Stricken für Flüchtlinge: Morgen wirds ernst!

Hallo ihr Lieben! Morgen starte ich mal wieder eine Abholrunde – werde sicher nicht alle Geschäfte schaffen, aber ich hoff, dass sich mindestens drei ausgehen. In der Zwischenzeit haben wir bereits knapp 200 der 350 bis Weihnachten gebrauchten Mützen geschafft. Übrigens darf ich euch hier aus der Mail des Chefs der Canisibusse zitieren, ich hab mich wirklich sehr gefreut:

Liebe Nunu,

ich hab gerade die gute Nachricht bekommen: beeindruckend! Zu Weihnachten etwas zu schenken ist immer eine Freude, etwas ganz Besonderes ist aber etwas Handgemachtes zu schenken. Sozusagen ein persönliches Geschenk. Unbezahlbar!

Vielen, vielen Dank und liebe Grüße,

Josef

Schön, oder? 🙂

Und noch was wirklich Schönes ist passiert: Weiterlesen

Getaggt mit

Mein eigenes Daily-Rewind-Kleid. Third Hand, quasi.

Ich glaube, inzwischen weiß mans, ich LIEBE Daily Rewind. Ich liebeliebeliebe diesen Blog und die unendliche Inspiration, die er mir täglich bringt, ich bin endlos begeistert von Hindis Kombinationsgabe, finde diese Frau unglaublich hübsch anzusehen und ich freu mich auch total, Hindi persönlich zu kennen und viel Kontakt mit ihr zu haben – Leute, diese Frau ist ein Kracher. Wirklich unendlich sympathisch, offen, lustig, lieb, strahlend, positiv, gescheit, reflektiert – einfach eine tolle Frau, und ich freu mich sehr, dass wir uns so schnell gefunden haben. Überhaupt ist sie noch so ein Wesen, das es allein durch meine Arbeit hier am Blog in mein Leben gespült hat. Das ist der Teil am Bloggen, den ich inzwischen wirklich am liebsten habe: All die tollen Menschen, die ich kennenlernen darf.

Ich schau ja wirklich täglich ihre Outfitfotos an, bewundere sie sehr dafür, weil ich selbst das ziemlich anstrengend finden würd (ein paar Tage: Ok. Aber ein Jahr lang? RESPEKT!!!). Und dann war da ein Kleid, in das hab ich mich verliebt.

(c) dailyrewind.de

(c) dailyrewind.de

So sehr verliebt, dass ich beschloss, ich frag Hindi doch mal, ob sie nicht vielleicht und überhaupt und so und eventuell….äääh. Ja. Eh schon wissen. Wär doch toll, wenn sich ichkaufnix und Daily Rewind ein Kleid teilen 🙂

Hindi war sofort dabei. Inklusive Lieferung durch ihre entzückende Cousine, die grad in Wien auf Besuch ist. Weiterlesen

Meine Fleecejacke, eine Umweltkatastrophe

Eigentlich will ich seit Wochen über ein Thema schreiben, das mich momentan sehr beschäftigt: Mikroplastikfasern. Es ist einfach sooooo eine Krux: Einerseits erzählen sie seit Jahren, Fleece ist ursuper, weil es aus recycleten Petflaschen besteht – und dann kommt raus, dass die Fasern, die sich beim Waschen aus Fleece lösen, eigentlich richtig böse sind. Sie sind Mikroplastik – noch kleiner als die bereits skandalisierten Mikroplastikkügelchen in der Kosmetik. Und sie richten potentiell echt viel Mist in unseren Gewässern und Meeren an. Ich hab dazu schon Studien gelesen, recherchiere usw – und hänge meine Fleecejacke, die mir wahrscheinlich eh in nicht allzu ferner Zukunft in Einzelteilen vom Leib fallen wird, brav in der Nacht immer zwischen die Fenster zum Lüften, um sie nicht öfter als einmal pro Jahr waschen zu müssen. Allerdings ist diese Geschichte mit Mikroplastikfasern nicht nur bei Fleece so, sondern bei allen Polyester-Fasern (man kann also sagen: Bei ausm Handgelenk geschätzt ca. 90 Prozent aller Primark-Produkte, zum Beispiel). Echt saublöde Sache.

Kirsten war schneller als ich und hat auf Grüne Mode einen Beitrag dazu verfasst, ganz in ihrem Style, gespickt mit Zahlen, Daten, Fakten. Ich find den so super, dass ich ihn jetzt mal (mit Quellenangabe natürlich) hierher kopiere.

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Und ja, ich trage die Jacke weiterhin als wärmende Zwischenschicht für Übergangsjacken. Sie wegzuwerfen, bringt jetzt genau niemandem was. Dann lieber die Lebensspanne verlängern.

Kirsten schreibt: Weiterlesen

Schuhe, Schuhe, Schuhe.

Wollt ich schon länger bringen – die Videos zur neuen Schuhkampagne der Clean Clothes Campaign. Sorry, heute recht textfrei, viel zu tun. Aber worum es geht, hab ich hier schon mal geschrieben.

Hui, viel zu tun heute, schönen letzten Herbsttag, morgen wirds kalt!

Kein Strickwerk mehr :(

Wieder im Lande – und gleich mal eine Hiobsbotschaft in meiner Inbox gehabt. Gewusst hab ich es schon länger, verhindern wollt ich es genau so lang, aber da mir Sonja sehr ans Herz gewachsen ist, muss ich auch zugeben: Ich verstehe sie. Ich wills nur nicht wahrhaben: Das Strickwerk sperrt zu. Der Grund liegt im privaten Bereich Weiterlesen

Wie man merkt, dass der Weg stimmt

2012 las ich ihr Buch und fand sie einfach toll.

2013 hatte mein Körper etwas dagegen, dass ich sie in Linz kennenlernte.

2014 lernte ich sie dann in Hamburg kennen, nachdem ich ihre Wiener Kollegin geworden war.

2015 sind wir todmüde vom Detox-Jahresmeeting (lauter Greenpeacer auf einem Haufen ist schlimmer als ein Sack Flöhe, echt jetzt..) durch Taiwan gestapft.

Inzwischen ist sie meine große, kleine Schwester im Geiste. Wir brennen beide seit Jahren für faire, grüne Mode, und Weiterlesen

Ein Laden, den ich mir im Himmel mal wünsche

Ich habs ja sonst wirklich nicht so mit rund-um-die-Uhr-kaufen-kaufen-kaufen. Aber hier in Taipei gibt es einen 24h-Laden, für den man in Wien eigentlich sämtliche Ladenschlussgesetze brechen sollte: Ein Buchladen, der rund um die Uhr geöffnet hat. Sowas brauch ich dann definitiv im Himmel auch. Es läuft klassische Musik, und an jeder Ecke sitzen oder stehen Leute und blättern, schmökern, lesen – nebenan gibts direkt ein feines Cafè, das auch durchgehend offen hat.

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Ich muss zugeben, so was wünsch ich mir auch im Himmel. Alles andere darf auf Ewigkeiten zu haben, aber ein immer geöffneter Buchladen…. hach. Würd ich in Taipei wohnen, ich würd mir eine Wohnung ganz in der Nähe suchen. Wenn ich mal nicht schlafen kann, geh ich einfach lesen – es gibt dort auch eine beträchtliche Auswahl an englischen Büchern. Konnte leider auch einem Kauf nicht widerstehen:

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„Handbuch“ ist übrigens die Untertreibung des Jahrhunderts. Das Ding ist größer als A4 und wiegt locker drei Kilo mindestens. Und ich werde in nächster Zeit wohl sehr viel draus zitieren, ihr Armen 😀

PS: Und von wegen im Himmel: Ja, wir sind alle schockiert wegen Paris. Aber wie die Geschehnisse in Beirut und Kenia zeigen: Es passiert anderswo auch. Permanent sterben Menschen sinnlose Tode, und jeder einzelne ist unverständlich, tragisch und katastrophal. Aber wir leben, und wir sollten uns von dem Terror bei allem Mitgefühl für die Angehörigen der Toten nicht von unserer Lebensfreude und vor allem unseren Zielen abbringen lassen. 

Modenschau im Reisfeld

Heute ist der letzte Meetingtag bei Greenpeace. Und ich muss sagen: Das war wahrscheinlich die beste Woche ever bei Greenpeace. Wenn über 50 Greenpeace-MitarbeiterInnen aus grob geschätzt 30 Ländern zusammen an neuen Ideen arbeiten, entsteht unglaublich viel Motivation und Inspiration.

Sehr inspirierend ist auch die Aktion meines indonesischen Kollegen Ashov. In Java gibt es eine Gegend, die im Ranking der weltweit 10 am meisten verschmutzten Orte der Welt mitmischt. Der Grund dafür ist die Textilproduktion. Ein ehemaliges Reisfeld schaut besonders grauslich aus, überall schwarzer Schlamm.

Indonesian models presenting Eco Fashion from 3 different designer Felicia Budi, Indita Karina, Lenny Agustin during

Indonesian models presenting Eco Fashion from 3 different designer Felicia Budi, Indita Karina, Lenny Agustin during „Detox Catwalk“ on damage paddy field area in Rancaekek, West Java province on Sunday 22 March 2015. Photo Greenpeace/Hati Kecil Visuals. Photo taken from  www.rappler.com

Wo kann man die unökologischen Auswirkungen besser zeigen als dort? Ashov tat genau das: Weiterlesen

Nachricht an alle: Flüchtlinge flüchten vor dem IS!

Es ist traurig, schockierend, macht sprachlos. Auch hier in Taiwan gibt es unter den Kollegen kaum ein anderes Thema als die Anschläge in Paris. Erst im März war ich eine Freundin in Paris besuchen (sie wohnt inzwischen wieder in Wien), und einer der Anschläge geschah quasi in dem Häuserblock, in dem sie wohnte. Ich glaube, ich bin damals die Gegend, in der so viele Anschläge stattfanden, mehrmals abgegangen, ein wunderschönes Eck mit kleinen Cafès und spannenden kleinen Geschäften mit Produkten aus aller Herren Länder (wasn das bitte für ein Ausdruck, fällt mir grad auf! Sind doch auch aller Frauen Länder!).

Es ist traurig, es macht Angst. Aber Angst ist genau das, was die Attentäter auslösen wollen – damit können sie mich mal. Sie schießen russische Flugzeuge ab, weil Putin sich in Syrien einmischt. Sie erschießen wahllos friedliche PariserInnen, weil Hollande sich in Syrien einmischt. Und dann? Weiterlesen

Von gallischen Dörfern und taiwanesischen Nachtmärkten

Hui, gestern hatte ich eine Erleuchtung – und was für eine:

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Bin in Taipeh City angekommen (bisher waren wir in einem Hotel außerhalb, das ich kaum verlassen habe, und jeden Tag den ganzen Tag Meeting), hatte heute Nachmittag/Abend frei. Nach einem typisch taiwanesischen Essen auf typisch taiwanesischen niedrigen Tischen und Hockern – ich fühlte mich ein bisschen so, als ob meine Nichte mir gleich imaginären Tee serviert, während ich mich mit ihren Plüschtieren unterhalten muss (wobei sie dafür schon viiiiel zu alt ist, natürlich) – fuhren wir noch zu einem Nachtmarkt. DEM Nachtmarkt schlechthin.   Weiterlesen