Schlagwort-Archive: Fair Fashion

Fashioncamp: Gesamte Diskussion online

Die gesamte Diskussion vom Fashioncamp ist seit ein paar Tagen online! Wer Nana, Michaela, Victoria und Veronika beim Diskutieren und mir bei meiner (definitiv optimierbaren) Erstlingsmoderation zuschauen will: Klick aufs Bild!

fashioncampvideo

Und falls mich wer für zu unkritisch hält: Ich glaube nicht, dass es der Weg ist, mich mit all den Bloggerinnen, die Mode zu ihrem Arbeits- und Freizeitmittelpunkt machen, anzulegen. Der Groschen muss sowieso bei jeder selbst fallen, auf ihre jeweils eigene Art. Ich hab mich gefreut, dass wir bei dieser Diskussion viele Zuhörerinnen hatten und der Gedanke der fairen Produktion und Ressourcenschonung ein bißchen rausgetragen wurde.

Getaggt mit , , ,

Fangt den Blick!

Hat wer grad Geld übrig?

Hat wer Bedarf nach neuen Sachen?

Hat wer Zeit heute?

Ist wer mode- und designinteressiert?

Dann ab zur Blickfang!

blickfang_logo_baseline_cmyk

 

Nachdem bei mir ersteres, zweiteres und dritteres gerade nicht der Fall ist, trifft man mich dort nicht – aber ich wünsch allen viel Spaß, einige meiner liebsten Labels a la km/a und Fröhlich sind auch vertreten!

Getaggt mit , , ,

Brauch nochmal Hilfe: Winterparka in Männlich?

Ich brauch schon wieder eure Hilfe, diesmal fachbezogener. Der Liebste rennt seit Jahr und Tag unserer Beziehung im Winter in einem Stoffmantel herum, den ich aufgrund seiner fehlenden Wärmegebung (a.k.a. das Teil ist gut gegen ein Herbstlüfterl) bereits MItte Oktober wieder einmotten würde. Aber zugegeben: Er schaut fantastisch in dem Mantel aus, hach! 🙂

Jetzt hat er endlich beschlossen, sich eine „echte“ Winterjacke zu kaufen – und ist sogar nach fairen Alternativen fragend auf mich zugekommen. Yey! Liebe! Große Liebe!

Nur mich hats erstmal ordentlich aufgeblattelt.

Ich weiß, es gibt die Bundeseigentum-Mäntel von km/a auch für Männer, aber das ist nicht sein Stil, will er nicht. Ok.

Hessnatur hat auch einige im Angebot, aber ….. sind halt Hessnatur.

Gestern – unmittelbar, nachdem ich dieses wunderbare Buch ausgelesen hatte, auf die Manomama-Website geschaut, was sie denn so im Shop haben – bei diesem Teil hier gelandet.

manomama flo

Mich würds freuen, aber ich glaub nicht, dass die Jacke sein Stil ist.

Jetzt seid ihr gefragt: Wo krieg ich biofaire WARME Winterjacken her (er hätt gerne eine im Stil einer Snowboardjacke)? Zu Hülf? Die Männerwelt in Sachen Fair hat sich mir noch nicht ganz erschlossen (WAS FÜR EIN SATZ).

Getaggt mit

Vom richtig machen und vom richtigen Machen

Ich lese gerade „Wunder muss man selber machen“ von Sina Trinkwalder. Auf jeder dritten Seite sitze oder liege ich nickend da, weil sie einfach so recht hat. Ihre Grundaussagen (jetzt mal bis zur Hälfe): Tu was. Und: Verdammte Bobo-Bio-Industrie. Durch Greenwashing und „grünes Vorgehen“ wird so viel echtes Bio verdeckt und tw. kaputt gemacht.

In ihrer Kritik an dieser Bobo-Bio-Industrie habe ich mich etwas „ertappt“ gefühlt: In meinem eigenen Konsumverhalten kippe ich doch öfter mal drauf rein. Habe ich die Wahl zwischen Diskonter oder Bio, greife ich zu Bio – aber manchmal (ich bemühe mich, dass es immer seltener wird) – auch zum Energydrink eines Weltkonzerns in der Alu-Dose. Best of Böse. Oder, ein besseres Beispiel: Ich greife glücklich zum neuesten Bio-Pesto-Glasl in toll designter Produktaufmachung um sechs Euro, aber dann denk ich mir, wui, teuer, dann kauf ich mir die Clever-Spaghetti dazu. Oder noch wahrscheinlicher: Ich achte auf käfigeierfreie Bio-Nudeln, aber dann könnts sein, dass ich drauf pfeif, was das jetzt für geschnittene Tomaten in der Dose sind, einfach, weil ich grad keine Bio-Alternative dazu in meinem Supermarkt ums Eck im Angebot hab. Erwischt. Ich bin so ein Bio-Bobo. Aber ich bin nicht stolz drauf, ich weiß, dass ich noch mehr „richtige“ Entscheidungen treffen kann.

Und punktgenau war es auf jeder dritten Seite wieder da, dieses Gefühl: „Ich würds so gern richtig machen, aber bitte wie? Wie weiß ich denn noch, was richtig ist?“ Natürlich könnte ich komplett aus der ganzen Konsumgesellschaft aussteigen – aber damit wäre wahrscheinlich nur meinem Gewissen geholfen (und mein Lebensstil radikal verändert). Ich muss einfach permanent versuchen, die „bessere“ Entscheidung zu treffen. Bei den tausenden Entscheidungen, die wir täglich treffen, ganz schön anstrengend. Und kaum wer schaffts immer. Und vor allem dieser Gedanke: „Hach, ich schaffs doch eh nicht, wieso sollt ich mich überhaupt anstrengen! Komm, ich entspann mich und denk da einfach gar nimmer drüber nach!“ – der ist sicher sehr vielen schon gekommen.  Nicht kritisch zu denken, zu handeln, zu konsumieren ist verdammt einfach und sehr verführerisch. Aber ganz ehrlich: Besser fühlt sichs an, wenn man es wenigstens versucht. Und wenn man dabei auch noch grüne Angebote kritisch hinterleuchtet, dann hat man einen großen Schritt aus der ignoranten Masse heraus getan.

Der nächste Schritt: Was tun. Da bewundere ich Sina Trinkwalder sehr. Sie tut einfach. Zack, Idee, stur angegangen, und los. Und ich wieder gedanklich auf jeder dritten Seite: „Und was mach ich?“ Ja, die WearFair ist super, wir haben wirklich ein großes Angebot nachhaltiger Produkte stellen können, und die Art, wie es vom Publikum angenommen wurde, war fulminant, aber reicht das? Ich bring bald ein Buch heraus, und hoffe, dass das von ein paar Leuten gelesen wird, die sich bisher nicht wirklich mit diesen Themen auseinandergesetzt haben. Aber alles, was ich mach, ist kommunizieren. Ich schreibe, ich netzwerkle, aber himmelnochmal, ich würd so gern richtig machen!

Ideen sind da, der Mut noch nicht so ganz, aber eines ist sicher: Ich mach noch mal was richtig. 🙂 Das Buch von Sina Trinkwalder sollte übrigens dringend  von vielen Menschen gelesen werden, fantastische Gedankenanstöße!

wunder

Getaggt mit , , ,

Kopfarbeit

Ich hab wieder so ein feines Label, das ich euch vorstellen kann. Aber ich kann leider nicht. Bin grad so inspiriert, dass ich jetzt leider stricken muss.

Klick!

kopfarbeit

Getaggt mit ,

Gratulation, einen Tag verspätet

Gratulation an Flo Neumüller! Seit einem Jahr und einem Tag gibt es in Linz nämlich noch einen tollen Ökomode-Laden (in dem ich selbst leider noch nicht war, allerdings hatte ich das Vergnügen mit ihm auf der WearFair).

Das Tolle: Flo war zum Zeitpunkt der Eröffnung ganze 21 Jahre alt. Ich finde das jedesmal beeindruckend, wenn ich nur dran denke. Mit 21 bin ich dank eines ziemlich ertragreichen Schmerzensgeldes aufgrund eines Radunfalls (klassischen Salto über eine Motorhaube hingelegt, und seither an einer etwa handflächengroßen Stelle am Scheinbein gefühllos, immer lustig beim Beine rasieren…) mit 21 drei Monate durch Europa gereist. Reise meines Lebens, auch schon mal am Blog behandelt. Zweimal.

Und habe – zurück in Wien – überlegt, auf welche Party ich morgen gehe.

Und was ich dabei anziehe.

Und ob ich auf die Vorlesung am Nachmittag pfeif (meistens war die Antwort: Ja.).

Und warum der Martin nicht anruft (ich meine da jetzt keinen bestimmten. Bei mir haben sie IMMER Martin geheißen, das war echt ein Phänomen).

Und wie er das wohl meint, dieses SMS.

Und ob ich mir diese Hose kaufen soll (auch hier war die Antwort meistens: Ja.).

Und Flo? Der macht einfach schnell mal einen Laden auf. Ich habe echt allerhöchsten Respekt vor ihm. Und gratuliere von Herzen!!

flo eco 1

Da ist er, groß und in der Mitte, mit dem tollen Shirt von Better B. Good!

flo eco

Sonst schaut er nicht so bös 🙂

Getaggt mit , ,

14 000

Unfassbar.

Fast 14.000 BesucherInnen auf der WearFair.

Habe gestern Abend – nach stundenlangem, relativ fassungslosen Anschauen der Wahlberichterstattung (wobei: ich steh auf meinen Hieb. Einer der wenigen in Wien, bei denen die FPÖ verloren hat – und von den Grünen überholt wurde) rief mich Uta, die Geschäftsführerin der WearFair, an, und fragte ohne „Hallo“:

„Wieviele Besucher hat die Messe gehabt?“

„Weiß ich doch nicht!“

„Schätz!“ Weiterlesen

Getaggt mit ,

Kleine Welt Österreich

Zuhause am Sofa, warten aufs Wahlergebnis, und die WearFair reflektieren. Es erwarten euch eine ganze Menge Vorstellunge von Labels, die ich dort entweder entdeckt habe oder die ich einfach bisher noch nicht vorgestellt habe.

Zum Beispiel Ompura. Die sind brandneu und haben ein geniales Konzept, das ich aufgrund akuter Müdigkeit aus der Aussendung von ihnen zitiere:

Natürlich, individuell und fair

Als Gegentrend zu „Ich will alles – und das sofort – zum halben Preis“ bietet ompura individuell gestaltbare Kleidung aus 100% Naturstoffen. Besonderen Wert legt Firmengründer Sinnegger auf folgende Werte:

Natürlich und nachhaltig: ompura Produkte werden ausschließlich aus nachwachsenden, naturreinen Materialien gefertigt und unter Berücksichtigung höchster Umweltstandards in Österreich erzeugt.

Individuell und bunt: Jedes ompura Modell wird durch individuelle Farbzusammenstellung und Größenanpassung zum ganz persönlichen Einzelstück. Die acht verfügbaren ompura Farben schaffen eine Fülle von einzigartigen Kombinationsmöglichkeiten.

Ehrlich und fair: Die ompura Kleidung wird ausschließlich in österreichischen Familien- bzw. Kleinbetrieben sorgfältig gefertigt. Hohe Arbeitsstandards und faire Bezahlung gewährleisten wichtige menschliche und soziale Bedürfnisse.

Das Konzept ist fantastisch, und vor allem: Es ist richtig gute, hochqualitative Outdoorkleidung aus Naturmaterialien. Mich persönlich kann man ja in Ruhe lassen mit diesem ganzen High-Tech-Stoff-Krempel, am hautfreundlichsten und angenehmsten auf der Haut sind und bleiben bei jeder Temperatur und Belastung einfach Naturfasern.

Und das Lustige: Weiterlesen

Getaggt mit , ,

WearFair Tag 2 – der Nunu-Preis

WearFair, Tag zwei – und für mich der letzte Tag. Morgen ist (ein bissl) Pause und in Wien wird gewählt. Und heute, hach, herrlich wars. Um einiges entspannter als gestern (als wir sage und schreibe 3.500 BesucherInnen hatten, weit über Prognose!), ohne „ogottwireröffnenhoffentlichhautalleshinhoffentlichkommenLeute“-Stress im Vorfeld. Es waren wieder seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr viele Leute da, unglaublich, eigentlich waren die Hallen von zehn in der Früh bis acht am Abend permanent gut gefüllt.

Ich hatte pressetechnisch weniger zu tun (anscheinend verfügt Oberösterreich über sehr selbstständige JournalistInnen, die sich ganz von alleine auf der Messe zurecht gefunden haben), facebooktechnisch ein bißchen, und um elf war ich dann auf der Bühne beim Gespräch „Nachhaltigkeit im Selbstversuch“. War witzig!

facebook280913_Diskussion1_1

Nach drei in etwa hatte ich dann in meiner offiziellen Rolle Schluss. Was folgte: Ich war unfassbar todmüde. So richtig „Ich kipp jetzt sofort um und verfalle in Tiefschlaf, wurscht, ob ich sitz, steh oder lieg“. Bin immer wieder trotz immer noch schmerzender Beine (in anderen Schuhen) über das Messegelände und hab mich so durch die Gegend getratscht. Meine Feststellungen und Entdeckungen: Weiterlesen

Getaggt mit , , , , , , , ,

WearFair. Erster Tag. Nunu im (fußschmerzenden) Glück.

Ok. Erster Tag der WearFair aus persönlicher Nunu-Sicht: Aua. Diese Dinger da am Ende meiner Beine, die tun unglaublich weh. In der Tabakfabrik macht man echt Kilometer, und Frau Eitel-Nunu muss natürlich die brandneuen Schuhe anziehen. Und was für eine Blödheit begeht Frau Eitelnunu, weil sie schnellschnell Donnerstagfrüh zuhause gepackt hat (weil sie am Mittwochabend zu faul dafür war, obwohl sie den ganzen Abend zuhause war?)?

Sie spaziert als Pressesprecherin einer Messe für faire Mode in der Früh rüber zu den Vorbereitungen der Messe im uralten und getauschten Textilschwedenshirt. Das binnen einer halben Stunde durchgeschwitzt war, weil es auf der Messe – noch bevor die ganzen Leute da waren – drei verschiedene Klimazonen hatte. Seaaaah schlau, Madame Kaller. Habe mir nicht nur einmal deshalb aufs Hirn geklatscht.

In der Früh war es noch recht angenehm, noch war die Messe geschlossen, drinnen bauten die verschiedenen AusstellerInnen auf. Unter anderen meine lieben süßen beiden Xiling-Ladies, Mutter und Tochter Binder. Ich tauch auf bei denen (und lasst euch sagen: Sie haben so viel cooles Zeugs, ich finds besser als im letzten Jahr!), sehe Janna Meta in einem uuuuuuuuuuunglaublich coolen Kleid – tja. Mein selbsterlaubtes Budget für die WearFair (nicht kaufen auf der WearFair, wenn ich mich seit eineinhalb Jahren genau darauf freue…. näh.) war bereits vier Stunden, bevor die Messe offiziell öffnete, zur Hälfte erschöpft.

2013-09-27 18.52.59

Dann gings offiziell los:

eröffnung

Was folgte, waren sieben Stunden Gedränge durch die Gänge. Es war UN-GLAUB-LICH. Nicht nur, dass ich mir rein beruflich echt einen Haxen ausfreute, der andere Haxen ging für die Freude drauf, dass wirklich so wahnsinnig viele Menschen interessiert sind an fairer Mode. Gemessen an der Menge der Leute (kurzfristig erreichte mich das Gerücht, dass uns die für den ersten Tag berechneten Eintrittskarten ausgegangen waren) kann man nur sagen: Zumindest in Linz ist faire Mode keine Randerscheinung mehr!

Zwischen Journalistenbetreuungen, Pressezimmeraufräumen, Fotografinnenbriefings (danke, Andrea!!) und allgemeiner Herumcheckerei wurde dann der geplante Kauf getätigt: Weiterlesen

Getaggt mit , , , , , ,