin Martina mir erlaubt, Fotos von der Website zu verwenden, vielen Dank dafür!

Ich selbst hatte ja auch eine ähnliche Idee (die immer noch in mir rumort, irgendwann werd ichs angehen). Und ich freu mir grad einen Haxen aus, dass es wieder Second-Hand-Läden in der Stadt gibt, die nicht entweder wirklich überteuert und mitten in der Innenstadt sind oder eine nicht unbedingt gutriechende Auswahl unmodischer Teile haben. Ich werd da sicher öfter reinschauen! Second Hand ist so eine wunderbar ökologische Shoppingalternative, und die Auswahl bei Martina kann sich wirklich sehen lassen!  Achtung: Sie gönnt sich genau die kommende Woche Urlaub, hat also erst am 19. August wieder offen! Aber dann, aaaaaaaaaaaaaber dann – ich hab da auch so eine senfgelbe Hose gesehen, na mal schauen, bissl umnähen müsst ich sie noch.

PS: Hahaha, bin soeben draufgekommen, dass ich den Laden zumindest vom Namen schon kannte. Ich hab ihn nämlich auch im Fashion Guide gelistet!

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Kleiderei statt Bücherei

Juhuu, ich hab mal was nuuur für meine deutschen LeserInnen!

Wahnsinn, es gibt inzwischen schon sooooo viele tolle Alternativ-Ideen zum Kleidungsneukauf. Gut, Kleidungsneukauf in Bio und Fair ist echt ok – aber wer „mehr“ will als hin und wieder ein neues Stück, sondern sein Fashionista-Dasein nicht so ganz ablegen kann, uuuund….wer in Hamburg wohnt, dem sei die Kleiderei empfohlen.

Man kann sich das wie eine Bücherei vorstellen, nur mit Kleidern. Und die Kleiderei, die will jetzt online gehen. Damit man sich in ganz Deutschland Kleider ausborgen kann, nicht nur in Hamburg. Und ihr könnt helfen, per Crowdfunding!

PS: Das ist übrigens ein Blogbeitrag auf Zuruf. Danke für den Hinweis, liebe Katharina!

PS2: Und jetzt, liebe Deutsche, viel Spaß beim Spiel!

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Auch Flohmärkte kann man schlecht organisieren. Leider.

Na gut, das war wohl nix. Abzüglich der (glücklicherweise vergünstigten) Standmiete und einem eigenen Drei-Euro-Kauf (es war eine kleine Geldbörse. Und sie war türkis. Noch Fragen?) habe ich gestern genau 33 Euro eingenommen, sieben Stück verkauft. Um das Geld wird der Liebste zum Essen eingeladen, der stand am Samstag nämlich brav um acht mit mir auf und führte mich mit meinen vier blauen Ikeasäcken in die Kettenbrückengasse.

Natürlich kann es sein, dass meine Sachen jetzt unverkaufbar hässlich waren, aber es kamen noch ein paar andere Dinge hinzu, die mich etwas traurig machen. Und leider muss ich das jetzt aufschreiben, vielleicht, um konstruktive Anstöße zu geben.

Der letzte Flohmarkt war einfach fantastisch, es war irre viel los, ein einziges Gedränge, gute Musik, lustige Stimmung, alles. Überall standen mobile Kleiderständer, Kisten oder Sessel herum, es fühlte sich ein bissl wie eine Tauschparty unter Freundinnen an, obwohl man sich nicht kannte.

Diesmal war alles anders. Vorgefertigte Gestelle, die Platz für nur wenige Ausstellerinnen boten. Sie sahen zwar sehr stylish aus und wirkten im ersten Moment auch praktisch (bis mir das Gestell gegen Mittag einmal entgegen kam), aber der chaotische Charme war verloren.

flohmarkt

Eine Gastgeberin (nicht Jasmine) war hantig bis dorthinaus, schimpfte herum und spazierte grundsätzlich mit brennender Zigarette in den Nichtraucherbereich zwischen all die Kleidung, die Frauen gehörte, die sie nicht mal kannte. Das Chaos im Vorfeld, ob man am Vortag schon aufbauen durfte oder nicht, hatte so unter Jasmine laut anderen Verkäuferinnen bisher auch noch nicht stattgefunden.

Jasmine jedoch verteidigte uns und war wirklich nett, das Einzige, was mich etwas wunderte, war die Ankündigung eines zeitgleich auf der Kettenbrückengasse stattfindenden Straßenfests – von dem war nämlich weit und breit nix zu sehen. Vom Flohmarkt abgesehen von zwei mit Buntstiften handbemalten A4-Zetteln in den Auslagen des Lomo-Stores allerdings auch nicht (was ich schade find, man hätt ja nur den Flyer ausdrucken und aufhängen brauchen).

Aber am schlimmsten war die Musik. Es waren Trauerklänge, unbeschreiblich. Musik, bei der einem eher danach ist, sich lemminggleich von einer Klippe ins Meer zu stürzen, anstatt fröhlich zu shoppen. Selten wurde mir so sonnenklar wie gestern, was für einen unglaublichen Einfluss Musik auf unser Einkaufsverhalten hat (einige Fast Fashion Anbieter nutzen das ja für sich, allerdings auch nicht wirklich auf die richtige Weise, find ich).

De facto wäre es ein wunderbarer Flohmarkt gewesen, und wenn ich mal wieder genug Gewand zusammenhab, mach ich auch gern wieder mit. Allerdings nicht bei Trauermusik, Zigarettengeruch auf meiner Kleidung und so schlechter Ankündigung im Laden selbst. Jasmine nehm ich weiterhin in Schutz, die hat für Ankünder gesorgt, on- und offline.

Schon klar, es ist langes Wochenende und es war klar, dass nicht so viel los sein würde wie im März. Ich hab nicht damit gerechnet, mehr als 80 Euro zu bekommen für meine Sachen. Auch die Stimmung zwischen uns Mädels in dem großen Verkaufsraum war durchgehend gut. Von Beleidigtsein kann also keine Spur sein, ich möchte mit diesem Beitrag nur bewirken, dass die betreffenden Organisatorinnen beim nächsten Flohmarkt nicht die gleichen Fehler machen. Und potentiellen Verkäuferinnen lege ich den Fashionistas Best Flohmarkt trotzdem ans Herz, wenn die Randbedingungen wieder stimmen, ist es einer der besten und lustigsten Flohmärkte für Frauen in ganz Wien. Ich bin im Endeffekt auch gar nicht bös, dass ich wenig verkauft habe – ein großer Teil meiner Restware wird entweder an Purple Sheep oder die Caritas gehen.

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Ich will immer noch Zalandoblog werden. Und was zu verkaufen hab ich auch.

Heute mal ein Wiederholungspost:

1) Am Samstag ist in der Kettenbrückengasse Flomarkt! Ich bin schon fest am Waschen von meinen Sachen, die ich verkaufe (also hoffentlich). Von Sommer bis Winter, von 40-44, und einiges an Schuhen Größe 41 werd ich im Angebot haben.

fashionistas best

Und das Nette: An diesem Tag ist auf der Kettenbrückengasse Straßenfest. Ich hoffe also auf viele BesucherInnen, die einen Abstecher in den Lomo-Keller machen wollen!

2) Ja, es ist immer noch mein voller Ernst.

Zalando Fashion Blogger Awards 2014

Ich bewerbe mich bei Zalando als Fashionblog des Jahres. Schlicht und einfach, weil ich ein Zeichen setzen will an die Zalandos, dass eben nicht immer nur die „Schauwasichneuesgekaufthabund*kreisch*wiebilligeswar“-Mädels gewinnen. Genaueres hab ich hier schon geschrieben. Obwohl ich selbst nicht sehen kann, wie viele schon für mich abgestimmt haben (Zalando ist da etwas sehr intransparent, hach mei, dabei haben die doch eine CSR-Abteilung, die sollten das doch wissen, das mit der Transparenz und das mit der Authentizität in der Kommunikation), freue ich mich über jede Stimme. Denn irgendwer bei Zalando wird sich das schon anschauen und sich dann hoffentlich seinen Teil denken. Gewinnen jedoch fänd ich noch viel besser. Ob die dann wohl mit kooperieren wollen? 🙂  Am 22. Juni weiß ich hoffentlich mehr, denn da endet die Teilnahmefrist. Also bittebitte votet für mich, wenn ihr die Idee gut findet (müsst ihr nicht, nehm ich niemandem übel), und sagts auch anderen. Danke euch!

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Nunu goes Flohmarkt!

Apropos ausgemistete Schuhe: Einige davon werde ich – zusammen mit dem Inhalt der großen Säcke in meinem Wohnzimmer, in denen Kleidung liegt, die ich nicht mehr besitzen möchte, am 21. Juni im Keller vom ziemlich lässigen Lomo-Store in der Wiener Kettenbrückengasse (drei Minuten zu Fuß von der Ubahnstation, nehmts den „alten“ Ausgang, also in Fahrtrichtung Hütteldorf hinten) verkaufen.

fashionistas best

Dieser Flohmarkt ist sehr sehr sehr super und lässig. Lauter liebe Frauen, die ihre Schrankleichen loswerden wollen, das ganze überdacht (Keller! kühl!), untermalt mit feiner Musik und fürs leibliche Wohl inklusive Prosecco ist auch gesorgt! Ich war bisher einmal dort und restlos begeistert! Lieber Wiener LeserInnen: Ich würd mich sehr freuen, wenn ihr kommt, und außerdem noch mehr freuen, wenn ihr es ganz vielen Freundinnen erzählt, die dann auch kommen. Je mehr, desto lustiger. Ehrlich, fantastische Stimmung! Ich freu mich schon sehr drauf (weniger aufs Aufbauen, mehr aufs Quatschen beim Verkaufen!).

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Das Ende der Plastikschlapfen

Hach, genial, dieses Wetter, wenn man frei hat, oder? Ich habs bis vor wenigen Stunden in Kärnten verbracht, mit sehr viel Spaß, Freizeit und gutem Wein. Und mit kaputten Schuhen. Zum Glück sind sie erst heut Mittag meier gegangen, sonst hätt ich ein Problem gehabt. Eigentlich eh klar. Plastiklatschen, vor einiger Zeit gekauft (ich hab noch vier oder fünf Paar von denen seit 2011 auf Lager! Himmel!), waren auf der Reise mit, wurden intensivgenutzt und heut Mittag war ihr Tag gekommen. Man siehts am Foto nicht, aber das Loch, wo der Zehenstöpsel durchgehört, ist komplett aufgerissen. Hält nimmer. Hinüber. Putt.

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Und was jetzt? Erster Gedanke: Gut. Weg damit, wegwegweg. Und gleich mal das Schuhregal ausmisten. Zwischen kaputtem Schuh und Schuhregal ausmisten waren dann noch fast vier Stunden Autofahrt. Und die Frage: Wie entsorge ich die Dinger eigentlich, ohne dass sie in ein paar Monaten mitten im Pazifik herumschwimmen?

Eine sehr kurze Recherche (ich hab diesmal wirklich auf die erstbesten Links geklickt): In Deutschland in die Gelbe Tonne, in Österreich in den Restmüll. Na sehr super. Restmüll. Wirklich glücklich macht mich dieses Suchergebnis nicht. Eigentlich heißts, dass im Restmüll nur Abfälle gesammelt werden sollen, die frei von gefährlichen Inhaltsstoffen sind – bei den Schlapfen bin ich mir nicht ganz sicher. Man hört ja übles über hormonell aktive Inhaltsstoffe von Plastik, von Weichmachern und Nonylphenolethoxilaten. Was jedoch sicher ist: Lang gibt es diese Schlapfen nicht mehr. In Österreich sind Deponien verboten, sie werden wohl verbrannt werden. Byebye.

Apropos Schuhe. Ich hab ja bereits immer wieder brav meinen Kleiderschrank ausgemistet, das Schuhregal jedoch immer geflissentlich ausgelassen. Da standen Kisten herum, in die ich scon sehr lange nicht reingeschaut hatte. Und denen ich mich nicht stellen wollte. Heut wars dann in einer knappen Stunde erledigt, das Regal war ausgemistet, geputzt und neu sortiert. Mit dem Ergebnis, dass ich mich von einem Möbelschwedensack voller Schuhe trenne, der schwerer ist als der Koffer, mit dem ich zwei Monate verreist bin. Und ich fühl mich leichter. Nur dieses Überlegen, wo meine Plastikschlapfen eigentlich nach ihrem Ende in meinem Besitz hingehen, das ist dann doch ein bissl beschwerlich. Ich mag jetzt gar nicht einen auf überbetroffen tun, ich geb nur offen zu: Ich hab mir das anhand eines sehr realen Beispiels (anstelle von theoretischer Hirngymnastik) gerade zum ersten Mal wirklich durchüberlegt. Wie doof eigentlich. Ich weiß, welche Chemikalien auf der Kleidung in der Umwelt landen und dort persistent sind, ich weiß, wieviel Textilabfall in Hongkong täglich anfällt, aber ich hab noch nie ein Paar Schlapfen von mir in der Hand gehabt und mir gedacht: Was passiert eigentlich mit dir, nachdem ich dich weggeschmissen hab? Bei Kleidun gibts wenigstens Möglichkeiten wie Tauschen, Verkaufen, Verschenken, Umnähen. Bei hinigen Schlapfen jedoch…. Restmüll. Grmpf.

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Same Old

Spannende Beobachtung. Nach zwei Monaten habe ich endlich wieder die Möglichkeit, mich mit dem Inhalt meines Kleiderschranks auszutoben und anzuziehen, was ich will. Und was will ich anziehen? Das Zeug, in dem ich zwei Monate herum gelaufen bin. Und wieder der Beweis: man braucht so wenig!!

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